Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wie realistisch sind Arzt-Serien?
Naja... Du weißt halt, daß sie den Tubus irgenwoherziehen und das halt nicht aus dem Rachen... aber mal im Ernst, was willste denn da machen? Dem armen Mädel so ein Dingen in den Hals stecken, damit es autentisch hustet und würgt?
Da finde ich den 1min20-Echtzeit-ACVB bei Alphateam deutlich schlimmer...
Kackbratze
23.12.2004, 14:54
Naja, der Tubus war sogar noch geblockt als er gezogen wurde....das ist mir vor der Glotze sofort aufgefallen.
Und ihre Stimme war sofort Glockerein und hell, nix mit schleim oder so....
Blaulichtjunkie
23.12.2004, 15:29
Hi!
Ich halte Ärztserien im Fernsehen auch für total unrealistisch, ich denke dass nicht mal Dokus zeigen wie es wirklich dort ist. Hab zwar kaum Erfahrung bin ja noch Schülerin , aber wie ihr vorher schon angesprochen habt da sind echt vile Fehler drin. Da ich selbst Notfalldarstellerin bin achte ich auch darauf wi gut oder meist wie schlecht die Leute geschminkt sind dass lässt auch oft zu wünschen übrig.Meine Lieblingsserie ist ER , weils halbwegs realistisch ist. Als ich noch einiges Jünger war war mein großes Vorbild "Hallo Onkel Doc" ,hab den Doc einfach nur genial gefunden, der wusste immer was er sagen sollte und es hat immer die genau richtige Wirkung gehabt. Heute schau ich mir auch noch gern Arztserien an , um was zum lLachen zu haben und Fehler zu zählen.
Eine Ausnahme stellt für mich Notruf dar, dort müssen die Darsteller zwar auch so spielen wie das Fernsehen es will aber die Fallbeispiele sind meist sehr interessant und ich überlege dann gern immer was ich als nächstes machen würde oder wie ich gehandelt hätte.
Gruß
Frohe Weihnachten
@ all
Tina
Ich oute mich ;-)
Ich finde "Rettungsflieger" ne Ecke realistischer als ER...
Allerdings ist der Soap Anteil ein gutes Stückchen größer, als der "ärztliche" Teil der Serie... Womit der der "Realismus-Bonus" mehr als wegkompensiert wird :o)
Ich finde, man muß "realistisch" mal ein bisserl aufdröseln in "inhaltlich realistisch" und "fachlich realistisch."
Inhaltlich realistisch ist wohl keine Arztserie, denn diese Fülle an außergewöhnlichen Ereignissen, die es braucht, um eine unterhaltsame Serie zu schaffen gibt es einfach nicht im täglichen Leben. Selbst das auf den ersten Blick spannende Treiben in der Notaufnahme reduziert sich bei genauerer Betrachtung mehr oder weniger auf ein paar Unfälle, Infarkte & Co.
Ergo wird es nie eine inhaltlich realistische Arztserie geben können, denn wer will schon einen sechs Stunden Nachtdienst mit Pizza und ner alkoholisierten Commotio um 3.45 Uhr sehen? Oder 4 Stunden ödes Anastomosen legen bei der Whipple-OP?
Fachlich realistisch ist so eine Sache. Klar wäre es fein, wenn die sterile OP-Schwester nicht mal kurz vom Tisch abtritt, den Laparoskopieturm reinfährt, anschließt und sich dann wieder an den Tisch stellt, aber wirklich wichtig ist das für die Handlung eigentlich nicht.
Deshalb halte ich das für relativ sinnlos das zu fordern - da kann man als Nicht-Laie mal drüber schmuntzeln, aber im Prinzip is es doch egal - die Serien sollen unterhalten und keine Dokumentationen sein.
:-meinung
Leelaacoo
28.12.2004, 20:14
Selbst das auf den ersten Blick spannende Treiben in der Notaufnahme reduziert sich bei genauerer Betrachtung mehr oder weniger auf ein paar Unfälle, Infarkte & Co.
Ergo wird es nie eine inhaltlich realistische Arztserie geben können, denn wer will schon einen sechs Stunden Nachtdienst mit Pizza und ner alkoholisierten Commotio um 3.45 Uhr sehen? Oder 4 Stunden ödes Anastomosen legen bei der Whipple-OP?
Das wär doch super...oder noch besser: Wie sehen einen Arzt, wie er Patientenbriefe diktiert...2 h lang. Zwischendurch krazt er sich mal am Kopf. Diktiert weiter. Danach als dramatischen Höhepunkt die Röntgen-Konferenz. Tataa!!!
Noch ein bißchen im Stationszimmer rumstehen und Verordnungen schreiben. Vielleicht mal einen Kaffee zwischendurch.
Spannend :-oopss
ZuNip/Tuck: Nuuun...die OP - Technik ist ja nicht gerade realistisch, aber bei Szenen wie Botox-Injektionen in wertvolle Körperteile auch nicht gerade wichtig, oder?
Wenn ich abstimmen müßte, wäre ich auch für ER als durchdachteste Serie (ist der Autor nicht selbst Arzt???). Nur sollten die noch dringend den Hausmeister aus Scrubs einstellen...der fehlt echt noch.
LG Lee
Die Niere
28.12.2004, 21:27
Wenn ich abstimmen müßte, wäre ich auch für ER als durchdachteste Serie (ist der Autor nicht selbst Arzt???). Michael Crichton der Miterfinder der Serie hat zumindest ein abgeschlossenes Medizinstudium und hat kurze Zeit als Arzt gearbeitet, es dann aber doch recht schnell sein lassen.
gruesse, die niere
Ich hab neulich so einen Film gesehen... Unforgettable hieß der. Da hat sich so ein Typ - ein Arzt - sich selbst was i.v. spritzen wollen. Mir ist geradezu schlecht geworden, so falsch hat der das gemacht! Der hat sich die Spritze senkrecht (!) in die Ellenbeuge gerammt!!! An Desinfizieren oder Stauung lösen war natürlich gar nicht erst zu denken. :-oopss
Nur sollten die noch dringend den Hausmeister aus Scrubs einstellen...der fehlt echt noch.
:-dafür
Bei uns an der Uni schleicht auch immer ein Hausmeister um die Hörsäle, der genauso argwöhnisch schaut. Fühle mich manchmal wie in Scrubs. ;-)
Hi,
egal wie realistisch, ich liebe ER! Gucke ja sonst keine Serien...;)
Hat einer von euch "Bringing out the death" gesehen? Weiß nicht genau, wie der Film auf deutsch heißt, aber irgendwas mit "Erinnerungen". Ein wirklich toller Film, meiner Meinung nach!
Neulich kam auf irgendeinem Sender, fragt mich nicht auf welchem, aber es war auf jeden Fall eine Doku. Da wurde eine Frau vorgestellt, die angeblich Rettungsassistenten ist, und dann sollte sie doch mal zeigen, wie man ne Rea durchführt. Und sie hat doch dann allen Ernstes zwischen Bauchnabel und Brustbein herumgedrückt. Herrlich! Und das gucken sich Leute an und machen es dann im schlimmsten Fall nach;) Na ja, wenn hilft:-)
Guten Rutsch!
Ne Idee für einen nächsten Thread: Wie realistisch sind Dokumentationen... :-))
Apropos intubieren ....... jetzt werden den Patienten bei der Intubation auch noch das Genick gebrochen ....... was ich aber beim besten Willen nicht nachvollziehen kann .... ist das denn überhaupt theoretisch möglich?
Das Geräusch dabei war ziemlich heftig :-blush
DrMöchtegern
04.01.2005, 22:10
Fairerweise muss man aber dazusagen, dass er Glasknochen hatte :D
Die Niere
04.01.2005, 23:29
So wie ich es in der schnelle verstanden hatte, hatte er eher eine juvenile idiopathische Arthritis...wahrscheinlich die HLA-B27 assozierte, die sich ähnlich dem M. Bechterew darstellt. Ob es dabei jedoch mögloch ist, jemandem das Genick zu brechen, weiss ich nicht (vor allen Dingen, da es eigentlich recht distal am ISG beginnt und lange braucht bis es so weit fortgeschritten ist).
gruesse, die niere, die sich jetzt aber auch nicht die Zeit nimmt ein grösseres Pädibuch rauszusuchen :-))
Hellequin
05.01.2005, 07:25
So wie ich es in der schnelle verstanden hatte, hatte er eher eine juvenile idiopathische Arthritis...
Die juvenile Arthritis ist doch nur als weiteres Beispiel für seltene Krankheiten in dem Alter des Jungen angeführt worden. Ts, Ts, Ts. :-peng :-D
Faust601
05.01.2005, 10:59
So wie ich es in der schnelle verstanden hatte, hatte er eher eine juvenile idiopathische Arthritis...wahrscheinlich die HLA-B27 assozierte, die sich ähnlich dem M. Bechterew darstellt.
Also ich hab eindeutig "ankylosierende Spondylitis" verstanden, auf gut deutsch also Bechterew.
Ich dachte nur eigentlich, dass dabei die Wirbelsäule versteift, aber doch nicht "zerbrechlich" wird. :-nix
P.S.: Ich war gestern auch etwas schockiert, als die einem kleinen Jungen 50 Milligramm Fentanyl gegeben haben...
Ich hab auch ankylosierende Spondylitis verstanden. Allerdings fängt die doch normalerweise unten an und steigt auf und das dauert seine weile.
Hat denn schon mal jemand von nem Genickbruch bei Intubation gehört? Ich ehrlich gesagt noch nicht, wobei ich auf dem Gebiet noch nicht viel kenne. :-))
Ich hatte es nicht mitbekommen , was er hatte, ich dachte zuerst, er hätte irgendeine Lungenerkrankung, ich sah nebenher nur das er intubiert werden sollte, dann *knirsch* ......
Blaulichtgöttin
05.01.2005, 12:15
er hatte aufgrund des VU's nen "kleinen Pneu" (lt. ER-Doks) und dadurch resultierendem Abfall der Sättigung. (als er intubiert werden sollte, war die so um die 86%)
Also ich hab eindeutig "ankylosierende Spondylitis" verstanden, auf gut deutsch also Bechterew.Sie hatten sogar ein Röntgenbild mit Bambusstabwirbelsäule. Das war definitiv ein Bechterew.
Ich dachte nur eigentlich, dass dabei die Wirbelsäule versteift, aber doch nicht "zerbrechlich" wird.Vermutlich war das doch das Problem, daß die Reklination zur Intubation nicht ging.
Dann hat das Kraftpaket Pratt eben gehebelt und - Zack - war's passsiert.
So ein Zahn is ja auch sehr stabil und trotzdem ganz fix abgebrochen.
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