Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wie ergeht's Euch bei der Stellensuche?
drsigmastar
18.03.2005, 14:26
wie seid ihr das mit den bewerbungen denn angegangen? habt ihr überall vorher angerufen oder geemailt, oder einfach blind bewerbungen drauflosgeschickt?
wie stehen denn generell die chancen sich in einem fach zu bewerben, das nicht innere und chirurgie ist und das man nicht im pj-wahlfach hatte (z.b. psychiatrie oder pathologie).
kommt es bei der stellenvergabe entscheidend gut an vor dem studium eine berufsausbildung abgeschlossen zu haben (rettungsdienst oder krankenpflege)?
welche länder sind für ein pj-tertial denn besonders beeindruckend? ich meine schweiz und usa macht ja fast jeder oder kommt es hauptsächlich darauf an, dass man mal weg war?
macht es sinn sich schon zu beginn des pjs für eine assistentenstelle zu bewerben oder ist kurzfristig besser?
danke für eure antworten
hi, also ich kann dir natuerlich nur meine meinung dazu sagen, aber die sieht folgendermaassen aus.
einfach blind bewerben.
besonders der auslandsaufenthalt in usa wird besonders gerne gesehen, da die im gegensatz zu europa eine extrem durchstrukturierte ausbildung haben und viel haertere arbeitszeiten. in meinem vorstellungsgespraech wollte er von mir hoeren, was ich von den arbeitszeiten dort halte, in anderen worten, ob ich faul oder fleissig bin.
ich glaube, eine ausbildung vor dem studium bringt keinerlei vorteile. gerade an den unis wollen die chefs vor allem junge mitarbeiter. mir brachten nicht mal meine 4 famulaturen und pj in der unfallchirurgie etwas.... fuer die unfallchirurgie wohl gemerkt.
die chefs denken, ... was er zu lernen hat, lernt er eh von mir.
ausserdem wird ein fliessendes englisch (usa-aufenthalt) und forscherische ambitionen verlangt (an der uni).
wie es an kleineren hauesern aussieht, kann ich nicht sagen
Christoph_A
24.03.2005, 19:01
So,seit heute bin ich auch endlich vom Markt-pünktlich zu Ostern kam die Zusage der Verwaltung,nächste Woche geh ich meinen Vertrag am Klinikum Straubing unterschreiben-was lange wärt ( fast vier Monate Rumbewerberei ) wird nun doch endlich gut. Die anderen Angebote, die ich früher hier erwähnt hab, hatte ich übrigens vom Klinikum Landshut ( wo die Verwaltung allerdings die mir zugesicherte Stelle ersatzlos gestrichen hat ) und aus Neuburg an der Donau,wo wir uns aber nicht einigen konnten. Drücke allen Suchenden ganz fest die Daumen,daß ihr auch bald das Passende findet und lasst den Kopf nicht hängen,wer genug Ausdauer hat,der wird belohnt!
Leisure Suit Alex
26.03.2005, 12:39
@Christoph A
Ich glaub 32 Bewerbungen und 10 dazugehörige Casting-Kurztrips könnte ich mir nicht mal leisten...was das alles kostet, ich mag gar nicht ausrechnen, wieviel ich schon da rein investiert habe! Und wenn denn wenigstens was dabei raus kommen würde!
Ich habe vor allem das Gefühl satt, für den Job, den ich irgendwann (hoffentlich) bekommen werde, nur zweite oder dritte Wahl zu sein. Denn - mal ehrlich - egal wie toll der Kandidat ist, ich als Chef würd auch lieber eine freie Stelle mit einem erfahrenen Arzt besetzen, und leider scheint es in Bayern noch genügend erfahrene Bewerber zu geben. Die traurige Gewissenheit: eine AiP-Stelle hätte ich sicher schon längst! Hat mir einer dieser Chefs sogar gesagt. Ich war schon kurz davor zu sagen, dass er mich dann halt ein Jahr wie einen AiP bezahlen soll. Hauptsache Job! Oh mein Gott bin ich verzweifelt!
Als ich im Krankenhaus als Zivi gearbeitet habe, haben die auch von einem ausländischen Arzt erzählt, der zum Chefarzt meinte er arbeitet für das halbe Gehalt seines Vorgängers... Der hat dann deshalb angeblich auch gleich die Stelle bekommen, ob er wirklich so wenig verdient hat weiss ich nicht, vielleicht hat das den Chefarzt auch nur beeindruckt. ;-)
Ich finde die Einstellung nicht mal so falsch, mir wärs zu Beginn eigentlich egal wieviel ich verdiene, schließlich ist der Einstieg ohne Erfahrung nicht nur in der Medizin schwer, da muss man dann auch mal Abstriche in Kauf nehmen - Anfang des letzten Jahrhunderts mussten Ärzte ja sogar für eine gute Ausbildung was zahlen, ich glaub das war z.B. als Assistenzarzt bei Professor Sauerbruch der Fall.
In anderen Studiengängen wie BWL müssen die Leute teilweise erstmal 2 Jahre kostenlos für Firmen arbeiten, wenn sie denn überhaupt eine Stelle finden, und dann werden sie nicht mal übernommen, d.h. man hat es in der Medizin noch verhältnismäßig gut.
a propos "investitionen in bewerbungen": meldet euch bei der bundesagentur für arbeit arbeitssuchend!! da bekommt man bewerbungskosten erstattet - hier in bonn sind das 5 euro pro abgeschickter schriftlicher bewerbung, aber es gibt euch agenturen, die die real entstandenen kosten zurückerstatten (man muß also quittungen für mappen, fotos, papier, druckerpatrone, porto... sammeln).
fahrtkosten zu bewerbungsgesprächen werden auch erstattet (bahnfahrt 2. klasse oder kilometerpauschale). arbeitssuchend kann sich jedeR melden, auch wenn man noch studiert.
ada
gattm005
26.03.2005, 14:06
Jop. Habe auch gerade vom Mainzer Arbeitsamt 70,- zurück bekommen (5,- pro Bewerbung).
Mousse-T
08.05.2011, 11:19
Ich dachte wir hätten einen Ärztemangel, auch 2005. Und jetzt les ich hier, dass die Leute bei 20 Bewerbungen keine Stelle finden.
DrSkywalker
08.05.2011, 11:40
Ich dachte wir hätten einen Ärztemangel, auch 2005. Und jetzt les ich hier, dass die Leute bei 20 Bewerbungen keine Stelle finden.
Was ist denn mit dir los?
Mousse-T
08.05.2011, 17:50
Naja, ich hab mir halt den Thread durchgelesen und es hat mich erschreckt, dass so viele Leute keine Stelle finden bei dem Ärztemangel.
Oder siehst du das etwa anders?
Aber habe mich wohl etwas schlecht ausgedrückt.
Coxy-Baby
08.05.2011, 17:55
Du hast einen 6! Jahre alten Fred vom Friedhof gezerrt, seitdem ist ja doch schon einiges passiert.......
Mousse-T
08.05.2011, 18:10
hmm, entwickelt sich der arbeitsmarkt so schnell bzw. waren die arbeitsbedingungen vor 6 jahren noch besser? und im eingangspost irgendwo stand aber auch schon was ärztemangel.
Wenn man den Thread etwas genauer liest, dann kann man sichdie Hintergründe erschließen. Damals wurde gerade das AIP abgeschafft, was bei den Arbeitgebern zu Verwerfungen und daher zu verzögerten Einstellungen geführt hat.
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