Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Zeit zurückdrehen - Was würdet ihr anders machen?
Naja, ich kenn die Deutschen Verhältnisse nicht so gut.
Bei uns in der Schweiz ist es so, dass die meisten Patienten ihre Zähne selber bezahlen und nicht versichert sind und die meisten Zahärzte uralt sind und Praxisnachfolger suchen... ist das in Deutschland anders?
Zudem droht durch die Feminisierung der Zahnmedizin ein riesen Zahnarztmangel.
Oi, dann müsst ich ja mal bei euch vorbeischauen :-)
Was meinst du denn mit Zahnarztmangel durch Feminisierung der Zahnmedizin :-nix
Es stimmt schon, dass mehr als die Hälfte der Zahnis weiblich sind.
Oi, dann müsst ich ja mal bei euch vorbeischauen :-)
Was meinst du denn mit Zahnarztmangel durch Feminisierung der Zahnmedizin :-nix
Es stimmt schon, dass mehr als die Hälfte der Zahnis weiblich sind.
Bei uns sind's im ersten Jahr mittlerweile so 70%. Frauen kriegen Kinder und arbeiten statistisch gesehen in ihrem Leben WESENTLICH weniger als Männer (Teilzeitarbeit). Somit zählt ne Frau eigentlich nur als halber Zahnarzt (nicht falsch verstehen bitte :-))) und bei konstantem NC führt das ja dann langfristig zu Zahnarztmangel. Der ist ja heute schon zu spüren. Ich hab mal versucht nen Termin zu kriegen und hab keinen Termin in den nächsten 2. Monaten gekriegt, obwohl ich eigentlich genug rumtelefoniert habe. Bin dann bei nem Zahnarzt vorbeigegangen und hab etwas mit der Zahnarzthelferin geflirtet.. musste aber immer noch 2 Wochen warten...
Bei uns sind's im ersten Jahr mittlerweile so 70%. Frauen kriegen Kinder und arbeiten statistisch gesehen in ihrem Leben WESENTLICH weniger als Männer (Teilzeitarbeit). Somit zählt ne Frau eigentlich nur als halber Zahnarzt (nicht falsch verstehen bitte :-))) und bei konstantem NC führt das ja dann langfristig zu Zahnarztmangel. Der ist ja heute schon zu spüren. Ich hab mal versucht nen Termin zu kriegen und hab keinen Termin in den nächsten 2. Monaten gekriegt, obwohl ich eigentlich genug rumtelefoniert habe. Bin dann bei nem Zahnarzt vorbeigegangen und hab etwas mit der Zahnarzthelferin geflirtet.. musste aber immer noch 2 Wochen warten...
Denk ich eher nicht:) Zwar wollen die meisten von den Zahnärztinnen Kinder haben und eine Familie gründen, aber dass es dadurch zu einem Ärztemangel kommt muss ich bezweifeln. Wir haben ja auch keinen Ärztemangel nur weil jetzt mehr Frauen als damals Medizin studieren...
Denk ich eher nicht:) Zwar wollen die meisten von den Zahnärztinnen Kinder haben und eine Familie gründen, aber dass es dadurch zu einem Ärztemangel kommt muss ich bezweifeln. Wir haben ja auch keinen Ärztemangel nur weil jetzt mehr Frauen als damals Medizin studieren...
Natürlich kommt es dadurch zu einem Ärztemangel, dass steht ja garnicht zur Diskussion. Der Ärztemangel durch Feminisierung der Medizin ist noch nicht so spürbar, wird sich aber in 10 bis 20 Jahren voll auswirken.
Ich zitiere mal aus dem Schweizerischen Ärzteblatt:
"Ärztemangel – von Finnland bis Italien?
Eine grössere Diskussion löste die Mitteilung der
finnischen Delegation aus, dass die Gesundheitsministerin
wegen Ärztemangels einen abgekürzten
universitären Studiengang (Verzicht
auf die naturwissenschaftlichen und einen Teil
der humanwissenschaftlichen Grundlagen) für
Krankenpflegerinnen und -pfleger einzuführen
gedenkt. Nebst der ablehnenden Haltung des
Plenums gegenüber einem solchen verkürzten
Studiengang, der gegen die Regeln des EUMarktes
zu verstossen scheint, wurde im Plenum
und in Gesprächen am Rande der Tagung über
den – bis auf Italien – verbreiteten Ärztemangel
diskutiert.
So besteht in Grossbritannien ein ausgeprägter
Mangel an Spezialärzten: Bis zu 35% der
entsprechenden Stellen an den Spitälern sind
nicht besetzt. In Finnland, Deutschland und
Frankreich fehlen sowohl Spezialärzte als auch
Grundversorger. Dies führt zu langen Warte-
zeiten für Untersuchungen und operative Eingriffe.
Für Notfälle in der Grundversorgung müssen
die Patienten grössere Distanzen bis zu
Notfallstationen von Krankenhäusern in Kauf
nehmen. Gründe für diesen Mangel an Spezialärzten
liegen in der früheren zu rigiden staatlichen
Regulierung der Zulassungen zu Studium
und Facharztweiterbildung, dem anderen Lebensentwurf
der jüngeren Ärztegeneration mit
Willen zur vermehrten persönlichen Entfaltung,
geringerer Mobilität, der Feminisierung sowie
den europäischen Direktiven zur Arbeitszeit
(EWTD). Die EWTD führen vor allem in den
chirurgischen Disziplinen zu Schwierigkeiten
bei der Erreichung der geforderten Anzahl Eingriffe
innerhalb der vorgesehenen Weiterbildungszeit.
Durch entsprechende Organisation
an den Weiterbildungsstätten und Flexibilität
der Assistentinnen und Assistenten können die
Weiterbildungszeiten mehrheitlich eingehalten
werden."
GIGER, M. Die europäischen Spezialärzte fordern eine Harmonisierung der Weiterbildung. Schweizerische Ärztezeitung 2003;84(21):1115-1116. Eingesehen unter http://www.saez.ch/pdf/2003/2003-21/2003-21-307.PDF am 4. Juni 2005.
Danke für deine Mühe. Nur wird hier der Grund genannt für den Mangel an Spezialisten. Da die Zahnärzte ja meist Allgemeinzahnärzte bleiben dürfte der Grund "Feminisierung" eher weniger zutreffen.
Aber letztendlich sind Bezahlung und Berufsbedingungen sowohl in der Medizin als auch der Zahnmedizin nicht grad optimal und da kann man wohl als Ingeneur um einiges besser verdienen.
Wieso soll den bitte Feminisierung bei Allgemeinmedizinern oder Zahnärzten weniger zutreffen? Gerade bei Grundversorgern ist der Ärztemangel schon heute am stärksten zu spüren, für eine Frau ist der Beruf des Allgemeinmediziners noch wesentlich weniger attraktiv als eine Spezialisierung.
"(...)3.2.14 Notfalldienst
2004 traten regionale Probleme um den
ärztlichen Notfalldienst in mehreren städtischen
Regionen der Schweiz auf. Oft traten
diese Probleme im Spannungsfeld
zwischen den Anforderungen der Bevölkerung
und der Verfügbarkeit/Dienstbereitschaft
der Ärzteschaft auf. Ende 2004
drohte in einem Mittellandkanton gar die
Regierung einzugreifen.
Die regional verfügbaren, Notfalldienst
leistenden praktizierenden Ärztinnen und
Ärzte nehmen ab, dies im Wesentlichen
wegen vier Entwicklungen: einer gewissen
Überalterung der notfalldienstleistenden
Ärzte, einem Trend zur Spezialisierung,
der Feminisierung der Ärzteschaft sowie
einer tendenziell abnehmenden Disponibilität.
Die Belastung der dienstleistenden
Ärztinnen und Ärzte steigt künftig regional
unterschiedlich an.
Im Kanton Bern gab der Notfalldienst vorwiegend
in den Bezirksvereinen Bern und
Bern-Land zu Diskussionen Anlass. Der
Kantonalvorstand unterstützte die Bemühungen
dieser Bezirksvereine mit allen
seinen Möglichkeiten, den Notfalldienst
gemäss den gesetzlichen und statutarischen
Grundlagen sicherzustellen. Ergänzend
dazu fand ein persönliches Gespräch
des Präsidenten mit dem Gesundheitsdirektor
statt.
(...)
3.2.17 Ärztemangel
Bereits im Jahre 2003 zeigte die Mitgliederumfrage
zum Thema Ärztemangel,
dass unsere Mitglieder in den ländlichen
Regionen unseres Kantons und mehrheitlich
für die Fachdisziplinen Pädiatrie und
Allgemeinmedizin einen Ärztemangel
wahrnehmen.(...)"
SCHLUP, J. Jahresbericht 2004. "doc.be" [Publikation der Ärztegesellschaft des Kantons Bern] April 2005;(2):12-17.
Dabei muss stets betont werden, dass sich die Auswirkungen der Feminisierung bisher bei weitem nicht voll auswirken. Bei den momentan abschliessenden Medizinern liegt die Frauenquote bei gegen 50%. Wären heute 50% der berufstätigen Ärzte Ärztinnen, hätte allein dies riesige Konsequenzen auf die geleistete Gesamtarbeitszeit. Zu beachten ist aber, dass bei den Erstsemestern die Frauenquote bei gegen 70% (sic!) liegt. Die Auswirkungen dessen scheinen insbesondere bei Politikern kaum vorstellbar zu sein... ;-)
Wenn man die Zahnmedizin-Studentinnen im ersten Studienjahr fragt (persönliche, nicht repräsentative Umfrage ;-)), so haben die meisten die Vorstellung, später einmal zu 30-50% berufstätig zu sein. Für viele Studentinnen ist dies auch einer der Hauptgründe für diesen Beruf, da es für eine Zahnärztin sehr einfach ist, eine Teilzeitstelle zu bekommen. Wieso soll sich denn dann die Feminisierung der Zahnmedizin NICHT in einem mangelnden Angebot äussern?
Aber letztendlich sind Bezahlung und Berufsbedingungen sowohl in der Medizin als auch der Zahnmedizin nicht grad optimal und da kann man wohl als Ingeneur um einiges besser verdienen.
Ach, jetzt wollen wir mal nicht übertreiben, insbesondere was die Zahnmedizin angeht. Ingenieure haben, sofern sie Karriere machen oder selbstständig sind, auch keinen 37-Stunden-Job. Die schuften auch. Zumindest in der Schweiz verdienen sie auch nicht mehr als ein durchschnittlicher Arzt (Niedergelassene mitgezählt). Zudem kenne ich mehrere Ingenieure, die jetzt über 50 sind und einfach keine Arbeit mehr finden können, da sie in der Wirtschaft keiner mehr will. Zumindest dies droht uns als Ärzte ja wohl kaum. Zahnärzten schon garnicht. Du machst dein Studium, arbeitest dann 3, 4 Jahre als Assistent und verdienst auch nicht grad schlecht, übernimmst dann eine Praxis und hast dann ein sehr gutes Gehalt bei guten Arbeitsbedingungen.
Na dann hoff ich doch mal, dass du Recht hast :-))
Auf jedenfall werd ich später keinen Teilzeitjob haben wollen (sodass ich wohl doch als vollwertige Zahnärztin in der Statistik berechnet werde)
Hab aber den Eindruck, dass wir zu weit ausgeschweift sind. :-oopss
Abgesehen von dem ein oder anderen Detail bereue ich nix! :-))
Wie das Studium so gelaufen ist und wie sich jetzt die Arbeitsbedingungen herausstellen, hab ich nicht groß was anderes erwartet. Mal sehen, wie lang ich motiviert bin...
ich würd mich in der Vorklinik lange nicht mehr so stressen und viel mehr unternehmen. Ich würde mich rechtzeitig um ein Auslandssemester kümmern, damit es auch wirklich zu stande kommt. Ich würde die Wahl meiner Doktorarbeit weniger vom Thema und mehr von der Betreuung abhängig machen...und mir selbst doller in den Hintern treten, dann wär sie nämlich jetzt schon laaange fertig.
Ich würde manche Freundschaften überdenken und mich um andere intensiver kümmern. Aber insgesamt ist mein Studium schon ganz schön cool und ich kann gut damit leben auch ohne was zu ändern.
Gast09012019
25.05.2011, 15:16
Ich würde nichts anders machen! :-))
konstantin
25.05.2011, 15:24
Ich wuerde keine uralten Threads aus der Versenkung holen...
scnr :-dance
warum? Ist doch n cooles Thema
Kackbratze
25.05.2011, 15:56
Ich würde in solchen Threads nicht mehr posten.
Michael72
25.05.2011, 20:20
Könnte ich nochmal zurück an den Anfang des Studiums würde ich mich davon abhalten, den Schiebler und den grossen Löffler zu kaufen. Sonst hab' ich in den vergangenen fünf Jahren eigentlich alles richtig gemacht!
medizininteressiert
25.05.2011, 20:55
in der 4. Klasse mehr bzw. bewusster lernen und aufs Gymnasium gehen. :-lesen
Gast09012019
25.05.2011, 21:23
Die hübsche Blondine aus der Parallelklasse verführen :-))
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