Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Bitte Studiert nicht Medizin. Lernt was anstädiges!!!
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Mir ist das Thema gestern Abend noch lange durch den Kopf gegangen und ich glaube, ich habe das Missverständnis gefunden.
Was mich gestern bei der Diskussion doch beeindruckt hat, war, dass nirgends etwas von Leidenschaft für den Beruf zu spüren war. Zumindest war das mein Gefühl. Übertrieben war/ist immer nur die Rede von zu wenig Geld und zu viel Arbeitszeit. Und von den Gutmenschen, die alles nur schlimmer machen.
Zunächst habe ich das überhaupt nicht verstanden. Wie kann man Arzt einfach nur so als einen Beruf wie jeden anderen sehen.
Dann habe ich mir aber mal Gedanken über mich in meinem jetzigen Job gemacht. Und mir viel in schockierender Art und Weise auf, dass es mir ganz genauso geht. Ich mache ihn, weils mein Job ist. Ich mache ihn auch nicht schlecht, denke ich. Aber reich werd ich davon nie (wie so viele) und die ständigen unbezahlten Überstunden nerven auch tierisch. Und die Typen, die ständig bis 22 Uhr im Büro hocken, dann noch zuhause arbeiten und am besten noch Sonntags ins Büro gehen, die nerven noch viel mehr. Ist doch nur ein Job!
Schlussfolgerung für mich: es ist an sich garnicht zu beanstanden, wenn einer einfach "nur" seinen Job machen will, ob nun als Arzt, Busfahrer, Buchhalter, Maler oder sonstwas. Andererseits muss man aber auch die akzeptieren, die hier als "Gutmenschen" bezeichnet werden. Dahinter vermute ich zum gewissen Teil die, für die es nicht nur ein Job ist, sondern mehr.
Ich kenne einen Tierarzt, der ungelogen sieben Tage die Woche je 12 Stunden arbeitet. Wenn er nicht ne Sprechstundenhilfe hätte, die sich darum kümmert, dass er seine Arbeit auch mal abrechnet, dann wäre er schon lange Bankrott. Für den ist das kein Job, für den ist das mehr. Und ich find das toll! Ich weiß aber, dass das kein Maßstab sein kann und sein darf.
Mr. Pink online
01.07.2011, 10:07
Ein Arzt macht definitiv keinen besseren Job, wenn er sich wund und müde arbeitet. Wenn man seinen Beruf (Berufung) vor sein eigenes körperliches Wohlbefinden stellt, geht das unter Garantie schief. Wäre in jedem anderen Beruf das selbe.
Ich finde es erschreckend, dass es Abiturienten gibt, die mit derart naiven Vorstellungen ins Studium gehen. Aber naja, das Erwachen kommt früh genug.
Seh ich auch so.
Gut und schön wenn der Beruf einem "mehr" ist. Wenn er alles ist, bin ich mir nicht mehr sicher dass das noch gesund ist. Okay, es gibt so Leute da sind Privat- und Berufsleben eine Einheit. Kann auch was grosses dabei rauskommen.
Als Stationsarzt in einem Krankenhaus glaube ich aber eher nicht dass das Futter für Grosstaten gibt. Eher für Ausbrennen, Erschöpfung, Unkonzentriertheit, unausgewogenes Leben. Bei manchem vielleicht Karriere. Aber in meiner Welt sind 8 motivierte, effektive Stunden eines ausgeglichenen Arztes mehr als 12 zwanghaft abgerissene, nach denen man nichts mehr mit sich anzufangen weiss.
Keenacat
01.07.2011, 10:34
Was mich gestern bei der Diskussion doch beeindruckt hat, war, dass nirgends etwas von Leidenschaft für den Beruf zu spüren war.
:-wand
Vorsicht, rotes Tuch.
Leidenschaftlich einen Beruf zu machen ist nicht gleichbedeutend mit völliger Selbstaufgabe, Verzicht auf Familie und Freizeit oder damit, vor Missständen einfach die Augen zu verschließen.
Im Gegenteil, es gehört dazu, laut und immer wieder auf Missstände hinzuweisen, die es uns teilweise unmöglich machen, unsere Patienten ethisch und medizinisch optimal zu versorgen. Es gehört dazu, die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben zu fordern und sich vorm Burn out zu schützen. Es gehört dazu, sich zu ärgern und zu meckern und sich zu beschweren, wenn man weit über die Hälfte der Arbeitszeit fachfremden Rotz wie DRG-Codierungen machen muss. Es gehört auch dazu, angemessene Entlohnung zu fordern für einen Beruf, in dem sechs Jahre Studium stecken, sechs bis acht Jahre Facharztweiterbildung und unzählige Stunden, in denen man sich up to date halten muss.
Denn nur diejenigen, die Leidenschaft aufbringen fürs Arzt sein, wollen auch möglichst gute Ärzte sein - ausgeruht und geistig anwesend, entspannt und in der Lage, auf Patienten einzugehen, mit genug Zeit für die notwendige sowie fakultative Weiterbildung und für die Einarbeitung in solche Dinge wie Krankengeschichten etc., sorgfältig in der Ausführung handwerklicher Dinge und zufrieden mit dem eigenen Leben.
Man verbringt nicht selten die Hälfte der wachen Zeit am Arbeitsplatz. Wenn man dort dann daran gehindert wird, die Arbeit den eigenen Ansprüchen genügend zu erledigen und noch nicht mal in der Lage ist, den entsprechenden Ausgleich zu schaffen, weil man im Monat 60 Überstunden anhäuft, muss man die Ansprüche entweder runterschrauben oder dem Ärger Luft machen und auf Veränderung drängen.
Was ist wohl leidenschaftlicher, frag ich dich?
Christoph_A
01.07.2011, 12:20
Bezüglich dieser sinnentleerten Leidenschaftsdiskussion:
Natürlich mach ich meinen Job gerne, es macht mir auch nach über 6 Jahren noch Spaß, an und mit Menschen zu arbeiten.
Aber ich habe auch festgestellt, daß es mir viel mehr Spaß macht, wenn die Rahmenbedingungen (Kohle, Freizeit, Arbeitszeitgestalung, Aufgaben passen).
Und, was dieses Berufungsgeschwafel angeht-ich habe Medizin gemacht, weil ich einfach nichts anderes besser kann, außer Skifahren und Biertrinken vielleicht:-)) und damit kann man nur sehr bedingt Geld verdienen. Für mich ist das Beruf und keine Berufung!
flensburger
01.07.2011, 15:22
Man kann doch noch eine Fachrichtung gehen, nachdem man Meidzin studiert. Hab gehört, falls das Geld jetzt mal kurz im Fokus stehen soll, dass ein Radiologe richtig viel verdient.
Medi2009
01.07.2011, 15:34
Man kann doch noch eine Fachrichtung gehen, nachdem man Meidzin studiert. Hab gehört, falls das Geld jetzt mal kurz im Fokus stehen soll, dass ein Radiologe richtig viel verdient.
Ja mit eigener Praxis vllt. , nur leider ist die bei bei dem Gerätepark den man sich als Radiologe anschaffen muss auch die teuerste Praxis die man so als Niedergelassener sich anschaffen kann (vllt. noch getoppt von Laborärzten).
Im KH werden alle ärzte nach dem gleichen Tarif bezahlt, deswegen schauen die anderen Fachrichtungen öfters neidisch auf die Radiologen, weil die geregeltere Arbeitszeiten haben, weniger Dienste u. weniger Überstunden... für das gleiche Geld.
Kackbratze
01.07.2011, 15:42
Klar, die Radiologie ist das Mekka der Arbeitsfaulen.
Wers glaubt, wird selig...
Gab mal ne Zeit, wo eine private Radiologie Praxis eine echte Goldgrube war. Dann wurde aber meines Wissens das Abrechnungssystem für Untersuchungen über die und von den Krankenkassen geändert und seitdem ist das auch nicht mehr so super erträglich...
Den reichen Radiologen gibt's sicher noch, aber zum Geld scheffeln sollte man dann wohl doch eher was ganz anderes machen ;-)
Ein Arzt macht definitiv keinen besseren Job, wenn er sich wund und müde arbeitet. Wenn man seinen Beruf (Berufung) vor sein eigenes körperliches Wohlbefinden stellt, geht das unter Garantie schief. Wäre in jedem anderen Beruf das selbe.
Ich finde es erschreckend, dass es Abiturienten gibt, die mit derart naiven Vorstellungen ins Studium gehen. Aber naja, das Erwachen kommt früh genug.Vielleicht sind es ja gerade die berufenen "Ärzte aus Leidenschaft" die dann in die alternativen Berufsfelder abwandern, weil sie mit dem realen Alltag nicht zur Deckung bringen können mit ihren Visionen des fachlich topfitten, menschlich total umgänglichen Arzt, der immer Zeit hat sowohl für die Patienten wie auch für seine drei Kinder...
Sollte man mal ne prospektive Studie machen, was aus den Studenten je nach Motivationsgrund wird...
Kackbratze
01.07.2011, 16:08
3 Kinder? Warum nur so wenige?!?
Gelbes_U
01.07.2011, 16:18
Ja mit eigener Praxis vllt. , nur leider ist die bei bei dem Gerätepark den man sich als Radiologe anschaffen muss auch die teuerste Praxis die man so als Niedergelassener sich anschaffen kann (vllt. noch getoppt von Laborärzten).
Im KH werden alle ärzte nach dem gleichen Tarif bezahlt, deswegen schauen die anderen Fachrichtungen öfters neidisch auf die Radiologen, weil die geregeltere Arbeitszeiten haben, weniger Dienste u. weniger Überstunden... für das gleiche Geld.
Die Zeiten sind vorbei - erst recht, für die, die jetzt anfangen. In München stehen angeblich mehr CTs als in ganz Italien (sagt man zumindest bei Siemens...) - und die haben schon nicht wenige. Das machen weder die Politik noch die Krankenkassen (inzwischen auch die privaten....) auf Dauer mit.
Und zum Radiologen im Krankenhaus: Dazu muss ich eigentlich nicht Medizin studieren.... da studier ich lieber Physik, wenn mich Bild-gebende Verfahren interessieren, da kann ich dann später auch mal so Geräte entwickeln (da wird auch mehr verdient), wenn es mich anödet in der Klinik die ewig gleichen Sachen zu machen. Just my 2 Cents.
Was willst du denn damit sagen? :-( ;-)
Ich wollte nur Deine Fachrichtung diskriminieren :-))
Melina93
01.07.2011, 16:25
Ein Arzt macht definitiv keinen besseren Job, wenn er sich wund und müde arbeitet. Wenn man seinen Beruf (Berufung) vor sein eigenes körperliches Wohlbefinden stellt, geht das unter Garantie schief. Wäre in jedem anderen Beruf das selbe.
Ich finde es erschreckend, dass es Abiturienten gibt, die mit derart naiven Vorstellungen ins Studium gehen. Aber naja, das Erwachen kommt früh genug.
Dennoch find eich es erschreckend, wenn fertige Ärzte sagen, sie würde nie nie wieder Medizin studieren. Da ist dann vielleicht was falsch gelaufen.
Feuerblick
01.07.2011, 16:46
Warum ist das erschreckend? Darf ein Arzt weniger genervt von seinem Beruf sein als ein Koch? Oder als ein Friseur? Es kommt doch überall vor, dass man einen Beruf erlernt und dann feststellt, dass Anforderungen und Bedingungen schlichtweg nicht zu einem selbst passen. Da ist der Gedanke, man hätte vielleicht was anderes studieren/erlernen sollen, doch gar nicht so weit hergeholt.
Wie gesagt: "Arzt" ist ein Beruf. Nix weiter! Leidenschaft und "Berufung" mögen nicht schaden, sind aber beileibe nicht Voraussetzung. Es gibt genügend Ärzte, die einfach nur ihren Job machen und das gut. Reicht doch... :-nix
Und zum Radiologen im Krankenhaus: Dazu muss ich eigentlich nicht Medizin studieren.... da studier ich lieber Physik, wenn mich Bild-gebende Verfahren interessieren, da kann ich dann später auch mal so Geräte entwickeln (da wird auch mehr verdient), wenn es mich anödet in der Klinik die ewig gleichen Sachen zu machen. Just my 2 Cents.
Dazu würde ich ja gerne mal die Meinung der Radiologen hier hören. Hast du selbst Erfahrungen in der Radiologie?
Ich denke:
1) Die physikalische und die medizinische Sichtweise auf die Radiologie ist extrem verschieden.
2) Als Physiker an bildgebenden Verfahren arbeiten ist (auch?) höchst repetitiv; man entwickelt ja nicht jeden zweiten Tag ne neue coole Scannermethode, sondern verbessert nur hier und da die gegenwärtigen Verfahren und hofft, dass nach 1000maligem Messen das Statistik Programm das ausspuckt, was ich sehen will.
3) Allgemein ist doch jede medizinische Fachrichtung irgendwann nicht mehr "abwechslungsreich". (Oder kennt da jemand nen Geheimtipp :-)) )
4) Nachdem ich mich ziemlich ausführlich in versch. Foren zur Radiologie belesen habe bin ich zu der erstaunlichen Feststellung gekommen, dass sich die Meinungsdifferenzen von "langweilig" bis hin zu "fesselnd" erstreckt. Interessanterweise kommt Ersteres dabei meist von den Menschen, die noch kein radiologisches Institut von Innen gesehen haben und mit dem Fach ausschließlich die Begriffe "dunkler Keller" und "10^5 Bilder pro Tag" assoziieren :-))
WackenDoc
01.07.2011, 17:46
Die Wahrheit wird wohl irgendwo dazwischen liegen.
Ich geb´dir recht, dass wahrscheinlich fast jede Fachrichtung auf Dauer viel Routine bietet. Aber es gibt wohl auch immer wieder spannende Fälle und interessante Patienten.
Über meine Tätigkeit (Truppenarzt) wird ja auch mal gerne gesagt, dass das ziemlich langweilig sein soll. Jeden Tag viele, viele Patienten mit Infekt der oberen Atemwege, Durchfälle, Rückenschmerzen und verknackste Knöchel. Klar, sind die Fälle nicht gerade spannend und viele fragen sich,warum sie dafür 6 Jahre studieren mussten.
Aber unter vielleicht 100 Routinepatienten genau den einen rauszufischen, der wirklich mal was Ernsthaftes hat, das macht schon Spass.
Ähnlich wird es wohl auch in der Radiologie sein- ein RöTx nach dem anderen zum Ausschluss Infiltrate oder internistischem Status befunden, die dann mehr oder weniger Normalbefund ergeben, ist sicher nicht die große medizinische Befriedigung. Aber in nem Route-Tx dann doch was unerwartetes zu entdecken und dann mit den Internisten/Chirurgen etc. heraus zu finden, was es ist, das sind dann die Highlights in dem Job.
Edit: Was ich übrigens auch ganz cool finde ist, dass man nach einer Weile einen gewissen Instinkt entwickelt. Auch wenn die objektiven Befunde was anderes sagen, hat man manchmal das Gefühl, dass "da was nicht stimmt".
Relaxometrie
01.07.2011, 17:53
Aber ich habe auch festgestellt, daß es mir viel mehr Spaß macht, wenn die Rahmenbedingungen (Kohle, Freizeit, Arbeitszeitgestalung, Aufgaben passen).
:-dafür
Dennoch find eich es erschreckend, wenn fertige Ärzte sagen, sie würde nie nie wieder Medizin studieren. Da ist dann vielleicht was falsch gelaufen.
Man darf kurz erschrocken sein, sollte dann aber der Realität ins Auge blicken und sich mit Tatsachen befassen, anstatt die gegebenen Umstände mit dem Weiterlebenlassen von Gutmenschentum zu zementieren.
Es kommt doch überall vor, dass man einen Beruf erlernt und dann feststellt, dass Anforderungen und Bedingungen schlichtweg nicht zu einem selbst passen. Da ist der Gedanke, man hätte vielleicht was anderes studieren/erlernen sollen, doch gar nicht so weit hergeholt.
Wobei der Gedanke, besser etwas anderes gelernt zu haben, nicht unbedingt zielführend ist.
Erstens gilt:"The grass is always greener on the other side.".
Zweitens müssen die Umstände, die einem mißfallen, ja nichts mit den eigenen Neigungen zu tun haben, sondern die Umstände sind insgesamt so schlecht, daß sie jedem auf den Geist gehen würden. Deswegen finde ich den Kommentar "Du hättest ja etwas anderes lernen können." so unheimlich destruktiv. Wenn man so denkt, wird nämlich jeglicher Fortschritt verhindert und miese Strukturen, die jedem auf den Geist gehen, würden nie abgeschafft.
Wie gesagt: "Arzt" ist ein Beruf. Nix weiter! Leidenschaft und "Berufung" mögen nicht schaden, sind aber beileibe nicht Voraussetzung. Es gibt genügend Ärzte, die einfach nur ihren Job machen und das gut. Reicht doch... :-nix
Richtig.
Feuerblick
01.07.2011, 17:57
Das kommt drauf an, ob das zielführend ist. Wenn man sich mit dem Beruf unwohl fühlt, dann liegt es entweder an den Rahmenbedingungen (gegen die man etwas tun könnte) oder am Beruf selbst, was man SO nicht voraussehen konnte. Und dann sollte man sich einfach einen anderen Beruf suchen. :-nix Wie gesagt: Auch das gibt es in jedem Beruf...
Gelbes_U
04.07.2011, 08:56
Dazu würde ich ja gerne mal die Meinung der Radiologen hier hören. Hast du selbst Erfahrungen in der Radiologie?
Ich denke:
1) Die physikalische und die medizinische Sichtweise auf die Radiologie ist extrem verschieden.
2) Als Physiker an bildgebenden Verfahren arbeiten ist (auch?) höchst repetitiv; man entwickelt ja nicht jeden zweiten Tag ne neue coole Scannermethode, sondern verbessert nur hier und da die gegenwärtigen Verfahren und hofft, dass nach 1000maligem Messen das Statistik Programm das ausspuckt, was ich sehen will.
3) Allgemein ist doch jede medizinische Fachrichtung irgendwann nicht mehr "abwechslungsreich". (Oder kennt da jemand nen Geheimtipp :-)) )
4) Nachdem ich mich ziemlich ausführlich in versch. Foren zur Radiologie belesen habe bin ich zu der erstaunlichen Feststellung gekommen, dass sich die Meinungsdifferenzen von "langweilig" bis hin zu "fesselnd" erstreckt. Interessanterweise kommt Ersteres dabei meist von den Menschen, die noch kein radiologisches Institut von Innen gesehen haben und mit dem Fach ausschließlich die Begriffe "dunkler Keller" und "10^5 Bilder pro Tag" assoziieren :-))
Sorry, da hab ich mich missverständlich ausgedrückt: Ich meinte nicht, dass Physiker die Arbeit von Radiologen machen können. Ich meinte, wenn einen Bild-gebende Verfahren interessieren, dann hat man als Physiker mehr Möglichkeiten. Das Spannende an Bild-gebenden Verfahren kann ich jedenfalls nachvollziehen (räumliches Denken, inverse Problemlösung: ich sehe ein Bild, welches Geschehen verbrigt sich dahinter, etc.), wobei mir Radiologe auf Dauer zu langweilig wäre. Da tut sich allerdings ein Hoffnungsschimmer auf, da in spätestens 10-20 Jahren die Computer viele Routine-Arbeiten von Radiologen zumindest schneller machen werden - aber das hat wieder mehr mit dem zu tun, was ich jetzt mache... Ob dann natürlich noch so viele Radiologen gebraucht werden, ist eine andere Frage. Da kann man sich ewig im Kreis drehen.
Zu der anderen Diskussion: Ärzte haben es schwer, substantielle Verbesserungen ihres Umfeldes durchzusetzen - es geht um öffentliches Geld und es gibt viele, die für den Job auch schlechteste Bedingungen akzeptieren (sonst wäre zu Zeiten des AiP unser Gesundheitssystem zusammengebrochen, ist es aber nicht). Wobei die Bereitschaft unter schlechten Bedingungen bis zum Facharzt zu arbeiten, angesichts schlechter werdender Aussichten für niedergelassene Ärzte auch zurückgegangen ist.
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