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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Frage zu Patienten mit MRSA



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ehec
16.02.2005, 23:16
au contraire, ma capitaine. wenn bei uns jemand seinen mrsa z.b. am fuss hatte, mussten wir keine totalvermummung anlegen. andere haeuser, andere sitten.

Felix@112
17.02.2005, 08:02
au contraire, ma capitaine. wenn bei uns jemand seinen mrsa z.b. am fuss hatte, mussten wir keine totalvermummung anlegen. andere haeuser, andere sitten.

Eben!
Nur weil die "erfahrene" Schwester das in einem Haus so gelernt hat, denken die Hygiene-Menschen an einem anderen Haus da vielleicht ganz anders drüber.

Des weiteren ging die bisher dargelegte Meinung doch relativ konform mit deiner!? Also kein Grund, daß du hier so ankommst:" Och, die süßen, kleinen haben aber toll gelernt......" :-notify

Naja, what ever.

Gruß
Felix

T4N3M1
19.02.2005, 09:20
andere haeuser, andere sitten.

Zum Glück...!

N E T
20.02.2005, 19:35
Herrlich .. ich habe das letzte Jahr komplett im Ausland verbracht und erhrlich gesagt vermisse ich den Klinikalltag in Deutschland kein kleines Bisschen!!
Wie aufgeblasen einige Kollegen sind, dass sie sich das recht nehmen zu überheblich wegen eines Rechtschreibfehlers jemndm zu Krass zu beurteilen, wundert mich immer wieder... das ist hier keine Prüfung oder so... es ist nur ein Forum... das heisst man kann entspannt mal nen Beitrag schicken, ohne ihn 10 mal korrektur zu lesen.. die meisten Kollegen, die so was machen, waren noch nie im Ausland und wissen gar nicht wie schwierig ist es manchmal in einer Fremdenumgebung mit einer fremden Sprache perfekt umzugehen. Es ist unheimlich schwierig eine perfekte "Patient History" in English oder Französich zu verfassen. Man hat mich nie dafür kritisiert, dass ich ab und zu kleine Fehler gemacht habe, im Gegenteil man hat mich sogar gelobt für den Versuch, bis ich dann das alles gemeistert habe!

Nun zur Sache.. die Frage ist nicht unberichtigt.. vor allem weil ich genau weiss, dass man in Deutschland so dermassen damit übertreibt... ich habe es einmal erlebt, dass ein Zivi die ganze Zeit mit Mundschutz laufen musste, und nicht ins Schwesternzimmer dürfte, weil er angeblich pos. MRSA in der Nase hatte. Der arme Kerl musste immer alleine Frühstucken und zwar ausserhalb der Station weil er den Mundschutz auf Station nicht abnehmen dürfte. Und das auf eine normale Station und wenn man bedenkt, dass wahrscheinlich die Hälfte des Personals auch SA pos ist dann sieht man wie albern die Situation war. Die Patienten hatten sogar Angst vorm armen Jungen, der unglucklicherweise sehr jung und noch ein bissel ungeschickt war, dass er mir sooooo Leid getan hat..

Der Ausmass an Unsinn in Deutschalnd habe ich erst realisiert, nachdem ich in den USA gearbeitet habe.. Selbst in den sehr renomierten Häusern ist man mit den Hygienemassnahmen viel lockerer umgegangen. Und sie haben drüben keineswegs mehr Infektionsraten als bei uns. Das fängt bei der chirurgischen Händedesinfektion bis zur Immungeschwächten Patientenbetreuung! Also mal locker bleiben und den gesunden Verstand einsetzen. Man braucht keine Panik, immer alles sauber halten. Hände gut waschen und wenn es nötig Handschuhe und Mundschutz beim unmittelbaren Kontakt .. das wars denn auch.. keine bescheurte Hauben.. keine Schue wechsel oder gar OP mantel! Alles das ist unnötig und unsinnig.

Xela
20.02.2005, 21:21
in den usa gibts mittlerweile schon vanco-resistente sa. hat bestimmt nichts mit hygienemassnahmen zu tun, oder?

austrayanmate
04.03.2007, 17:22
Also wie locker ihr euch hier über das Thema MRSA untehaltet, da ist es kein Wunder, dass 1500 Menschen im Jahr an Krankenhausinfektionen sterben.
Ich bin echt schockiert. Also die Niederland und Skandinavien machen ganz bestimmt nicht nur aus Spaß an der Freud bei jedem Patienten diesbezüglich einen Abstrich.
Ihr solltet vielleicht alle mal den Artikel zum Thema MRSA im Spiegel vom 26.02.2007 lesen.
Da möchte sich eine junge Frau lieber das Bein amputieren lassen als sich noch weitere Jahre unter größten Schmerzen das Bein von MRSA zerfressen zu lassen.
Dass ihr alle anscheinend in medizinischen Bereich arbeitet ist echt erschreckend.
Meine Tante ist an MRSA gestorben und ne Freundin hat sich erst eine nette Infektion bei ner Knie-OP geholt.
Also falls ich mal operiert werden sollte, dann werde ich das ganz bestimmt nicht in einer verantwortungslosen deutschen Klinik machen lassen.
Das deutsche Ärztetum sollte sich schämen, dass erst so wenige Kliniken aktiv gegen MRSA vorgehen. :-???

KingLoui
04.03.2007, 17:29
Das Ärztetum trägt eher die Schuld an der Züchtung der Resistenzen in dem man bei jeder banalen Erkältungen Antibiotika verschreibt, wobei man hier auch dem Gesundheitssystem Vorwürfe machen muss. Für die Verschleppung des Keims würde ich aber mal eher das Pflegepersonal verantwortlich machen.

Blaumeise
04.03.2007, 17:42
Das Ärztetum trägt eher die Schuld an der Züchtung der Resistenzen in dem man bei jeder banalen Erkältungen Antibiotika verschreibt, wobei man hier auch dem Gesundheitssystem Vorwürfe machen muss. Für die Verschleppung des Keims würde ich aber mal eher das Pflegepersonal verantwortlich machen.

Wieso eher das Pflegepersonal? die achten meist mehr auf die Hygiene als jeder Arzt. Bin selber Krankenschwester und habe genug Beispiele gesehen, wo Ärzte einfach zu faul sind/waren, sich nach einem Patienten die Hände zu desinfezieren( z.b.Visite) oder Handschuhe beim Verbandswechsel zu tragen.
Es gibt immer "schwarze Schafe" egal in welchem Beruf und pauschalisieren war noch nie gut. Das MRSA ein Riesenproblem ist und das Lösungen her müssen, ist unumstritten, und wird die Leute noch in 30 Jahren beschäftigen.

Doktor_No
04.03.2007, 17:47
herzlichen glückwunsch zum ausgraben eines uralten threads!

steigt doch einfach in diesen ein:
http://www.medi-learn.de/medizinstudium/foren/showthread.php?t=32570&page=8&pp=5

ist bisschen aktueller ;-)

alley_cat75
04.03.2007, 18:09
Herrlich .. ich habe das letzte Jahr komplett im Ausland verbracht ... Nun zur Sache..., dass man in Deutschland so dermassen damit übertreibt... Der Ausmass an Unsinn in Deutschland habe ich erst realisiert, nachdem ich in den USA gearbeitet habe. Selbst in den sehr renomierten Häusern ist man mit den Hygienemassnahmen viel lockerer umgegangen.

In welchen amerikanischen Häusern warst Du denn? Hill Billy Hospital in Arkansas? Von welchen renommierten Häusern sprichst Du? Ich habe in den Staaten sowie England und Frankreich deutlich drastische Hygienemaßnahmen erlebt als in Deutschland und kann Deine Beschreibung gerade so gar nicht nachvollziehen. Von vielen ausländischen Unikliniken weiß ich, dass dort der MRSA-Abstrich zur Einstellungsuntersuchung gehört. Wenn ein Patient MRSA in Wunden hat, halte ich persönlich Mundschutz nur bei VW für relevant. Allerdings habe ich schon einige Male erlebt, dass die Patienten dann plötzlich positive Rachenabstriche hatten. Wie gesagt, MRSA tut einem gesunden Individuum nichts, es geht um den Schutz der anderen Patienten und der kann meines Erachtens nach nicht übertrieben genug sein. Gerade für Studenten und Pflege-Azubis finde ich es didaktisch unklug, so unterschiedlich und lax mit diesem Problem umzugehen. Lieber vermumme ich mich einmal zuviel, als dass ich den Keim an den Falschen weitertrage.

catgut
04.03.2007, 18:42
Ähem... *hust* *räusper*

http://www.medi-learn.de/medizinstudium/foren/showthread.php?t=32570

Nur so...

alley_cat75
05.03.2007, 09:18
Ich finde das supi, wenn wir hier alles drei- und viermal diskutieren. Man kommt sich so wissend vor... :-dance

Hoppla-Daisy
05.03.2007, 09:40
Und deswegen machen wir hier mal zu :-).

*mit dem Schlüssel fummelt*