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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Von Physik null Ahnung....



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Niesel
10.05.2005, 15:39
Ich stell mir grade vor: Ein Patient wird in die Notaufnahme gebracht, weil er von nem Dach gestürzt ist. Da fange ich dann als Arzt ja nicht an zu berechnen mit welcher Geschwindigkeit der da runtergeplumst ist und mit wie viel Kraft der aufgeschlagen ist.
Und ich glaube an den Experimenten im Physikpraktikum werd ich schon Spass haben. Ich habe es halt immer gehasst, wenn sie mal wieder einen ihrer öden Vorträge gehalten hat. Die wusste, dass keiner zuhört und so war auch der Unterricht. Sie hat sich noch nicht mal bemüht es interessant zu machen. Ist ja auch nicht so, dass ich Physik ne totale null war, ne 2 hatte ich schon auf dem Zeugnis *stolz ist* Habs halt durch Experiment-Noten rausgerissen ;-)
Ich denke mir auch, dass wenn ich Bio oder Chemie total verachte, es dann sinnlos wäre ein Med-Studium anzufangen, aber wie oft werde ich bitte mit physikalischen Formeln zu tun haben? Als Augen- oder Ohrenarzt denk ich braucht man das vielleicht noch ziemlich oft, wegen der Strahlen, Linsen, wellen und so. Aber da kommt man ja mit der zeit auch rein wenn man es denn ständig macht.
Nur wegen Physik lass ich mir die Lust am Med-Studium nicht nehmen ;-)

Niesel

DoktorW
10.05.2005, 15:45
Warum fängt man das Studium der Medizin an, wenn man so gar keine Ahnung von dessen fundamentalen naturwissenschaftlichen Grundlagen hat resp. nicht die Fähigkeit sein eigen nennt, sich diese anzueignen. Auch ein Haus kann nicht einfach auf Sand errichtet werden, sondern muss auf einem soliden Fundamente erbaut werden. Selbst wenn man den unbedingten Wunsch hegt Arzt zu werden, so sollte doch klar sein, dass nur wer mit einem breiten Spektrum an Fähigkeiten und Fertigkeiten ausgestattet ist, die vollständige Eignung zur Ausübung dieses in fachlicher und auch zwischenmenschlicher Hinsicht hoch anspruchsvollen Berufes besitzt. Meines Erachtens nach kann auf keine dieser beiden Komponenten, welche einen guten Arzt ausmachen, verzichtet werden.

ja genau, ich denke auch, wer keine Ahnung von Physik hat, der sollte lieber nicht Medizin studieren. HALLO?
Was bitte hat denn das mit Medizin zu tun? Es gehört zur Vorklinik dazu, aber es braucht später kein Mensch mehr, es sei denn man wird Radiologe. Aber dann kann man sich das aneignen oder interessiert sich sowieso dafür.
Und auch Häuser kann man auf Sand errichten, man muss nur wissen wie ;-)

Niesel
10.05.2005, 15:52
Der Turm in Pisa steht ja auch noch ;-)

Sabine
10.05.2005, 17:22
Ich hab definitiv keine Ahnung von Physik und auch Chemie. Trotzdem mach ich in einem halben Jahr mein 3. Stex! Wie hat das bloß funktioniert???
Ernsthaft: Die Praktika sind so ausgelegt, das (anlernbares) Wissen abgefragt wird, was man sich halt mehr oder weniger stupide ins Hirn hämmert. Klar sind die Cracks da im Vorteil, aber ich habs auch geschafft und bin in beiden Fächern echt ein Volldepp!
Fürs Praktikum hab ich mit null Wissen streng nach Büchle meine Versuche durchgezogen, aber nie kapiert, was ich da eigentlich mache.
Wurde in Chemie noch getoppt: Zusammenschütt...entweder es wird bunt, stinkt, knallt oder verbrutzelt über dem Bunsenbrenner...das waren die echten Erfolgserlebnisse.

Aber um meine Vorredner zu trösten: ich hab im PJ noch keinen um die Ecke gebracht. Und wenn ein berenteter Physiklehrer mir blöd käme - dem droh ich mit der Spritze!!! :-))

Rainer
19.05.2005, 14:11
Also das mit der Physik würde ich mal von ner anderen Seite betrachten.
Es ist ja wohl klar, dass auch die Medizin ein naturwissenschaftliches Fach ist.
Insofern hast Du durch die Physik eine hervorragende Möglichkeit, Dir ein grundlegendes Verständnis von (deduktiven) Systemen zu erarbeiten. Das hilft Dir in jedem naturwissenschaftlichen Fach weiter. Es geht ums Verständnis (von Prinzipien) und nicht ums Auswendiglernen von Telefonbüchern!!!
Im übrigen gibts da auch Klasse Bücher die nicht unbedingt den ganzen mathematischen Apparat auffahren (die meisten haben halt Probleme mit der formalen Darstellung -Formeln usw.). Aber auch hier gilt: Verständnis vor Formalismus!! (der kommt dann von alleine.... oder auch nicht).

Buchempfehlung: Tipler (ist ein Wälzer aber gut...)

:-dafür Rainer

flavour
19.05.2005, 16:33
Physik war öde, das Praktikum ein Horrortrip (ständige Abfragen vom weißbärtigen Professor, der im Nachhinein nur durch die Abfragen 30 Leute aus dem Praktikum herausgeschmissen hat) - aber die Klausur, die war erste Sahne.

Schwarze Reihe und Altklausuren gekonnt, wegen kleinerer Fehler (nur) 26p von 30 möglichen Punkten.
Da haben uns die Physiker wirklich gern gehabt.

PS: Wieso ein Arzt physikalische Formeln können sollte, ist mir ein Rätsel. Physikalische Grundprinzipien kann jeder leicht verstehen.

Achso, Physik hab ich auf der Schule mit einer 5 abgewählt.

MarlGantt
20.05.2005, 12:15
Puuuuhhh,...

da bin ich ja beruhigt, dass man sich nicht allzu große Sorgen machen muss, wenn man Physik abgewählt hat!

Bin jetzt nämlich in der 11. Klasse und möchte Physik zur 12 abwählen!! :-top

Niesel
21.05.2005, 14:02
Wie habt ihr euch denn auf die Praktika vorbereitet (im Besonderen Physik, weil ich ja Chemie LK hab ;-)) also ich meine jetzt Bücher etc.

Wo kriegt man eigentlich die Altklausuren her???

@Flavour Du beruhigst mich sehr. Ich habve Physik wenigstens mit ner (erschummelten :-blush ) 2 abgewählt.

Niesel

Kali82
21.05.2005, 16:05
Also was Physik angeht war bei uns das Praktikum leicht aber Klausur- das war echter Horror! es gab nichts gemeinsames! Ich frage mich warum wir so einfaches Praktikum hatten aber der Stoff für die Klausur um 5faches schwieriger war! Da haben nicht mal die Altklausuren geholfen!