Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Neuwahlen im Herbst
DrSkywalker
23.05.2005, 16:06
es ist doch vollkommen klar das bei einer schwarz-gelben regierung nicht(!!!) westerwelle, sondern wolfgang gerhard aussenminister wird. westerwelle wird eher der posten des justizministers in aussicht gestellt, denn ganz ohne ministeramt tut ers nicht, das ist klar.
in sachen kanzlerkandidatur der union hoffe ich immer noch auf http://www.christianwulff.de/ ein kompetenter, seriöser mann, der nicht wie merkel 5% bzw. stoiber 10% der wählerstimmen kostet.
Westerwelle würde wohl eher Justiz übernehmen (und trotzdem Vizekanzler werden), Gerhardt würde Außenminister, das war schon auf dem Parteitag erkennbar. Gerhardt steht imho eher in der Tradition von Genscher und Kinkel als Westerwelle - und das hat die FDP letztendlich jahrezehntelang ausgemacht.
Hoppla-Daisy
23.05.2005, 20:56
in sachen kanzlerkandidatur der union hoffe ich immer noch auf http://www.christianwulff.de/ ein kompetenter, seriöser mann, der nicht wie merkel 5% bzw. stoiber 10% der wählerstimmen kostet.
Und genau dieser hat heute allen Spekulationen bezüglich der K-Frage eine deutliche Absage erteilt! Aber was stört Politiker eigentlich ihr Geschwätz von gestern????
Nach neuesten Berichten soll also Gerhardt Außenminister werden...
.... und Westerwelle Innenminister :-D
synosoph
25.05.2005, 18:13
Beitrag abgelaufen
Also Angela Merkel als Bundeskanzlerin wäre furchtbar. Und Christian Wulff erscheint mir zwar kompetent in Sachfragen, aber von der Erscheinung her wirkt er irgendwie grün hinter den Ohren. Natürlich zählt für mich bei Politikern Glaubwürdigkeit, Kompetenz und vor allem natürlich der Inhalt ihrer politischen Ziele, aber ich denke bei keinem anderen politischen Amt, neben dem des Bundespräsidenten, ist Persönlichkeit und Erscheinung, ebenso wie auch ein gewisses Alter, nun mal so wichtig wie bei dem des Bundeskanzlers. Deshalb möchte ich jemanden mit souveränem Auftreten und guter und seriöser Ausstrahlung. Jemanden, der auf internationalem Parkett und überhaupt 'ne gute Figur macht. Und ich muss sagen, außer Gerhard Schröder, der in meinen Augen der einzige ist, der diese Kriterien erfüllt, gibt es leider keinen einzigen Politiker bzw. Politikerin in diesem Land, der dem Amt eines Bundeskanzlers würdig erscheint.
Guidomobil Westerwelle als Außenminister ... diese Vorstellung ist so grausam - ich glaube, dass es da sogar einigen FDP-Politikern die Schuhe auszieht (die mit der 18 auf der Sohle natürlich). Westerwelle ist ein Luftikus, ein Windbeutel, der nur eloquent daherreden kann, aber sonst doch 'ne Lachnummer ist. Wenn der Minister des Äußeren wird, werde ich mich ebenfalls dem Äußeren widmen und auswandern.
Also Angela Merkel als Bundeskanzlerin wäre furchtbar. Und Christian Wulff erscheint mir zwar kompetent in Sachfragen, aber von der Erscheinung her wirkt er irgendwie grün hinter den Ohren. Natürlich zählt für mich bei Politikern Glaubwürdigkeit, Kompetenz und vor allem natürlich der Inhalt ihrer politischen Ziele, aber ich denke bei keinem anderen politischen Amt, neben dem des Bundespräsidenten, ist Persönlichkeit und Erscheinung, ebenso wie auch ein gewisses Alter, nun mal so wichtig wie bei dem des Bundeskanzlers. Deshalb möchte ich jemanden mit souveränem Auftreten und guter und seriöser Ausstrahlung. Jemanden, der auf internationalem Parkett und überhaupt 'ne gute Figur macht. Und ich muss sagen, außer Gerhard Schröder, der in meinen Augen der einzige ist, der diese Kriterien erfüllt, gibt es leider keinen einzigen Politiker bzw. Politikerin in diesem Land, der dem Amt eines Bundeskanzlers würdig erscheint.
Das ist zwar ein Argument, für mich persönlich ist es aber wichtiger, daß Politiker ihr Handwerkszeug beherrschen... und da ist Schrödi nun nicht so hervorstechend (ich erinner mal an seine Strategie wg des ständigen dt Sitzes im UN-Sicherheitsrat)... ob Angie besser ist, sei mal dahingestellt, ich bin zumindest gewillt, ihr, bzw ihrem Team eine Chance zu geben...
:-meinung
Leelaacoo
02.06.2005, 21:21
So, das Programm der CDU ist ja in den Medien bereits grob umrissen worden..
1. Erhöhung des Mehrwertsteuersatzes von 16 auf 20%
2. Streichung der Pendlerpauschale (a bissel kontraproduktiv....)
3. Streichung/Einschränkung der Eigenheimzulage
4. definitiv KEINE Rückgängigmachung der Hartz-4-Reform
ALG2 bleibt, alles wird teurer, sonst keine Lösungen in Sicht...
also irgendwie dürftig...und trotzdem wollen über 50% Schwarz-Gelb...das ist für mich sehr mysteriös....
Geht alles den Bach runter...und alle schauen zu...
LG lee
Dr. Sziget
02.06.2005, 21:58
Aber Bundeskanzlerin Merkel und Außenminister Westerwelle? :-((
Nach momentanen Umfragen wäre ja auch Bundeskanzlerin Merkel und Außenminister Stoiber denkbar *schüttel*
Dr.Sziget
1. Erhöhung des Mehrwertsteuersatzes von 16 auf 20%
wär aber mit rot-grün vermutlich auch gekommen.
2. Streichung der Pendlerpauschale (a bissel kontraproduktiv....)
war klar. hatten sie angekündigt, dass sie das wollen.
3. Streichung/Einschränkung der Eigenheimzulage
dito.
4. definitiv KEINE Rückgängigmachung der Hartz-4-Reform
natürlich nicht. wird eher noch verschärft.
alles keine überraschungen.
aber cdu/csu/fdp haben eben auch kein konzept und keine ahnung.
schade nur, dass sie trotzdem gewinnen werden.
ich mein, rot-grün ist auch nicht das wahre, aber schwarz-gelb wird den sozialstaat noch nachhaltiger in die tonne kloppen.
und der aufschwung kommt auch nicht einfach so, nur weil plötzlich cdu am steuer sitzt.
Hellequin
03.06.2005, 13:16
Nach momentanen Umfragen wäre ja auch Bundeskanzlerin Merkel und Außenminister Stoiber denkbar *schüttel*
Toll, ein Außenminister der die englische Sprache genauso gut beherrscht wie Lothar Matthäus :-kotz Dann im Zweifelsfall lieber den Guido:-?
Ich glaub immer noch das wir eine große Koalition bekommen. :-notify
Leelaacoo
03.06.2005, 14:17
Ich glaube, Deutschland ist momentan eigentlich garnicht regierbar...wo sind denn noch Felder, auf denen die Politik mit den nun immer beschränkteren Mitteln des Haushaltes noch etwas reißen kann? Nur Steuern rauf oder runter...Vergünstigungen für Familien her oder weg...so richtig aus der Krise führen kann es keine Partei...denn die Witschaft hat sich allmählich aus dem Sozialsystem verabschiedet uns salonfähig gemacht, daß Gewinne noch zwangsläufig keine neuen Arbeitsplätze schaffen...wie soll man da eingreifen, ohne gleich zu rigiden Verboten und Strafen zu greifen?
Klar, man kann die Unternehmenssteuern senken...aber nie auf die 0%, wie sie in China in den ersten 3 Jahren üblich sind...man kann die Löhne senken...aber nie auf die 100Euro im Monat, wie sie chinesische Arbeiterinnen bei einer Arbeitszeit von 60 h die Woche ohne soziale Absicherung bekommen...man kann Vorschriften zum Umweltschutz kippen, kann aber trotzdem nicht wieder erlauben, FCKW und Asbest zu verarbeiten...
ODER DOCH??? :-peng :-oopss
Habe im letzten Spiegel den Bericht über die "Sklaverei" in deutschen Unternehmen gelesen, die ihre Produktionsstätten nach China ausgelagert haben...und das nehmen wir hin? Dort schuften 16jährige bis zum Umfallen, hier gehen qualifizierte Arbeitskräfte aufs Arbeitsamt und wer bitte soll die Produkte kaufen?
Und wo genau will merkel da ansetzen? Ich habe dazu noch keine Stellungnahme gehört...alles, wozu die Opposition (und auch zum Teil die Regierung) fähig sind, ist mit dem Finger auf die anderen zu deuten und zu schreien: da, die habens verbockt, aber wir können alles besser...
Kindergarten... :-sleppy :-sleppy :-sleppy
Und die große Koalition wäre der Mega-Kindergarten...ihr glaubt doch nicht, daß da jemand jemandem Erfolge gönnen würde oder daß die gar zusammenarbeiten würden...
Das wäre so, wie wenn der Radiologe, der die Bilder des Patienten hat, dem Internisten sagt: "Ätsch, ich könnt dir helfen, aber weißt was, finds selbst heraus!"...nur daß der Patient in dem Falle Deutschland ist...
LG lee (von Politik die Nase gestrichen voll...Idioten alle)
Der Vorteil von Schwarz-gelb ist, daß sie soziale Reformen machen können, ohne daß ihnen die Wähler wegrennen.
Denn wenn die SPD als klassische Arbeiterpartei bei Arbeitnehmern und Arbeitslosen unpopuläre Reformen macht, dann bricht ihnen ja die Basis ein (wie gesehen in praktisch allen Bundesländern, in denen kürzlich gewählt wurde) und damit verlieren sie die politische Macht, effektiv zu regieren (erschwerend haben sie noch handwerklich sehr unsauber regiert - wie die Union das macht, bleibt ja abzuwarten).
Jedenfalls kann eine schwarz-gelbe Regierung in diesem Bereich - der ja das größte Sorgenkind ist - viel unpopulärere Reformen durchziehen, weil die schwarzgelbe Basis ihre Parteien nicht à priori wählt, um die Rechte der Arbeiterklasse zu stärken, sodaß sie da auch viel mehr "einstecken", bevor es wieder zur Wechselstimmung kommt.
So haben wir hoffentlich dann wenigstens mal stabile Verhältnisse, die Reformen zulassen, die einen langen Atem erfordern.
Leelaacoo
03.06.2005, 14:43
Lieber Rico...du scheinst ja ein Vernunftsmensch zu sein. Ich fürchte jedoch (oder besser: ich bin mir sehr sicher), daß die Intentionen, aus denen die Leute Schwarz-Gelb wählen werden (und das ist ja so sicher wie das Amen in der Kirche), völlig andere sind.
Die Menschen sind wütend, weil sie auf einmal schlechtere Jobs annehmen müssen oder mehr fürs Benizin bezahlen oder Studiengebühren fürchten oder oder oder...nicht, weil sie sagen: die reformen gingen nicht weit genug. Denen sind sie schon weit übers Ziel hinaus geschossen...deshalb wird Rot-Grün abgewählt, nicht, weil sie nicht konsequent genug waren...
Und sie werden Merkel auch nicht wählen, weil sie von der CDU ja eh erwarten, daß die nicht sozial eingestellt sind...die verquere Meinung ist ja gerade, daß es wieder sozialer werden soll...aber woher bitte?
Es ist reines Protestwählen (wie du ja schon sagtest) und wenn du darin und in einer möglichen Stabilität der Unzufriedenheit eine Verbesserung siehst, dann hoffe ich, daß du recht hast...aber was passiert dann, wenn diese vielen menschen dann erkennen, daß eben nicht das eintritt, was sie sich erhofften von einem Wechsel (und es wird nicht eintreten, die Hoffnungen sind schließlich unglaublich irreal)...wen dann wählen? Ich kann mir da ein paar Szenarien denken, die mich sehr schnell erschrecken...wie sagte mein geschichte - LK-lehrer : "Ihr werdets noch sehen, die Geschichte wiederholt sich doch...".
Hoffen wir s nicht (und nein, ich bin eigentlich kein Pessimist...aber wenn einer Entscheidung jeglicher Boden unter den Füßen fehlt, dann kann sie für mich nicht den richtigen Weg darstellen)
LG Lee
1. Erhöhung des Mehrwertsteuersatzes von 16 auf 20%
2. Streichung der Pendlerpauschale (a bissel kontraproduktiv....)
3. Streichung/Einschränkung der Eigenheimzulage
4. definitiv KEINE Rückgängigmachung der Hartz-4-Reform
Ähm, und wo ist jetzt der Unterschied zu rot-grün? Wollen die nicht ungefähr das selbe??? :-nix
Vor der letzten Wahl hab ich in der Zeit so einen netten Artikel gelesen, in dem stand, auf die wirklich großen Fragen haben die beiden großen Volksparteien gar keine so unterschiedlichen Antworten. Die wirklichen Unterschiede liegen eher in den Feinheiten... Atomausstieg fiele mir das spontan ein. Wär ja schon assi, wenn die CDU da einfach zurückrudern würde...
Dr. Pschy
03.06.2005, 19:26
Ich nehme mir jetzt mal die Freiheit, einige Zitiate rauszufischen und das aus meiner perosenlichen Sicht zu kommentieren:
"Westerwelle würde wohl eher Justiz übernehmen (und trotzdem Vizekanzler werden), Gerhardt würde Außenminister, das war schon auf dem Parteitag erkennbar. Gerhardt steht imho eher in der Tradition von Genscher und Kinkel als Westerwelle - und das hat die FDP letztendlich jahrezehntelang ausgemacht."
Meine Meinung. Klar spielt die FDP das Zuenglein an der Waage wenn es zur Koalition kommt, aber das wird wohl die beste und wahrscheinlichste Loesung sein, zumal ich Westerwelle nun nicht auch unbedingt primaer unser Land vertreten lassen wuerde.
"Mir wäre das im Ausland auch peinlich. Ich finde, daß wir schon mit einer Kanzlerin Merkel international keine gute Statur abgeben würden."
Das wiederum sehe ich genau anders. Mal unabhaengig von Merkels politischem Koennen, ihrem Aussehen oder sonstigem Verhalten denke ich, dass es fuer Deutschland nur positiv sein kann, international eine erste Kanzlerin zu haben. Das Verhalten der anderen Laender gegenueber Deutschland wuerde sich merk(e)lich (haha:-D) aendern.
"Natürlich zählt für mich bei Politikern Glaubwürdigkeit, Kompetenz und vor allem natürlich der Inhalt ihrer politischen Ziele, aber ich denke bei keinem anderen politischen Amt, neben dem des Bundespräsidenten, ist Persönlichkeit und Erscheinung, ebenso wie auch ein gewisses Alter, nun mal so wichtig wie bei dem des Bundeskanzlers. Deshalb möchte ich jemanden mit souveränem Auftreten und guter und seriöser Ausstrahlung. Jemanden, der auf internationalem Parkett und überhaupt 'ne gute Figur macht. Und ich muss sagen, außer Gerhard Schröder, der in meinen Augen der einzige ist, der diese Kriterien erfüllt, gibt es leider keinen einzigen Politiker bzw. Politikerin in diesem Land, der dem Amt eines Bundeskanzlers würdig erscheint."
Ob ein Politiker Glaubwuerdigkeit, Kompetenz und den Inhalt seiner politischen Ziele vermittelt, haengt ganz allein von seinem rhetorischen Geschick und seinem Auftreten ab. Nicht umsonst sind Politiker gern als Luegner verschrien. Allerdings traue ich diese Aspekte, genauso wie die Persoenlichkeit, die Erscheinung (ok, ueber die Frisur laesst sich streiten) und das Alter einer Angela Merkel als deutscher Bundeskanzlerin zu, unabhaengig ob ich sie symphatisch finde oder nicht. Ausserdem denke ich, dass sie durchaus souveraen und serios Auftreten kann. Gerhard Schroeder ist fuer mich eher der schleimige, glatte Typ, der gerne laechelt, auch wenn ihm nicht danach ist.
Und um Leelaacoo mal aufzugreifen:
Die Politik kann kann nicht merklich positiv in die Wirtschaft eingreifen. Eine Politik per se kann keine neuen Arbeitsplaetze schaffen. Gestern Abend kam auf der ARD ein Bericht zu dieser Thematik (Name der Sendung ist mir leider entfallen, bin nur zufaellig druebergestolpert), in der diverse Wirtschaftswissenschaftler und Politologen zu Worte gekommen sind, die dies eindrucksvoll dargestellt haben. Wie sollte sie das auch tun? Eine Erhoehung der Mehrwertsteuer ist vielleicht noetig, wird aber niemals einen merklich positiven Einfluss auf die Wirtschaft haben.
Solang sich das internationale Wirtschaftsgeschehen so weiterentwickelt, Stichwort Globalisierung, kann sich die Politik noch so sehr (vielleicht auch vermeintlich) dagegenstemmen, das ist aussichtslos.
Ich wohne direkt an der Grenze zu Tschechien und kenne noch die eiserne Mauer. Ich kenne noch die hiesigen Firmen der 80ger und ich kenne noch die damalige Einstellung. Ich kann behaupten, seit die Grenzen offen sind und die osteuropaeischen und asiatischen Maerkte einen zunehmenden Einfluss auf unsere Wirtschaft haben, ist das momenante Phaenomen des deutschen Wirtschaftskreislaufs beobachtbar.
Mein Fazit: Die Politik hat hoechstens eine Teilschuld an der momentanen Lage. Kein Rot/Gruen und kein Schwarz/Gelb haetten das verhindern koennen. Und egal wer die Wahl gewinnt: Gravierende Aenderungen wird es, wie bereits mehrfach erwaehnt, aus obigen Gruenden nicht geben.
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