Anmelden

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Herz Szinti



Seiten : 1 2 [3]

test
21.08.2005, 15:20
die Leute schiebt man da rein weil man nen verschluß ausschließen will - und es meist auch tut ... man kann ja nicht einfach so sagen "Psychosomatisch"

was das CT angeht täuschst Du Dich ... seit es 16 zeiler gibt (2001) kann man verdammt gut da reingucken und jetzt (64zeiler) geht das noch viel besser. man kann die Plaques sehen und sagen wieviel Kalk drin ist und wieviel Lipide, den Grad der Stenose .... nur in Stents reingucken ist noch nicht routinemäßig möglich! hat ne verdammt hohe sensibilität und spezifität! In USA (wenn Du da grad bist) ists sogar ziemlicher Standard!

aber wenn du eindeutige Kliniken wissen willst wo das ganz sicher Routine ist: Als Unis Tübingen, München (rechts der Isar), Erlangen, Charité, Frankfurt, Aachen in Deutschland ganz sicher - aber sicher mehr!
Bei kleinen Krankenhäusern z.B das RoBo in Stuttgart.
Auch in Praxen ist das mittlerweile möglich (z.B in der einzigen großen Radiologie- Praxis in Ludwigsburg)
In USA im MGH und BWH in Boston (Harvardunikliniken) gibt es eigene Abteilungen für nichtinvasive Darstellung von Herzkranzgefäßen. das gleiche gilt für University of (shit - weiß nimmer ob north oder south) Carolina, wenn Du Beispiele in Amerika willst.
Von der University of Tokio weiß ich auch sicher, dass es als Routine gemacht wird ....
und das waren jetzt nur Beispiele von Kliniken wo ichs sicher weiß, weil ich entweder da war oder jemanden kenne, der davon berichtet hat!

Ist ne beeindruckende Technik!

Achso die PAtientin sollte symptomatisch sein :-)) So wie du das oben beschrieben hast klang das wie wenn man ne gesunde in den Katheter schieben würde. ;)

Und das wird echt als Katheterersatz dort benutzt? Weiß man denn damit dann auch inwieweit sich Kollaterallen beispielsweise ausgebildet haben und wie signifikant eine Stenose ist? Irgendwie kann ich es mir schwer vorstellen, dass der Informationsgewinn daraus genauso hoch ist wie aus ner dynamischen KAtheteruntersuchung.
Oder ist das mehr dafür geeignet zu sagen, dass die Gefäße frei sind und wenn sie es doch nicht sind, dann wird nochn KAtheter hinterhergeschoben?

thrombos
21.08.2005, 15:34
es gibt halt große Studien wo die patienten beides (also CT und Katheter) bekommen haben und darum weiß man, dass man die Stenosen sehr genau einschätzen kann!
man sieht wirklich sauviel, jede popelige Arterie!!
das was Du meintest mit dem Kalk war das Calcium-scoring, was heute nicht mehr gemacht (oft) wird - da sah man nur Kalk ... heute kannst du die Plaques klassifizieren - also wieviel Kalk und wieviel Fette drin sind und damit die Rupturgefahr abschätzen (steckt aber noch in den Kinderschuhen, da man dafür ja nicht ganz ethischkorrekte Langszeitstudien bräuchte) - das kann der Katheter nicht!

Die Indiaktion ist halt das Problem... also ein HI Patient, der ziemlich sicher interventioniert werden wird, bekommt natürlich (außerhalb von Studien) kein CT,
aber erwähnte Patientin, die eine ziemlich sichere Ausschlußdiagnostik hat kommt so um die Intervention (meistens) rum
oder Patienten, die psychisch so drauf sind, dass sies abtesten lassen wollen
oder eben nach Intervation zur Kontrolle (nen halbes Jahr später oder so) oder zu gucken ob die bypässe noch offen sein
.....

.... und jetzt nicht lachen: die amis haben nen schaden!! Es gibt ein Unternehmen in den USA, das stellt CTs in Einaufspassagen und da kann man hingehen und Blutwerte und Cardio-CT machen zu lassen und damit sein Herzinfarktrisiko abschätzen zu lassen - das sind die Blumen der Technik (vollkommen irre in meinen Augen!)

... aber Herz CTs kann man ja auch super zu OP-Planung nehmen (wollen z.B in Tü die Herzchirurgen immer häufiger vor OPs) und wenn man die Daten eh schon hat, lässt sich ne super Funktionsdiagnostik machen (aber natürlich macht man kein CT extra dafür)


ich hab mich glaube genug als Cardio-CT-Fan geoutet, oder?

Lava
21.08.2005, 17:50
Ausschlaggebend ist ja weniger der Grad der Stenose, sondern eher die Entzündungsaktivität. Noch kann man instabile Plaques nicht von stabilen unterscheiden, aber es gibt viele vielversprechende Ansätze mit MRT Kontrastmitteln. Zufälligerweise hat meine Doktorarbeit was damit zu tun. ;-) Wenn sich das irgendwann mal durchsetzt, hätte man eine schöne nicht-invasive Methode und noch dazu ohne Strahelnbelastung. Toll, was? ;-)

thrombos
21.08.2005, 17:52
bis das mitm MR perfekt wird, wird noch ne weile das CT den Weg fürs MR freischlagen als nichtinvasives instrument ... aber ich geb Dir recht - diese Sachen sind super toll (und auch meine Doktorarbeit hat damit was zu tun :-angel )

FataMorgana
21.08.2005, 18:59
Meines Wissens sind aber MR Angio und auch CT Angio noch recht viele Jahre davon entfernt die Koronargefäße gescheit darstellen zu können.
Perfusions gewichtete MR Bilder sind wohl schon besser möglich, geben aber auch keine Auskunft über die Gefäße. Wobei ich glaube, dass auch das noch etwas davon entfernt ist von ner Routinediagnostik. :-nix Oder wird das irgendwo schon routinemäßig gemacht?

Auch das Cardio-MRT wird bereits in der Routine eingesetzt. Konkret weiß ich das vom SLK-Klinikum am Plattenwald in Bad Friedrichshall. Genau die oben beschriebene 40-jährige Frau mit mittlerer Prätest-Wahrscheinlichkeit würde so etwas bekommen.