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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Habe Zusage in Szeged und Pécs - werde aber nicht annehmen, weil



audimax
06.07.2005, 17:40
ich zwischenzeitlich der Meinung bin, dass der finanzielle Aufwand in keinem Verhältnis steht und einfach zu groß ist. Da warte ich lieber in Deutschland und verdiene Geld.

Was meint Ihr kosten vier Semenster wenn man alle Aufwendungen zusammenrechnet. Also nicht nur Studiengebühren, sondern auch Aufenthalt, Fahrten etc. Mit viel 10.Tsd Euro muss man realistisch rechnen?

Irgenwie ist dies doch alles eine Abzockerei - jetzt wird auch noch ein Crashkurs empfohlen.

Shady
06.07.2005, 18:13
Ja klar ist schon teuer, aber mittlerweile bin ich der Meinung das du für das Geld auch ne sehr gute Ausbildung geboten bekommst.
Von Nebenkosten hast du ja die gleichen wie in Deutschland, wahrscheinlich sogar eher weniger, weil vieles (nicht alles) doch billiger ist.
Gut, die An-und Abreisekosten noch, aber so oft kommst du während dem Semster ehh nicht heim (liegt halt an dir, bzw. Geldbeutel).
Die Vorbereitungsdinger/Crashkurse halte ich auch für Geldmacherei, habs auch gut ohne geschafft, obwohl ich z.B. in Bio null Vorkentnisse hatte....

Ich weiß nicht wie's bei dir ist, aber ich hätte in Dtl. MINDESTENS 4 Semester warten müssen und in der Zeit bist du halt in Ungarn fertig.....und verdienst im Endeffekt 2 Jahre früher das "richtige Geld"....*g*
Und jünger wird man ja auch nicht, gell.....*g*

rio
06.07.2005, 18:56
@ audimax
Du solltest es Dir überlegen:
Im großen und ganzen sind es nur die reinen Studiengebühren (im intern. Maßstab nicht mal hoch!), der Rest kostet in Dtschl. das gleiche, d.h. die in Ungarn etwas geringeren Lebenshaltungskosten werden durch Fahrtkosten etwa ausgeglichen.

Satch
06.07.2005, 19:16
@ audimax

Hi,

vielleicht verpasst du vieles, wenn du beide Plätze in den Wind schlägst.

Ich habe heute mit dem Stud-Sekretariat in Szeged telefoniert (übrigens sehr nette Auskünfte). Meine Wahl ist Szeged.
Ich müsste jetzt noch 3 Jahre warten (insgesamt sind es dann 4, weil Zivizeit ist rum) bei einem Abi mit 2,2.
Und die deutschen Studiengebühren kommen auch, zwar nicht so hoch aber immerhin.

Bedenke: Die Ausbildung ist gut, das Prof -Studis - Verhältnis klein und familiärer.

Das AdH hier ist ja auch nicht ohne.

Conse
06.07.2005, 19:26
du denkst eindeutig falsch.

jedes halbe jahr, dass du mehr verschwendest bedeutet im endeffekt verlust. wenn du nur ein jahr später anfängst zu arbeiten, gehen dir mehrere 10.000 € flöten. ich beispielsweise hätte auch zw. 3-4 jahren warten müssen, das ist doch die reinste katastrophe. sicherlich hätte ich beim DRK beispielsweise monatlich geld verdienen können, aber 4 jahre später mitm studium fertig zu werden, ist schon eine lange zeit. man will ja auch irgendwann mal geld verdienen, hat pläne usw. nicht unbedenklich ist ja auch, dass das medizin studium ist eines der längsten studienfächer ist. aber wenn man es unbedingt machen will, dann nimmt man das halt in kauf.

mfg conse

b52
06.07.2005, 19:38
Wenn du mal in anderen Laendern guckst, wirst du merken, dass man dort viel viel mehr zahlen muss. Ich weiss, dass man in anderen Laendern mehrere Hundert Tausend Dollar fuer das Medizinstudium aufbringen muss. Dagegen sind 10000 pro Jahr echt wenig und steht mit Sicherheit im Verhaeltnis zu dem, was man dort geboten bekommt. Kostenlos studieren gibt es nur hier. Naja, hier gehen die Leute ja auch wegen 500 euro pro Semester auf die Strasse... Das sind etwas mehr als 80 euro pro Monat. Kann ich nur den Kopf schuetteln.

ehemaliger User 05021
06.07.2005, 20:06
hmmmm... tu was du nicht lassen kannst!

Eumel
06.07.2005, 23:27
Ich geb b52 recht!!! Aber alle regen sich immer über zu volle Hörsääle, häßliche Unis, schlechte Ausstattung usw. auf und vergleichen D-Land mit anderen Ländern. Nur sobalds um Geld geht, ist jeder Cent Studiengebühr viel zu viel und niemand spricht über die hohen Studiengebühren in anderen Ländern.

Leisure Suit Alex
07.07.2005, 01:00
Wie bereits erwähnt wurde ist der Denkansatz falsch, dass das Geld welches man in Budapest investiert verloren geht, da es ja viel kostet, und man in der Wartezeit jobben könnte.
Denn die Zeit die man später früher anfangen, bzw. dann insgesamt länger im späteren medizinischen Beruf arbeitet, spielt die Studiengebühren für 2 Jahre schon wieder rein.
Das Argument dass man in Budapest auch eine viel bessere Ausbildung erhält, halte ich jedoch für ein bisschen schwach, da die meisten ja nach dem Physikum nach Deutschland wechseln wollen. Für diejenigen, die ihr ganzes Studium in Budapest absolvieren wollen, mag das aber sicher zutreffen.

Satch
07.07.2005, 01:30
sei doch happy, dass du sogar 2 Zusagen hast.

In den 70ern laut meiner Mutter gab es die Möglichkeit in Ungarn noch nicht.
Da gab es auch schon den NC und ganz Harte haben 4 Jahre gewartet und sind heute erfolgreiche Chefärzte und haben ihr Medstudium nie bereut, hätten vielleicht Ungarn damals gerne wahrgenommen.

Jede Psychoanalytikerausbildung oder Therapeutenausbildung ist kein bisschen günstiger, eher noch kostenintensiver.

Also, ab nach Ungarn. Ich freue mich.

audimax
08.07.2005, 17:15
Vielen Dank für die verschiedenen Meinungen.

Ich werde noch einmal übers Wochenende mir die Angelegenheit genau überlegen. Aber wenn man bedenkt, dass man für 10. Tsd Euro später in der Praxis 100. Tsd. Euro "Einnahmen/Umsatz", oder wie man es auch immer nennen will, braucht, dann sollte man schon sich intensiv überlegen, ob der Aufwand lohnt. Bitte stellt mich nicht gleich in die materialistische Ecke - ganz im Gegenteil.

jea.ww
16.07.2005, 02:18
Ich keineswegs bin der Meinung, dass das Geld, das bisher in meinem einen Jahr Medizinstudium in Ungarn steckt auch nur irgendwie verschwendet ist oder ich besser gewartet hätte, denn ganz ehrlich, glaubst du, dass die paar tausend Euro, die von dem was du jetzt erwirtschaftest übrigbleiben - auch nur irgendwie im verhältnis zur verlorenen Zeit stehen?
Das glaube ich nicht - und wie alle anderen bereits geschrieben haben - das ist in Ungarn keine ungerechte Abzocke, sondern die bieten dir ne sehr gute Ausbildung für dein Geld - oder will mir wer erzählen es wäre besser, wenn man statt zu 100 zu 1000 in den Vorlesungen sitzt.
Ganz abgesehen davon wird man mit Sicherheit als fertig ausgebildeter Arzt mehr verdienen als als unausgebildete oder minderausgebildete Aushilfskraft.
Keine Leistung - keine Kohle und jetzt eben umgekehrt mehr Kohle - mehr Leistung.
:-meinung
liebe grüße
jea