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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Mobbing unter Ärzten?



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funny
23.05.2005, 14:55
Kann es sein, daß das Mobbing-Opfer sowas wie der "Stabilisator" für die Mobbenden ist? Die haben was zu reden, fühlen sich als Gemeinschaft, haben einen gemeinsamen "Feind". Irgendsowas Krasses läuft da doch nach so einem Schema????? Aber warum?

Notdoc
23.05.2005, 14:58
Aber warum?Hat du doch oben beantwortet.
Ausserdem muss man dann keine Fehler bei sich suchen, es ist klar wer Schuld ist.

funny
23.05.2005, 15:01
Die Frage war eher: Wenn es so oft vorkommt in allen möglichen Branchen und Firmen, dann kann man ja leider zu dem Schluß kommen, daß die meisten Menschen Schweine sind? Sorry, aber ein Mobbender ist doch immer in guter Gesellschaft und Mobbing hat so dermaßen zugenommen...

Dr.Nemo
23.05.2005, 16:25
Kann es sein, daß das Mobbing-Opfer sowas wie der "Stabilisator" für die Mobbenden ist? Die haben was zu reden, fühlen sich als Gemeinschaft, haben einen gemeinsamen "Feind". Irgendsowas Krasses läuft da doch nach so einem Schema????? Aber warum?

Auch wenn ich mich jetzt als weibliche Person in die Pfanne haue :-oopss , aber vorwiegend findet man genau dieses Schema in Frauendominierenden Bereichen!! *Hintenrumgetuschel* *Neid* *Eifersucht*, etc
Klatschweiber sind wir eben auch noch dazu. Viele Frauen leben davon! Auch ich "tratsche" gern hin und wieder über dies und das ;-)
Aber alles im Rahmen..

Nein, im Ernst, habe weniger Mobbing-Thema erlebt (vom Hören-Sagen), wenn die Geschlechterverteilung gleichmässig war oder wenn Persönlichkeiten dort arbeiteten, die Tacheles redenkönnen..
:-nix

funny
23.05.2005, 16:44
Ja, Frauen können außerordentlich unerträglich sein. Das liest man auch oft, daß Frauen öfter/schlimmer/anders mobben und es in "Frauenbranchen" besonders krass ist. Allerdings macht mich genau das auch schon wieder mißtrauisch. Ist es wirklich so? Oder nur mal wieder der typische "Frauen sind so und so-Selbst-runtermachen-Quatsch"?

Habe auch schon eine Geschichte mitgekriegt, in der ein Mann schlichtweg aufgehört hat, mit einer Kollegin zu reden, sie von da an ignorierte und hinter derem Rücken sagte: "Mit der bin ich fertig." Und das war er dann auch, aber wie.

Möglicherweise mobben Männer anders, aber ich glaube, wenn man als Frau von Männern gemobbt wird (kommt ja auch vor) ist man ganz schnell das verlorene Lieschen - ob man will oder nicht! Wenn man als Frau von Frauen gemobbt wird, allerdings auch... FAZIT: Alles ******* :-))


PS: Ach ja, ich bin ne Frau :-( ;-)

funny
23.05.2005, 16:52
:-angel Und daß Männer nicht tratschen, halte ich für ein hartnäckiges Klischee. Aber ich wette, bei Männern heißt es deshalb nicht tratschen, weil sie ja eher clevere Macht-Strategen sind....Im Gegensatz zu uns Biggis, Susies und Ellis...

Dr.Nemo
23.05.2005, 20:16
Ja, Frauen können außerordentlich unerträglich sein. Das liest man auch oft, daß Frauen öfter/schlimmer/anders mobben und es in "Frauenbranchen" besonders krass ist. Allerdings macht mich genau das auch schon wieder mißtrauisch. Ist es wirklich so? Oder nur mal wieder der typische "Frauen sind so und so-Selbst-runtermachen-Quatsch"?

Habe auch schon eine Geschichte mitgekriegt, in der ein Mann schlichtweg aufgehört hat, mit einer Kollegin zu reden, sie von da an ignorierte und hinter derem Rücken sagte: "Mit der bin ich fertig." Und das war er dann auch, aber wie.

Möglicherweise mobben Männer anders, aber ich glaube, wenn man als Frau von Männern gemobbt wird (kommt ja auch vor) ist man ganz schnell das verlorene Lieschen - ob man will oder nicht! Wenn man als Frau von Frauen gemobbt wird, allerdings auch... FAZIT: Alles ******* :-))

Nein, ich erlebe da so!!
Frauen bei uns auf Station suchen manchmal nach schwachen Punkten, Kritiken, wenn es zum Beispiel einfach mal gut läuft, wird etwas gesucht, um etwas zu reden zu haben. Traurig wie es ist.
Ich schüttel da immer nur mit dem kopf und bin froh, das ich als Nachtschwester da alleine arbeite und nur n paar Mal da bin ;-)

Frauen können da besonders fies werden und ich meine das ernst.

Männer, denke ich, mobben zum Beispiel Frauen, wenn sie in ihrem Ego gekränkt wurden, vielleicht durch einen Korb oder eine Sonstige Bemerkung.
DIe Suchen nicht, die sind dann beleidigt.. :-)) :-))

Aber wie gesagt, sind das meine Erfahrungswerte :-winky

Hoppla-Daisy
23.05.2005, 20:51
Bei uns auf der Station ist vor kurzem eine überaus sympathische und kompetente Oberärztin aus dem Job gemobbt worden - von ihrem männlichen Oberarzt-Kollegen!!!! Der hat alles daran gesetzt, dass sie freiwillig die Segel streicht. Sauerei, weil keiner der männlichen Kollegen (bzw. auch nich die Frau vom Chef, die ebenfalls auf der Station als Assistenzärztin arbeitet) auch nur einen Ton dazu gesagt hat - jedenfalls nicht öffentlich, sondern immer nur hinter vorgehaltener Hand, welch eine Sauerei das doch wohl sei.

Männer sind mindestens genauso schlimme Klatsch- und Tratschbasen wie Frauen, machen es nur unauffälliger als Frauen! :-meinung

funny
23.05.2005, 21:05
Das glaube ich eben auch. Denn Männer sind wohl nicht deshalb immer noch zu 80% in Führungspositionen, weil sie nicht so fies und krass wie Frauen sind. Frauen fehlt es ohnehin an Zusammenhalt, habe ich erlebt. Jede gegen jede. Grauenhaft. Und was haben sie davon? Einen Mann als Chef.

Hoppla-Daisy
23.05.2005, 21:19
Ich überlege allerdings gerade, ob es ein männliches Pendant zum Begriff der "Stutenbissigkeit" gibt .......

..... hm, mir fällt leider keiner ein, wette aber, dass obigen Begriff ein Mann erfunden haben muss.

Dr.Nemo
24.05.2005, 07:15
Ich überlege allerdings gerade, ob es ein männliches Pendant zum Begriff der "Stutenbissigkeit" gibt ........

Egomanie *fg* :-))

[Mal so einfach frei erfunden]

funny
24.05.2005, 08:18
*********

MatzeXXL
16.11.2007, 17:05
Sorry für das Wiederaufwärmen des Thread, aber:

Ich habe es leider nämlich auch so erlebt, daß auf Station häufig seltsame Leute als Krankenschwester/-pfleger eingestellt waren, die trotz ihres sozialen Berufs nicht wirklich Sozialkompetenz zu haben schienen...mit denen man nicht vernünftig reden konnte und die auch ziemlich einfältig waren, teils grundlos von oben herab.
Meint ihr, es kommt im Krankenhaus wesentlich öfter vor, als in anderen Arbeitsumgebungen, daß sich die Leute untereinander anstressen? Das schlechte Stimmung herrscht?

Ist das ein Vorurteil?

Ich will auf keinen Fall alle Krankenschwestern/-pfleger über einen Kamm scheren! Mich interessieren aber Tendenzen, vielleicht kennen einige von euch ja auch die Gegebenheiten von Arbeitsstellen ausserhalb KH/Praxis.

Lava
17.11.2007, 13:49
Im Krankenhaus treffen eben zwei unterschiedliche Welten aufeinander: ein Ausbildungsberuf und ein akademischer Beruf. Da sind Reibereien vorprogrammiert und selbst wenn man sich noch sehr vornimmt, vorurteilsfrei zu handeln und zu denken, wird einem das nicht immer gelingen. Da gibt es Schwestern/Pfleger mit Sozialneid und arrogante Ärzte, die meinen, sie wären was besseres.

MatzeXXL
18.11.2007, 12:07
In (fast) allen Berufen haben akademisch und nichtakademisch gebildete Menschen miteinander zu tun (Bauzeichner-Architekt, Jurist-Rechtsanwaltsfachangestellte etc.) aber ich denke, durch die enge Zusammenarbeit im KH kommen hier besonders schnell Konflikte auf. Dadurch, daß der Arzt den Schwestern/Pflegern auch nicht weisungsbefugt ist, gibt es keine klare Hierarchie.

Rugger
18.11.2007, 13:08
Dadurch, daß der Arzt den Schwestern/Pflegern auch nicht weisungsbefugt ist, gibt es keine klare Hierarchie.Das ist mir jetzt aber mal neu!

R.

MatzeXXL
18.11.2007, 13:11
Oh. Naja, ich dachte es wäre so....

Rugger
18.11.2007, 13:13
Oh. Naja, ich dachte es wäre so....Ich weiß nicht, inwiefern und wo das tatsächlich definiert ist, aber prinzipiell ist es erstmal so, daß die Schwestern die Anweisungen des Arztes ausführen müssen, sofern sie nicht vollkommen widersinnig sind.
Und im Rettungsdienst ist der Arzt dem nicht- ärztlichen Personal definitiv weisungsbefugt (sofern er vor Ort ist), denke nicht, daß es im Krankenhaus wesentlich anders ist.

R.

MatzeXXL
18.11.2007, 15:21
Du hast recht, habe das hier auf der Thieme-Seite gefunden, verfasst von der Redaktion, die es wissen sollten:

"Anmerkung der Redaktion: Die Ärzte einer Station sind gegenüber dem Pflegepersonal ganz klar weisungsbefugt. Trotzdem erteilen sie in der Regel keine Befehle, vor allem keine nutzlosen, sondern setzen Anordnungen fest - und in einem guten Team wird dies auch reibungslos funktionieren. Der Student allerdings kann dem Pflegepersonal keine Anweisungen geben.
Auf einer Intensivstation ist die Zusammenarbeit anders geregelt, dort ist die Teamarbeit "gleichberechtigter", die Pflege hat dort auch andere Kompetenzen."

In Pflegeheimen ist es aber wohl nicht so, daß es diese Weisungsbefugnis gibt.

Strodti
18.11.2007, 16:01
Also da muss man unterscheiden:
Der Arzt ist dem Pflegepersonal in medizinisch-fachlichen Belangen weisungsbefugt. Dies gilt nicht in pflegerischen Kernbereichen wie Grund- und Körperpflege, sehr wohl aber in der Behandlungspflege und der medinischen Assistenz.

Im dienstlichen Bereich ist allein die Pflegedirektion und die pflegerische Stationsleitung weisungsbefugt. Dazu gehören Arbeitszeit, Überstunden, Urlaub, etc. Die Arbeitsabläufe auf Station gehören m.E. auch dazu! Diese pflegerischen Leitungen sind übrigens Dienst- und Fachvorgesetzte des Pflegepersonals.

Der Arzt ist in diesem Sinne nicht "Chef" des Pflegepersonals.

Ich habe 5 Jahre im pflegerischen Dienst im Krankenhaus gearbeitet und nach meiner Erfahrung lassen sich die meisten Differenzen im Gespräch klären. Mal ganz davon abgesehen, dass man sich durchaus in gegenseitiger Abhängigkeit befindet. So manchen "frischer" Assistenzarzt kann von einem Ratschlag einer erfahrenen Schwester profitieren und umgekehrt brauche ich als Pfleger einen fähigen Stationsarzt.