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Catilina
08.07.2005, 20:12
Ich komme gerade in den Genuss, einen Kurs nach neuer AO mit dem Jahrgang unter mir zu machen [...]

Menschen neigen dazu, Dinge, die ihnen fremd sind, zu verurteilen.
Klar, besonders wichtige Studenten scheinen ihr Publikum nun leichter zu finden, glaub aber nicht, sie säßen nicht unter jedem von uns. *aua*
Glaube, Du musst lernen anzuerkennen, dass selbst im Volke der ewigen Restauration ein neuer Stil im Begriff ist, sich zu etablieren, der in anderen Ländern schon seit Jahrzehnten beschritten wird.
Klar, wenn man Semester lang konditioniert wurde, den Prof mit ja nicht mehr als seiner reinen Körperlichkeit zu belästigen, Fragen zu verdrängen, fühlt man sich wohl sehr unbehofen und entwickelt gar Aggressionen. Aber ich denke, gerade auf dieser Konditionierung fußt die scheinbar unumstößliche Hierarchisierung, die täglich in bemitleidenswerten Chef-Visite-Pyramiden auf deutschen Stationen ihren Zenit erklimmt.
Bei soviel Würde und Ehrerbietung wird jeder Messdiener schwach.

Sein wir froh, dass wir wieder zu Mündikeit erzogen werden. Ich denke, dass moderne Lehre interaktiv sein muß. Und natürlich können die ersten 20 Diagnosen nicht gleich stimmen, meine Güte, lernen die Leute es jetzt, bleibt den Patienten der typische PJler erspart. :-wow

Lava
08.07.2005, 20:55
Oh Mann, da hast du was falsch verstanden...

1.) hab ich meiner Meinung zur neuen AO schon anderswo kund getan

2.) war hier die Rede von DEM typischen Klischee-Medizinstudenten, der sich selbst für was Besseres hält, auernd meint sich mit gutem Wissen profilieren zu müssen und dabei kläglich versagt, weil er nicht mal merkt, wie sehr er andere nervt.

Und neue AO hin oder her: Vorlesungen sind nach wie vor nicht der richtige Ort, um über unwichtigen Kleinkram zu diskutieren!!!! Dazu ist die Zeit viel zu knapp. Und ich finde es nicht unmündig, wenn man sich einfach mal zuhause vor ein Buch setzt, um seine Fragen nachzulesen...

Catilina
08.07.2005, 21:20
my bad

Ist ein wenig persönlich geworden, soll aber nicht auf Dich gemünzt sein. Mündigkeit hat sicherlich weniger mit dem Weg zu tun, auf dem man zu seinen Antworten kommt, allerdings ging es mir mehr um die Unterstützung eines solchen Prozesses.

meriadoc
08.07.2005, 21:48
Noch schöner fand ich einen Kommilitonen, der früher in unserer Uni war - der hats regelmässig geschafft, in JEDER Vorlesung der Vorklinik mindestens 3 bekloppte Fragen zu stellen. Noch dazu hatte er eine Quäkstimme, die ihm den Spitznamen "The Voice" eingebracht hat. Als ich diese Stimme das erste mal hörte dachte ich im Ernst: "Oh man, mit der Stimme is die Frau aber gestraft." Es war noch viel schlimmer, als ich mich dann umdrehte und feststellen musste, dass es ein Kerl ist :-))

Tja - "The Voice" ist seit einigen Semestern bei uns - offensichtlich (und definitv zu Lasten unserer Nerven) hat sich nichts geändert!! :-((
Aber zum Glück hab ich ja keine Vorlesungen mehr!! Oh Gott -- morgen hab ich ja den ganzen Tag Hygiene-Crash-Kurs! Hoffentlich hat er den schon vorgezogen! :-dafür

Sebastian1
08.07.2005, 22:23
Kann nicht "The Voice" himself sein - du bist im 10. Semester, ich im 8. Und The Voice (c) hat damals mit mir zusammen angefangen ;)
Aber das bestätigt die Theorie, dass es an jeder Uni in jedem Semester gewisse Spezies gibt :-))

ehec
08.07.2005, 22:31
Klar, wenn man Semester lang konditioniert wurde, den Prof mit ja nicht mehr als seiner reinen Körperlichkeit zu belästigen, Fragen zu verdrängen, fühlt man sich wohl sehr unbehofen und entwickelt gar Aggressionen. Aber ich denke, gerade auf dieser Konditionierung fußt die scheinbar unumstößliche Hierarchisierung, die täglich in bemitleidenswerten Chef-Visite-Pyramiden auf deutschen Stationen ihren Zenit erklimmt.

da wird aber gerade was verwechselt. selbst wenn man die these ausser acht laesst, dass diese hierarchie im krankenhaus ihren ursprung an der uni nimmt, sollte man doch bemerken koennen, dass kriecherisches und speichelleckerisches verhalten sich oftmals in angestrengtem gefrage und profilneurotischen wichtigtun aeussert, das sowohl dozenten als auch kommilitonen nervt.

test
08.07.2005, 22:40
Ganz ehrlich: ich frage gerne und viel in den Vorlesungen, durchaus auch mal banale Sachen, die mir in dem Moment einfach unklar erscheinen. Finde, das eine Vorlesung von guten Fragen profitiert! Sonst kann man auch einfach mit einem guten Buch zu Hause lernen.
Viel schlimmer finde ich es jetzt persönlich, wenn einfachste Fragen gestellt werden und niemand die Chuzpe hat, die mal schnell zu beantworten...

R.

So sehe ich das auch. Bevor ich in nem Seminar sitze wo nach jeder Frage erstmal 2 bis 3 Minuten Stille herrscht und der Dozent sich vermutlich fragt ob wir alle völlig bescheuert sind, weil alle nur dumm auf ihr Papier starren, beantworte ich lieber die Fragen und stelle auch mal selber welche. :-nix

Habe aber auch schon erlebt, dass von manchen ständig dümmste Fragen gestellt wurden, da kann ich schon verstehen das man genervt ist. :-nix Wobei ich im allgemeinen auch nix gegen banale Fragen habe, solang sie nich zu viel werden. :-meinung

netfinder
08.07.2005, 23:06
dümmste Fragen

Es gibt keine dummen Fragen.... :-))

Sushiman
08.07.2005, 23:08
:-dagegen

Doch, gibt es!

Leggo1
08.07.2005, 23:09
Es gibt keine dummen Fragen.... :-))

oh doch, die gibt es zu Hauf!!!!!!

Die Niere
08.07.2005, 23:36
Seh ich auch so...es gibt dumme Fragen...das Sprichwort ist totaler quatsch. Wenn eine Frage schon zweimal gestellt wurde, ist das stellen der gleichen Frage nicht nur unhöflich sondern dumm. Auf der anderen Seite gibt es viel mehr dumme Antworten als dumme Fragen...das darf man auch nciht ausser acht lassen.

gruesse, die niere

medimädchen
09.07.2005, 09:55
Ich denke auch, das es dumme Fragen gibt, auch wenn das altbekannte Sprichwort es anders meint. Naja wir wollen aber mal nicht übertreiben - ich hab bestimmt auch schon die ein oder andere Frage gestellt, die ich mir besser hätte schenken können. Von daher - nobodys perfect! :-D

Smibo
09.07.2005, 21:08
Das sind dann wahrscheinlich die, die während der Schulzeit gute mündliche Noten hatten, weil sie Fragen gestellt haben die überhaupt nicht zum Thema passten oder sowieso gerade schon beantwortet wurden. :-peng

Na, na, keine Vorurteile! Schule hatt ich immer mündlich 1 ohne dumme Fragen zu stellen sondern eher Fragen beantworten, die keiner beantworten konnte :-D

Bei uns gibts auch nervige Studis, die jedesmal aufzeigen und nachfragen ob sie das auch so richtig verstanden haben und dann den ganzen Krempel wiederholen wollen. Bei wichtigen Angelegenheiten kann man sich das ja erlauben, aberrrr jedes Seminar 5 Mal aufzeigen und die unwichtigsten Sachen nochmals hören wollen.....grrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr

Es gibt aber auch Seminare bei uns, wo die Studis wirklich kein Wort verstehen was der Prof von uns will und da sind meistens alle froh, wenn wenigstens einer sich meldet und den ganzen Sachverhalt nochmals erklärt haben will.

McBeal
09.07.2005, 23:38
Kann nicht "The Voice" himself sein - du bist im 10. Semester, ich im 8. Und The Voice (c) hat damals mit mir zusammen angefangen ;)
Aber das bestätigt die Theorie, dass es an jeder Uni in jedem Semester gewisse Spezies gibt :-))

Kann es sein, dass sein Name mit "T" anfängt und er nachher bei uns war? Dann war unser Spitzname nämlich der "Treppeneunuch"...

Sebastian1
09.07.2005, 23:46
Treffer :-top

Zoidberg
10.07.2005, 08:04
So sehe ich das auch. Bevor ich in nem Seminar sitze wo nach jeder Frage erstmal 2 bis 3 Minuten Stille herrscht und der Dozent sich vermutlich fragt ob wir alle völlig bescheuert sind, weil alle nur dumm auf ihr Papier starren, beantworte ich lieber die Fragen und stelle auch mal selber welche. :-nix

Habe aber auch schon erlebt, dass von manchen ständig dümmste Fragen gestellt wurden, da kann ich schon verstehen das man genervt ist. :-nix Wobei ich im allgemeinen auch nix gegen banale Fragen habe, solang sie nich zu viel werden. :-meinung

so sehe ich das auch, ich frage gerne und viel nach und beantworte auch die Fragen :-party

wir sind ja nicht mehr in der Schule wo es ums Streber-Bashing geht.

nervige Studenten kenn ich aber auch :-oopss

monserat
10.07.2005, 14:51
Ihr seid ganz schlimme Lästerbacken... :-))

medimädchen
10.07.2005, 20:04
wir sind ja nicht mehr in der Schule wo es ums Streber-Bashing geht.




tja....nur leider haben das nicht alle begriffen

Lava
10.07.2005, 20:21
tja....nur leider haben das nicht alle begriffen

Hey, ich stell auch schon mal ne Frage, aber wenn jemand in der Pharma Vorlesung wissen will, ob wie die Lebenszeitprävalenz der Depression in Afrika ist, dann hört der Spaß auch irgendwo auf...

Fragen ist OK, aber zu viele stören einfach den flüssigen Ablauf einer Vorlesung.

Pünktchen
10.07.2005, 20:39
ich beantworte auch gerne Fragen bzw stelle sie gerne, aber wenn ich weiss...das ich eh keine Chance bekomme, dann halte ich die klappe....Und ich finde man sollte dem Dozenten ersteinmal die Chance geben sein Wissen an den Mann bzw die Frau zu bringen und kann dann bei Unklarheiten fragen Stellen und relevante Fragen stellen.

Wenn dann aber im 10.Semester in Spez.Pharma von diesen Oberschlauen die Frage gestellt wird: Was misst die aPTT??? Dann krieg ich son Hals...aber meckern wenn man nicht die 100. NW von irgendeinem Medikament sofort weiss.