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Snatchy
17.08.2005, 08:54
krass wie teilweise die meinungen zum thema physik auseinander gehen. ich für meinen teil kann besser lernen wenn ich den nutzen dessen was ich lernen soll auch nachvollziehen kann, also antibiotika usw.
zugegeben: warum muß das schon im physikum sein.
aber........die aufgaben zur berechung der kapazität eines plattenkondensators und andere dieser sorte.......damit müll ich mir doch den kopf nicht voll.
lieber ein paar mehr kokken und pilze und ein schlechtes gewissen wenn ich in meinen kühlschrank schaue als son sch.....plattendings.

weiter leute

naja, wenn man die Zusammenhänge aus der Physik einigermaßen verstanden hat und ein paar wenige kleine Formeln kennt, kann man gerade in Physiologie sich viele Sachverhalte erklären und muss viel weniger auswendiglernen (gilt auch im geringerem Maße für Chemie --> Biochemie). Ob es nun Membranpotenziale sind, Strömungsverältnisse, Widerstandsregulierung, Aufbau des optischen Aparates, uvm. Im übrigen habe ich in der Physik auch eher den Eindruck gehabt, man wolle den Studenten beibringen, wie man Einheiten umrechnet usw. ... das ist wirklich wichtig.
Irgendwie kam es mir 4. Sem lang so vor, dass sich einige aus meinen Praktikumsgruppen konsequent gegen das Verständnis einiger grundlegender Sachverhalte sträubten ("das kapier' ich ja sowieso nicht" - wirklich probiert haben es sie meissten sowieso nicht) und lieber auf viel umständlichere und ineffizientere Art und Weise Fakten auswendiglernten und Zusammenhänge öfter schwieriger zu erschließen waren (verstehe daher auch nicht, wieso soviele Leute Physiologie als das schwierigste der Vorklinik hinstellen. Verglichen mit Biochemie und besonders Anatomie muss man nur einige wenige logische Zusammenhänge und nicht pure Fakten lernen)
Umgekehrt ist es mit den MiBi-Fragen im Physikum: da lernt man eine Reihe von Fakten runter ohne weiteres Verständnis für die genaueren Abläufe/Zusammenhänge. Weiteres Beispiel: die geschilderten Wirkstoffe, welche entweder Translation, Transkription oder Replikation hemmen. Für Pharma sind sie sicherlich notwendig, aber für das Verständnis der 3 Vorgänge (darauf kommt es an) bringen sie nahezu Nichts.

dela
17.08.2005, 09:15
^^ is wohl ansichtssache. ich glaube nicht dass physik wirklich schwer ist, aber wenn ich schon in der einleitung von "aerosolen" höre und zerstäubung + oberfläche kugel dann weiss ich dass ich schon wieder verloren habe. hab sogar mal in physikbuch nachgesehen aber diese begriffe nirgens gefunden... hab nicht mal verstanden was die überhaupt wissen wollen...

andere aufgaben von wegen messfehler oder wellenlänge sind dagegen wieder einfacher...

und physio is meiner meinung das schwerste weil da im gegensatz zu den anderen fächern viel mehr zusammenspielt von wegen kreislauf herz atmung blut... mal hier cAMP mal hier cGMP mal dort diese rezeptoren...

Snatchy
17.08.2005, 09:32
na ist doch ein gutes beispiel. Im grunde muss man bei den Aerosol-Fragen nur wissen, wie man ein kugelvolumen und/oder die -oberfläche berechnet (2 kleine Formeln, welche man schon in der Schule eingehämmert bekommen hat) dann stellt man einen logischen zusammenhang her (einige große kugeln -> viele kleine kugeln -> erwünschte oberflächenvergrößerung). darum stehts auch in keinem Physikbuch. Es geht bei den meissten "klinisch angehauchten" fragen ja nicht um die klinik an sich, mehr darum einen normalen naturwissenschaftlichen (bzw. anatomischen) zusammenhang etwas praxisrelevanter darzustellen (wahrscheinlich damit man erkennt, warum man das nun lernen musste).

Ich glaube, viele resignieren direkt innerlich, wenn sie eine längere Frage vor sich haben und nicht innerhalb von 2-3Sek erkennen, was nun gewünscht wird, obwohl die Fragestellung letzten Endes viel leichter ist als sie aussehen mag. Im Grunde wird ja nur Stück-für-Stück daraufhin gearbeitet, wie man Probleme angeht, bei denen man nicht auf jede Eventualität vorbereitet ist (nicht alles verläuft immer nach Plan) und das ist IMHO schon ziemlich wichtig für's gesamte Berufsleben :-dafür