Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Was hattet Ihr für eine Physikums-Note?
medimädchen
22.02.2005, 08:20
Meine Meinung kurz und knapp:
Manchmal ist ein Arzt besser, der eine 3 oder 4 im Examen hatte, aber noch weiß, das er Mensch geblieben ist, als jemand, der alles Summa cum laude macht und dem die menschliche Seite fehlt.
Wenn ihr Patient sein müßtet, welcher Arzt, wäre euch da lieber???
-Das Mädchen-
Am Ende ist es doch so, dass die Noten im Studium nur ein Kriterium sind, um nach der Bewerbung auch zu Vorstellungsgesprächen eingeladen zu werden. Dazu werden nicht nur Einsnuller eingeladen - es gibt davon nämlich fast keine (außer hier vielleicht, was mir zu denken gibt...). Und wer dann im Vorstellungsgespräch einen miesen Eindruck hinterlässt, kann so viele Einsen haben wie er will und es wird vielleicht doch derjenige mit schlechteren Noten eingestellt, weil er dem Chef sympathischer ist.
Ausserdem was soll diese Selbstbeweihräucherung aufgrund toller Noten (und das auch noch öffentlich...)? Da scheinen ja einige einen ganz schönen Geltungsdrang zu haben. Ich hab mein Studentenleben nicht in meinem stillen Kämmerlein vor Büchern verbracht oder mit der Sorge, dass vielleicht ein paar Studenten "besser" sein könnten als ich und - jawoll - ich hatte ein tolles Studentenleben! Damit kann ich hier angeben!
medimädchen
22.02.2005, 09:38
Ich hab mein Studentenleben nicht in meinem stillen Kämmerlein vor Büchern verbracht oder mit der Sorge, dass vielleicht ein paar Studenten "besser" sein könnten als ich und - jawoll - ich hatte ein tolles Studentenleben! Damit kann ich hier angeben!
:-dafür ...und es gilt: es wird immer jemanden geben, der besser ist, als man selbst!!!
Also würdet ihr sagen, man sollte sich wegen der Physikumsnote nicht so viele Gedanken machen :-peng
Aber wie seht ihr das denn bei neuer AO, hier zählt Physikum ja immerhin 1/3 der Endnote. Man hört ja hier und da immer wieder das man an die beliebteren Fächer (Assistenzstellen) mit einer eher durschnittlichen Endnote nicht gut drankommt, so dass man nach den Aussagen ja davon ausgehen muss, dass man mit weniger gutem Physikum diese Fächer schon vergessen kann. Haben diese Gerüchte eine fundierte Basis oder was könnt ihr dazu berichten??? Gibts denn welche, die eigentlich einen Fachbereich favorisiert haben und nur aufgrund der Endnote dort nicht genommen wurden?
Würde mich (als jemand der noch in der Vorklinik steht und evtl im Herbst das Physikum vor sich hat) wirklich mal interessieren :-)
Genau aus diesen Gründen habe ich vor kurzem diesen Thread "ausgegraben", ich hab mein Physikum ja auch noch vor mir und wollte einfach mal wissen, wie ich die Physiumsnote einzuschätzen habe, ob es wirklich einfach nur darum geht, das Physikum irgendwie zu schaffen oder iob eine gute Note für bestimmte Berufsziele vielleicht doch wichtig ist.
Doch wie ich sehe habe ich anstatdessen eine hitzige Diskussion darüber losgetreten, ob jemand mit ner guten Note der bessere Arzt ist :-)
Um nochmal darauf zurückzukommen: Werden für bestimmte Facharztausbildungen bessere Noten verlangt, weiß da jemand was drüber?
fubi
Doch wie ich sehe habe ich anstatdessen eine hitzige Diskussion darüber losgetreten, ob jemand mit ner guten Note der bessere Arzt ist :-)
Ist :-meinung nach doch nich deine Schuld... du hast gar nix losgetreten. S gibt eben Leute, die schaffen es immer und überall hitzige Diskussionen zum Thema "1,x Leute werden eh die schlechteren Ärzte" oder umgekehrt einzubringen... :-( :-sleppy
Meine Meinung kurz und knapp:
Manchmal ist ein Arzt besser, der eine 3 oder 4 im Examen hatte, aber noch weiß, das er Mensch geblieben ist, als jemand, der alles Summa cum laude macht und dem die menschliche Seite fehlt.
Wenn ihr Patient sein müßtet, welcher Arzt, wäre euch da lieber???
-Das Mädchen-
Ich muss ehrlich sagen, dass ich lieber den Arzt nehme, der sich im Fach auskennt als den der "menschlich top" ist. :-meinung
Aber natürlich heißt eine 1 im Examen noch nicht, dass man im Fach top ist aber eine 3 oder 4 erst recht nicht. :-nix :-meinung
Und durch die neue AO hat das Physikum bzw. dann 1.Stex schon eine große Bedeutung. 1/3 der Endnote ist schon ganz schön viel. Und so ganz sinnlos und egal scheint die Endnote ja doch nicht zu sein. :-notify :-meinung
medimädchen
23.02.2005, 07:07
Ich muss ehrlich sagen, dass ich lieber den Arzt nehme, der sich im Fach auskennt als den der "menschlich top" ist. :-meinung
...hohoho...warum muss jetzt mein Statement wieder ins Extreme umgekehrt werden??? Jeder weiß doch, das wenn jemand sein Med.studium bis zum Ende durchzieht, er/sie kein Vollidiot in dem Fach ist/sein sollte.
Mit anderen Worten, jeder Arzt wird schon über genügend Fähigkeiten verfügen. Und jemand, der ne 3 oder 4 im Physikum hatte muss doch rein praktisch nicht schlechter sein, oder??? Ich kenne auch ein paar, die zb. in der Mündlichen echte Probleme haben, aber über ein solides Wissen verfügen. Anhand der Note sollte kein Arzt gemessen werden!!! :-meinung
halt den Mund.... Lio... halt den Mund... halt deine viel zu große Fresse... lass es... lass es gut sein... gib dem thread eine Chance... du machst so nur noch mehr kaputt... und die wollen das eh nich hören... so leute wollen das nich hören... halt doch einfach den Mund...
Oh, und egal. Es hat gesiegt :-))
Anhand der Note sollte kein Arzt gemessen werden!!! :-meinung
Mädchen - das ist alles richtig...
Aber ich muss bei solchen Diskussionen oft schlucken - weil die Gefahr so groß ist wieder in die andere Richtung zu übertreiben. Aus dem "Einer mit der Note 3 oder 4 ist nicht unbedingt ein schlechterer Arzt" wird dann "Ich will lieber einen mit 3 oder 4, der gut drauf ist als einen, mit 1, der ein Arsch ist" (was noch Ok wäre...) oder gar: "Die Leute mit 3 oder 4 sind oft besser als die 1er Kandidaten, die menschlich und kommunikativ Nieten sind"...
Gute Noten und Menschlichkeit schließen sich ja nicht aus. Sie stehen in keinerlei Zusammenhang.
Du brauchst jetzt nicht aufschreien, dass du das so gar nicht gesagt hast - das weiß ich schon... :-) :peace:
Nur - wenn Noten nichts über die Qualität des Arztes aussagen (tun sie das nicht? Ich bin nicht so weit, das beurteilen zu können, aber da sind sich auch nicht alle einig), dann ist doch die Diskussion müßig.
Dann kann jeder Arzt unabhängig von den Noten fachlich fit sein oder auch nicht, kommunikativ geschickt oder auch nicht, kann jene Charaktereigenschaft haben oder auch nicht... wer weiß das schon.
EIn Arzt der nichts drauf hat ist doch genauso schlimm wie einer, dem alle Menschlichkeit abhanden gekommen ist. Wobei letzteres vermutlich immer noch seltener ist als ersteres... ;-)
Wie auch immer... von mir aus nun Back to topic.
:-blush
medimädchen
23.02.2005, 19:50
[-::-] ...ach Lioness....mein Held, du kannst die Dinge so formulieren, das ich mit leben kann.
Da laß ich auch mal die :peace: schweben und füge deine ausführungen ein
" :-meinung " zu.
sind wir jetzt Freundeeeeeeeeee??? *schmachtend angugg* [-::-]
wir jetzt Freundeeeeeeeeee??? *schmachtend angugg* [-::-]
Aber ja doch. :-)
medimädchen
24.02.2005, 16:40
...was brauch ich mehr im Leben?
Haalllooo,
Hat niemand was auf Lager zu dem Thema?
Für welche Fachrichtung braucht man besonders gute Noten und was heisst dann "gut"?
Keine Erfahrungen oder wenigstens Gerüchte?
Kann doch nicht sein, dass ich die einzige bin, die sich dafür interessiert!?
Viele Grüße von fubi
Neujahrsrakete
28.02.2005, 18:41
Diesen Beitrag gibt es nun nicht mehr.
Felix@112
01.03.2005, 06:19
Die Frage ist insofern uninteressant, als daß wahrscheinlich jeder Student bei jedem wichtigen Examen sowieso Vollgas gibt, um das Bestmögliche rauszuholen.
?? Wirklich sicher? :-))
Hm, mal ganz ehrlich. Man kann ohne sich totzumachen in den IMPP-Prüfungen eine 2 schaffen (dabei geht definitiv nicht das schöne Studentenleben flöten). Mündlich ist dann zwar immer noch ein wenig Glückssache aber soooo schwer ist das nun auch wieder nicht. Und mal einen Sommer mit Lernen zu verbringen bringt einen auch nicht um, von daher holt man doch am besten das Optimum bei vertretbarem Lernaufwand heraus.
Der Schritt zur 1 bedeutet dann allerdings einen unzumutbaren Aufwand (jedenfalls für mich :-))) und ob man die wirklich braucht sei mal dahingestellt.
Leelaacoo
04.03.2005, 13:16
Hmm hmm...wollte eigentlich nichts dazu sagen, aber nun doch:
Ich glaube, man braucht sich darüber gar keine Sorgen zu machen (ok, ums Durchfallen schon, dann wird man ja nie Arzt...), aber für jeden Topf gibts nen Deckel...und die Note ist ja nur EIN Kriterium unter vielen.
Z.B. jemand, der im 2ten STEX eine 1 schreibt: Der muß ja unglaublich viel gelrnt haben...wohl dicke fette Bücher gewälzt und zusätzlich noch alle möglichen Veröffentlichungen gelesen und was weiß ich...dafür hätte ich einfach nicht die Lust, weil der Aufwand, wie Vystup es ja schon sagte, in keinem (na ja, höchstens exponentiellem) Zusammenhang mit dem Ergebnis steht...aber wird dieser Mensch den 3er und 4er Kanditaten überhaupt die Stell z.B. in der Inneren streitig machen WOLLEN??? Vielleicht liegt ihm/ihr ja nur etwas an der Wissenschaft, was man ja annehmen muß, wenn jemand SO begeistert ALLES lernt...also wird er/sie wohl einfach aufgrund der Persönlichkeitsstruktur eher eine andere Richtung einschlagen und wir freuen uns über den tollen Forschernachwuchs. Da ist ja nun mal wirklich nichts daran auszusetzen, oder?
Dann ein 3er od. 4er Kandidat: Hätte mit aufwendigerem Lernpensum vielleicht auch die 2 geschafft (sogar wahrscheinlich, denn mal ehrlich, lernbar ist doch alles), hat aber die Notwendigkeit entweder nicht gesehen oder andere Probeme zu bewältigen (Kinder, Prüfungsstreß etc.), die primär erst mal nichts mit seiner Eignung zum Arzt zu tun haben. Alles relativ.
Und wenn es doch so sein sollte, daß derjenige mit der 1 ein Soziopath ist und der mit der 4 unfähig (solls ja geben, aber bitte, versteht das jetzt mal nicht falsch, gibt nichts, was es nicht gibt), dann stellt sich das wohl spätestens bei der Arbeit heraus und Ärzte sind ja leider (oder Gott-sei-Dank??) nicht unkündbar und der Chef wird sich anderweitig umsehen...
Wozu jetzt schon aufeinander einprügeln, wer besser und wer schlechter ist, die meisten von uns wissens doch noch garnicht, oder???
LG Lee (die zwar M. Crigler-Naijar kennt (oder so), aber keine Pneumonie auskultieren kann...nun...kommt hoffentlich noch!)
Felix@112
04.03.2005, 13:31
Diesem Beitrag gibt es nicht wirklich viel hinzuzufügen.... :-top
Gichin_Funakoshi
06.03.2005, 22:31
Meine Meinung kurz und knapp:
Manchmal ist ein Arzt besser, der eine 3 oder 4 im Examen hatte, aber noch weiß, das er Mensch geblieben ist, als jemand, der alles Summa cum laude macht und dem die menschliche Seite fehlt.
Wenn ihr Patient sein müßtet, welcher Arzt, wäre euch da lieber???
-Das Mädchen-
Der, der besser ist!
Mir ist das sowas von egal, wenn mein Arzt ein ********* ist. Betrachten wir die 2 Extreme:
1. Super Arzt, fachlich Kompetent, aber ein völliger Unsympath
2. Bescheuerter Arzt ohne Peil, aber eine Persönlichkeit, die man gleich Knuddeln will.
WAS WILL ICH MIT SO JEMANDEN???
Ich weiß, dass man nicht in schwarz-weiß denken soll, allerdings wollte ich damit nur meine Meinung verdeutlichen.
Ich bleibe bei Variante 1. Ich will nämlich dass man meinen (Bsp) gehirntumor erkennt und mir nicht nur gut zuredet. Das mit der menschlichen Seite ist zwar auch wichtig (Ich weiß wovon ich spreche) ,aber fachliche Kompetenz ist wichtiger. Ob man eben diese mit Noten bewerten kann ist natürlich fraglich.
Also im Extremfall bringt mir die menschliche Komponente recht wenig.
:-meinung
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