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Nessiemoo
29.11.2012, 14:12
Es hängt auch stark ab von der Art und Thema der Vorlesung/Seminar und Dozenten... ich kann mich an eine superspannende Vorlesung über Sprachzentrum in der Neuroanatomie erinnern - da kamen Fragen hinter Fragen und die Vorlesung hat auch eine halbe stunde länger gedauert, es hat sich aber auch gelohnt.
Andererseits wenn es ein langes, langweiliges Seminar über Krebssignaltransduktionswege, das fast zu Ende ist... und dann kommen 5 sinnlose fragen über grundwissen aus der vorklinik und man darf nicht gehen in der zeit!
Oder noch schlimmer: Vorm Kaffeepause! Wenn es einem interessiert, kann man ja dozenten separat fragen, aber bitte mich nicht von meiner Kaffee abhalten! Da könnte ich die Leute zerschlagen! Und dann sind die noch meine Freunde - das ist am schlimmsten.
Kyutrexx
01.12.2012, 07:49
Vielleicht sollte ich noch hinzufügen, dass man bei uns allen Dozenten Fragen per Mail schicken kann und diese sie zeitnah beantworten.
Habe jedoch das Gefühl, dass das vielen Leuten zu viel Arbeit ist.
Dabei geben sich die Dozenten große Mühe.
Einer hat mir z.B. mal auf eine relativ kurze (aber komplexe) Frage eine zwei A4 Seiten lange Antwort geschickt, für deren Auswertung ich fast 4 Stunden gebraucht habe.
Zudem sagen bei uns viele Dozenten, dass es per Mail besser ist, da sie sich so auch Zeit nehmen und mal nachschlagen können bei der Beantwortung.
ehemaliger User_29072015
05.12.2012, 18:15
cool, sowas ist nett und wirklich arbeitswütig bei euch da in MD
Kyutrexx
05.12.2012, 18:30
cool, sowas ist nett und wirklich arbeitswütig bei euch da in MD
Aber auch nur, weil praktisch kaum jemand bis niemand dieses Angebot auch annimmt.
Mancher ist wohl offenbar der Überzeugung, dass man Professoren nicht anschreiben sollte.
Mitunter herrscht da n völlig verqueres Autoritätsverständnis.
Sternenprinzessin
05.12.2012, 21:04
Ich kann Kyutrexx da nur zustimmen, also bei uns in der Sg war ich wohl die Einzige, die jemals einen Dozenten angeschrieben hat. Einmal in Biochemie und einmal in Anatomie. Beide Male wurde mir sehr schnell (spätestens am nächsten Tag), sehr freundlich und sehr fundiert geantwortet. :-)
Kyutrexx
05.12.2012, 21:09
Ich kann Kyutrexx da nur zustimmen, also bei uns in der Sg war ich wohl die Einzige, die jemals einen Dozenten angeschrieben hat. Einmal in Biochemie und einmal in Anatomie. Beide Male wurde mir sehr schnell (spätestens am nächsten Tag), sehr freundlich und sehr fundiert geantwortet. :-)
Ich hab die Anzahl der Mails, die ich mit Dozenten geschrieben habe, ungefähr bei 100 aufgehört zu zählen :D.
Coxy-Baby
05.12.2012, 22:27
Oh gott über 100 Mails mit Dozenten in 4 Semestern? Sonst nichts zu tun?
Kyutrexx
06.12.2012, 05:42
Oh gott über 100 Mails mit Dozenten in 4 Semestern? Sonst nichts zu tun?
Dafür geht ich nich in die Kiste oder verbringe meine Zeit mit anderen Studenten :D.
Abgesehen davon hat mir das bereits Erkenntnisse gebracht, die ich so sonst nie gewonnen hätte - weil sie in den Büchern nicht drinstehen.
Meine Ausarbeitungen enthalten dutzende Seiten basierend auf solchen Mails.
Die Dozenten sind sehr gewillt, sich über Sachverhalte auch mal längere Zeit auszutauschen.
Nicht nur die Vorklinik-Profs.
Der eine oder andere hat mich auch an die Kliniker verwiesen, die genauso auskunftsfreudig sind.
Ein wahrer Fundus an Informationen basierend auf dem aktuellem Forschungsstand.
Andere Studenten? sollte man auch wirklich lieber die Finger von lassen :-D
Ich hab meine Lerngruppen geliebt (und die funktionieren halt doch (leider) nur mit Kommilitonen), super Austausch, super Motivation! Aber jeder, wie er es am besten kann ;-)
Ich hab die Anzahl der Mails, die ich mit Dozenten geschrieben habe, ungefähr bei 100 aufgehört zu zählen :D.
.......
Kyutrexx
06.12.2012, 14:59
Jaja.
FURCHTBAR, wenn man sich für die Materie interessiert und mit den Dozenten darüber austauscht.
Es ist einfach nur grausam, wenn man sich nicht nur aufs Scheine sammeln beschränkt ...
Gott was bin ich froh über zwischenmenschliches.
Meine Lerngruppe ist wirklich ein Traum... Zwischendurch kochen wir gemeinsam oder unternehmen auch mal was.
So macht Uni wirklich Spaß
][truba][
07.12.2012, 09:17
Ich denke nicht das du zum Spass haben an der Uni bist!
Kyutrexx
07.12.2012, 12:42
Es ist wohl die Frage, was man unter "Spaß haben" versteht.
Spaß hab ich in meiner Berufsausbildung gehabt. Ausreichend viel.
Das Studium sollte wenn schon dann eine intellektuelle Herausforderung sein; was im Übrigen nicht identisch mit viel Auswendiglernen ist.
Dass man mit 18 oder 19 da anders rangeht als mit knapp 30 ergibt sich jedenfalls logischerweise aus der Natur der Sache.
[truba][;1588013']Ich denke nicht das du zum Spass haben an der Uni bist!
Nicht nur, aber doch auch? Wieso soll es nicht gut sein, wenn sie Spaß in der Uni hat? Ich arbeite auch dort wo ich arbeite, weil ich dort Spaß habe. Verwerflich?
][truba][
07.12.2012, 19:19
Nicht nur, aber doch auch? Wieso soll es nicht gut sein, wenn sie Spaß in der Uni hat? Ich arbeite auch dort wo ich arbeite, weil ich dort Spaß habe. Verwerflich?
Sorry, das kam wohl nicht richtig rüber THawk aber da war Ironie im Spiel :)
Hab natürlich auch gern Spass im und auch am Studium. Für mich gehört da neben den fachlichen Sachen auch die Interaktion mit einigen anderen Studenten dazu ;)
Wer es mag sich da nur auf fachliches zu beschränken, der soll das machen. Da auch ich fast 30 bin und eine Ausbildung hinter mir habe erschließt sich mir der Standpunkt von Kyutrexx nicht ganz. Allerdings mag es auch sein das man in die Aussage zu viel hineininterpretiert.
Kyutrexx
07.12.2012, 19:34
Ganz einfach: ich hab ein stabiles (langjährig stresserprobtes) Umfeld aus Freunden, Bekannten und Familie - für die hab ich ohnehin schon kaum Zeit.
Auf neue, persönliche Bekanntschaften bin ich nicht zwingend angewiesen.
Wenn sich was per Zufall ergibt: jo, okay.
Aber ich legs in keiner Weise drauf an.
Viele Leute tun das aber: wenn ich so die Geschichten höre, was manche für ein Verhältnis zu ihren Eltern haben oder dass Freunde und Bekannte sie nach ihrem Wegzug im Prinzip haben sitzen lassen, wundert es nicht, dass sie verzweifelt neue Kontakte knüpfen (wollen).
Nessiemoo
09.12.2012, 17:57
ich studiere Medizin v.a weil es spass macht. Ich mag die ganzen Knöpfe an der apparatur drücken und ich dachte medizin hat am meisten mit solchen knöpfen zu tun ^^ habe auch Ingeneurwissenschaften erwägt, aber da muss man ja verstehen, was die knöpfe machen. :-))
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