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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Sind die Spritpreise eigentlich noch zu niedrig?



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Miramis
06.10.2005, 02:13
Ich bin dafür, dass die Packung Zigaretten auch ruhig 20€ kosten darf...vielleicht wird dann so mancher Raucher entwöhnt von seiner Sucht oder überlegt es sich wenigstens 3mal, ob er wirklich anfangen möchte...und damit wäre uns Nichtrauchern gesundheitlich auch geholfen...denn Passivrauchen schädigt die Lunge denke ich mal auch zur Genüge...nicht immer nur Autos...und im Gegensatz zum fahrbaren Untersatz bringen einem Glimmstängel absolut nichts...vielen Rauchern schmecken sie angeblich nicht mal...

:-dafür





Herr Gott nochmal... man kann auch über Obstsalat reden, irgendwie findet man dann da auch wieder was, um auf die bösen Raucher rum zu hacken.....*kopfschüttel*

Hä? Das verstehe ich jetzt nicht. Vergleichst Du gerade Obsalat mit Zigarettenqualm oder wie? Ich verstehe da anscheinend die Metapher nicht. Ihr Raucher scheint immer zu glauben, dass wir Nichtraucher euch nur aus Streitsucht und Jux und Dollerei kritisieren. :-??? Von mir aus kannst Du Deinen Obstsalat direkt neben mir am Tisch verzehren, laut schmatzend, redend, schweißelnd ... *g* Aber hast Du mal überlegt, dass es auf dieser unseren Welt Leute mit 'ner chronischen Bronchitis oder sonstigen Lungenkrankheiten gibt, die in Cafés, Restaurants, und leider auch immer noch an den meisten Bahnhöfen usw. ganz erfreut sind über Eueren Qualm? Von den brennenden Augen und den stinkenden Klamotten fang ich gar nicht erst an, denn man muss gar nicht mal krank sein, um diesen Qualm und den damit verbundenen Gestank als unerträglich zu empfinden.


Sorry, total offtopic ich weiß, aber bei dem Thema könnt ich kotzen!

ehemalige Userin 24092013
06.10.2005, 09:12
Das Thema war doch Spritpreise oder?

synosoph
06.10.2005, 11:04
... hieße, den Streit auf dem Rücken der daran unschuldigen Pendler auszutragen.Unschuldig? Das Eigenheim 50km weiter weg in der grünen Wiese und dann mit dem Auto in die Metropole und das auch noch absetzen...

Ne ne, über die Spritpreise regt sich doch nur die Mittelschicht auf. Die untere Schicht kann sich schon kaum noch ein Auto leisten - fragt mal hier in Mecklenburg-Vorpommern auf dem Land nach.

Im "Du bist Deutschland"-Thread schreien alle nach Eigenverantwortung, Optimismus und Flexibilität und dann wird beim Sprit gleich wieder gejammert, weil wir ja alle Opfer der steigenden Preise sind.

Das ist eure gelobte Marktwirschaft - Angebot und Nachfrage. Das Öl wird mit dem zunehmenden Durst von China und anderen Ländern wie Indien noch viel teurer werden. Und das ist auch gut so, damit endlich nicht nur ein Umdenken, sondern auch ein Umsteuern einsetzt.

Leggo1
06.10.2005, 11:14
Unschuldig? Das Eigenheim 50km weiter weg in der grünen Wiese und dann mit dem Auto in die Metropole und das auch noch absetzen...

Ne ne, über die Spritpreise regt sich doch nur die Mittelschicht auf. Die untere Schicht kann sich schon kaum noch ein Auto leisten - fragt mal hier in Mecklenburg-Vorpommern auf dem Land nach.

Im "Du bist Deutschland"-Thread schreien alle nach Eigenverantwortung, Optimismus und Flexibilität und dann wird beim Sprit gleich wieder gejammert, weil wir ja alle Opfer der steigenden Preise sind.

Das ist eure gelobte Marktwirschaft - Angebot und Nachfrage. Das Öl wird mit dem zunehmenden Durst von China und anderen Ländern wie Indien noch viel teurer werden. Und das ist auch gut so, damit endlich nicht nur ein Umdenken, sondern auch ein Umsteuern einsetzt.

Das ist jetzt aber doppelt falsch. Spritpreise sind keine Marktpreise. Der grösste Teil des Spritpreises sind STEUERN - und diese richten sich bekanntlich nicht nach Angebot und Nachfrage. Und sind wohl gerade diejenigen, die sich ein Auto gerade noch leisten können, die es jetzt stehen lassen müssen bei den Spritpreisen? Der Oberschicht ist das Wams wie Hose.
Sonst bin ich immer noch der Auffassung, dass die Lebensqualität schon sehr steigt, wenn man über ein grosses Mass an Mobilität verfügt und dem sind überteuerte (übersteuerte) Spritpreise abträglich.

ehemalige Userin 24092013
06.10.2005, 11:17
Unschuldig? Das Eigenheim 50km weiter weg in der grünen Wiese und dann mit dem Auto in die Metropole und das auch noch absetzen...



Nicht alle Pendler leben in dieser "selbstverschuldeten" Situation - ich bin sicher, ein nicht kleiner Anteil wird ehr in diese "Lage" gebracht.
Und nein, ich will keine Arbeitsmarktdiskusion anzetteln.

SidVicious
06.10.2005, 11:40
Das ist jetzt aber doppelt falsch. Spritpreise sind keine Marktpreise. .

Hi,
natürlich sind Spritpreise Marktpreise oder warum steigt der Benzinpreis etwa nach dem Hurrican in den USA? Ich hab da keine Steuererhühung mitbekommen.
Das mit der Lebensqualität kann ich nicht nachvollziehen. Ich hatte bin vor
3Jahren eine Auto und ich muss sagen meine Lebensqualität hat sich eher verbessert(Geld/Bewegung/keine Staus).
Ich denke die Spritpreise sind noch viel zu günstig. Die Autoindustrie muss zum umdenken gezwungen werden sparsame Autos zu bauen. Das geht nur wenn sie unter Druck gesetzt werden. Und das geht am besten über den Benzinpreis oder Steuerbefreiungen für Umweltfreundliche Autos.

Gruß
SidVicious

synosoph
06.10.2005, 11:51
Spritpreise sind keine Marktpreise. Der grösste Teil des Spritpreises sind STEUERN - und diese richten sich bekanntlich nicht nach Angebot und Nachfrage.Die Preissteigerung in den letzten Monaten sind keine Steuererhöhungen. Frag mal in Polen nach; die haben nämlich trotz niedrigerer Steuern das gleiche Problem.

Leggo1
06.10.2005, 11:51
Hi,
natürlich sind Spritpreise Marktpreise oder warum steigt der Benzinpreis etwa nach dem Hurrican in den USA? Ich hab da keine Steuererhühung mitbekommen.
Das mit der Lebensqualität kann ich nicht nachvollziehen. Ich hatte bin vor
3Jahren eine Auto und ich muss sagen meine Lebensqualität hat sich eher verbessert(Geld/Bewegung/keine Staus).
Ich denke die Spritpreise sind noch viel zu günstig. Die Autoindustrie muss zum umdenken gezwungen werden sparsame Autos zu bauen. Das geht nur wenn sie unter Druck gesetzt werden. Und das geht am besten über den Benzinpreis oder Steuerbefreiungen für Umweltfreundliche Autos.

Gruß
SidVicious

Der Preis an der Zapfsäule ist nur zu einem Bruchteil tatsächlich der Ölpreis und ja, der hat sich verändert mit den Hurricaines. Allerdings wäre dies wenig schmerzlich, wenn da nicht der grosse Anteil von Steuern wäre. Übrigens werden die Steuern proportional zum Mineralölpreis erhoben (prozentual) und daher kommt es automatisch zu einer massiven STEUERERHÖHUNG mit jeder Erhöhung des Mineralölpreises an der Börse!!! Der Staat zockt da also kräftig mit ab.

Und mein Verständnis von Lebensqualität ist offenbar nicht mit deinem Konzept deckungsgleich. viele Wege führen nach Rom und Meinungen sind subjektiv. Da kann man nix machen. Aber ich fordere jetzt auch keine Abgaben auf Radwege und dergleichen. Leben und leben lassen heisst die Devise?

synosoph
06.10.2005, 11:55
Aber ich fordere jetzt auch keine Abgaben auf Radwege und dergleichen. Leben und leben lassen heisst die Devise?Wir könnten ja mal eine kostendeckende Nutzungspauschale einführen: Jede Wette, daß auch Du verstärkt den Radweg und nicht die Autobahn benutzen wirst! ;-)

Leggo1
06.10.2005, 12:43
Wir könnten ja mal eine kostendeckende Nutzungspauschale einführen: Jede Wette, daß auch Du verstärkt den Radweg und nicht die Autobahn benutzen wirst! ;-)

Gut, die Wette gilt - ich halte dagegen! :-party

Leggo1
06.10.2005, 12:50
Die Preissteigerung in den letzten Monaten sind keine Steuererhöhungen. Frag mal in Polen nach; die haben nämlich trotz niedrigerer Steuern das gleiche Problem.

Immerhin kostet der gleiche LIter in Polen 1.077 und in D 1.35. Aber kaufkraftbereinigt gebe ich dir recht.

Piffy
06.10.2005, 13:07
Alles in allem finde ich diese Diskussion echt prima: hier diskutieren Leute über Spritpreise , die Umwelt und die Steuern und die USA... Ganz ehrlich: es soll Leute geben, die ein Auto brauchen, um ihr Leben zwischen Uni, Beruf, Nebenjob, noch ein Nebenjob, Familie und anderen Verpflichtungen brauchen... Da fragt sich nur, wie die das bezahlen sollen... Der Spagat zwischen all diesen Verpflichtungen wird mit Sicherheit nicht aus Spaß an der Freude gemacht und mit den absolut überhöhten, unverschämt teuren, abzockenden Benzinpreisen, tut man solchen Leuten keine Gefallen...
:-(

synosoph
06.10.2005, 14:44
Gut, die Wette gilt - ich halte dagegen! :-partyAlles klar. :-party

Aber in dieser Legislaturperiode wird das wohl nix mehr mit der Auflösung...

yzBastian
06.10.2005, 15:18
Was habe ich doch neulich gehört: Egal, was der Sprit kostet, Hauptsache es qualmt... :-))

Mal ehrlich, ich fahre keinen Meter weniger und werde es auch nicht. Finde die Spritpreise eine Frechheit, da die Ökosteuer und der ganze Mist nicht der Umwelt zu Gute kommen sondern zur Konsolidierung eines durch Selbstverschulden maroden Finanzhaushaltes eingesetzt werden.
Ärgere mich darüber aber auch nicht mehr....nutzt eh nichts.

zotteltroll
06.10.2005, 20:44
Wenn man die Kosten eines Zugtickets gegen die Kosten einer Tankfüllung aufwiegt, so vergisst man, dass man da noch längst kein Auto hat, keine Wartung und keine Repartur, keine Steuern, keine Versicherung und keinen Parkplatz ...

Nimmt man die Zeit als Vergleichsfaktor, so stellt sich die Frage, was wir mit der Zeit anfangen, die wir "gespart" haben (der Computer sollte auch einmal alles schneller machen), und ob es vergleichbar ist, mit einem Buch oder einer Zeitung eine Stunde Zug zu fahren oder eine halbe Stunde innerstädtischen Verkehr zu ertragen.

Was "untere soziale Schichten" angeht, so ist es erstaunlich, wie billig Benzin sein kann, wenn die Butter 20 km weiter 5 cent weniger kostet. Polemik? In der sachsen-anhaltinischen Provinz offensichtlich nicht.

:-nix

synosoph
06.10.2005, 20:50
Was "untere soziale Schichten" angeht, so ist es erstaunlich, wie billig Benzin sein kann, wenn die Butter 20 km weiter 5 cent weniger kostet. Polemik? In der sachsen-anhaltinischen Provinz offensichtlich nicht.Für die Polemik kriegst Du einen Punkt. :-)) Aber: Unterschicht ist das garantiert nicht! Vielleicht untere Mittelschicht.

SidVicious
07.10.2005, 11:27
Alles in allem finde ich diese Diskussion echt prima: hier diskutieren Leute über Spritpreise , die Umwelt und die Steuern und die USA... Ganz ehrlich: es soll Leute geben, die ein Auto brauchen, um ihr Leben zwischen Uni, Beruf, Nebenjob, noch ein Nebenjob, Familie und anderen Verpflichtungen brauchen... Da fragt sich nur, wie die das bezahlen sollen... Der Spagat zwischen all diesen Verpflichtungen wird mit Sicherheit nicht aus Spaß an der Freude gemacht und mit den absolut überhöhten, unverschämt teuren, abzockenden Benzinpreisen, tut man solchen Leuten keine Gefallen...
:-(

HI,

also einer von den Nebenjobs geht mit Sicherheit für das Auto drauf.
Allerdings finde ich es eine unverschämtheit der Erdölspekulanten, dass sie die Preise durch spekulationen in die Höhe treiben.
Dann doch lieber eine Steuererhöhung und dann haben alle etwas von den erhöhten Benzinpreisen.Ich finde hohe Benzinpreise super, aber ich finde es sche***, wenn spekulanten sich das Geld in die Tasche stecken.
Völker hört die Signale ;-)

Gruß
SidVicious

Doctöse
07.10.2005, 11:31
@ Sid: reichts noch für ne Fahrt nach Vaals? :-))

Ich hab kein Auto, aber angesichts dessen, was ich in den letzen Monaten für Tickets im ÖPNV verbraten hab, wäre eine Autofahrt immer noch billiger gewesen :-(

LaraNotsil
07.10.2005, 12:17
Eigentlich ist es so, dass sowohl Bus, Bahn und auch der Spritpreis beim Tanken dazu verleiten, am Besten ganz zu Hause zu bleiben. Oder mit dem Fahrrad zu fahren.
Dahinter steckt bestimmt ne Verschwörung, damit die viel zu dicken Deutschen endlich wieder von der Bequemlichkeit weg und hin zum Sport kommen.

Aber seltsam ist das Ganze schon. Die ganzen Leute meckern über die Preise, aber wer ändert mal wieder was dran? Niemand. Da zeigt sich mal, dass Inkonsequenz und Bequemlichkeit mehr zählen als Einsatz gegen solche Umstände.
Bin auch mal gespannt, was als nächstes kommt. Bestimmt wieder der verkehrsfreie Sonntag...

Mei, ich liebe mein dankbares Fahrrad :-dance

Lava
08.10.2005, 11:11
Mal ehrlich, ich fahre keinen Meter weniger und werde es auch nicht.

Warum nicht? Ich verstehe ja, dass man auf ein auto angewiesen ist, wenn man zum Arbeitsplatz eine gewisse strecke zurücklegen muss. Aber wieso fährst du nicht weniger? Gibt es wirklich keinen Weg, den du anders zurücklegen könntest? Z.B. mal einkaufen fahren mit dem Fahrrad? Oder gibt es keine Wege, die du dir komplett sparen könntest? Manchmal fährt man ja auch aus purer Langeweile irgendwohin, weil man ja ein Auto hat... Denk mal drüber nach!