Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Seit wann ist Arafat tot?
Froschkönig
14.11.2004, 20:59
Der frühere Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Michel Friedman, hat den verstorbenen Jassir Arafat in einem Nachruf als "Mörder und Verbrecher" bezeichnet.
Wer hatte ihn noch gleich damals für den Friedensnobelpreis nominiert ? ;-)
Neujahrsrakete
14.11.2004, 21:08
Was haltet ihr davon? Ich finde, Friedman hat den Nagel mal wieder auf den Kopf getroffen...
Mag ja sein, daß Arafat eigenhändig Menschen umgebracht hat.
Aber Scharon ist nicht besser. Wer weiß, wieviele Menschen er schon umbringen lassen hat. Ob Friedmann in einem Nachruf auf Scharon auch gesagt hätte, daß er ein Mörder ist?
Dr. Sziget
14.11.2004, 21:15
.... Burn in hell, Jassir!
Es gibt die kontroversesten Meinungen und Überzeugungen was Jassir Arrafat angeht aber bei aller Unverständlichkeit und Überzeugtheit vom gegenteil sollte man dennoch die Würde eines jeden Menschen auch oder nach seinem Tode achten und schätzen. dass es besagte Person vielleicht zu Lebzeiten nicht getan hat, ist kein Argument es ihm gleich zu tun, da man sich sonst selbst aufs gleiche Niveau begibt.... :-meinung
Bradyphrener
14.11.2004, 21:40
Es gibt die kontroversesten Meinungen und Überzeugungen was Jassir Arrafat angeht aber bei aller Unverständlichkeit und Überzeugtheit vom gegenteil sollte man dennoch die Würde eines jeden Menschen auch oder nach seinem Tode achten und schätzen. ...
Ganz meine Meinung, und das gerade so ein drogensüchtiger arroganter Mensch wie Friedman sich erlaubt, einen Friedensnobelpreisträger zu verunglimpfen, halte ich schon für ziemlich dreist. Da hat er in seiner grenzenlosen Objektivität in dieser Sache die weisse Linie des Anstands meilenweit übersprungen (aber vielleicht zieht er sich ja wirklich keine weissen Linien mehr).
Sicherlich kann man Arafat vorwerfen, nicht alle Möglichkeiten zur Friedensschaffung genutzt zu haben, aber in dieser Hinsicht sind die Israelis sicher auch nicht frei von Schuld.
Irgend so einen "Experten" habe ich neulich in den Nachrichten auf ARD sagen hören, Arafat war niemals korrupt - aber er habe andere oft korrumpiert. Angeischts der Tatsache, dass er einige hundert Millionen Dollar zur Seite geschafft hat, glaube ich das sofort. Ganz sauber war der Kerl bestimmt nicht. In den Nachrichten kam es immer so herüber, dass er so etwas wie der Gegenpart zu Ghandi war: Frieden schaffen unter der Einbeziehung von Gewalt.... :-nix
Die Niere
15.11.2004, 09:50
Ich finde es immer wieder erschreckend, wie gebildete Menschen einfach blind der anderen Seite eine Vollschuld anlasten wollen. Wenn es um Unrecht, Verbrechen und Korruption geht, kann keine Seite wirklich den schwarzen peter von sich schieben.
Achtung keine PC: Und das ewige Gejammere (masslose Überspitzung rechtsextremistischer Tendenzen, Ausweitung ausländerfeindlicher Tendenzen speziell auf Juden vom gesamten Volk ausgehend, Wir unschuldigen Israelis gegen die Völkermörder Palästinas) deutscher Juden insbesondere im Zentralrat, geht mir sowieso ziemlich auf den Geist.
Wir haben eine spezielle Verantwortung, die ich auch als sehr wichtig ansehe, aber der Zentralrat übertreibt es zum Teil dermassen und nutzt jede noch so kleine Möglichkeit um auf den Busch zu hauen...
gruesse, die niere
Kackbratze
15.11.2004, 14:06
Womit wir beim nächsten wären, auf dem gerne Herumgehauen wird...der arme Bush ;)
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