Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Was Patienten dem Pflegepersonal oder auch mal Ärzten antuen
Schädelspalter
14.08.2005, 22:36
Zickenterror im Patientenzimmer. Da war eine 80jährige Dame A, die ihre Zimmernachbarin B ständig fertig gemacht hat [...]
B hingegen hat irgendwann angefangen, A zu beschimpfen, nicht mehr gegessen weil "die da drüben so stinkt" und sich ähnliche Nettigkeiten einfallen lassen. Schließlich war sie ja auch noch da!!!
Da gibt es ein tolles Rezept gegen.
In den Niederlanden gibt es Krankenhäuser ohne die Geschlechtertrennung auf den Zimmern.
Man hat also durchaus Angehörige des anderen Geschlechts neben sich liegen (natürlich sind die Betten dafür auch mit einzelnen, umlaufenden Vorhängen versehen).
Lt. einem Bericht in einer Pflegezeitschrift (leider liegt mir diese nicht mehr vor) hat dieses sehr viele positive Eigenschaften, viel schnellere Mobilisation möglich, Patienten sind interessierter in eigener Körperpflege (waschen sich schneller wieder selbst, benutzen Deo ....), mehr Hilfe gegenseitig ....
Da mein Opa einen Verkehrsunfall in den Niederlanden hatte (Leben im Grenzgebiet, er ist "drüben" von einem PKW angefahren worden), kam er auch in die Lage mit einer US-Fraktur neben einer älteren Patientin zu liegen. Er fand, mit seinen 82 Jahren, dieses auch nicht schlecht, obwohl er ja als Deutscher dieses nicht gewöhnt ist und man älteren Menschen ja eher eine konservative Haltung nachsagt.
Das kann man dem Patienten nicht mehr anlasten, ist eine typische Nebenwirkung vom Propofol:
aber wenn dem soetwas vorausging
Ich fands heute jedenfalls nicht lustig, mir 8 Stunden an zu hören, was entsprechender Patient denn alles mit mir machen würde, wenn er mit mir ins Bett gehen könnte oder mich eines Tages wieder trifft.
glaube ich nicht, dass das Propofol da noch groß Einfluß nehmen musste
Genauso gut wie eine Patientin, so um die 60/70, die uns alle unfreundlich fand und das wir sie doch behandeln wie ein Kind. jedenfalls hat die der Krankenschwesterschülerin verboten ihr Zimmer noch einmal zu betreten, weil sie ihr ned passt. Das find ich voll dreist, die hat doch gar nichts getan. naja, die Schülerin ist froh darüber, da die Patientin SCHRECKLICH ist.
2. geschichte.
Patientin steht morgens nach dem waschen etc. auf, geht raus, raucht sich eine, ihr scheint es ja wieder richig gut zu gehen.
Ärztin kommt zur Visite vorbei, ihr geht esganz plötzlich total schlecht, sie kann sich anscheinend gar nicht mehr bewegen. Es ist gaaaaaaaaaanz schlimm.
Kaum ist die Ärztin weg, Patientin springt auf, geht über den Flur (sieht den umstäden entsprechent fit aus) raucht sich noch nen paar Zigaretten draußen, spielt mit ihrer Tochter....
Wollen manche Leute unbedingt bleiben, oder wie sehe ich das!?!?!?!?!
*lol*
GLG Diddy
ehemalige Userin 24092013
15.08.2005, 09:24
Das kann man dem Patienten nicht mehr anlasten, ist eine typische Nebenwirkung vom Propofol:
(Auszug aus dem Beipackzettel)
Ich kenne die Nebenwirkungen vom Propofol.
Leelaacoo
16.08.2005, 22:57
...oder 19jährige, die nach einer durchzechten nacht auf Station landen, beim Bluabnehmen skeptisch fragen, ob man das denn überhaupt kann (oh jaaa, Junge, ich kaaaann, und wie...) und dann zum Rauchen verschwinden, nach dem Essen aber wie blöde bei den Schwestern klingeln, weil das Tablett IMMER noch net weggeräumt wurde....grrr...haben doch selber Beine...
LG Lee (die letzte Woche so doll von einer Gomerin in den Arm gekniffen wurde, dass sie immer noch mit nem blauen Flecken durch die Gegend läuft)
Froschkönig
16.08.2005, 23:01
Und was macht man eigentlich mit nem Patienten, der wegen dekompensierter Herzinsuffizienz kommt und sagt, daß er abnehmen will...BMI von 63 !!!!! und nur am fressen immer wenn man zur Tür reinkommt ? *argh*
...BMI von 63!!!*argh*
Oh Gott, wie sieht der Pat. aus?!?!? So ein BMI liegt jenseits meiner Vorstellungskraft....kannst Du das mit Zahlen n bisschen anschaulicher machen, Frosch?
Patella :-)
Sebastian1
17.08.2005, 20:59
Ich komme dem Frosch mal zuvor, hatte letztens auch so einen Patienten, der erst Mitte 30 war und sich sage und schreibe knapp 250 kg angefressen hat - innerhalb von 9 Monaten laut Aussage der Angehörigen. Das ist rein pflegerisch schon echt anspruchsvoll, wenn so jemand dann sediert und beatmet in seinem Spezialbett hin- und hergeschaukelt wird. Daher rührte übrigens auch mein "OP-Fähigkeit bei extremer Adipositas"-Thread. Und von ärztlicher Seite aus betrachtet: Ich bin froh, dass ich den nicht intubieren musste. Und jetzt weiss ich auch, wozu beim verstellbaren Stiffneck die Einstellung "no neck" existiert....
Froschkönig
17.08.2005, 23:38
Ich komme dem Frosch mal zuvor, hatte letztens auch so einen Patienten, der erst Mitte 30 war und sich sage und schreibe knapp 250 kg angefressen hat - innerhalb von 9 Monaten laut Aussage der Angehörigen.Wobei ich auch schon nen Pat. mit 244 Kg hatte...ebenfalls 30, der ging fröhlich zur arbeit und schnaufte nach 4 Stockwerken im Treppenhaus weniger als ich *g* Allerdings hatte meiner das über 10 Jahre "aufgebaut"...nichts desto weniger wird es ihm in spätestens weiteren 10 Jahren nicht mehr so gut gehen...
Zu dem Patienten von vorher: Du wolltest Zahlen ? Ritter-Sport. Quadratisch.Praktisch.Gut...oder jetzt wirklich in Zahlen: 167x177 (cm x Kg) :-D
Ein Patient mit HOPS (?) nach einer Leber-OP hatte ein recht üppiges Infusionsprogramm mit Ernährung und Zuspritzen von sämtlichen Vitaminen und Fetten etc. laufen. Und irgendwie brachte er es fertig nach dem Richten und Frischanhängen der Infusionen, Minuten später sämtliche 3-Wege-Hähne und diese Banken zu verstellen, Infusionsschläuche zu ziehen und Infusionsbeutel dermaßen zu verunstalten, dass ich alles noch mal komplett neu richten musste – das ging über Tage so, aber der arme Tropf konnte wohl nicht wirklich was dafür, hat nur immer danach so schadenfroh gegrinst und sich diebisch gefreut…grrrhh…
Auf anderen Stationen gab’s auch immer solche Kaliber –
ob das womöglich immer der selbe Patient war ?!
Und ein anderer zu selben Zeit da auf Station kam immer morgens zur gleichen Zeit an und erzählte, er hatte grad Stuhlgang und drückte mir seinen faeces-gefüllten Schnabelbecher in die Hand und meinte er hatte die Toilette nicht gefunden ?! (Wie kriegt man dass in einen Trinkbecher – bäh). Waren da alle irgendwie komisch auf Station, wenn ich jetzt drüber nachdenk’…
sunrise10086
18.08.2005, 13:23
Hatte im Nachtdienst auf der ITS mal eine Patientin die die gesamten acht Stunden "FEUER! FEUER!" brüllte (bis auf die kurzen Phasen, in der Haldol i.V. dann doch mal anschlug, wobei ich heute der Meinung bin, dass das bei der Ollen definitiv nicht das Mittel der Wahl war).
Zwischenzeitlich hat sie versucht mir ins Gesicht zu treten (ist knapp daneben gegangen, wusste gar nicht, dass ich mich so schnell bewegen kann). Ich stand in Thoraxhöhe der Patientin wohlgemerkt, die Oma war echt gelenkig.
Während einer meiner UChi-Famulaturen hab ich mal einer etwas anämischen Oma einen Zugang gelegt. Obwohl sie ein wenig, na sagen wir mal, blutarm war (Hb von 6,8 oder sowas), hat sie während des Schiebens der Braunüle noch versucht mir ins Gesicht zu spucken. Die von mir prophylaktisch mitgenommene Krankenschwester hat ihr aber geistesgegenwäritg den Mund zugehalten, sonst hätte ich wohl volle Lotte deren geschluckte Charlottenburger abbekommen.
Im Allgemeinen mag ich es nicht, wenn mich Patienten anfassen, ohne dass ich sie dazu aufgefordert habe.
Als ich in der Altenpflege gearbeitet hab (Demenzerkranke v.a.) gab es immer eine Oma, die einen immer ins Bett ziehen wollte, vornehmlich dann, wenn sie so viel gesch****en hatte, dass die Stoffwechselendprodukte aus dem Bett liefen. Grusel hoch zehn...
Zu dem Patienten von vorher: Du wolltest Zahlen ? Ritter-Sport. Quadratisch.Praktisch.Gut...oder jetzt wirklich in Zahlen: 167x177 (cm x Kg) :-D
Oder auch westfälisches Gardemaß: einsfuffzig zum Quadrat
Gestern KPP auf ITS:
Patient+Entzug+Stuhl mit Edelstahlbeinen vs. Mich+Glastüre
war das ein SCH...
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