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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Super große Angst vorm Studium



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eins2drei
26.08.2006, 11:42
Hallo!
Ich wollte mal erfragen, wie du dich jetzt entschieden hast und was du gerade machst? Ich habe ein entfernt ähnliches Problem, ich möchte jetzt zum WS in Frankfurt anfangen - und kann mich nicht zwischen Jura und Medizin entscheiden.... Echt furchtbar, das macht mich total fertig, weil ich irgendwie immer dran denken muss. Jura: da denke ich als erstes an schleeechte Arbeitsaussichten, komische Benotung und frustrierte Studis. Medizin: da ist es der endlose Dienst im KH, keine vernünftige! Zeit für Familie, Hobbies und Freunde und die lange Facharztausbildung im KH. Hab einen monat KPP gemacht, hat mich ehrlich gesagt abgeschreckt.
Vielleicht kannst du mir einen Tipp geben?
Gruß
123

Lava
26.08.2006, 11:45
@123: Ich glaube je mehr Leute du nach ihrer Meinung fragst, umso schwieriger wird die entscheidung für dich! Du musst sie wirklich ganz allein treffen und nicht danach, was irgendwelche anderen Leute gemacht haben. Schalte mal ab und hör nur auf dich selbst. Nimm dir viel Zeit zum Nachdenken. Geh mal für ein paar Stunden Rad fahren oder Wandern oder Schwimmen oder so. Irgendwo, wo du mit deinen Gedanken allein bist. Die Entscheidungen, die man da fällt, sind meist die richtigen. :-top

supergirl17
26.08.2006, 11:54
Aus meiner Erfahrung:

1. denk nicht zu viel nach, lass deinen Bauch/Gefühl mit entscheiden

2. du kannst, es nicht planen/voraussehen, egal wie viele pro-contra Listen an erstellt, wie viele Infos man einhaolt. dafür ist die ganze Sachen viel zu komplex und die meisten Faktoren kannst du eh nicht beeinflussen (z.B. den Arbeitstmarkt in 6 Jahren)

3. Mach, was Dir Spaß macht! denn dann wirst du "erfolgreich" sein (was auch immer das für den einzelnen sein mag), weil du dich richtige einsetzt und genügend Befriedigung primär aus dem ziehen kannst was du tust

4. es ist NIE zu spät zu wechseln, sich zu verändern oder neu anzufangen (ich weiß, wovon ich rede)
niemand verlangt, dass man so jung weiß man den Rest seines Lebens tun wil. niemand muss mit nur einer Sache im Leben glücklich werden (wenn man zwei braucht, ist das auch ok).

5. denk nicht zu viel nach (achja, war schon 1. ;-))

Viel Glück und Erfolg, was auch immer es wird :-top

notarzt110
26.08.2006, 17:15
Wenn du so große Angst und Magenschmerzen (...) hast, solltest du es vielleicht wirklich lassen und bei Jura bleiben?! Die Symptome werden sicher nicht besser und dir ist auch nicht geholfen, wenn du SO anfängst zu studieren und dich quasi kaputt machst.
:-meinung

Skalpella
26.08.2006, 17:50
Hallo 123!
Wenn dich das Praktikum im Krankenhaus eher abgeschreckt hat, dann solltest du dir echt gut überlegen, ob Medizin das Richtige für dich ist. Die überwiegende Zahl der künftigen Mediziner wird eher im klinischen Bereich arbeiten. Welches Berufsbild hast du denn vor dir, wenn du an Medizin denkst?

catgut
28.08.2006, 08:43
Medizin: da ist es der endlose Dienst im KH, keine vernünftige! Zeit für Familie, Hobbies und Freunde und die lange Facharztausbildung im KH. Hab einen monat KPP gemacht, hat mich ehrlich gesagt abgeschreckt.

Also, ehrlich, Du musst das zwar selbst wissen, aber mach Jura. Wenn Dich das KPP generell abschreckt, dann lass die Finger von der Medizin. Ich meine, es macht zwar den wenigsten richtig Spaß Windeln zu wechseln, Betten zu säubern und den ganzen schmutzigen Schweinskram zu erledigen. Aber irgendwie gab es doch immer eine Möglichkeit, dem Dokor über die Schulter zu sehen, Röntgenbilder und Blutwerte anzuschauen, selbst mal was zu tun (sei es nur Blutdruck oder so was banales). Und wenn Deine Augen dann nicht anfangen zu leuchten und Du nicht sagst "Ja, das ist das Richtige für mich", dann lass es bitte und gib die Chance jemandem, der das wirklich möchte.

sommersonne82
28.08.2006, 20:59
Bei allem Verständnis dafür, daß man sich einfach mal falsch entscheiden kann und natürlich das Recht hat das zu revidieren, finde ich die "hier parken und da probieren" Einstellung völlig daneben.
Ich habe sechs Jahre auf den nun endlich erhaltenen Studienplatz gewartet und wie mir geht es vielen anderen auch. Aber ich habe gewartet, aus Überzeugung. Wenn ich dann aber lese, daß Du Dir nicht mal wirklich sicher bist, solltest Du Deinen Platz vielleicht doch denjenigen lassen, die es sind.

Olle83
29.08.2006, 09:55
Es gibt halt solche und solche. Die einen wissen schon seit sie fünf Jahre alt waren, dass sie unbedingt Arzt werden wollen, die anderen hatten mal diesen, mal jenen Plan und entscheiden sich dann halt erst spät für einen Studiengang, ohne wirklich überzeugt zu sein, dass es der richtige für sie ist.

So ging es mir selbst zum Beispiel auch, aber genauso wenig hätte ich gewusst, ob Jura oder Psychologie oder andere Dinge, die man so in Betracht zieht, was für mich gewesen wären. Woher soll man das vorher auch wissen? Während der Schulzeit erklärt dir keiner, wie das später mal sein wird.

Ich kann gut verstehen, dass es ärgerlich ist und auch wütend macht, wenn man hört, dass Leute die Studienplätze kriegen, die gar nicht so sicher sind, ob sie das wirklich wollen. Andererseits haben die dann aber vielleicht das entsprechende Abitur gemacht, um sich diese Entscheidungsfreiheit gönnen zu können.

deinOle
03.09.2006, 18:45
Erstmal herzlichen Glückwunsch zum Studienplatz! - Die sind rar.
Dass du nach Frankfurt kommst, war vermutlich nicht deine Wahl - wir sind hier alle unfreiwillig hergekommen. :-kotz Aber man gewöhnt sich. :-stud
Zur Situation in Frankfurt kann ich noch was sagen: Leider gibt es einige Juristen, die sehr erfolgreich liquiden Mandanten einen Studienplatz erklagen. Letztes Jahr waren es hier über 80! Im Hörsaal, der für 385 Studenten zugelassen ist, sitzen nun mehr als 600 (Gruß ans Brandschutzdezernat)! In die Klinik (nach dem Physikum) kommen nur 250 - dafür wird gesorgt! - Das geht ganz einfach: da macht man die Klausuren einfach ganz schwer - dann besteht nur die Hälfte und so nähert man sich der 250.
2004 hat sich keiner - oder kaum jemand - eingeklagt. Letztes Jahr waren es 80, dieses Jahr werden es wohl noch mehr werden. - Geldgierige Anwälte untergraben hier die Spielregeln (die man durchaus auch kritisieren kann) und schaffen einen zusätzlichen sozialen NC - denn das Einklagen kostet 6000 Euro. Diese 80 Leute (als Masse, nicht die Individuen) steigern den Wettbewerb und Stress unter den Studenten - was ich für ein soziales Fach, wie Medizin, für unangebracht halte. :-meinung - Es kommen aber nur 250 durch, also wird heimlich nach unten getreten, damit man nicht untergeht.
So hört man doch: "Dass so viele bestanden haben, hat uns aber gewundert, die Klausur war ganz anders konzipiert."

Dennoch:
Medizin ist interessant und spannend, wenn man mal den ganzen unnützen Kram beseite lässt, die leider von allen (auch dem IMPP) so gerne geprüft werden, weil er sinnfrei und damit unanfechtbar ist. Der Mensch ist ein Wunder und dass wir jeden Morgen wieder aufwachen, lernt mancher in diesem Studium zu schätzen. - Viel Spaß! :-top

Aus Frankfurt.

deinOle
03.09.2006, 19:05
... ach, lese gerade, du hast du selber eingeklagt. - Na ja. So musst du die Suppe mitauslöffeln. Mir tun deine Komilitonen nur Leid.
Wie erwähnt oben: ich kann es verstehen, dass alle Medizin studieren wollen und dass das Vergabe-nach-Abi-Noten-Verfahren sicherlich nicht gerecht ist (s. u.), aber sich über die Spielregeln hinwegzusetzen ist denen gegenüber unfair, die das nötige Kleingeld nicht haben. - Außerdem leiden alle Studenten im Jahrgang unter den hohen Studentenzahlen und viele werden rausgesiebt, weil sie den unnatürlich hohen Anforderungen in den Klausuren nicht gerecht werden, aber mit Sicherheit bessere Ärzte werden könnten, als mancher 1,0-er.
Zwischen den Studenten kann eine ganz tolle Beziehung entstehen - solange man nicht nach unten tritt. :-dagegen
Mit jedem Studenten mehr wir der Ton ein bisschen rauher. - Das finde ich zum :-kotz.
Gruß.

eins2drei
22.05.2007, 13:50
schwer schwer... wie ist die entscheidung ausgegangen? bist du bei medizin geblieben oder hast du jura weiter (fertig) gemacht?

michael333
22.05.2007, 14:18
schwer schwer... wie ist die entscheidung ausgegangen? bist du bei medizin geblieben oder hast du jura weiter (fertig) gemacht?

Ich denke, da solltest du keine Antwort mehr erhalten.... ;)
Ein Jahr ohne Aktivität....

Lava
22.05.2007, 14:41
schwer schwer... wie ist die entscheidung ausgegangen? bist du bei medizin geblieben oder hast du jura weiter (fertig) gemacht?

Und wenn du TAUSEND andere Leute fragst, musst du die Entscheidung selber treffen.