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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Welchen Facharzt wählt man am Besten???



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alex1
13.03.2005, 22:21
Hallo, Leute!

Melde mich mal wieder......... Also, wie gesagt bei Psychiatrie bin ich mir net sicher, aber was haltet ihr von dem FA Kinder und Jugendpsychiatrie??? Wißt ihr dazu näheres?
Grüßle, Mirona

Angeblich soll es einen großen Mangel an FÄ für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Deutschland geben.
Es gab mal so einen Artikel in der Süddeutschen vor ein paar Jahren darüber, ich kann mich allerdings nicht an die genannten Zahlen erinnern.
Und nach dem Amoklauf im Erfurter Gymnasium ist wieder darüber berichtet worden, wie wenig qualifizierte Ärzte dafür es zur Zeit gibt.

Allerdings muß man auch sagen, daß in der Tagesordnung auch extrem schwierige Situationen für Kinder- und Jugendpsychiater gibt. Ich denke dann eher an mißbrauchte Kinder usw, daß wäre zumindest für mich viel zu hart. Ich glaube damit hätten einige von uns Probleme klarzukommen.

die chondropathia
14.03.2005, 07:48
@ alex1 - also Kinderärzte braucht dieses Land gewiß nicht, sondern GERIATER! Es mag sein, dass es wenig Fachärzte für Pädiatrie gibt (FÄ werden in ALLEN Fächern händerringend gesucht!), aber darauf muß man ja auch mind. 6 Jahre warten.

Und bis dahin heißt es fremde Sprachen lernen, da es deutschsprachige Kinder ja kaum noch gibt...

@mirona - mach erst einmal breit Famulaturen und dann wirst du im PJ schon sehen, ob du eher operativ oder konservativ ausgerichtet bist, ob du eher Kliniker bist oder Nichtkliniker, eben was dein HERZFACH ist.

Das kristallisert sich im PJ, das ich soeben hinter mir gelassen habe *freu*,

cheers, echelle

alex1
14.03.2005, 11:22
@ alex1 - also Kinderärzte braucht dieses Land gewiß nicht, sondern GERIATER! Es mag sein, dass es wenig Fachärzte für Pädiatrie gibt (FÄ werden in ALLEN Fächern händerringend gesucht!), aber darauf muß man ja auch mind. 6 Jahre warten.


Wenn du meinen Beitrag etwas genauer gelesen hättest, hättest du auch grsehen, daß ich nicht von Kinderärzten sondern von Kinder- und Jugendpsychiatern gesprochen hab.

Dedi
14.03.2005, 14:49
Jep, kann ich bestätigen. FA für Kinder-/Jugendpsychiatrie werden wirklich gesucht.
Kuckst Du hier, S. 26:
http://www.arbeitsagentur.de/content/de_DE/hauptstelle/a-01/importierter_inhalt/pdf/AMS_Aerzte.pdf
Eine sehr schöne Übersicht zum Arbeitsmarkt Ärzte unserer Freunde vom Arbeitsamt...äh...der Arbeitsagentur, auch mit einer schönen Erörterung zu Beschäftigungsmöglichkeiten im Ausland und in alternativen Sparten.
Der springende Punkt ist aber: Fachärzte werden dringend gesucht. Nicht etwa Assistenten, denn ich glaube nicht, dass von dieser Seite ein Mangel besteht. Es dürfte ganz schön schwierig sein eine Weiterbildungsstelle in diesem Bereich zu finden, gibt ja kaum welche. Und wenn man erstmal seinen Facharzttitel hat - egal welcher Fachrichtung - dürfte es zur Zeit ohnehin kaum problematisch sein eine Stelle zu finden. :-top

die chondropathia
15.03.2005, 07:09
Das war ja, was ich in jedem Fall gesagt haben wollte...

NoDoc
27.11.2007, 18:43
Hi! Ich hab mal die SuFu benutzt und diesen doch etwas älteren Fred ausgegraben. mich würde mal interessieren wie es denn momentan für Orthopäden aussieht? Wie kann man sich die FA-Ausbildung vorstellen? Meines Wissens nach wurde die Orthopädie doch mit der Unfallchirurgie (welche ich mir sehr sehr stressig vorstelle) zusammengelegt. Die Orthopädie ist an sich meine Motivation zum Medizinstudium, da ich mir vorstelle vllt auch in einem sportnahen Bereich tätig werden zu können. Wie sind die Niederlassungsmöglichkeiten? Von Hausärzten hört man ja momentan überwiegend negatives, daher würde mich mal interessieren, wie es denn als (niedergelassener) Facharzt für Ortho aussieht. Gehalt, Niederlassung, Dienste usw.

Danke im voraus
Nodoc

Mr. Listen
27.11.2007, 19:44
...daher würde mich mal interessieren, wie es denn als (niedergelassener) Facharzt für Ortho aussieht. Gehalt, Niederlassung, Dienste usw...

Gehalt als Niedergelassener? Vmtl. gar keins. Mit etwas Glück ein bisserl EINKOMMEN :-top und dabei sieht's wohl aus, wie bei allen anderen. Wer viel schafft verdient auch was, wer nix tut, der eben nicht.

Nachdem - wie du richtig bemerkt hast - der FA für Orthopädie mit dem für Unfallchirurgie zusammengelegt wurde, wirst du auch während deiner Assistenzzeit den ein oder anderen Dienst schieben dürfen.

Bzgl. Niederlassung bin ich ehrlich gesagt nicht gut informiert, aber dir sollte halt bewusst sein, dass es schwierig werden könnte in der Niederlassung (erfüllend) operativ tätig zu bleiben, wobei das vmtl. ehh nicht im Mittelpunkt deines Interesse steht.

Afaik kann man als Orthopäde recht gut als Gutachter dazuverdienen.

:-stud

NoDoc
27.11.2007, 20:13
Aaaah, ich werd noch schugge. Ich will doch nicht viel, nur ein Fischbrötchen und vllt was zum Anziehen. Mit mehr darf ich da dann wohl auch nicht rechnen? Das is einfach irre. Ich glaub ich schließ mich irgendeinem Eingeborenenstamm in Otugu als Medizinmann an. Da verdien ich mehr, hab weniger Dienste und muss nicht den ganzen Papierkram machen :-top
Dachte immer als Orthopäde kriegt man zumindest noch einigermaßen Kohle (nicht falsch verstehen, das ist nicht mein Hauptgrund für dieses Fach!)... Ist es denn wirklich so krass?

MatzeXXL
27.11.2007, 20:45
Nein, es reicht zwar für was zum Anziehen, aber ein Fischbrötchen....also irgendwo wirds dann auch Luxus, finde ich! Wie wärs mit Salami? ;)
Also wenn du wirklich Ortho machen willst, denke ich, kannst du in ner hübschen Praxis/Gemeinschaftspraxis immer noch sehr gut verdienen.

Mr. Listen
27.11.2007, 20:50
huh? ich hab doch geschrieben:


Wer viel schafft verdient auch was, wer nix tut, der eben nicht.

&


Afaik kann man als Orthopäde recht gut als Gutachter dazuverdienen.

das ist doch ok, oder nicht? Ich meine, warum sollte es ausgerechnet Orthopäden besser gehen als anderen Ärzten? Ich weiss, ich wiederhole mich, aber noch einmal: Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein fleissiger Arzt am Hungertuch nagen muss. Egal welches Fach. In so fern :-party

actin
27.11.2007, 20:54
Ich will doch nicht viel, nur ein Fischbrötchen und vllt was zum Anziehen. Mit mehr darf ich da dann wohl auch nicht rechnen?... Aber neue Sachen gibts dann nur noch von Woolworth. Markenklamotten musst Du als second hand in der DRK-Kleiderkammer holen.

NoDoc
27.11.2007, 20:56
Ist salami denn nicht teurer als fisch? Ortho wär das, weswegen ich mich für Med beworben hätte. Atm bin ich ja auf Zahnmed wie du weißt. Aber Ortho wär schon klasse! woher weißt du, dass es in der Praxis so aussieht, wie du es geschildert hast?

Markenklamotten brauch ich nicht, hauptsache warm und flauschig! Wobei: beim laufen zur arbeit - was auch sonst ohne Geld für Benzin - wird mir eh warm :-top

Mr. Listen
27.11.2007, 21:10
Was genau an meiner Schilderung meinst du?

Blondi
27.11.2007, 21:13
@lava und test:

Zum Thema Psychiatrie vs Psychosomatik will ich anmerken, dass es zwar für einen Mediziner "aufregender" oder "interessanter" sein mag, mal ein paar Psychopharmaka zu verschreiben und der Medikation herumzutüfteln, aber es geht hier auch an moralische Grundsätze. Sicher, Neuro ist interessant, aber letzten Endes spielt man mit "Persönlichkeiten" bzw deren organischem Substrat, der Hardware. Ich finde so etwas außerordenlich kritisch; meiner Meinung nach resultiert ein Großteil aller Depressionen zum Beispiel aus der Institutionalisierung und Entmenschlichung unserer Gesellschaft. Sobald jemand ein Problem hat, wird ihm geraten, sich doch "professionelle Hilfe" zu suchen, er wird auf synaptische Transmission, die in ihrer vollen Komplexität ohnehin noch nicht mit der pharmazeutischen Einflussgrößen erfassbar ist, reduziert. Aber natürlich ist es einfacher und "interessanter" für den mit wissenschaftlichem Selbstanspruch...dass dabei unsere Gesellschaft noch weiter kaputt geht, spielt dabei scheinbar nur eine untergeordnete Rolle. Hauptsache jeder funktioniert als das kleine Rädchen im Riesenapparat, und wenn ständig solche ausfallen, fragt man nicht, ob vielleicht die Maschinenkonstruktion falsch ist, sondern betreibt Kosmetik nach Holzhammermethode, sprich Psychopharmakaverschreibung.

Bis hierher würden mir vielleicht doch sehr viele zustimmen. Dennoch würde ich fast weitergehen: Für mich ist die ganze Neuroecke kritisch, was Therapien angeht; leider, das muss ich einwenden, ändern sogar Gespräche die Neurochemie, durch Konditionierung und geschickte Manipulation lässt sich viel machen. Dies lässt sich nicht vermeiden, klar, und eben deshalb finde ich sollte man diese Methoden nicht unerschätzen; man muss sie nur gut genug können. Ich wage sogar zu behaupten, dass es dafür nicht einmal ein Studium oder eine Weiterbildung braucht, sondern einfach nur ein wenig mehr Menschlichkeit und Respekt, die Etablierung eines grundsätzlich anderen Menschenbildes in den Köpfen der aller. Dabei muss sicherlich jeder an sich selbst zuerst arbeiten, da ein Umdenken nie zentral gesteuert werden kann, sondern in der Einzelperson startet.

P.S.: Viele sogenannte "psychosomatische" Krankheiten, die "langweilig" sein mögen und einen "an die Decke gehen lassen" verursachen einen enormen Leidensdruck in den Betroffenen. Beispiel "Essstörungen": Diese ziehen auch körperliche Schäden nach sich und viele Selbstmorde. Man sollte sich mal überlegen, warum das so ist; es ist die buchstäbliche Hölle, immer schwach, immer am Frieren, abnehmende Knochendichte in jungem Alter, Panikattacken und ständige Ängste nur wegen der konstanten Aktivierung des Sympathikus, mal ein Endorphinschub, aber langfristig eher Kortisoldauerüberflutung, Immunschwäche, Schamgefühle, immer der Druck trotzdem funktionieren zu müssen, dass es niemand merken darf, obwohl man krank aussieht; die wenigsten gehen in Therapie, und die die dort sind, haben keine andere Wahl mehr. Vielen fällt es dennoch schwer, etwas von sich preiszugeben, und dann werden sie als Objekt mehr denn Subjekt gesehen, ja, die langweilige Psychosomatik und die ganzen Pseudokranken, wie schlimm für jeden mit wissenschaftlichem Anspruch, Titel/Forschungs/Prestigewahn.

NoDoc
27.11.2007, 21:18
Was genau an meiner Schilderung meinst du?

hrhr, sorry, war an Matze! Danke Listen für deine Antwort. Wollte für Orthopäden keine bessere Bezahlung als für andere Ärzte fordern. Nur könnte es sein, dass bei Orthopäden die eine oder andere Leistung anders verrechnet wird als z.b. bei Allgemeinärzten. Mein Hausarzt zum Beispiel ist Facharzt für Allgemeinmedizin, Chirotherapie, Akupunktur und Sportmedizin. Einen nicht unerheblichen Teil verdient er sich mit "Zusatzleistungen" zur normalen allgemeinmedizinischen Behandlung, eben z.b. Akupunktur usw.

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28.11.2007, 10:58
Mal so am Rande eingeworfen:
Schafft man eigentlich seinen Facharzt im Normalfall in der vorgesehenen Zeit oder dauert das länger?
Daran würde sich anschließen:
Einen 2ten Facharzt anzustreben, ist das Wahnsinn oder recht gut machbar?

Habe ja selbst zum Glück noch Zeit ;-)
Allerdings war ich kürzlich von einem Gespräch mit einer Neurologin/Neurochirurgin (letzteres "frischgebacken") schwer beeindruckt - da schienen sich weite Betätigungsfelder aufzutun...

Hat jemand Erfahrungswerte (mit/von Kollegen) ?

test
28.11.2007, 11:26
Vor kurzem gab es das Gerücht, dass man gar nicht mehr 2 Fachärzte führen darf in Deutschland. SPrich, die die 2 haben dürfen sie zwar behalten. Aber wenn jemand jetzt einen Facharzt macht kann er nur einen weiteren machen, wenn er den alten sozusagen aufgibt.
Meiner Meinung nach zwar schwachsinnig, aber wenn das wirklich kommt hat sich das Thema sowieso erledigt. Wozu 2 FÄ machen, wenn man eh nur einen führen darf. :-nix

test
28.11.2007, 11:28
Zur anderen Frage, meist ist es schaffbar den FA in der Zeit zu machen, wenn man dieses Ziel konsequent verfolgt und seine Stelle dafür passend ausucht. Ist mir auf allen Fachgebieten an Unis und peripheren Häusern in allen meinen Praktika von FÄ und beinahe FÄ gesagt worden. KOmmt natürlich auch aufs Haus an. In nem operativen Fach ist man da sehr auf den Chef/Haus angewiesen, denke ich. Da sollte man sich vorher gut umhören.

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28.11.2007, 11:43
Dank dia :-)