Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : TVöD
...und genau deshalb sollte es ja auch einen einheitlichen tarifvertrag für ärzte geben...
Für Einsätze im Rettungsdienst beträgt die Vergütung 20 Euro.Wenn das eine pauschale Einsatzvergütung darstellen soll, ist das ja mal wohl ein Witz! Vor allem vor dem Aspekt, wie NEF- Einsätze von den Krankenkassen vergütet werden...!
R.
Wenn das eine pauschale Einsatzvergütung darstellen soll, ist das ja mal wohl ein Witz! Vor allem vor dem Aspekt, wie NEF- Einsätze von den Krankenkassen vergütet werden...!
R.
Ich sags ja. Bei uns gibts 60 Ocken pro Einsatz...allerdings + D-Dienst - Vergütung:-)
Aber ich habe auch noch nicht gehört, daß irgendwo mehr gezahlt wird...
Es grüßt,
Hypnos
Bradyphrener
06.01.2006, 18:19
Hessen
Gehaltserhöhungen für Ärzte
Tarifverhandlungen erfolgreich
Die Tarifverhandlungen mit der Helios St.-Elisabeth-Klinik Hünfeld bei Fulda sind erfolgreich abgeschlossen. Der mb-Hessen vereinbarte Gehaltserhöhungen. Die Ärztin/der Arzt erhält ab 1. Februar 2006 im ersten Berufsjahr 3.320 Euro, im zweiten Jahr 3.600 Euro, im dritten und vierten Jahr 3.671 Euro und im fünften Jahr 3.744 Euro. Für Einsätze im Rettungsdienst beträgt die Vergütung 20 Euro.
Zum Vergleich: In den benachbarten Klinika Fulda gAG und Bad Hersfeld GmbH, die für Ärztinnen und Ärzte den TVöD anwenden, beträgt das Gehalt nach TVöD EG 14 Stufe 1 für den Arzt als Berufsanfänger brutto 3.060 Euro, nach einem Jahr Berufserfahrung in EG 14 Stufe 2 brutto 3.400 Euro‚ während der gesamten Zeit der Weiterbildung zum Facharzt, die mindestens fünf Jahre beträgt. Allein die monatliche Gehaltsdifferenz addiert sich während einer fünfjährigen Tätigkeit brutto auf 16.152 Euro
Das soll wohl ein Witz sein?
1. Hat der MB die Tarifgemeinschaft mit Verdi nicht gekündigt, um den TVÖD zu vermeiden? Also warum vergleicht er diesen "Erfolg" mit dem TVÖD. Der gilt nicht für Ärzte. Hat doch meines Wissens auch eine Kölner Richterin so festgestellt. Schlimm, das Fulda, Bad Hersfeld und all die Anderen vom MB nicht gleich verklagt wurden.
2. Der durchschnittliche Berufsanfänger ist meines Wissens 29 Jahre alt. Hat er dann noch ein Kind, steht ihm nach BAT IIa 3400 € brutto zu. Tolle Gehaltssteigerung.
Wer sich BAT +30% auf die Fahnen geschrieben hat, verkauft sowas schon als Erfolg? Traurig.
Oliver
Moment, so wie ich das verstehe, kommt nach den Verhandlungen der TVöD nicht zur Anwendung, vielmehr ist die nach TVöD zahlende Klinik nur zum Vergleich aufgeführt um die Diskrepanz aufzuführen!
Ob das Verhandlungsergebniss jedoch unter dem Aspekt "+30%" als Erfolg zu werten ist, steht auf einem anderem Blatt!
Und die Kölner Richterin hat nur festgestellt, daß auch vom MB der BAT ordentlich zu kündigen ist, obwohl er von den Arbeitgebern eigentlich nicht mehr gezahlt wird.
R.
Bradyphrener
06.01.2006, 18:58
...Und die Kölner Richterin hat nur festgestellt, daß auch vom MB der BAT ordentlich zu kündigen ist, obwohl er von den Arbeitgebern eigentlich nicht mehr gezahlt wird...
R.
siehe: http://www.marburger-bund.de/bundesverband/aktuelles/tarifpolitik/vka-streik-13-12-05/lag-koeln.pdf
Aus der Begründung:
"I. Die Antragstellerin hat glaubhaft gemacht, dass der Antragsgegner für den 13.12.2005 Streikmaßnahmen in den von ihr betriebenen Krankenanstalten durchführen will und hierzu aufgerufen hat. Die Antragstellerin hat weiterhin glaubhaft gemacht, dass der bislang auf die Mitglieder des Antragsgegners anwendbare BAT nicht durch den Antragsgegner gekündigt wurde...
Die Antragstellerin hat die Arbeitsverhältnisse sowohl der ver.di-Mitglieder als auch die Arbeitsverhältnisse der nicht organisierten Arbeitnehmer in den neu abgeschlossenen TvöD übergeleitet, da die Mehrzahl der organisierten Arbeitnehmer Mitglieder in der Tarifvereinigung ver.di sind."
Hieraus ergibt sich m. E. :
Der BAT gilt weiter für alle MB-Mitglieder. Somit ist dies die Basis der Verhandlungen des MB für einen neuen Tarifvertrag, und der obige "Erfolg" ein schlechter Scherz. Alle Nicht-MB-Mitglieder werden in den TVÖD überführt. Da ich nach AVR bezahlt werde, weiss ich zwar nicht aus eigener Erfahrung, aber von Studienfreunden, wie diverse Verwaltungen die MB-Mitgliedschaft ignoriert haben. Nach dieser Begründung hätte der MB zumindestens die Einhaltung des BAT für seine Mitglieder einklagen müssen, und zwar sofort. Bin kein Jurist, denke aber schon, das so etwas auch mittels einstweiliger Verfügung geht.
Oliver
"Die Antragstellerin hat weiterhin glaubhaft gemacht, dass der bislang auf die Mitglieder des Antragsgegners anwendbare BAT nicht durch den Antragsgegner gekündigt wurde..."Sag' ich doch! ;-)
[...]"da die Mehrzahl der organisierten Arbeitnehmer Mitglieder in der Tarifvereinigung ver.di sind."Ja, aber eben seit neuestem nicht mehr die Ärzte!
Nach dieser Begründung hätte der MB zumindestens die Einhaltung des BAT für seine Mitglieder einklagen müssen, und zwar sofort. Das geht eben nicht!
Der BAT musste erst gekündigt werden, damit Arbeitskampfmaßnahmen eingeleitet werden können! Das ist der "Kasus knakus"!
Wie es sich aber mit der Überleitung von BAT in TVÖD verhält: da bin ich überfragt. Meines Erachtens müssten zumindestens die MB- Mitglieder vorerst weiter nach TVÖD bezahlt werden, da ver.di keine Zustimmungsbefugniss mehr für diese hatte und der MB den TVÖD explizit abgelehnt hat. Aber da müsste man wohl einen Arbeitsrechtler befragen - und würde wohl auch keine eindeutige Antwort bekommen.
Btw. Nur damit hier kein falscher Eindruck entsteht: ich will hier nicht als bedingungsloser Verteidiger des MB rüberkommen, im Gegenteil, ich bin oftmals auch nicht glücklich mit dem, was unternommen wird.
Auf der anderen Seite bin ich froh, daß sich überhaupt es tut und finde, man sollte dem ganzen erstmal eine Chance geben und sich mit der Nörgelei zurückhalten.
Seien wir doch mal ehrlich: was sind denn die Alternativen?!
R.
Bradyphrener
06.01.2006, 19:46
Der BAT musste erst gekündigt werden, damit Arbeitskampfmaßnahmen eingeleitet werden können! Das ist der "Kasus knakus"!
Ganz Deine Meinung.
Wie es sich aber mit der Überleitung von BAT in TVÖD verhält: da bin ich überfragt. Meines Erachtens müssten zumindestens die MB- Mitglieder vorerst weiter nach TVÖD bezahlt werden, ...
Das denke ich eben nicht! Wenn die Richterin in ihrer Begründung also schreibt, das Friedenspflicht herrscht, weil der BAT noch gilt, können die Arbeitgeber doch nicht einfach nach TVÖD bezahlen. Sich gegen diese Überleitung nicht zu wehren, ist kein Zeichen für die propagierte Stärke und lässt für die neuen Tarifverhandlungen nichts Gutes erahnen.
Btw. Nur damit hier kein falscher Eindruck entsteht: ich will hier nicht als bedingungsloser Verteidiger des MB rüberkommen, im Gegenteil, ich bin oftmals auch nicht glücklich mit dem, was unternommen wird.
Auf der anderen Seite bin ich froh, daß sich überhaupt es tut und finde, man sollte dem ganzen erstmal eine Chance geben und sich mit der Nörgelei zurückhalten.
Seien wir doch mal ehrlich: was sind denn die Alternativen?!
R.
Ich bin auch froh, das überhaupt etwas passiert, aber ich bin mir ziemlich sicher, das die hohen Herren des MB da nicht die treibende Kraft sind. Letztlich wissen die schon seit Jahrzehnten, wie bescheiden die Zustände sind und haben da sicher ihren Nutzen drauss gezogen (= ihre Schäfchen ins Trockene gebracht) und hätten wohl auch kein Problem mit unveränderten Zuständen. Uns Assis betrifft der Schlamassel, und nur der Unmut der Basis hat m. E. zu den bisherigen Aktionen geführt. Ich kann nur hoffen, das wir uns nicht mit solchen "Erfolgen" abspeisen lassen (müssen).
Oliver
antonella
12.01.2006, 13:15
Und noch was über den tollen TVÖD und Überleitungsvertrag.
Habe vor 2 Jahren in einer Klinik angefangen und war damals 27 Jahre alt. Zuletzt habe ich 3080 Euro verdient. Anfang Oktober bin ich in den TVÖD zwangsübergeleitet worden und Dank dem TVÜ bin ich bei 3080 Euro verblieben. Wenn man in der gleichen Klinik mi einem Jahr Berrufserfahrung eingestellt wird gibt es 3400! Und das beste; die Gehaltserhöhung, die ich normalerweise mit 29 erhalten hätte gibt es auch nicht!
Und da wird noch versucht, den TVÖD als deutliche Verbesserung zu verkaufen. Fragt sich nur für wen!
Und da wird noch versucht, den TVÖD als deutliche Verbesserung zu verkaufen. Fragt sich nur für wen!Das machen doch allenfalls noch die Arbeitgeber und ver.di...
Für den MB war es immerhin Grund genug, die Tarifgemeinschaft mit ver.di zu verlassen!
R.
Na also - es scheint endlich loszugehen!!!
Also nix wie los, Schilder bemalen...
--
Köln, 9. Juni 2006 - Nr. 41/06
Tarifverhandlungen mit kommunalen Arbeitgebern abgebrochen
Köln - Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund (MB) hat am 9. Juni die 5.
Verhandlungsrunde mit der Vereinigung kommunaler Arbeitgeberverbände (VKA) abgebrochen. „Da die Arbeitgeber uns kein konkretes Tarifangebot, sondern lediglich ein Gesprächspapier vorgelegt haben, sehen wir keine weitere Verhandlungsgrundlage mehr“, so der Verhandlungsführer des MB, Lutz Hammerschlag. Auch die Tatsache, dass die VKA sich im Nachhinein entschloss, dieses Papier als offizielles Angebot zu deklarieren, ändere am Abbruch der Verhandlungen nichts. Er kritisierte das Arbeitgeberpapier als völlig unzureichend und inhaltlich inakzeptabel.
Hammerschlag: „Uns wurde ein Zweitaufguss des Tarifvertrages für den öffentlichen Dienst (TVöD) vorgelegt, der in keiner Weise eine Grundlage für weitere Tarifverhandlungen sein kann.“ Wochenlang habe der Marburger Bund der VKA rote Teppiche ausgerollt, um den streikbereiten Ärzten in den 700 kommunalen Krankenhäusern mit einem arztspezifischen Angebot positive Signale für eine angemessene Einigung zu geben. „Die Arbeitgeber provozieren mit ihrer Engstirnigkeit einen harten Arbeitskampf der 70.000 Ärzte in den kommunalen Krankenhäusern“, so Hammerschlag.
Die MB-Verhandlungskommission werde der entscheidenden Großen Tarifkommission nun empfehlen, das Scheitern der Tarifverhandlungen zu verkünden und eine Urabstimmung unter den Ärzten für einen Arbeitskampf durchzuführen. Die Große Tarifkommission werde diesbezüglich zeitnah zusammentreten. Hammerschlag: „Nur noch durch die umgehende Vorlage eines echten Arzttarifvertrages kann die VKA Streiks in ihren Krankenhäusern vermeiden.“
DocExitus
03.10.2006, 18:49
Gerade eben bei "Mensch Markus" gehört:
Woran man erkennt, daß man sich in Deutschland befindet:
Hilfsarbeiter verdienen mehr als Klinikärzte... :-))
schnubbl
20.02.2007, 21:07
Hab die Tage mal wieder ein Vorstellungsgespräch. Hab im Internet gefunden, dass nach TVöD gezahlt wird. Hab nur keine Ahnung was das in Zahlen heißt :-??? Falls die mich da irgendwas fragen. Will mich ja nicht blamieren ;-)
Das was ich im Internet gefunden habe, hat mich komplett verwirrt.
Und nur so aus Neugier, was bleibt da unterm Strich übrig??? :-nix
Danke schon mal
Michi5880
20.02.2007, 21:46
Wo wird denn noch nach TVöD bezahlt?
Mit den Unis und auch kommunalen Häusern und mittlerweile auch mit privaten Klinikbetreibern wurde doch ein arztspezifischer Tarifvertrag (TV-Ä)ausgehandelt. Die kirchlichen Träger bezahlen ja sowieso nach ihren eigenen Tarifverträgen.
Zum Gehalt kann ich dir ein Beispiel aus dem Haus nennen, an dem ich gerade PJ mache. Ist ein mittleres kommunales Haus in BW. Bezahlt wird nach dem Vorläufervertrag, der vor dem Abschluß des MB mit der VKA, in manchen Häusern erziehlt wurde. Dabei ist das Gehalt abhängig vom Dienstmodell.
Chirurgie: 40 Std. Woche (die tatsächlich fast eingehalten wird) + ca. 4-5 Dienste (24h) pro Monat ---> Grundgehalt + Zulagen für Dienste = ca. 2600 - 2800 € Netto pro Monat
Innere: 40 Std. Woche (wird nicht eingehalten) im Schichtdienst ---> Grundgehalt ohne großartige Zulagen = ca. 1900 € Netto pro Monat
Doktor_No
21.02.2007, 09:39
Wo wird denn noch nach TVöD bezahlt?
Mit den Unis und auch kommunalen Häusern und mittlerweile auch mit privaten Klinikbetreibern wurde doch ein arztspezifischer Tarifvertrag (TV-Ä)ausgehandelt. Die kirchlichen Träger bezahlen ja sowieso nach ihren eigenen Tarifverträgen.
tv-ä bezahlen längst nicht alle, der tv-ä kommunal ist auch anders als der an der uni, und die privatverträge wurden bisher nur mit helios ausgehandelt. die privatverträge haben übrigens nix mit dem tv-ä zu tun, sind nur daran angelehnt.
also immer langsam...
Bettpfannenwechsler
04.09.2007, 14:31
Hallo,
wo findet man denn genau, was ein kommunales Haus einem Berufsanfänger brutto bezahlt. Was ist der Unterschied zu universitären Häusern und zu kirchlichen Häusern bzw. zu Rhön oder sonstigem.......Danke oh man was für eine Informationsdschungel, ich blick nicht mehr durch :-nix
alley_cat75
04.09.2007, 16:44
Ich habe meine erste Stelle am 1.10 als Assi nach dem TVÖD bekommen. Im Arbeitsvertrag steht nur etwas schwammig: ... Ich bin wirklich auf meinen ersten Gehaltszettel gespannt.
Wie jetzt? Steht da kein monatlicher Bruttolohn drin? Redet Ihr bei Einstellung nicht darüber? Fragt doch einfach den Chef oder geht zu einem Assistenzarzt im Haus und fragt den nach seinem Monatseinkommen. Verstehe ich nicht... Ihr geht doch auch nicht in den Supermarkt, ohne auf die Preise zu schauen... man, man, man...
Charles77
01.10.2007, 21:37
Ein Frage an den gemeinen Assi. Ich bin seit 6 Wochen in Lohn und Brot nach dem Studium in der Anästhesie und Intensivmedizin. Seit ca. 3 Wochen mache ich Vollnarkosen sowie Spinale, CSE, Plexusanästhesie, Femoraliskatheter selbstständig. Ich habezusammen 50 Spinale und PDK´s gelegt. Und 25 periphere Blockaden. Also schon 50% der für den FA nötigen Anzahl. Am 13. mache ich meinen ersten Dienst. Zum Ende des Monats nochmal einen. Und das nach noch nicht einmal zwei Monaten Arzt sein. Ich finde das ist nicht wirklich schlecht. Ich fühle mich in dem Krankenhaus sehr wohl und komme mit quasie allen Kollegen sehr gut klar und Anästhesie ist voll mein Ding!
Jetzt meine Frage. Ich habe vor am Ende meiner Probezeit, ich gehe stark davon aus das ich übernommen werde, vor ganz frech nach einer Gehaltserhöhung zu fragen, weil die Situation in der Anästhesie ist ja nun mal so das man schon nicht so einfach Leute kriegt. Was meint Ihr?
Ich habe vor am Ende meiner Probezeit, ich gehe stark davon aus das ich übernommen werde, vor ganz frech nach einer Gehaltserhöhung zu fragen, weil die Situation in der Anästhesie ist ja nun mal so das man schon nicht so einfach Leute kriegt. Was meint Ihr?Keine Ahnung, ich persönlich würde es wohl nicht machen. Nicht nach 6 Monaten...
Aber probiers ruhig aus und schildere dann Deine Erfahrungen!!!
:-))
R.
freestyler
03.12.2007, 07:33
Weiß nicht obs hier reinpasst, aber gibt es eine auch eine tarifliche Vergütung der 24h Dienste oder berechnet das jedes Haus anders?
Der normale Tarif im angestrebten Bereich ist der TV-Ärzte. Sollte ok sein oder?
Powered by vBulletin® Version 4.2.3 Copyright ©2026 Adduco Digital e.K. und vBulletin Solutions, Inc. Alle Rechte vorbehalten.