Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Treffpunkt für gestresste Pj-ler und UAs
Fachbereich? Kann ich mir schwer vorstellen, dass Leute im Wahltertial unmotiviert sind, gerade da sollten die meisten doch am besten mit dabei sein was die Motivation betrifft.
Außerdem habe ich das Gefühl, dass viele Ärzte Unsicherheit/Zurückhaltung seitens der PJler mit Faulheit/"Schnarchnasigkeit" verwechseln.
Hoppla-Daisy
24.08.2010, 17:14
Bin schon fleißig drin im Briefeschreiben :-)
Diktieren macht Spaß :-)) (das Heraussuchen der einzelnen Informationen - zumal, wenn man die Patienten nicht bei Aufnahme gesehen hat - ist ein wenig mühselig, aber nun ja)
Ich hab heute das erste Mal arthroskopiert :-dance :-party
"So, jetzt nehmen sie mal das Dingen in die Hand und fahren mal durchs Kniegelenk :-)"
Sehr sehr cool :-top
denkstdu
24.08.2010, 17:52
@ Daisy: Cool Arthroskopieren durfte ich noch nicht, aber generell, darf man hier wenig machen :-( Hats denn auch so funktioniert wie du wolltest?
@SynC: Wenn du mit Unsicherheit auch lautes Unterhalten am Mittagstisch meinst, bei dem noch drei Tische weiter wissen über was man redet, das eigentlich nicht jeder hören sollte/will und erst recht nicht zum Mittagessen, dann sage ich ok. Und in einem operativen Fach sollte man zumindest die Ambitionen besitzen Knoten und Nähen lernen zu wollen, bzw. es schon zu bringen. Macht ja auch Spaß by the way und ist hier neben Blutabnehmen und Verbände, das einzige wo man bissel am Patienten tätig sein darf.
Hoppla-Daisy
24.08.2010, 18:12
Jo, es hat einigermaßen geklappt. Ich durfte zwar nur ein bissel im Knie rumgucken, allein das Handling der Optik und der Kamera ist schon ein wenig knifflig, aber wenn man sich drauf einlässt, klappt das gut :-) - und macht Spaaaaaaaaaaaaaaaß!!! *[Teletubbie-Modus ON] nommal nommal nommal! [Teletubbie-Modus OFF]
Ab heute fühl ich mich heute gleich auch extrem gestresst ;) :-top
Das ich mal in diesem Thread lande, wow, wie die Zeit vergeht!:-blush
Die Niere
30.08.2010, 14:59
Das mit den unmotivierten PJler selbst in ihrem Wahlfach habe ich auch schon erlebt und so manchmal frage ich mich auch nach den Gründen. Zum Teil liegt es sicher an einer Frustration, die die Stelle vielleicht mit sich bringt und andere Mal sind vielleicht persönlich eGründe daran schuld. Aber meistens liegt es wahrscheinlich daran, dass man lieber frei hätte statt zu arbeiten.
gruesse, die niere, die aber wahrscheinlich morgen auch ziemlich unmotiviert in den Spätdienst starten wird...
Kackbratze
01.09.2010, 05:13
Frustrierte oder unmotivierte PJler? Kenn ich auch. Schlimmer sind die absolut inerten, die nochnichtmal in der Lage sind Desinteresse zu zeigen, sondern sich eher wie ein RTLII-Zuschauer nur berieseln lassen wollen.
Mitmachen ja, aber nur nach Aufforderung, ansonsten nur irgendwo rumsitzen (bevprzugt Arztzimmer).
Die Demotivierten hauen wenigstens ab (ich lasse sie auch, bringt ja eh nix sie zum Bleiben zu zwingen), aber die Inerten sind echt nervig.
Man weiss nicht, was man mit denen anfangen soll :-nix
Annabell Lee
03.09.2010, 16:15
Der PJ auf der Station, wo ich gerade Blockpraktikum habe hat praktisch den Status eines Arztes, das einzige was er nicht macht ist die Unterschriften unter seine Briefe zu setzen. Obwohl ich noch nicht im PJ bin, muss ich auch Arztbriefe diktieren, alle Patienten jeden Tag untersuchen und Auffälliges melden, Untersuchungen anmelden und Therapievorschläge machen, einfach im Stationsmanagement insgesamt mitarbeiten, ohne dass mir jemand großartig sagen würde was ich zu tun habe, nebenbei auch noch darauf achten, dass bei allen Patienten funktionierende Nadeln liegen und ich alle erforderlichen Werte zur richtigen Zeit abnehme. Bei einer Famulatur auf einer Station in der gleichen Klinik vor einem Jahr musste ich dem Chef sogar mindestens ein bis zwei Patienten täglich vorstellen. Kann mir überhaupt nicht vorstellen, dass die da gar nichts sagen würden, wenn ein PJ auf Anweisungen wartet. Ich glaube man würde massiv Probleme bekommen, wenn es so wäre. Bei uns sind viele halt ziemlich gut, und meist hängt die Messlatte sehr hoch; weshalb ich auch schon wahnsinnig Angst vor dem PJ habe.
Was ist das denn für ein seltsames Blockpraktikum?
Kackbratze
03.09.2010, 17:52
Eins mit wenigen oder überforderten Assistenzärzten.
Was soll man dazu sagen? Das grenzt haarscharf an Ausbeutung, zumindest so wie das hier klingt. Vielleicht ist es nicht ganz so schlimm in der Realität, aber Blockpraktika und auch das PJ sind beides Dinge, bei denen man lernen soll, nicht in der Arbeit erstickt!
Das Ersticken kommt dann später...
Ja, deswegen habe ich auch gefragt. Bei uns waren die Blockpraktika nämlich komplett anders, sprich wir wurden z.B. in Gyn oder Innere einem Arzt/Tutor zugeteilt und hatten dann eine Art Stundenplan, mit jedem Tag Seminar/Kleingruppe, Lehrvisite, (ggfs. OP), U-Kurs, Funktion, Ambulanz. Gut Patienten haben wir auch untersucht, i.d.R. 2 Studenten pro Patient und mussten darüber auch was verfassen. Habe das aber stets als Lernbaustein erlebt.
Wie Annabell es schildert, klingt das wirklich kaum noch nach Lehre, Blockpraktika sind doch auf keinen Fall dafür da, möglichst früh Studenten zum Arbeiten abzugreifen. Ist auf jeden Fall ne ganz billlige Nummer, wenn es dann nach 1 Semester heisst, in bspw. Gyn gabs 2 SWS Vorlesung und 40 Arztbriefe zum Schreiben .... Sehr gut würde in dem Zusammenhang dann noch passen, wenn man als Student eine Frage zum gerade "unterrichteten" Fach stellt und es dann heisst "Das kannst du dann bis morgen zu Hause nachlesen".
Hoppla-Daisy
06.09.2010, 19:16
YEAH! Ich wurde heute an die Uros "ausgeliehen für ne lange OP (Neoblase). Hach, schööööön war's :-love
Und so konnte ich mich direkt mal bei den zukünftigen Kollegen bekannt machen ;-):
"Ich komm dann demnächt zu Ihnen.... zu Nikolaus ;-)"
"Echt? Klasse! Wann???"
Hoppla-Daisy
16.09.2010, 20:21
Sollte es so sein, dass ich derzeit die einzige gestresste bzw. eben nicht gestresste Peejane bin?
Okay, gerade bin ich nur ein wenig genervt, weil ich Dienst und nix zu tun habe. Ich fühl mich gerade ein wenig "ungenutzt". Also den Zustand würd ich lieber zuhause genießen ;-).
snowfairy
16.09.2010, 20:26
Dienst und nix zu tun? Das ist doof....Ich hab ja momentan etwas Stress mit dem Famulanten auf Station (kleiner Wicht, der sich aufführt, als wäre ich ein Depp bzw. er Assi und ich Famulantin):-(
ich bin auch genervt...:-keks
mache gerade innere und bin auf der hämato/onko gelandet, was an sich nicht ganz schlecht ist, weil die leute alle wirklich nett sind und mich die onko auch interessiert...aber die venöse situation hier ist ein ziemliches desaster...BEs, von denen ich unzählige jeden tag zu verrichten habe und der famulant mir immer gerne die schwierigen lässt, klappen mittlerweile eigentlich echt gut, da hab ich ja am anfang schon gezweifelt...aber die viggos wollen noch nicht so richtig flutschen...kann an einer hand abzählen, wann das ordentlich geklappt hat...ansonsten platzen hier die dünnen venchen schon, wenn man sie schief anguckt oder ihnen kurz den rücken zudreht...:-((
dann hatte ich heute noch einen port, der nich so wollte wie ich...fühle mich also alles in allem heute irgendwie insuffizient...nichts hat so richtig geklappt, wie ich wollte...meine aufnahmen konnte ich auch nicht so ordentlich machen, wie ich das will, weil ich dann schnell zum anwesenheitspflichtigen pj-unterricht musste...:-kotz
Hoppla-Daisy
17.09.2010, 14:24
Ich geh dann jetzt mal nach Hause :-D
- nachdem ich heute entspannt ein bißchen Visiten mitgemacht und BE erledigt hatte (der Blutentnahmedienst ist leider krank ;-))
- nachdem ich um kurz vor 12 mit den "Oberen" einer kleinen Frisch-Facharzt-Feier beiwohnen durfte, wo es lecker Futter gab und gar niemand auf die Uhr achtete (weil wir eh nix mehr zu tun hatten, brauchten wir das auch nicht :-)))
- nachdem ich heute sogar als "Liebesdienst" die BE der anderen Stationen, auf denen wir auch Patienten haben, alle mitgemacht habe (hach, ich war schon lieb heute!)
- nachdem ich nun eine Stunde überlegt habe, ob ich jetzt tatsächlich nach Hause gehen soll :-D
Ich bin dafür, den Fred umzubenennen :-))
PS: Mein Dienst gestern war auch relativ entspannt und freundlich... ich schäm mich ja schon fast :-blush
Hach, um 15:27 Uhr war für mich noch lange nicht an nach Hause gehen zu denken...haben wirklich viel zu tun...hatten noch aufnahmen und dann noch diverse extra untersuchungen wie knochenmark- und lumbal-punktionen, sodass ich erst gegen 17:30 Uhr nach Hause konnte...so macht das Spaß :-?
naja wenigstens ist was zu tun und man lernt was...und die ärzte sind echt super, haben sich wieder total lieb für die hilfe bedankt und sind echt froh, dass wir da sind!
das einzige, was gestern wieder extrem ätzend war, war die pflege...da hatte sich eine krank gemeldet und ein ganz besonders netter pfleger musste für sie einspringen, obwohl er auf nen geburtstag eingeladen war...das war der grund, warum er seine miese laune an mir auslassen musste...seit 6 stunden würde er schon auf ne viggo bei dem und dem patienten warten und überhaupt würde ich nur im weg rumstehen...das ist echt ätzend, zumal der famulant versucht hatte, die viggo zu legen und es nicht geklappt hat und die regel halt nunmal ist, dass nach 3 studentischen versuchen der arzt dran ist...die wussten da drüber auch bescheid und waren quasi auf dem weg zu der patientin...hab mich aber natürlich nicht getraut, ihm auch was vor den latz zu knallen...
dann kam die nächste und mault mich an, dass der neurologe, der die lumbalpunktion gemacht hatte, irgendwelche kompressen im patientenzimmer vergessen hatte...wir ärzte würde nie irgendwas wegräumen...hallo? was kann ich denn dafür? naja problem ist halt, dass ich scheinbar der einzige bin, zu dem sie sich trauen sowas zu sagen... :-keks
mein Rat, sachlich gegenargument bringen wenn du wirklich eins hast, wirkte bei mir wunder, seitdem ist betroffene Schwester zahm...
snowfairy
20.09.2010, 16:23
Ich durfte am Freitag noch als Gast bei einer OP zuschauen-das war sooo toll. Nur leider ist das Tertial bald zu Ende (und hier kann ich wohl nicht noch mal in den OP) :-(
Hoffentlich sind die im nächsten Tertial auch alle so nett und haben viele interessante OPs, sonst bekomm ich noch regelrecht "Heimweh".
@ lala07::-keks. Ich glaube ich hätte dem einen Pfleger einfach gesagt, dass die Ärzte eben die Nadel legen müssen und auf dem Weg sind. Und ehrlich gesagt, würde so etwas bei mir bei einem Ohr rein und beim anderen wieder raus gehen.
das ist halt immer leichter gesagt als getan...ich meine das mit dem 'ins eine ohr rein, aus dem anderen raus', wenn man so direkt angefeindet wird, obwohl man immer total freundlich ist und sich mühe gibt...
...hatte der schwester, die mich wegen der liegengebliebenen sachen angemotzt hat, ja gesagt, dass ich in diesem fall der falsche ansprechpartner bin...da hatte sie ja schnell gesagt, dass sie mich ja nich doof anmachen wollte....kommt halt manchmal aber so an...irgendwie...
nun gut, heute hatte ich eigentlich einen ganz guten tag...nicht so unendlich viele BEs, kaum Aufnahmen...
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