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Gast26092018
20.04.2013, 15:36
Mal ganz abgesehen davon das Massachusetts gar keine Todesstrafe hat
und diese deshalb auch nicht vollziehen wird, wenn ich das Bild des
"mutmaßlichen" Bombenlegers sehe wo er seine mutmaßliche Bombe
direkt hinter den 8 Jährigen den es erwischt hat ablegt, ja dann wünschte
ich mir das so ein Drecksck bei vollem Bewusstsein dahinscheidet :-(
Doch er kann die Todesstrafe bekommen, under federal law, in federal court.
Innenminister Friedrich plädiert ja jetzt für eine Ausweitung der Videoüberwachung in Deutschland an öffentlichen, eher gefährlichen Plätzen...
Was haltet ihr davon (bzgl. "Bürgerüberwachung")?
Spontan würde ich ja sagen, warum nicht...? Der ein oder andere Täter lässt sich davon vielleicht ja abschrecken und falls nicht, dürfte die Technik dann zumindest zu einer deutlich schnelleren/höheren Aufklärung(srate) diverser Straftaten verhelfen...:-nix
Gast26092018
20.04.2013, 19:43
Ich mein, wenn ein Täter klug ist könnte er ohne viel Mühe eine Erkennung umgehen. Man kann ja sein Gesicht durch Masken plastisch verändern, auch Behaarung, Aussehen und Kleidung während einer Tat ändern, wie Sherlock Holmes. Dann würde mehr Videoüberwachung, bei so einer Tat wie in Boston auch nichts bringen :-nix (Ich mein zur späteren Erkennung)
Aber von mir aus :-nix
Der soll lieber ein paar Polizisten einstellen. Die Politik zeigt nach sowas immer die gleichen Reflexe, wird langsam langweilig. Ist ja super, dass sie die Täter schnell gefunden haben, hilft dem 8 jährigen Jungen der gestorben ist und dem Typen der beide Beine verloren hat wirklich viel!
Feuerblick
20.04.2013, 19:48
Schrecken Überwachungskameras signifikant Bankräuber ab? Ich würde mal sagen... nein...
Und wenn man dann noch bedenkt, dass es den richtigen Fanatikern, die solche Anschläge planen und ausführen, in der Regel total wurscht ist, ob sie bei der Nummer selbst draufgehen, dann dürften die über Überwachungskameras nur sanft lächeln... :-nix
An Abschreckung glaube ich eher nicht, aber vielleicht kann man wenigstens die Täter schneller fassen und damit auch weitere Taten verhindern.
http://www.focus.de/panorama/welt/debatte-um-oeffentliche-sicherheit-kamera-zeichnet-vergewaltigung-in-wiener-u-bahn-auf_aid_885818.html
Aber leider werden gefährliche Straftäter von unserer Kuscheljustiz ja meist nach wenigen Jahren sowieso wieder als geheilt/resozialisiert entlassen, teils auch aufgrund einer absurden Überbetonung des Täterdschutzes (nachträgliche Sicherheitsverwahrung verstößt angeblich gegen die Menschenrechte oder so).
Gast26092018
20.04.2013, 20:30
Aber leider werden gefährliche Straftäter von unserer Kuscheljustiz ja meist nach wenigen Jahren sowieso wieder als geheilt/resozialisiert entlassen, teils auch aufgrund einer absurden Überbetonung des Täterdschutzes (nachträgliche Sicherheitsverwahrung verstößt angeblich gegen die Menschenrechte oder so).
Genau das ist das Problem, die Strafen sind meistens zu mild hierzulande. Was sind schon 2/3/4 Jahre Gefängnis? Die heutigen Gefängnisse sind wie Hotels, das ist keine richtige Abschreckung:-nix
Coxy-Baby
20.04.2013, 20:32
Maxi woher weisst du, dass es wie im Hotel ist im Gefängnis?
Präventiv ist Videoüberwachung unzureichend (s. London), der Verbrechensaufklärung soll m.E. im öffentlichen Raum die Unschuldsvermutung überwiegen. V.a. ist Verbrechensaufklärung erst recht kein Argument, gegen die Unschuldsvermutung vorzugehen, weil das substantielle Problem Prävention ist und bleiben soll.
@Gefängnishotel:
Falscher Ansatz. Es ist doch überhaupt nicht Ziel deutscher Justiz, Straftätern eine möglichst harte Zeit zu bescheren; sondern vor allem Gesellschaft zu schützen und den Täter zu resozialisieren. Oder ist das falsch? In der Umsetzung mag es zuweilen am zu frühen oder generell unangemessenen Glauben an eine Resozialisierung scheitern. Ist mir aber lieber - und im Gegensatz vor allem optimierbar - als Vergeltungsjustiz nach z.B. US-amerikanischem Vorbild.
Gast26092018
21.04.2013, 08:18
Die Rückfallrate hängt von vielen Faktoren ab, vom Resozialisierungsprogramm, von der Gesellschaft in die man nach dem Absitzen der Strafe zurückgelangt, soziale Umstände. In Deutschland ist die Rückfallrate bei Jugendlichen besonders hoch.
Natürlich sollen die Insassen nicht nur bestraft werden! Aber man darf es ihnen auch nicht zu gemütlich machen, vor allem weil die Gefängnisstrafe eben so kurz ist hierzlande :-nix
Wer profitiert von pauschal höheren Strafen? Warum darf man es Insassen nicht “gemütlich“ gehen lassen? Was charakterisiert einen vernünftigen, zweckmäßigen Strafvollzug?
Die Rückfallrate hängt von vielen Faktoren ab, vom Resozialisierungsprogramm, von der Gesellschaft in die man nach dem Absitzen der Strafe zurückgelangt, soziale Umstände. In Deutschland ist die Rückfallrate bei Jugendlichen besonders hoch.
Natürlich sollen die Insassen nicht nur bestraft werden! Aber man darf es ihnen auch nicht zu gemütlich machen, vor allem weil die Gefängnisstrafe eben so kurz ist hierzlande :-nix
Ich denke, dass es gerade für Jugendliche und junge Erwachsene schon Strafe genug ist, nicht mehr kommen und gehen zu können wann sie wollen und feste Essens- und Schlafenszeiten zu haben. Das sind die von "draußen"ja meistens gar nicht mehr gewöhnt. Und dort sollte auch die Reintregration greifen, aber leider haben die JVAs dafür viel zu wenig Personal, so dass viele nach ihrer Haft rauskommen und nicht eine vernünftige Maßnahme im Gefängnis mitgemacht habe. Und was machst du dann, wenn du 1 Jahr im Gefängnis warst, dort keine Hilfe bekommen hast wie du dein Leben in den Griff bekommst und natürlich mit der Vorstrafe auch eher keinen Job mehr kriegst? Richtig, du rutschst wieder in die Kriminalität. Aber dafür hat man ja dann die ganzen Kameras, damit man dich nachdem du wieder Scheisse gebaut hast, schnell wieder einsperren kann und der ganze Zirkus von vorne losgeht.
Gast26092018
21.04.2013, 11:13
Ein Gefängnis sollte in meinen Augen auch abschrecken! Es soll potentielle Täter davor abschrecken ein Verbrechen zu begehen und sie nicht hierzu einladen. Die Schwelle für das Begehen eines Verbrechens wird durch so eine milde Strafe gesenkt.
Aber das ist ein weites Feld, man müsste Studien und Analysen durchführen und mehrere Systeme/Programme miteinander vegleichen und die Rückfallquote betrachten:-nix
Ist es für dich nicht abschreckend genug, nicht mehr machen zu können was du willst und bei allem auf die Erlaubnis anderer angewiesen zu sein? Für mich schon und vermutlich für den Großteil der restlichen Bevölkerung auch.
ich hoffe auch, dass der großteil der bevölkerung gewisse straftaten (mord, vergewaltigung etc) nicht macht, weil er ein moralisches empfinden hat und nicht, weil er isch überlegt, dass das bett im knast unbequem sein könnte... :-nix
dass es genut schlechte menschen gibt, weiß ich auch, aber denen ist dann meist auch die konsequenz egal. davon abgesehen geht der durchschnittsverbrecher ja auch sihcer davon aus, dass er nicht geschnappt wird ^^
ich hoffe auch, dass der großteil der bevölkerung gewisse straftaten (mord, vergewaltigung etc) nicht macht, weil er ein moralisches empfinden hat und nicht, weil er isch überlegt, dass das bett im knast unbequem sein könnte... :-nix
Das habe ich jetzt einfach mal als gegeben vorausgesetzt ;)
Innenminister Friedrich plädiert ja jetzt für eine Ausweitung der Videoüberwachung in Deutschland an öffentlichen, eher gefährlichen Plätzen...
Was haltet ihr davon (bzgl. "Bürgerüberwachung")?
Spontan würde ich ja sagen, warum nicht...? Der ein oder andere Täter lässt sich davon vielleicht ja abschrecken und falls nicht, dürfte die Technik dann zumindest zu einer deutlich schnelleren/höheren Aufklärung(srate) diverser Straftaten verhelfen...:-nix
Zunächst halte ich Herrn Friedrich für einen pathologischen Überwachungsfetischisten, der von einem Big-Brother-artigen Totalüberwachungsstaat inkl. Gedankenpolizei träumt. Und für einen schamlosen Opportunisten, der die Opfer dieses Attentats instrumentalisiert, um seine eigenen Ziele durchzusetzen.
Darüber hinaus - davon abgesehen, dass wohl jede Überwachungstechnologie von staatlichen Instutitionen missbraucht werden wird - kann man fanatische Einzeltäter, die wahlweise ihren eigenen Tod von vornherein mit einplanen (der typische Selbstmordattentäter) oder zumindest radikalisiert genug sind, ihn zumindest in Kauf zu nehmen, mit keinerlei Strafandrohung abschrecken.
Diesen beiden Tätern wäre die Todesstrafe doch - seien wir mal ehrlich - vermutlich völlig gleichgültig.
Über die Tatsache, dass wir der "Terrorbekämpfung" schon genug Freiheitsrechte geopfert haben, will ich gar nicht reden.
Aber nur noch eins: Mal gesetzt den Fall, wir pflanzen auf jeden öffentlichen Platz Videokameras, überwachen die gesamte Bevölkerung 24/7...
ad 1: Wer soll diesen unendlichen Wust an Videomaterial überhaupt auswerten? Das ist eine technische Unmöglichkeit.
ad 2: Was ist an Sicherheit damit gewonnen, wenn wir hinterher sagen können, wer es war? Videoüberwachung wird - solange sie nicht wirklich absolut ist (und ich würde mir definitiv eher den Strick nehmen als in einer perversen Totalüberwachungsgesellschaft leben zu wollen) - niemals präventiv funktionieren.
Das heißt: Auch mit Videoüberwachung werden fanatische Einzeltäter oder kleine Terrorzellen weiterhin ihre Verbrechen begehen... weil ihnen die Strafverfolgung einfach schei**egal ist!
edit (zu spät gelesen):
@Maximus: Abschreckung ist eine Fiktion. Dazu gibt es genügend Daten.
Wenn die Todesstrafe eine Abschreckung wäre... wie erklärt man dann die Verbrechensquote in den USA?
Also irgendwie haben sich hier einige zu sehr an dem Begriff "Terrorbekämpfung" festgebissen. :-nix
Als ich schrieb: ["Der ein oder andere Täter lässt sich davon vielleicht ja abschrecken und falls nicht, dürfte die Technik dann zumindest zu einer deutlich schnelleren/höheren Aufklärung(srate) diverser Straftaten verhelfen..."] meinte ich damit nicht den typischen Terroristen, der sich Sprengstoff um die Hüften schnallt, sich und andere in den Tod schickt und auch noch fest daran glaubt, durch seine/ihre "heldenhafte Tat" ins Paradies zu kommen. Gegen solche Fanatiker ist leider kein Kraut gewachsen...denen ist auch eine ausgeklügelte Videoüberwachung schei$egal! Ganz richtig!
Ich meinte damit eher so Verbrechen wie, dass bspw. eine Gruppe von Jugendlichen mehr oder weniger spontan beschließt, irgendeinen alten Mann oder anderen Jugendlichen zusammenzutreten, Raubüberfälle, Vergewaltigungen etc...
Und zu deiner Frage @Shizr: ["ad 2: Was ist an Sicherheit damit gewonnen, wenn wir hinterher sagen können, wer es war?"]
Wie ich bereits schrieb, könnte durch die Auswertung von brauchbarem Videomaterial unter Umständen ein schnellerer Zugriff bzw. eine zeitnahe Festnahme des Täters erfolgen und somit (siehe auch den Kommentar von milz) weitere Straftaten (ausgehend von diesem Täter) verhindert werden.
Als präventive Maßnahme, und damit gebe ich dir und den anderen hier Recht, kann man diese Form der "Verbrechensbekämpfung" sicher nicht in erster Linie bewerten. Aber sie kann, wie bereits geschrieben, vielleicht weitere Straftaten verhindern.
Gast26092018
21.04.2013, 15:30
@McDübel: Ohne die Hilfe der Bevölkerung von Boston hätte die Polizei und das FBI niemals die Täter so schnell gefunden. Das ging nur weil die ganze Stadt die Nachrichten verfolgte und die Polizei bis zum Ergreifen des zweiten Täters unterstützte. Die Identifikation der Personen ging nur mit deren Hilfe. Das war ein riesenglück.
Wenn jetzt hier an einer U-Bahnhaltestelle ein Täter bei einer Prügelei von der Kamera erfasst wird wird es ein Mammutprojekt werden diese Person zu finden:-nix Das ist wie wenn man eine Nadel im Heuhaufen sucht.
Dr.Hackenbush
21.04.2013, 15:50
Zunächst halte ich Herrn Friedrich für einen pathologischen Überwachungsfetischisten, der von einem Big-Brother-artigen Totalüberwachungsstaat inkl. Gedankenpolizei träumt. Und für einen schamlosen Opportunisten, der die Opfer dieses Attentats instrumentalisiert, um seine eigenen Ziele durchzusetzen.
Ach komm, so sind die doch alle drauf ;-)
Wie war das denn vor zwei Jahren, sind da nicht Claudia Roth und Cem Özdemir
auf die Straße gegangen und skandierten:
"Wir gedenken der toten von Fukushima,
Ausstieg aus der Kernenergie sofort denn Fukushima ist überall!"
Ja nee, is klar, auch unsere AKWs sind von Tsunamis schwer bedroht.
Wieviele starben eigentlich in Japan durch Stahlung? Ich weiß das in Fukushima
ein oder zwei Menschen ertranken, eben bei der Tsunamiwelle.
Von den 15.000 anderen Menschen die dort ertranken sprach irgendwie kein Mensch hier,
nur von dem Leck im Reaktor. Naja, hauptsache man kann seine Ideologie durchsetzen :-?
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