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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Mein Vorschlag: "Arzt-Praktikum" für angehende Krankenschwestern/pfleger



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Dr.Nemo
24.07.2005, 17:49
Ich fända gar nicht mal schlecht wenn schwestern Nachtdienste mitmac^hen, wenn Ärzte die gsnze Nscht von Station zu Station mitpendeln müssen, weil so wenige Dienst haben.
Naja, verwirklichen lassen wird sich das wohl nicht, aber ne lustige Idee wärs schon :-D

Völlig daneben und völlig uninformiert. :-(
Schwestern arbeiten im 3-Schicht-System. Ärzte (noch) nicht.
Im Gegensatz zu Ärzten, die überwiegend (von den Schwestern!!!) schlafen gelassen werden, bleiben wir wach.., die Stundenzahl bleibt Nachts glaub ich naturgemäß gleich und ich mußte am übernächsten Tag auch schon mal wieder in den Frühdienst und hab niemals ewig frei gehabt^^
Es sei denn ich hab was verpasst und ich arbeite 80h im Monat in der Nacht und vertu mich nu schon seit einem Jahr :-nix ...

*tsss-Kopfschüttel*

Cassy
24.07.2005, 17:52
Was ist daran unsachlich und niveaulos? Er sagt, dass man als Krankenpflegeschüler genug Einsicht in den Arztberuf hat, als Arzt aber NICHT genug Einsicht in den Krankenpflegeberuf. Sehe ich nicht so, auch Ärzte rennen im Krankenhaus nicht "blind" durch die Gegend....

Man kann das nie pauschal sagen, es gibt Ärzte die wirklich wissen was das Pflegepersonal leisten muss, andere die das weniger interessiert... genau so ist es beim Pflegepersonal. Es sind nun mal nicht alle Menschen gleich. Fakt ist allerdings, dass man als Schüler alle Stationen und Funktionsabteilungen durchläuft und so einen großen Einblick hat, auch z.B. in den OP.



Dem Punkt mit dem Patientenkontakt stimme ich zu, das hat man im Studium nicht. Aber dafür hat die Krankenschwester in ihrer Ausbildung meist wenig von den wissenschaftlichen Arbeiten oder von OPs gesehen. Natürlich kann die Krankenschwester da nicht mitmachen, aber sie könnte ja zuschauen, sich solche Sachen erklären lassen etc.

Wir sehen in unserer 3jährigen Ausbildung weit mehr als du dir sicherlich vorstellen kannst. Und da ich eben erst mein schriftliches Examen hinter mcih gebracht habe kann ich nur sagen: das Pflegepersonal muss verdammt viel wissen, und da viele meine Lernzeit hier mitbekommen habe können diese das auch bezeugen. Wir lernen viel, was für uns keine Rolle im Alltag spielt, z.B. Pneumonie-Erreger, Inkubationszeit verschiedenster Tropenkrankheiten, das Vorgehen bei einer Gallenoperation!!!! etc... Was würde uns dann die Zeit im Hörsaal bringen???


@ Sebastian: Der Arztberuf ist doch auch nicht darauf ausgelegt, pflegerische Tätigkeiten zu übernehmen. Und es geht ja im Praktikum auch nicht nur darum, praktische Dinge zu machen. Als Krankenschwester hat man ja schon von Beginn an sehr viel Praxis, da könnten ein paar theoretische Sachen "aus der Vorlesung" auch mal interessant sein.

Du scheinst wirklich keine Ahnung vom Aufbau der Ausbildung zu haben, sonst würdest du nicht auf solche absurden Ideen kommen.

chrizzle
24.07.2005, 18:27
Nachricht wurde gelöscht

Hellequin
24.07.2005, 18:33
Arrogante Idioten gibts in allen Berufen, die findest du genauso bei Krankenpflegepersonal wie auch bei Ärzten. :-(

Schneewitche
24.07.2005, 21:29
Hui! Da bin ich mal nen paar h nicht inline und schon explodiert der Thread! Ich habe diese Idee eigentlich eher scherzhaft verstanden. Nur weil wir ein Pflegepraktikum fürs MEdizinstudium brauchen (was elweise bei manchen nicht so glücklich abläuft, weil man da nichts von der Pflegerischen arbeit lernt oder wie ich total uninformiert auf Patienten "losgelssen" werde) heißt das ja nicht das Schwestern auch so was machen müssen, was ihnen vielleicht nicht viel bringt.
Ich fand das einfach nur nen lustigen Vorschlag, weil ich in meinem Pflegepraktikum das gelästere der Schwestern über Ärzt furchtbar fand. Das hörte sich bei denen dann so an, als würden die den ganzen tag faul rum sitzen, mal auf ne kleine Viisite gehen, dabei das Bett mit Blut beim Verbandswechsel vollkleckern und die neuen Ärzt haben ja eh keine Ahnung!
Ich fand es einfach nicht gut, wenn Schwestern Ärzte anmeckern, warum sie so lange brauchen, wenn sie angepiepst werden ausm OP zu ihnen auf Station zu kommen.
Aber nicht das es mir so ausgelegt wird, das ich jetzt was gegen Schwestern ha. Ich hab ein paar sehr tolle nette Schwestern kennengelernt und es war auch viel effektiver dann mit denen zu arbeiten, weil ihnen das Wort Teamwork sehr gut geäufig war.


Völlig daneben und völlig uninformiert. :-(
Schwestern arbeiten im 3-Schicht-System. Ärzte (noch) nicht.
Im Gegensatz zu Ärzten, die überwiegend (von den Schwestern!!!) schlafen gelassen werden, bleiben wir wach.., die Stundenzahl bleibt Nachts glaub ich naturgemäß gleich und ich mußte am übernächsten Tag auch schon mal wieder in den Frühdienst und hab niemals ewig frei gehabt^^
Es sei denn ich hab was verpasst und ich arbeite 80h im Monat in der Nacht und vertu mich nu schon seit einem Jahr :-nix ...

*tsss-Kopfschüttel*

DasSchwestern Nachtdienste machen und dabei die ganze Zeit wach sind ist mir voll und ganz klar. Aber du mußt doch wohlzugeben, das die bei Ärzten und schwestern unterschiedlich verlaufen, oder?
Für mich gibt es da zumindestens Unterschiede zwischen einem Srzt der als Springer für 3 Stationen zuständig is und morgens noch ne komplette Schicht da bleiben muß, obwohl er schon den Natg davor komplett im Haus war oder wenn man als schwester morgens nach Hause gehen darf. Klar kann man als Schwester auch al ne verdammt stressige Nacht haben und als Arzt ne ruhige.

Aber sollte es mit der Idee von Smartinchen nicht viel eher um das alte Problem des Verständniss füreinander gehen?

kahryn
24.07.2005, 22:52
Aber sollte es mit der Idee von Smartinchen nicht viel eher um das alte Problem des Verständniss füreinander gehen?
:-meinung

wow, ich fasse es nicht, dass ihr dieses thema ernsthaft diskutiert. das kann doch einfach nicht wahr sein.

wollte nur noch zu chrizzle was sagen:
eigentlich find ichs nicht schlecht, dass du meinst du willst nicht raushängen lassen, dass du med studieren willst, aber andererseits musst du auch dran denken, dass es vielleicht sein kann, dass deswegen die schwestern gar nicht wissen, dass du das praktikum "kostenlos" machst.
konnte es auch nicht glauben, dass es sowas noch gibt, aber einer freundin ging es so. sie hat übel geschuftet und irgendwann (klar, bis sie sich getraut hat war das praktikum schon so gut wie vorbei *ironie*) mal zu einer schwester gesagt, ob sie eigentlich wisse, dass sie kein geld bekommt. die ist dann aus allen wolken gefallen.

Smartinchen
25.07.2005, 13:15
Ich bin weder Schülerin noch Studentin sondern im Moment genau dazwischen.

Bei uns auf der Station sind mehrere Krankenpflegeschülerinnen (sowohl Unter-, als auch Mittel- und Oberkurs), die - je nach Schule - blockweise Unterricht haben oder einen Tag die Woche Schule. Aber die meiste Zeit sind sie im Krankenhaus tätig (auch die Schülerin, die jetzt im ersten Lehrjahr ist!). Was stimmt nun nicht, wenn ich sage, dass angehende Krankenschwestern von Beginn an viel Praxis haben?? Im Vergleich zu Med-Studs, die erst im 5. Semester auf die Patienten "losgelassen" werden (und das meist nur in den Semesterferien während der Famulatur), ist das doch viel Praxis finde ich.

Dass Schwestern in drei Schichten arbeiten, habe ich - man glaubt es kaum - auch schon mitbekommen. In dem Krankenhaus, in dem ich arbeite heißt das, dass man seine 7,5- 10h (Nachtschicht) macht und dann nach Hause geht. Vielleicht ist es bei euch anders, aber während meines Praktikums ist keine Schwester länger geblieben. Es gab hier und da mal ne Überstunde, aber mehr nicht.

Dass ich nur putzen muss, weil ich ja soooooooo arrogant bin, damit macht ihr's euch natürlich einfach. Ich werdet es nicht glauben, aber ich habe in der ersten Woche immer angeboten, zu putzen, Windeln zu wechseln, Kaffee zu kochen und nicht gesagt, dass ich Medizin studieren will, um ja nicht den Eindruck entstehen zu lassen, ich sei jemand, der sich für alles zu schade ist und gar kein wirktliches Interesse hat (und ich hatte schon genug Jobs, in denen ich geputzt habe, so ist es nicht!). Ich bin auch davon ausgegangen, dass solche Dinge im Allgemeinen unter allen Mitarbeitern geteilt werden und jeder das mal macht. Aber es gilt wohl eher die EInstellung "Die Praktikanten und Schüler machen das schon...". Ich bin nämlich nicht die Einzige, auf der es hängen bleibt, auch die Schwesternschülerinnen bekommen sonst wenig mit...


Aber darum ging es auch überhaupt nicht. Chrizzle hat in etwa ausgedrückt, wie ich es meine.
Dass ich mir von jemandem ne "Scheuklappenvorstellung" vorwerfen lassen muss, der es selbst für völlig abwegig hält, mal was anderes zu machen/sehen als den eigenen Beruf, finde ich auch lächerlich.

Als Krankenschwester mag man viel von der Arztarbeit sehen, umgekehrt auch, aber ich sehe in Medizin und Krankenpflege zwei unterschiedliche Berufe (viele Leute sehen in Medizin "Krankenpflege für Fortgeschrittene" *VORSICHT, ICH NICHT!*) und finde es deshalb nicht abwegig, mal "den anderen" Beruf ein bißchen kennenzulernen.

Ob das realitätsfern ist (klar ist es das, es wird auch niemals ein Arzt-Praktikum geben, aber deshalb wird man's ja wohl mal vorschlagen dürfen), ist doch egal.

Cassy
25.07.2005, 15:01
Nur noch eine Anmerkung zu den Arbeits- bzw Ausbildungszeiten nach dem neuen Krankenpflegegesetz, gültig seit 01.01.2004:


2100 Stunden theoretischen und praktischen Unterricht
2500 Stunden praktische Ausbildung

Mindestens 80, jedoch nicht mehr als 120 Stunden sind ab der zweiten Hälfte der Ausbildungszeit im Nachtdienst abzuleisten.


So wenig Theorie ist das nun auch wieder nicht....


Cassy, für die sich das Thema damit erledigt hat :-)

HonorisCausa
25.07.2005, 15:38
Ob das realitätsfern ist (klar ist es das, es wird auch niemals ein Arzt-Praktikum geben, aber deshalb wird man's ja wohl mal vorschlagen dürfen), ist doch egal.


Quod erat demonstrandum!

Leider verläuft jetzt diese Diskussion etwas im Sand und das eigentliche Thema geht verloren, aber zumindest haben wir ein gemeinsammes Ziel wie mir scheint!

@ Smartinchen: Ich möchte aber nochmal betonen, dass ich hier niemanden als arrogant abstempeln wollte und um vielleicht etwas deutlich zu machen... Nach dem Abi wollte ich immer direkt Medizin studieren und hätte nie im Traum daran gedacht eine Ausbildung zum Krankenpfleger zu beginnen, aber leider hat sich mir der NC in den Weg gestellt, doch aus heutiger Sicht war und ist es für mich nicht der verkehrte Weg gewesen, da ich wirklich an Erfahrungen gewonnen habe. Das du während deiner Zeit im KPP schlechte Erfahrungen gemacht hast tut mir leid, aber ich glaube, dass auch diese hilfreich sein können, um daraus seinen eigenen Gewinn zu ziehen.
Ohne dir zu nahe treten zu wollen behaupte ich aber einfach, dass du vermutlich von der Krankenpflegeausbildung als solche nicht das meiste mitbekommen hast, aber ich gehe auch davon aus, dass dazu ein dreimonatiges Praktikum auch nicht ausreicht.