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Evil
22.02.2011, 20:04
Ich kenne zwei Praxen, die seit Jahren verzweifelt einen Assistenten suchen und dafür bereit sind, die 3500,- um 500,- Euro aufzustocken. Beide Praxen sind mittelgroße Gemeinschaftspraxen, denen es wohl nicht ganz so schlecht geht.
Ok, ich kenne mehrere Praxen im ländlichen Oberbayern und am Südrand des Ruhrgebietes, und da ist die von Dir beschriebene Situation (leider) eine ziemlich Ausnahme.

sodbrennen
23.02.2011, 09:26
Leider bringt es dem Praxisinhaber finanziell nicht viel, da eine Praxis mit Arzt in Weiterbildung trotzdem budgetiert ist (d.h. das WAchstum der Praxis ist gedeckelt). Arbeitstechnisch hat ein Weiterbilder natürlich trotzdem eine ziemliche Entlastung wenn er/sie einen fitten Arzt in WB hat.

Dei Frage ist nur, "wo" sie budgetiert ist. Muss nämlich trotzdem lukrativ sein, die Praxis hat nämlich gleich zwei Weiterbildungsassistenten und es ist nicht so, dass der Weiterbilder die Beine hochlegt. :-nix

pottmed
23.02.2011, 09:29
Dei Frage ist nur, "wo" sie budgetiert ist. Muss nämlich trotzdem lukrativ sein, die Praxis hat nämlich gleich zwei Weiterbildungsassistenten und es ist nicht so, dass der Weiterbilder die Beine hochlegt. :-nix

Eventuell haben die Weiterbildner genug Privatpatienten, die sie in der Zeit behandeln, während die GKV-Patienten von den WB-Assistenten abgenommen werden. Das wäre lukrativ....

Absolute Arrhythmie
23.02.2011, 10:09
Vllt sind die Assistenten ja auch gut im Igeln?

pottmed
23.02.2011, 10:13
Vllt sind die Assistenten ja auch gut im Igeln?

Möglich, aber unwahrscheinlich ;-) :-))

sodbrennen
23.02.2011, 11:22
Ich bin zumindest noch nicht "geigelt" worden. ;-)
Aber sie machen genau das, was man ihnen sagt (PT-Rezept, Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung, ...). :-))

Muriel
26.02.2011, 10:41
Eventuell haben die Weiterbildner genug Privatpatienten, die sie in der Zeit behandeln, während die GKV-Patienten von den WB-Assistenten abgenommen werden. Das wäre lukrativ....

Japp, genauso ist es bei meiner Stelle. Die 20 Stunden, die ich GKVler untersuche und behandle können meine Chefs in P-Sprechstunden investieren. Und die regelmäßig anfallenden vielen 100 Scheine über unserem Budget im Quartal bringen dabei ja noch nicht mal was, weil sie nicht bzw. lächerlich vergütet werden, von Zweitbesuchen im Quartal mal ganz abgesehen. Um genau zu sein, können die laufenden Kosten (Miete, Strom, Gehälter der Angestellten...), nachdem jetzt mal eben rückwirkend (!) das RLV um 20% gekürzt wurde nicht mal mehr bezahlt werden damit. Somit ist eine funktionierende Versorgung von P-Patienten tatsächlich essentiell.

pottmed
26.02.2011, 11:59
Si, wir hatten hier im internistischen Bereich eine nachträgliche Kürzung des RLV um 40 %.... wer sich das ausgedacht hat, gehört....