Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Horror vor peripheren Verweilkanülen
Noch ein kleiner Tipp, den ich mal von einer Anästhesistin gekriegt habe:
Zum üben eignen sich auch Infusionssysteme: Der Schlauch hat ungefähr das Format von ner Vene und aufgrund der Transparenz siehst du, was du treibst. :-top
Hab das allerdings nie ausprobiert. :-blush
so was halte ich für Humbug. Ich denke, es übt sich besser am Patienten oder am Kommilitonen :-D
Ein Gefühl für Venen kriegt man damit sicherlich nicht, aber man kann daran das Viggolegen mit einer Hand üben.... was eindeutig von Vorteil ist, wenn man's beherrscht
Rippenspreizer
30.03.2005, 19:08
Und dann gibt es einfach Tage, da kann man machen was man will und es klappt einfach nicht. Zur Not muss dann die Anästhesieschwester/der Stationsarzt/der RettAss ran. Und lass es Dir bloss nie peinlich sein, wenn der andere es schafft. Das Ergebnis zählt ;-)
Venenpunktion ist reine Handwerkssache. Nach Deinen ersten 200 Stück hast Du den Dreh wahrscheinlich raus und Du kannst Dir sicher sein: Dann wartet die nächste Herausforderung :-dance
Go on, Tiger!
Vielen Dank für Eure Tips!!
War gestern echt deprimiert, weil nichts ging. Aber ich hab jetzt zumindest theoretisch analysiert, woran es liegt: Ich glaub, ich war immer zu hektisch. Weil es bei den Docs auch so ruckzuck geht, hab ich mich wohl immer selber zu sehr gehetzt.
Und dann gab es diese Riesenknubbel, auf die die Patienten immer ganz fassungslos gucken.
Und ich hab mich davon treiben lassen, möglichst distal zu legen. Ich fang wohl besser in der Ellenbeuge an...
Und spann die Haut an, gehe flacher rein und zieh die Nadel nicht zu schnell zurück.
Das wird hinhauen!!!
Der Praktikant
31.03.2005, 09:20
Und ich hab mich davon treiben lassen, möglichst distal zu legen. Ich fang wohl besser in der Ellenbeuge an...
Ich hab auch gerade meine Famulatur in der Anästhesie gemacht und die Ellenbeuge ist so fast der letzte Ausweg, wenn man den Arm nehmen möchte, da die Patienten dann häufig den ganzen Arm nicht mehr benutzen können, Anziehen und Haarekämmen wird dabei zur Qual, weil die immer Angst haben die Viggo könnte exen. IMHO liegst Du schon ganz gut, wenn du möglichst weit distal anfänsgt und dabei das liegen im Gelenkbereich meidest (Ja, ich weiß im Notfall ist das alles völlig egal!) Ich hab auch ziemlich oft am Anfang versagt, aber es ist reine Routine und die Idee mit dem Absaugschlauch ist eigentlich eine sehr Gute , wenn man einfach mal die Abfolge der Schritte üben möchte, denn daran hapert es denk ich am Anfang am meisten (was mach ich für mich am günstigsten in welcher Reihenfolge).
Lass Dich nicht unterkriegen, ich hab zum Beispiel große Probleme beim Intubieren, weil ich die Zunge nicht ordentlich weggeschoben bekomme, was eigentlich auch ganz einfach sein sollte. :-blush
heute hat nix geklappt! :-???
Praia-do-Forte
31.03.2005, 12:46
@ Praktikant: Hallo, endlich mal jemand der das gleiche Problem mit der Zunge hat. Die anderen Vorgänge klappen immer tadellos....wenn dann endlich die Zunge da weg ist :-oopss
Zum Thema Viggos:
Ich hatte Anfangs immer Probleme weil ich zu steil gestochen hab. Als ich das dann raus hatte ging´s dann eigentlich.
Aber manchmal gibt es trotzdem diese Tage.....grrrrr.... :-???
Und immer schön Gabelungen suchen!
Ha, und noch ne Story zum Thema:
Ein Kind sollte eine Tonsillektomie gemacht bekommen. Die Op mußte verschoben werden, weil weder einer der Anästhesisten, Pfleger, noch der herbeigerufene Pädiater einen Zugang legen konnten. Ich glaub die haben das Kind mindestens 30 mal an sämtlichen möglichen Stellen des Körpers gestochen; Hals ging gar nicht, weil der bei dem kleinen Kind noch so kurz war dass kein vernünftiger Winkel hinzukriegen war....
Das arme Kind! GottseiDank war es schon am Schlafen :-sleppy und hat nix mitbekommen. Nur blöd dass man es ja dann wieder aufwachen lassen musste weil die OP abgeblasen wurde.... :-???
Ich hab auch gerade meine Famulatur in der Anästhesie gemacht und die Ellenbeuge ist so fast der letzte Ausweg, wenn man den Arm nehmen möchte, da die Patienten dann häufig den ganzen Arm nicht mehr benutzen können, Anziehen und Haarekämmen wird dabei zur Qual, weil die immer Angst haben die Viggo könnte exen. IMHO liegst Du schon ganz gut, wenn du möglichst weit distal anfänsgt und dabei das liegen im Gelenkbereich meidest (Ja, ich weiß im Notfall ist das alles völlig egal!) Ich hab auch ziemlich oft am Anfang versagt, aber es ist reine Routine und die Idee mit dem Absaugschlauch ist eigentlich eine sehr Gute , wenn man einfach mal die Abfolge der Schritte üben möchte, denn daran hapert es denk ich am Anfang am meisten (was mach ich für mich am günstigsten in welcher Reihenfolge).
Während es sicherlich am besten ist distal anzufangen, muss ich ganz ehrlich sagen den ersten Teil kann ich nicht so nachvollziehen. Man muss den Patienten nur 'nen kleinen Verband um die Venüle binden (macht man ja meistens sowieso) und sagen "Bisschen Vorsicht" und es gibt keine grösseren Probleme. Ich habe auch immer wieder mal nachgefragt und es gab nur ein oder zwei Patienten die sich beschwert haben (genausoviel wie sich auch über eine Lage an der Hand oder am Unterarm beschwert haben.) ;-)
Das einzige Problem ist das die Dinger bei Lage in der Ellenbeuge etwas öfter ausgetauscht werden müssen (und das sollten sie wahrscheinlich sowieso öfter ...oder was sagen die Hygieniker unter uns?) :-))
Na ja, ist nur meine Erfahrung (obwohl ich wahrscheinlich fast ein Drittel meiner Venülen in Ellenbeugen gelegt habe) hat sich bis jetzt auch nie ein Arzt oder ein Pfleger beschwert...wobei ich nie in der Anästhesie war! Ich würd also persönlich auf jeden Fall sagen...wenn man sich unsicher ist lieber in die Ellenbeuge als 3 mal daneben.
Morgagni
01.04.2005, 07:12
Das einzige Problem ist das die Dinger bei Lage in der Ellenbeuge etwas öfter ausgetauscht werden müssen (und das sollten sie wahrscheinlich sowieso öfter ...oder was sagen die Hygieniker unter uns?) :-))
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Viggos in der Ellenbeuge haben noch ein anderes Problem: Man sieht nicht so gut, wenn sie para liegen, da noch eine Menge Flüssigkeit und damit Medis in die tieferen Gewebsschichten laufen können. Deshalb wurde uns empfohlen, die Viggos in oberflächliche Venen zu legen.
Viggos in der Ellenbeuge haben noch ein anderes Problem: Man sieht nicht so gut, wenn sie para liegen, da noch eine Menge Flüssigkeit und damit Medis in die tieferen Gewebsschichten laufen können. Deshalb wurde uns empfohlen, die Viggos in oberflächliche Venen zu legen.
Na ja, möglich ist es sicher, klingt zumindest plausibel. Mein Problem ist das man nie weis ob das was man gerade hört so ein Aberglaube ist der seit eh und je ohne echte Grundlage durch die Ärzteschaft geistert oder ob da nun wirklich was dran ist.
Aus meinem begrenzten persönlichen Erfahrungsschatz bin ich dazu gelangt die Venülen distal zulegen weil man so insgesamt die Venen langsamer kaputtmacht (die Dinger selbst gehen auch nicht so schnell kaputt, ist aber kein besonders relevanter Faktor). Andere Probleme habe ich selbst noch nicht mitgekriegt und die Ärzte wissen ja meist auch nicht richtig bescheit sondern können einem nur ihre gesammlten Weisheiten weitergeben.
Tja, vielleicht sollte ich nach meiner Mündlichen mal eine ordentliche Metaanalyse zum Thema durchführen und zurückberichten was nun wissenschaftlich belegt ist zu dem Thema!
Wir sind ja sicher alle EBM-Fanatiker. ;-)
Zunächst bleib ich aber einmal bei meiner Aussage das es im Einzelfall/zur Erfahrungssammlung besser ist notfalls mal die Ellenbeuge zu misbrauchen.
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