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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wartezeitdepression? Laß es raus..!!!



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DasChromosom
25.05.2007, 14:01
Abiturnoten werden total überbewertet. :-meinung
Ich denke, dass die persönliche und vielleicht auch geistige Entwicklung nach dem Abitur konkretere Formen annimmt. Ich denke, dass ich, würde ich heute nochmal Abi schreiben, ganz andere Werte schaffen könnte. Ich denke, dass geht anderen hier auch so. Ich wußte damals schon, dass ich mich nicht tot gemacht habe, mit dem was ich gemacht habe, dachte aber immer:"Wird schon irgendwie klappen..." Ich glaube, diese Einstellung kennen viele Wartesemstler. Oder?

Linda.1001
25.05.2007, 14:04
Abiturnoten werden total überbewertet. :-meinung
Ich denke, dass die persönliche und vielleicht auch geistige Entwicklung nach dem Abitur konkretere Formen annimmt. Ich denke, dass ich, würde ich heute nochmal Abi schreiben, ganz andere Werte schaffen könnte. Ich denke, dass geht anderen hier auch so. Ich wußte damals schon, dass ich mich nicht tot gemacht habe, mit dem was ich gemacht habe, dachte aber immer:"Wird schon irgendwie klappen..." Ich glaube, diese Einstellung kennen viele Wartesemstler. Oder?

Du sprichst mir aus der Seele... ;-)

Linda.1001
25.05.2007, 14:09
Danke für die Aufklärung :-) ! Sehe nun klarer, hoffe ich :-?
Hab glücklicher Weise deutlich mehr als 10 WS und bin so recht optimistisch auch in München einen Platz zu bekommen. Habe soviele WS weil ich nach Abi und Ausbildung erst mal Familienplanung zwischengeschoben habe, jetzt sind die Kids aus dem Gröbsten raus und ich kann endlich loslegen :-stud :-stud :-stud :-lesen :-lesen .
Grüße
medischnecke

SORRY, ICH WOLLTE ADRENALINO ZITIEREN, I AM SO SORRY!!! BZGL. WARTESEMESTER......
Das bedeutet doch aber nicht, dass die WS in Relation zur DN gesehen werden oder? Das hat mir der Typ von der ZVS gereizter Weise klar gemacht. Also erst wird eine Gruppe gebildet wer alles 9 WS hat und dann wird zweitrangig nach DN ausgewählt. -> 9 WS und DN 3,0 oder 2,5 dann wird der mit 2,5 genommen aber DN 2,5 und nur z.B. 6 WS dann wird dieser erst gar nicht in die Vorrunde genommen, weil er zu wenig WS hat...
Hat mir der Typ von der ZVS etwas falsches erzählt...ich meine immer wenn ich da anrufe schnauft der ins Tele, obwohl ich noch nicht mal guten Tag gesagt habe, Choleriker erster Klasse oder wie? :-(

DasChromosom
25.05.2007, 14:30
Mit den Wartesemstern habe ich das mal so erklärt gesehen im Internet: es wird in Wartesemester gruppiert und in dieser gibt es eine Untergruppierung nach DN, in etwa so (Grenzen sind imaginär gesetzt):

WS =1
DN
1,0
1,1
1,2__ Auswahlgrenze
.
.
.
3,5

WS =2
DN
1,3
.
. __Auswahlgrenze 2,2
.
3,5
Und so geht das für jedes Wartesemester und aus jedem wird ein bestimmter ANteil genommen. Oben weniger, unten immer mehr. So in etwa wurde mir das mal erklärt. Genau durchsehen tue ich natürlich bei der ZVS auch nicht, aber wer tut das schon? Ich lasse mich bezüglich meiner Hypothese auch gerne eines besseren belehren. Was die ZVS betrifft, lerne ich jedes WS etwas dazu ;-) Und das soll jetzt natürlich nicht abreißen...

nanni83
25.05.2007, 15:56
Mit den Wartesemstern habe ich das mal so erklärt gesehen im Internet: es wird in Wartesemester gruppiert und in dieser gibt es eine Untergruppierung nach DN, in etwa so (Grenzen sind imaginär gesetzt):

WS =1
DN
1,0
1,1
1,2__ Auswahlgrenze
.
.
.
3,5

WS =2
DN
1,3
.
. __Auswahlgrenze 2,2
.
3,5


ne du damit kommst du nicht hin
wer die meisten WS hat kommt in den großen Pool und dann wird von
z.B 13 WS rückwerts gezählt und die Grenze ist da wo die 20 % voll sind. z.B.
bei 8 WS und ein NC von 2,5.
Die Wartesemster von unten nach oben gezählt und der Schnitt jeweils von oben nach unten.
Sonst würde das System ja gar nicht funktionieren.
Hätte gerne gewußt wo du den Mist gelesen hast, wäre das neueste was ich höre...

DasChromosom
25.05.2007, 16:29
Das was du gerade geschrieben hast, ist das gleiche was ich getippt hatte, nur anders herum gelesen... Natürlich kommst du mit mehr WS in den größeren Pool, nichts anderes sagt meine Darstellung. Und ich habe doch auch geschrieben, dass umso weiter du nach unten kommst, desto größer die Zahl der Leute, die reinkommen. Man Mädel! Du tust ja gerade so als hätte ich eben pi mit drei abgeglichen!!!

MarkusM
25.05.2007, 17:30
Ne. Nanni83 hat schon recht. Es werden nicht aus jeder WS-Gruppe Teilnehmer in die Quote genommen. Wenn man es schematisch so wie Du darstellen möchte, dann muss es z.B. so aussehen

>=10 WS
9 WS
3,5
3,4
...
2,6
---------------- Grenze. Die drüber bekommen nen Platz. Die drunter nicht.
2,5
...
8WS
3,5
...
7WS
...

runderling
25.05.2007, 18:04
Puh...kann man das nicht viel einfacher erklären?

Also es sind 20 Prozent der angebotenen Studienplätze für die Wartequote reserviert.
Dann werden alle Anwärter, die sich für einen Studienplatz in diesem Fach beworben haben, nach Wartesemester sortiert.
Zuerst bekommen die mit den meisten Wartesemester einen Platz, dabei ist die Note völlig egal, d.h. z.B. die mit 12, 11, 10 Wartesemester usw. werden bedient. Irgendwann sind die Plätze natürlich fast alle belegt, und der Schnitt lag z.B. im letzten WS bei 9 Wartesemester , d.h. die mit 9 und mehr Wartesemester bekamen alle einen Studienplatz. Dann waren noch enige Plätze frei und die bekamen die nächsten auf der Liste, das waren die mit 8 Wartesemester.
Diese Bewerber wurden aber in eine Rangliste der Note nach sortiert, da ja nicht für alle noch ein Platz da war, und dann bekamen die besten zuerst die restlichen Plätze , und der letzte auf der Liste, für den es noch gereicht hatte, war der mit der Durchschnittsnote 2,5. Allerdings könnte es ja sein, dass , nachdem alle mit Note 2,4 bedient wurden, noch 8 Plätze da waren, aber 20 Bewerber mit 8 WS und Note 2,5, und dann wird aus denen wieder ausgewählt - zuerst die mit Dienst, wenn da alles gleich wäre, dann wird gelost.
Also immer schön der Reihe nach, d.h. wenn du 6 Wartesemester mit einer Note 1,9 hättest, wärst du nicht drin gewesen, dagegen der mit 9 WS und Note 3,9 aber doch.

Im Sommersemester, wo es ja weniger Plätze gibt, aber die "alten Bewerber" ja immer noch da sind, konnten nur alle die mit 10 WS berücksichtigt werden und dann gab es noch einige Plätze für die mit 9 WS und der letzte von denen, der reinkam, hatte die Note 2,6, alle schlechteren standen außen vor.

Deshalb kann ja niemand genau voraussagen, wie die Wartezeit-Grenzen sein werden, das hängt ganz einfach von der Anzahl der Plätze und der Anzahl der Bewerber ab. Prinzip: die am längsten warten, kommen zuerst, und bei den letzten, die alle gleich lang warten, kommen die mit der besten Note zum Zuge, und dann ist Schluss... Seufz...
Als ich Abi machte, bekamen fast alle, die schon 6 Semester gewartet hatten, einen Platz, aber wir sind halt immer mehr Bewerber geworden, und die Anzahl der Studienplätze wurden leider nicht erhöht... :-nix
und so steigen halt die Wartesemester bis zur Zulassung.
Also laßt uns hoffen, dass viele, die schon länger warten als wir, sich plötzlich doch umentscheiden und ihr Glück in anderen Lebenzielen als das Medizinstudium suchen ;-)
...dann sind weniger vor uns - hechel...gier... und wir kommen eher rein :-angel

Linda.1001
26.05.2007, 11:14
Ne. Nanni83 hat schon recht. Es werden nicht aus jeder WS-Gruppe Teilnehmer in die Quote genommen. Wenn man es schematisch so wie Du darstellen möchte, dann muss es z.B. so aussehen

>=10 WS
9 WS
3,5
3,4
...
2,6
---------------- Grenze. Die drüber bekommen nen Platz. Die drunter nicht.
2,5
...
8WS
3,5
...
7WS
...


:-((
Jetzt bin ich total verwirrt...stimmt jetzt meine These oder bin ich falsch informiert. Wollte doch nur wissen ob man mit 6 WS und DN 2,6 erst mit weiteren 3 WS ne Chance hat oder auch früher....

Trotzdem danke für die Antworten. :-top

Adrenalino
26.05.2007, 11:23
:-((
Jetzt bin ich total verwirrt...stimmt jetzt meine These oder bin ich falsch informiert. Wollte doch nur wissen ob man mit 6 WS und DN 2,6 erst mit weiteren 3 WS ne Chance hat oder auch früher....

Trotzdem danke für die Antworten. :-top

Ich würde sagen, ja, mit 9Wartesemester und DN 2,6 hättest Du momentan quasi nen Platz sicher (im Wintersemester). Wie sich die Situation in eineinhalb Jahren darstellt kann man nur spekulieren..

nanni83
26.05.2007, 11:39
Ich hab es doch ein-fach erklärt!
Aber ich glaube ihr habt das schon alle verstanden, wie das jetzt ist.
:-micro

Arman
26.05.2007, 15:06
krass wie man aus 1+1 eine komplizierte Rechnung machen kann.

heijeijei !!!

Arman
26.05.2007, 15:10
noch 6 Tage Zeit für diejenigen Alt-Abiturienten, die mit mir das Medizinstudium beginnen wollen. :-wow

noch 2,5 Monate bis zum Zulassungsbescheid..... :-dance

Constanze1983
26.05.2007, 16:10
ja ich frage mich wirklich, was ich machen soll, wenn's dieses Jahr nicht klappt. mit 8 WS und DN 2,5 + Dienst... noch ein Jahr warten, aber was anfangen mit der Zeit und diesen wieder aufkommenden Fragen von Verwandten und Freunden. Ich habe in meinem jetzigen Job ja auch eine Kündigungsfrist, die ich einhalten muss... wie soll's denn ohne Platz weitergehen?

DerMedicus1984
27.05.2007, 02:06
Abiturnoten werden total überbewertet. :-meinung
Ich denke, dass die persönliche und vielleicht auch geistige Entwicklung nach dem Abitur konkretere Formen annimmt. Ich denke, dass ich, würde ich heute nochmal Abi schreiben, ganz andere Werte schaffen könnte. Ich denke, dass geht anderen hier auch so. Ich wußte damals schon, dass ich mich nicht tot gemacht habe, mit dem was ich gemacht habe, dachte aber immer:"Wird schon irgendwie klappen..." Ich glaube, diese Einstellung kennen viele Wartesemstler. Oder?

Seh ich genauso. Umso unverständlicher, dass einem in Deutschland keine Möglichkeit geboten wird, außer dem sturen warten, diesen Nachteil irgendwie auszugleichen. Ausserdem denke ich, dass gerade zu Medizin deutlich mehr dazu gehört als gute Noten und die Fähigkeit zu lernen. Hier im Forum sind imho mehr Leute die einen Studienplatz verdient haben, als viele die nur durch ihr Abitur einen bekommen haben. Die schaffen vielleicht das Studium, werden aber trotzdem ein lausiger Arzt, weil sie es nicht aus ihrer tiefsten Überzeugung machen, sondern nur weil sie dachten Arzt sei ein toller Beruf oder so ähnlich (natürlich nicht alle, aber gibt bestimmt welche von der Sorte).
Schade dass man sich auch nicht gegen diese, ich nenn es mal, behördliche Willkür wehren kann. Das jetzige System funktioniert irgendwie, jedoch alles andere als optimal, ist sehr kosteneffizient (vermutlich der wichtigste Grund) und die Möglichkeit etwas zu ändern, wird per Gesetz im Keim erstickt.

little_lunatic
27.05.2007, 14:01
Juhu die 300. Seite! :-top

ich muss sagen, dass es eine erschreckend grosse Zahl eingebildeter hochnaesiger Akademiker gibt die als einzige "Arbeit" lernen kennen und immer schoen nach unten auf Ausbildung und Handwerksberufe schauen.
Ich hab frueher auch gedacht, dass man mit abi studieren MUSS. Einfach weil man in der gesamten schulischen Laufbahn das Gehirn dahin gewaschen bekommt. Immer wird auf zig Studiengaenge verwiesen - die meisten wissen nichtmal welche Arten der Ausbildung es gibt. Und ich muss sagen, dass viele die ich waehrend der Zeit weg von den Studierenden kennenlernen durfte so viel mehr auf dem Boden geblieben sind und Arsch in der Hose haben!
Wenn ein Akademiker mal einen 12 Stunden Tag hat ist das gleich sooooooo schlimm. Einfach mal ueber den Tellerrand schauen! Und sorry, wenn ich da manchen Studenten jammern hoere "buuhuu meine mami und papi zahlen mir zu wenig geld im monat! nur 600,-" oder "waehrend dem Pflegepraktikum arbeiten? Das geht doch garnicht" - Da moecht ich am liebsten in die Tastatur beissen!!!!! :-wand
Manche oder die meisten (leider!) Akademiker sollten mal von ihrem hohen akademischen Ross runtersteigen, sich auf den Allerwertesten setzen und vor allem mal ueberlegen ob der Mensch sich ueber seine Karriere definiert.

Duncan84
27.05.2007, 14:43
Juhu die 300. Seite! :-top

ich muss sagen, dass es eine erschreckend grosse Zahl eingebildeter hochnaesiger Akademiker gibt die als einzige "Arbeit" lernen kennen und immer schoen nach unten auf Ausbildung und Handwerksberufe schauen.
Ich hab frueher auch gedacht, dass man mit abi studieren MUSS. Einfach weil man in der gesamten schulischen Laufbahn das Gehirn dahin gewaschen bekommt. Immer wird auf zig Studiengaenge verwiesen - die meisten wissen nichtmal welche Arten der Ausbildung es gibt. Und ich muss sagen, dass viele die ich waehrend der Zeit weg von den Studierenden kennenlernen durfte so viel mehr auf dem Boden geblieben sind und Arsch in der Hose haben!
Wenn ein Akademiker mal einen 12 Stunden Tag hat ist das gleich sooooooo schlimm. Einfach mal ueber den Tellerrand schauen! Und sorry, wenn ich da manchen Studenten jammern hoere "buuhuu meine mami und papi zahlen mir zu wenig geld im monat! nur 600,-" oder "waehrend dem Pflegepraktikum arbeiten? Das geht doch garnicht" - Da moecht ich am liebsten in die Tastatur beissen!!!!! :-wand
Manche oder die meisten (leider!) Akademiker sollten mal von ihrem hohen akademischen Ross runtersteigen, sich auf den Allerwertesten setzen und vor allem mal ueberlegen ob der Mensch sich ueber seine Karriere definiert.

Ich kann im Gegenzug diese negative Haltung gegenüber Akadamikern in der nicht-Akademiker-Bevölkerung überhaupt nicht nachvollziehen. BTW weiß ich nen bisschen, wovon ich spreche. In meiner gesamten Verwandschaft hat niemand Abi, dementsprechend natürlich auch nicht studiert.

Was spricht dagegen, nach dem Abi auch zu studieren? Dafür berechtigt einem das Abi nunmal und man muss ja nicht unter seinen Möglichkeiten bleiben, nur damit man behaupten kann, man wäre keiner von "denen". Es ist nunmal einfach so, dass man mit Studium bessere Karrierechancen hat als ohne. Warum diese Chance nicht nutzen? Der Mensch definiert sich nämlich doch nen Stück weit über seine Leistungen, nicht umsonst sind Langzeitarbeitslose häufiger depressiv.

Der 12-Stunden-Mecker-Vorwurf ist auch nen starkes Stück, finde ich. In welchem Ausbildungsberuf muss man regelhaft 12 Stunden arbeiten? Ist es nicht viel mehr so, dass hier streng nach Arbeitszeit gearbeitet wird und man eine Minute nach Feierabend vor der Tür steht? Vl lehn ich mich hier zu weit aus dem Fenster, aber ich denke eher nicht.

Noch viel mehr - und auch der eigentliche Grund des Beitrags - regt mich aber der erste Satz auf. Lernen ist vielleicht keine körperliche Arbeit, aber mindestens so anstrengend. Hinzu kommt, dass man hier nen viel höheren Leistungsdruck hat, weil man immer aufs neue Prüfungen bestehen muss. Das ist mit nem 8 Stunden-Routine-Job in keinster Weise zu vergleichen.
Außerdem ist ein Teil der hier erbrachten Leistung auch die Motivation, die man immer wieder aufs neue aufbringen muss, um sich zum lernen zu bewegen. Du bekommst nämlich keinen monatlichen Gehaltsscheck, der dich immer wieder erinnert, warum du das tust.

Sich als Unterstützer der vermeindlich Unterdrückten aufzuschwingen mag cool sein, mehr aber auch nicht.

lune
27.05.2007, 14:44
der gedanke "ich muss nach dem abitur studieren" ist mittlerweile veraltet.heute gibt es viel meht abiturienten als früher schon alleine weil viele betriebe am liebsten nur noch abiturienten einstellen.das finde ich ganz schön unverschämt.ich schlage die zeitung auf und mir springt direkt ein ausbildungsangebot eines krankenhauses ins auge, das nur um fachabiturienten und abiturienten wirbt!als ob ein guter realschüler diese arbeit nicht verrichten könnte oder auch hauptschüler.das ursprüngliche bild abiturient=akademiker ist einfach nicht mehr!

little_lunatic
27.05.2007, 17:14
da hast du mich falsch verstanden. beide extreme find ich doof.
ich finds einfach bloed, dass es da ueberhaupt eine front gibt. und zum glueck sind ja nicht alle studierenden so. momentan gehn mir die von-beruf-student leute ziemlich auf den zeiger! genauso die ich-mach-das-schon-40-jahre-so-und-hab-immer-recht. vielleicht faellts einem erst auf wenn man mal auf "der anderen seite" steht.

edit: ein titel macht noch keine leute - sich federn in den a zu stecken noch lange nicht zum huhn.

nnlglmpp
27.05.2007, 19:03
Also ich persönlich kenne beide Seite. Täglich 8h arbeitn oder öfters sogar mehr (so 14h täglich) mit 1 Tag in der Woche frei und die andere Seite als Student, wo man seine Prüfungen hinterherrennt.
Beide Seiten sind anstrengend. Jede auf seine Weise.
Das Lernen ist stressig, aber nach einem "guten" Tag weiß man, was man getan hat und freut sich über neue Erkenntnisse. Man freut sich über jede bestandene Prüfung. Jedoch hat man als Student nie so richtig frei, weil man immer Lernzeug im Hinterkopf hat.
Auf der anderen Seite das Arbeiten. Es mag am Anfang schön sein, weil man "nur" zur Arbeit gehen braucht, dort sein Werk verrichtet und dann Zuhause völlig entspannt die Füße hochlegen kann. Ohne schlechtes Gewissen, dass man eigentlich noch was lernen sollte. Das ist wirklich von Vorteil. Dennoch kann es manchmal auch sehr eintönig sein, jeden Tag das gleiche zu machen. Hier muss ich sagen bietet das Studium schon wieder bessere Aussichten. Es wird wenigstens nie langweilig. Schließlich gibt es immer was, was man lernen kann, soll, muss... :-D