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zotteltroll
27.03.2005, 11:18
ok, den aussagen hier zufolge sehen die zukunfts chancen mit pharmazie net so gut aus. biochemie wurde auch recht kritisch gesehn.
was bleibt denn jetzt noch???
muss doch irgendwas geben, womit man später recht gute aussichten hat.


Später wird alles ganz schlimm!


Du hast bei keinem Studium eine Erfolgsgarantie. Was willst du denn hier hören, studiere dies und das, da hast du ein Einstiegsgehalt von 80.000 EUR, wirst von den Mächtigen der Branche umworben und wirst der totale Überflieger?
:-sleppy

Diese Geisteshaltung ist mir von ehemaligen Mitschülern vertraut, die meinen, BWL zu studieren und sich dann - ganz zwangsläufig - mit Ende 20 im gehobenen Management eines global players wiederzufinden :-D

@eatpigsbarf: Mir ist durchaus bekannt, was in der Gesundheitspolitik bezügl. der Apotheken alles zur Debatte steht und v.a. welche Konzerne im Hintergrund bohren, um sich auf den wirklichen Fall der Fremdbesitzregelung zu stürzen. Die letzte Änderung war ja nur im beschränkten Rahmen (Filialen). Trotzdem wird auch in Zukunft kein Apotheker verhungern, wenn er halbwegs nüchtern denken kann.
Aber lass uns das hier nicht weiter ausbreiten :-)

Leisure Suit Alex
27.03.2005, 11:28
ok, den aussagen hier zufolge sehen die zukunfts chancen mit pharmazie net so gut aus. biochemie wurde auch recht kritisch gesehn.
was bleibt denn jetzt noch???
muss doch irgendwas geben, womit man später recht gute aussichten hat.

Momentan sind die Aussichten eigentlich überall schlecht, im Vergleich gut stehen noch die medizinischen Disziplinen wie Tier-, Human- oder Zahnmedizin da, obwohl sich Tiermedizin in den letzten Jahren auch extrem verschlechtert hat und Zahnmedizin auch nicht mehr wie früher ist.
Und wegen Forschung denke ich ist es relativ egal ob du jetzt Pharmazie, Biochemie, Chemie, etc. studierst, da sieht es momentan auch nicht so toll aus.
Ein Bekannter hat mal von seinem Sohn erzählt der überragende Noten hatte und momentan beim Max Planck Institut als Forscher arbeitet (Molekulare Biologie oder Biochemie, genau weiss ich das nicht mehr)... Der kann angeblich von seinem Gehalt mehr schlecht als recht seinen Lebensunterhalt bestreiten.
Aber ich denke das Ganze hängt auch stark von der momentanen politischen Situation in Deutschland ab, im Ausland findet man vielleicht in der Forschung besser einen Job, vor allem da die deutschen Forscher eigentlich recht angesehen sind... aber was jetzt so an Forschern im Ausland gefragt ist weiss ich leider auch nicht.

Leisure Suit Alex
27.03.2005, 11:32
Du hast bei keinem Studium eine Erfolgsgarantie. Was willst du denn hier hören, studiere dies und das, da hast du ein Einstiegsgehalt von 80.000 EUR, wirst von den Mächtigen der Branche umworben und wirst der totale Überflieger?
:-sleppy



Ja, genau das will ich eigentlich auch sagen, dass es eben bei keinem Studiengang eine Erfolgsgarantie gibt, und besonders nicht bei der momentanen wirtschaftlichen Lage in Deutschland - Wird sich hoffe ich natürlich in den nächsten Jahren wieder etwas zum positiven ändern, aber was dann sehr gefragt ist weiss ich auch nicht ;-)

zotteltroll
27.03.2005, 13:03
Momentan sind die Aussichten eigentlich überall schlecht


Ja. Es ist schrecklich. Ich habe neulich in der Fußgängerzone wieder einen arbeitslosen Biochemiker nach dem anderen gesehen, im kollektiven Weltschmerz vereint. Aber man kann natürlich nicht jedem was geben ...



im Vergleich gut stehen noch die medizinischen Disziplinen wie Tier-, Human- oder Zahnmedizin da, obwohl sich Tiermedizin in den letzten Jahren auch extrem verschlechtert hat und Zahnmedizin auch nicht mehr wie früher ist.


Stimmt, mein Zahnarzt hat nur noch zwei Audis und arbeitet manchmal auch vormittags.



Und wegen Forschung denke ich ist es relativ egal ob du jetzt Pharmazie, Biochemie, Chemie, etc. studierst, da sieht es momentan auch nicht so toll aus.


Das Land ist am Boden. Die Ukrainer und Polen überlegen schon, ihre VISA-Praxis zu verschärfen, weil die deutsche Akademiker-Schwemme nicht nachlässt und zum Lohndumping führt.



Aber ich denke das Ganze hängt auch stark von der momentanen politischen Situation in Deutschland ab,


Ja, es ist fürchterlich. Die Korruption erreicht afrikanische Verhältnisse, niemand investiert aufgrund der instabilen politischen Lage ... und das alles wegen Rot-Grün! ALLES!



im Ausland findet man vielleicht in der Forschung besser einen Job, vor allem da die deutschen Forscher eigentlich recht angesehen sind...


Deutsche Forscher? Nach dem Pisa-Schock? Unvostellbar.



aber was jetzt so an Forschern im Ausland gefragt ist weiss ich leider auch nicht.

Sicher nicht viel. Die Chinesen nehmen uns doch alles weg. Die Konjunktur ist ansonsten global am Boden. Hach![tm]


Wer Ironie findet, darf sie behalten. :-)

Aber mal im Ernst: Was soll diese Schwarzmalerei? Deutschland ist immer noch ein Spitzenstandort für Forschung.

Naja, und ein Spitzenstandort für Rumgejammer.

eatpigsbarf
27.03.2005, 14:20
Aber mal im Ernst: Was soll diese Schwarzmalerei? Deutschland ist immer noch ein Spitzenstandort für Forschung.
Naja, und ein Spitzenstandort für Rumgejammer.

Absolut richtig! Davon mal abgesehen haengt natuerlich viel des spaeteren Werdeganges mit einem selber zusammen. Was auch immer man spaeter fuer einen Beruf ergreift, auf jedem Weg werden Steine liegen, die man umgehen muss. Insofern muss man auch ganz klar fuer sich selber entscheiden, was man tut. Und wenn ich nur ein mittelmaessiger Forscher bin, der am liebsten seine 40h-Woche hat (oder eher weniger) und freitag abends und das ganze Wochenende ueber frei haben will, dann muss ich mich eben damit abfinden, nicht den Traumjob mit ueber 100.000 Euro Jahresgehalt und noch 4 schicken Autos zu haben. Das geht hier in Deutschland nicht, das geht aber genausowenig in den USA, Grossbritannien, Australien oder wo-auch-immer.

Insofern wuerde ich jedem raten, das zu tun und zu studieren, was er wirklich will. Ist ja nett, auf den Ratschlag anderer zu hoeren, was die einem empfehlen, denn so hoert man vielleicht von Richtungen/Faechern, auf die man sonst nicht gekommen waere. Aber, Ziel muss sein, das, was man tut, gut zu machen, um sich so seine Wuensche erfuellen zu koennen und dann auch beruflich Freude zu haben. Denn was bringt es mir, ein mittelmaessiger Forscher zu sein und ins Ausland wechseln zu wollen, weil es mir in Deutschland keinen Spass macht, wenn gleichzeitig sich 3 hochmotivierte Auslaender um die gleiche Stelle bewerben, die auch gerne wie die bloeden arbeiten... Noch hat man bestimmt Vorteile, weil man eine deutsche Ausbildung genossen hat, aber wenn die Konkurrzenz zu stark wird... :-blush

Leisure Suit Alex
27.03.2005, 14:25
Naja, glaub was du willst, die meisten Deutschen folgen ihrer Politik ohnehin bis in den Untergang ;-)

eatpigsbarf
27.03.2005, 14:28
Jo, stimmt vollkommen. Aber was bringt das ganze Rumgenoele und sich-selbst-leid-Getue, wenn nunmal ich selber fuer mich verantwortlich bin?

Leisure Suit Alex
27.03.2005, 14:52
Jo, stimmt vollkommen. Aber was bringt das ganze Rumgenoele und sich-selbst-leid-Getue, wenn nunmal ich selber fuer mich verantwortlich bin?

Naja, noch tue ich mir ja noch nicht selbst leid, eher die vielen Leute die Arbeitslos sind und hunderte von Bewerbungen geschrieben haben, ohne eine Zusage zu erhalten...
Aber die Situation nimmt natürlich jeder immer etwas anders wahr, je nachdem was man so aus dem Freundes- und Bekanntenkreis mitkriegt - deshalb ist das natürlich auch nur meine persönliche Meinung, vielleicht ist es insgesamt gesehen gar nicht so schlimm

Medi-Marie
27.03.2005, 15:04
Hey, guckst du hier

http://molmed.humanmedizin-goettingen.de/


Im Studiengang Molekulare Medizin in Göttingen geht es nicht nach NC sondern nach einem Einstellungstest. Wenn du fit bist in Bio/Chemie/Physik ist es gar net so schwer da reinzukommen.

Schnupper mal auf der Seite rum, dürfte interessant für dich sein, wenn du eine Alternative zu Medizin suchst.

LG

eatpigsbarf
27.03.2005, 15:12
@ Alex: ich meine damit nicht Dich! Wirklich nicht! Und es tut mir leid, wenn das vielleicht so rueberkam!! :-love
Das war eine ziemlich allgemeine Aussage, eben weil so viele Menschen nur dasitzen und sich leidtun und immer alles nur die anderen sind, die einem das Leben vermiesen. Dazu kann ich nur sagen: das stimmt vielleicht nur zu 30%, da auch bei vielen Sache Glueck mit dabei ist, klar, aber trotzdem ist man selber immer zuallerst fuer sein Leben verantwortlich.
Ich kann mich resigniert hinsetzen und sagen, schei55e, alle Studienrichtungen, in die ich will, haben hinterher zur Zeit nicht die sonnigsten Jobbedingungen. Aber ich kann mich auch hinsetzen und sagen, gut, die Situation ist so, dann versuche ich eben das beste in dem Fach, das fuer mich das Richtige zu sein scheint, kriege gute Noten (auch da ist mir klar, dass da von Dozenten etc. abhaengt und nicht nur zu 100% von mir selber - aber versuchen muss man es und deswegen sollte man ja auch etwas waehlen, wo das Lernen einem Spass macht) und dann habe ich spaeter eben bessere Hoffnungen auf meinen Arbeitsplatz als die ganzen Durchschnittsabsolventen.

Ollie1982
27.03.2005, 16:24
@eatpigsbarf ich glaub Du hast so ziemlich den coolsten Nick der Welt *LoL* :-top

buffl
27.03.2005, 16:32
Huhuu Olli!!
na, lebst wieder in Frieden mit ****** ????? :-)) :-)) :-))
Was heißt denn eatpigsbarf? eat=essen, pig=schwein, aber barf???

Liebe grüße, buffl

Ollie1982
27.03.2005, 16:34
"to barf" ist amer. Umgangssprache für "reihern", als Nomen heisst es "Kotze". Also eat pigs barf, mit optionalem Ausrufungszeichen ist die Aufforderung Schweinekotze zu essen :-dance

buffl
27.03.2005, 16:42
mmmmmhhhh, lecker.... :-keks

Ollie1982
27.03.2005, 16:44
Danke :-)) Gleich gehts ab zum Osterdinner... hehe ;)

eatpigsbarf
27.03.2005, 18:36
@ Ollie: ist nicht meine Schaffung (auf solche Namen im Englischen komm' ich auch nicht :-D): das war meine beste Freundin in Amerika vor in nicht ganz nuechternem Zustand :-D. "Erstaunlicherweise" ist dieser Name aber nie vergeben - frag' mich nicht warum ;-)

Ollie1982
27.03.2005, 21:31
Mist, da hattest Du mir den Namen wohl grad vor der Nase weggeschnappt ;)