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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Pathophysiologie septischer Schock



Gaja
03.09.2005, 21:59
Hallo zusammen. Ich habe ein Problem mit der Pathophysiologie des septischen Schocks und finde in meinen Büchern keine Lösung dafür und zwar:

Hyperdyname Form:
Hierbei kommt es ja zu einer Abnahme des peripheren Widerstandes bei Erhöhung des Herz-Zeit-Volumens (HZV). Im Kretz-Schäffer steht, dass es zu einer Zunahme des HZV durch Öffnung von arteriovenösen Shunts kommt und dass es distal davon zu einer Kapillarhypoxie kommt. Dies dürfte doch nicht initial zu einer Weitstellung der Gefäße führen oder? und wie kann es bei einem erniedrigen peripheren Widerstand zu einer Zunahme des HZV kommen? wo kommt das Volumen dafür her?

Hypodyname Form:
und wieso kommt es dann nach einer Weile zu einer peripheren Vasokonstriktion? es dürfte doch durch die periphere Azidose nicht plötzlich möglich sein, dass Katecholamine jetzt besser wirken, als vorher?

Hoffe ihr könnt mir helfen und mir zeigen wo mein Denkfehler liegt :-)


Vielen Dank und viele Grüße Gaja

test
04.09.2005, 03:35
Hallo,

also ich kenne das so:

Septischer Schock:
Toxine bewirken unter anderem Dilatation der Gefäße dadurch Entstehungen von AV-Shunts, wichtig dabei sind unter anderem NO. Darauf reagiert das Herz mit Tachykardie und so wird das HZV gesteigert also Hyperdyname Form.
Die Versorgung der Kapillaren ist zum einen durch die AV Shunts verschlechtert zum anderen aber auch durch direkte Störungen der Mikrozirkulation wie beispielsweise durch aktivierte Gerinnung.

Der hyperdyname Zustand belastet jedoch das Herz und nach einer Weile kommt es zu einer Depression der myokardialen Funktion, zusätzlich versickert immer mehr Flüssigkeit auch im Gewebe durch die erhöhte permeabilität. Also wird der Auswurf niedriger .
Das kann dann zum hypodynamen Bild führen.. Meist sollen zumindest nach meinem Wissen die Patienten jedoch schon vorher am Versagen anderer Organe sterben.

Was das ganze mit Vasokonstriktion zu tun haben soll, verstehe ich ehrlich gesagt nicht. Meines Wissens ist die Wirksamkeit von Katecholaminen im septischen Schock stark herabgesetzt.