Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wahl 2005: Das Ergebnis
Hellequin
19.09.2005, 12:07
wie dreist und selbstbesoffen muss man sein, um als zweitstärkste fraktion die kanzlerschaft zu beanspruchen????
Das ist zwar Korinthenkackerei von Seiten der SPD, aber ganz unrecht haben sie nicht mit der Aussage das CDU und CSU jeweils eigenständige Parteien sind. Weswegen man ja gestern in der Elefantenrunde Merkel und Stoiber auch im Doppelpack bewundern durfte. ;-)
Sorry aber eine große Koalition unter Merkel kann ich mir nicht vorstellen. Wie soll jemand der selbst seine eigene Partei nur ungenügend unter Kontrolle hat, eine große Koalition leiten, wo noch mehr verschiedene Interessen aufeinander prallen.
und dann labert der höchstselbst von medienmanipulation, wo doch die spd mit einer riesen propaganda die prozente hochgefahren hat
Das viele Zeitungen in den letzten Wochen Schröder runter- und abgeschrieben haben ist aber kein Geheimnis. Man muss sich ja nur mal die Bild-Zeitung (http://www.bildblog.de/index.php?cat=4) anschauen.
Doktor_No
19.09.2005, 12:16
naja das cdu/csu-argument kann ich nun nicht als ziehend ansehen, dass diese parteien zusammenhängen weiss man ja als wähler. was den merkel-faktor angeht gebe ich dir völlig recht, mir wäre einfach ein eindeutiges wählervotum, sei es nun rot/grüm oder schwarz/gelb, lieber gewesen, so kann ich mir beim besten willen keine regierung vorstellen, die das volk vertritt, ich habe den eindruck, bei den leuten herrscht allgemeine ratlosigkeit. vielleicht kommt das ergebnis auch leuten wie müller, wulff, koch oder müller ganz recht, die ja im vorfeld nichts ausgelassen haben, um merkel nadelstiche zu verpassen und die jetzt alles daran setzen werden, sie abzuschiessen und selbst als retter der partei aufzutreten...
zotteltroll
19.09.2005, 12:39
CDU / CSU sind Schwesterparteien, immerhin gibt in Bayern nur letztere, im Rest des Landes nur erstere ... Je schlechter das Ergebnis, desto dümmer die Argumente, Herr Schröder :-nix
synosoph
19.09.2005, 14:00
Ergebnis der Wahlen:
1.Merkel wird nie Kanzlerin der Bundesrepublik werden. Mit so einer Klatsche verliert sie ihre Machtposition in der CDU. Mit der Merz-Finte von Wulff, Koch und Oettinger eine (!) Woche vor der Wahl und ohne Not hatte doch schon die innerparteiliche Demontage begonnen. Und eine Aussage wie "Wulff stellt sich hinter Merkel" heisst uebersetzt: "Sie ist angeschlagen". Das ist die eigentliche Botschaft fuer die Oeffentlichkeit und besonders fuer die politische Szene.
2.Schroeders Kanzlerschaft, die er ja immer noch innehat und solange behält, bis ein anderer gewaehlt wird (deshalb kann er das auch so sagen), haengt am seidenen Faden. Und er kann sich nur mit "Krawall" im Amt halten, d.h. die Gunst des Aufwindes und der unanfechtbaren Position in der SPD - das ist der grosse Unterschied zu Merkel! - nutzen, sprich: irgendwie eine Mehrheit zustande kriegen, die entweder irgendwie hält, oder auf schnelle Neuwahlen zu setzen, um dann eine "CDU im Selbstfindungsprozess" (welcher Spitzenkandidat?) hinter sich zu lassen und Waehler von der Linkspartei und Nichtwaehler zurueckzuholen. "Strategie der totalen Konfrontation und Zuspitzung" waere das.
So oder so - da es im parteipolitischen System um Macht geht, nicht um Verantwortung, und die Politiker sich deshalb auch nicht von ihren persoenlichen Kaempfen loesen koennen, wird dort auch keiner sehen, welche Chance in diesem Ergebnis eigentlich liegt: Endlich einmal von all diesen festgefahrenen Denkweisen und sinnlosen Streitereien loszukommen. Aber leider muss es wohl noch schlimmer kommen.
julliett
19.09.2005, 14:29
Also eins steht fest: Die Grünen halten sich noch alle Möglichkeiten offen und haben noch kein klares Nein zur eine Zusammenarbeit mit der Union über die Lippen bringen können.
Die FDP war gestern abend noch gegen die Rot-Grüne-Politik, schließt auch heute noch die Ampel aus, aber heute wird eine gemeinsame Arbeit mit den Grünen auch von den gelben nicht mehr als unrealistisch betrachtet.
Das hieße das wenn die Grünen so bloed sind, sich zwischen den Schwarzen und den Gelben zertruemmern werden.
Dies jedoch würde keine stabile Regierung sein, was wiederum hieße, daß es schon bald Neuwahlen geben würde.
Daraus würden die Grünen abgeschwächt hervortreten, die SPD würden zwar gestärkt sein aber immernoch keine absolute Mehrheit.
Und dieses Spielchen könnte ewig so weiter gehen. Man braucht keiner Statistiker oder Politikwissenschaftler zu sein um zu merken, daß es in den letzten 10 Jahren so langsam aber sicher die großer Parteien schrumpfen.
Das hat zur Folge, daß immer mehrere neue kleinere Parteien entstehen.
Um eine Regierung zu bilden bräuchte man dann einen ganzen Regenbogen. :-)) :-)) -->Instabilität in allen Bereichen :-nix
oder eine ganz andere Alternative....
Also kommen wir zum Ergebnis, daß entweder das deutsche Volk keine Ahnung von Politik hat, weil keine Entscheidung im Wahlergebnis zu sehen ist, oder
daß wirklich alle Politiker im Bundestag nichts taugen--da frag ich mich aber wieso die aber erneut zum Bundestag geschickt werden---
oder aber die Deutschen haben wirklich nichts aus ihren Fehlern gelernt und sehen es als das Beste diese andere Alternative nochmal erleben zu können.
:-keks
dafür reichts aber auch nicht
dem Gott sei Dank :-))
Angiotensin
19.09.2005, 14:36
Fassen wir nocheinmal die Fakten zusammen :
1. 3 Tage vor der Wahl gibt es eine Forsa Umfrage, in der der Union ca. 42 % vorhergesagt werden, der SPD 33 %
2. am Wahltag liegt die Union 7 Punkte drunter, die SPD 1 Punkt drüber
3. Der Abstand von Forsa ist von 9 Prozent auf 0,9 geschrumpft
4. Union schlechtestes Ergebnis seit 1949
5. Auch wenn die Argumentation der Spd in Bezug auf CDU/CSU etwas phantasievoll ist, aber eines hat die Wahl doch wirklich gezeigt, die Deutschen wollen Schröder als Kanzler und nicht Merkel - das gibt das Wahlergebnis nunmal her, da kann man so parteiisch sein wie man will
6. gibt es eine linke Mehrheit in Deutschland, und wenn man davon ausgeht, daß die FDP Wähler auch zum Teil auf eine Ampel spekuliert haben, dann verschiebt sich das Gewicht weiter in Richtung Kanzler Schröder
Meine Prognose :
-keine Ampel und kein Jamaika
-keine große Koalition unter Merkel
-große Koalition unter Schröder nur wenn durch Dresden SPD und CDUCSU gleich ziehen
ansonsten Neuwahlen : Schröder wird bei der ersten Sitzung gegen Merkel antreten, wegen der pds gewinnen,ohne Koalition einen ( rot grünen ) Haushalt einbringen der scheitert, die Vertrauensfrage verlieren, Neuwahlen im Januar - Ergebnis offen, aber tendenz SPD nach oben richtung 38 %
Im Nachhinein war es doch geschickt von Schröder Neuwahlen auszurufen, ich war früher eigentlich dafür, daß er bis 2006 weitergemacht hätte ( vielleicht wäre die Wirtschaft angesprungen und die WM hätte ihm vielleicht Punkte gevbracht ), aber ich habe meine Meinung geändert : er hat die Union offensichtlich kalt erwischt, und die Linkspartei wurde einigermaßen im Zaun gehalten, die wären 06 stärker
julliett
19.09.2005, 14:40
meine Lieblingskoalition
Gerhard+Joschka+die Linken
Traumkombi für alle Pazifisten die soziale Gerechtigkeit wollen :-dance
Schade für Deutschland was da jetzt grade passiert.
Kein Wunder das im Ausland mit Sorge auf Deutschland geschaut wird.
Ich versteh den deutschen Wähler nicht!
5. Auch wenn die Argumentation der Spd in Bezug auf CDU/CSU etwas phantasievoll ist, aber eines hat die Wahl doch wirklich gezeigt, die Deutschen wollen Schröder als Kanzler und nicht Merkel - das gibt das Wahlergebnis nunmal her, da kann man so parteiisch sein wie man willDie Wahl hat gezeigt, daß die Mehrheit der Deutschen Schröder als Kanzler will? :-???
Wieso haben ihn dann nur 34,3% gewählt?
Es wollten ihn vielleicht "mehr" Deutsche als Kanzler als noch vor zwei Monaten, aber "Mehrheit" is halt schon was anderes... nämlich 50%.
Die freien sozialdemokratischen Mathematikinterpretationen an diesem Wochenende machen mich langsam echt fertig... :-sleppy
6. gibt es eine linke Mehrheit in Deutschland, und wenn man davon ausgeht, daß die FDP Wähler auch zum Teil auf eine Ampel spekuliert haben, dann verschiebt sich das Gewicht weiter in Richtung Kanzler SchröderDaß die FDP-Wähler Ampelanhänger sind ist auch eine eher selten vertretene These.
Schließlich wird das gute Abschneiden der FDP auch (und IMHO sehr gut) damit erklärt, daß viele CDU-Wähler keine große Koalition wollten und darum ihre Stimme der FDP gegeben haben. Zumal die FDP sich als eine der wenigen Parteien bereits vor der Wahl zu einer relativ konkreten Koalitionsaussage hat bewegen lassen, nämlich NICHT mit der SPD zu koalieren, sodaß es noch viel weniger Sinn macht, daß Leute die FDP gewählt hätten, um auf eine mögliche liberale Regierungsbeteiligung in einer Regierung Schröder hinzuarbeiten.
Aber im Prinzip ist es ja eh alles wurscht, denn es ist müßig darüber zu mutmaßen, welche Parteien aus welcher Intention gewählt worden sind, letztlich zählt nur die Anzahl der Stimmen - eine Koalitionsaussage ist damit nicht verbunden.
airmaria
19.09.2005, 15:24
Fassen wir nocheinmal die Fakten zusammen :
... die Deutschen wollen Schröder als Kanzler und nicht Merkel - das gibt das Wahlergebnis nunmal her, da kann man so parteiisch sein wie man will ...
Öhm genau, wir können wahrscheinlich nicht besser zählen, als der Ex-Kanzler in Spe (was wiederum eine Vermutung ist, aber die Zahlen sprechen etwas anderes, mehr Stimmen sind mehr Stimmen, ganz einfach!).
Schöne Beschreibung über Schröders Wahn findet man hier (http://www.gmx.net/de/themen/bundestagswahl/hintergrund/1371776,cc=000004724700013717761O7KTy.html)
Selbst der sonst nicht allzu mathematisch begabte Herr Fischer konnte gestern abend wenigstens noch zählen:
Zitat aus der Quelle da oben:
Erst als Joschka Fischer das Wort ergriff, wurde der Blick des Kanzlers erstmals unsicher: "Besser ist es, sich Gedanken zu machen, was die Wählerinnen und Wähler uns da mitgegeben haben", sagte Schröders Vize-Kanzler und setze sich deutlich von seinem früheren Partner ab.
"Mary" airmaria
Zumal seine Schrödrigkeit höchstpersönlich im Jahre 2002 aus einem hauchzarten Vorsprung von 6000 Stimmen ein "ganz klares Mandat" herauszulesen vermöchte - wie weit das getragen hat haben wir ja nicht zuletzt an der Tatsache gesehen, daß wir überhaupt Neuwahlen hatten.
Im Jahre 2005 scheint aber auch ein Rückstand von 0,9% (was sich so überschlagsweise in der Größenordnung von 600.000 Stimmen bewegen dürfte) für einen bombenfesten Regierungsanspruch zu reichen. :-sleppy
julliett
19.09.2005, 16:00
na ja die Beschreibung wie hier gesagt wurde über Schroeders "Wahn"
erklärt sich aus dem Artikel selbst:
....Die nutzte der Kanzler noch mal zur Attacke. Erneut warf er ZDF-Chefredakteur Brender vor, dass er gegen seine Kanzlerschaft sei. Der konterte: "Diese Form der Unterstellung gehört sich nicht in einer Debatte in den öffentlich-rechtlichen Sendern. Ich nenne Sie jetzt nur noch 'Herr Schröder'."
Daß so manch einer in den Medien sich so sicher war daß ein Wechsel stattfinden würde, und wahrscheinlich davon eine Position in der Politik versprach ist nun kein Geheimnis mehr. Nur leider ist es zu keinem Wechsel gekommen, und die Entäuschung über falsche Prognosen läßt bei so manchem
Journalisten die Bitterkeit bei solchen Aussagen klar erkennen. :-))
Und, daß es bei der ZDF einst schon voreilig über Stoibers "Sieg" Freudentränen gab, ist kein Geheimnis mehr.
Also wenn nicht Angie Kanzlerin wird sollten sich so manche Chefredakteure schon mal warm anziehen, denn der warme Sessel wird denen unter dem A...weggezogen werden ;-)
Doktor_No
19.09.2005, 16:09
meine Lieblingskoalition
Gerhard+Joschka+die Linken
Traumkombi für alle Pazifisten die soziale Gerechtigkeit wollen :-dance
aha! nun, ich verstehe unter sozialer gerechtigkeit etwas anderes als das vorlegen eines unfinanzierbaren steuer-, renten-, und gesundheitssystems, das einseitig diejenigen belasten würde, die noch jobs haben die etwas mehr einbringen, das ganze dann noch unseriös gerechnet und "vorgelebt" von einem herren aus dem saarland, der leicht polarisieren kann, weil er weiss das seine schäfchen dauerhaft im trockenen sind. träumen darf man, aber hier geht es um ein land mit 82 millionen menschen, die man nicht für utopistische sonntagsreden missbrauchen sollte. demagogisch war er immer schon brillant, empfehle in diesem zusammenhang die lektüre des vorletzten spiegel, um mal zu sehen, wie eigentlich herr gysi über oskar luxus denkt. und pazifistisch wird es auf mittelfristige sicht hier sicher nicht zugehen, wenn erst 6 millionen ohne job sind, der export einbricht, die gutverdiener abgezogen werden und sich immer noch nichts verbessert. ich sag doch: weimar droht...
Die Niere
19.09.2005, 19:14
Wir werden in 2-3 Wochen die Ampelkoalition haben, denn
1. Schröder will Kanzler werden
- das kann er in einer grossen Koalition niemals..seine aktuelle Taktik zielt doch nur darauf ab, es der Merkel im eigenen Lager so schwer zu machen, dass sie früher oder später den Hut ziehen muss
2. Die Grünen haben nur diese eine Chance die Regierung mitzubilden und nehmen alles was sie bekommen können
3. Westerwelle ist ein Machtmensch
- er ist zu heiss auf den Job in der Regierung - 4 weitere Jahre in einer Opposition hält der so zielgerichtete Westerwelle einfach nicht mehr aus
- die FDP wär die zweitstärkste Kraft und könnte viele ihrer Ideen mit in das Programm hieven, denn..
4. Schröder will Kanzler werden
- und würde Guido verdammt viel zugestehen
und
5. Westerwelle ist geschickt genug, die Kehrwendung so darzustellen, dass er die SPD zu so vielen Zugeständnissen gebracht hat, dass er sich eine Zusammenarbeit JETZT hervorragend vorstellen kann.
gruesse, die niere
zotteltroll
19.09.2005, 19:44
meine Lieblingskoalition
Gerhard+Joschka+die Linken
Traumkombi für alle Pazifisten die soziale Gerechtigkeit wollen
Haha!
Wir hatten unter in 7 Jahren rot-grün mehr Waffengänge als in 14 Jahren Kohl. Aber die "Pazifisten" wissen ja zu unterscheiden ... Irak war unpopulär (im Vorfeld), erfolglos (im Nachhinein) - wenn auch letztlich nichts anderes als Afghanistan. Wie das im Kosovo mit der "Legitimation" aussah, weiß ich auf die Schnelle gar nicht mehr, aber Menschenrechte scheinen sich auch regional zu unterscheiden: Dort schaffen wir sie, dort schützen wir sie und woanders interessieren sie uns nicht. Zudem liebäugeln unsere "Pazifisten" erstaunlich mit dubiosen Machtstrukturen aller Art ... verfolgte Journalisten in Russland, Krieg in Tschetschenien? Die "Männerfreundschaft" zw. Putin und Schröder geht vor. Ein Land [China] mit ~10.000 Hinrichtungen pro Jahr aufgrund teils geringfügigster Delikte, Waffenrasseln gegen Taiwan, Unterdrückung ethnischer Minderheiten, Verfolgung von Journalisten und Oppostionellen - fordern wir doch einfach mal den Wegfall des Waffenembargos, verprellen damit ganz West-Europa, Japan und die USA und reden dann wieder darüber, was wir für großartige, feinfühlige Diplomaten sind.
Soziale Gerechtigkeit?
Doktor_No hat sich darüber ausgelassen.
Linkspartei?
Die 20-30 % die hier im Osten des Landes diese Partei wählen, wünschen sich Schlaraffenland-Verhältnisse, DDR-"Sicherheit" und "West"-Möglichkeiten, insb. Konsum.
Bekannte neulich: Linkspartei ist für sie Freundschaft und Solidarität [x] gewählt. Große Wörter, kein Programm, kein Haushalt und v.a. keine "besseren Menschen".
Die Kluft hinsichtlich der Wählerklientel klafft zw. Grünen und Linke dabei ganz besonders.
Die englische Presse hat heute einiges zur Wahl geschrieben, was es eigentlich trifft: Lieber noch ne Runde "weiter so", fragwürdige Sicherheit, als notwendige Veränderungen angehen ...
das Einzige was man aus diesem Wahlergebnis lernen kann, ist die Tatsache, dass die Deutsche Bevölkerung keine Veränderungen will. Alles soll so bleiben, wie es auch schon vor 40 Jahren war, nur leider hat sich seitdem auf der Weltbühne einiges geändert, auf das es zu reagieren gilt. Dies funktioniert bestimmt nicht mit rot/rot/grün :-((
Nee, aber Oskar und Gerhard werden sich auch bestimmt nicht noch einmal zusammensetzen. Obwohl der Gerhard mit seinem momentanem Verhalten schon fast an den Realitätsverlust von Oskar heranreicht :-)) :-D
Armes Deutschland! :-nix
tja, nun sitzt Deutschland definitiv ganz tief in der ********...
schade drum.
Ich frag mich wann die ersten Straßenschlachten zu erwarten sind...
airmaria
19.09.2005, 22:30
Gerade im ARD-Kommentar: "es war eine Besitzstandswahl"
Was heisst das?
Genau, der gemeine Wähler, eben dieser Ottonormalverbraucher, der weiss, die Zeiten sind nicht rosig, "der Karren muss aus dem Dreck gezogen werden..." der hat entschieden oder besser vermieden?
Was denn?
Kleiner Ausflug vorher noch, es ist genau der Mensch, der sich nach jeder Wahl beklagt, dass die Politiker nur lügen, viel Geld verdienen und nichts auf die Reihe bekommen.
Aber das vergessen wir mal, der Karren muss aus dem Dreck, der Arbeitsplatz wankt, oder ist schon weg, die Renten sind unsicher, die Zukunft der Kinder in den Sternen.
So weit so gut, er hat die Wahl... wie alle paar Jahre.
Es gibt da Stimmen, welche sagen: es muss gespart werden, andere nennen es notwendige Reformen, ja was denn nun?
Oh, da heisst es aber plötzlich von den einen, sie wollen soziale Einschnitte machen, die anderen nennen es unsozial.
Die wollen mir ans Geld, direkt, die nächsten Jahre. Ich soll sparen sagen die, verzichten, ja wo gibt es denn so etwas? Der Karren soll aus dem Dreck, aber doch nicht auf meine Kosten!
Wie kann man denn nur so bescheuert seion, dem Wähler vor der Wahl direkt zu sagen, was man nachher dann vor hat?
Dass hat noch nie geholfen, dass müsste dann man doch langsam wissen:
mit einer schneidigen Kindergelderhöhung konnte man früher Stimmen kaufen, alternativ reichte auch schon mal die partielle Rücknahme von Medikamentenzuzahlungen, genau, wenn es an mein Geld geht, weiss ich doch, was zu tun ist.
Der Karren muss aus dem Dreck, aber ohne mich. Wenn die mir schon vorher sagen, was sie für teure Dinge machen wollen, kann ich die doch nicht wählen! Warum nicht?
Dann kann ich nicht mehr meckern, dass ich beschissen worden bin! Wo bleibt da meine Glaubwürdigkeit?
Meiner Meinung nach im Übrigen eines der größten Wunder dieser Wahl bzw. des wahlkampfes: die Glaubwürdigkeitsumfrage zum TV-Duell! Bin ich wirklich so realitätsverzerrt, dass ich diesem aufgeblasenem Wichtigtuer nie ein Wort ernsthaft geglaubt habe, der gerade nach der Wahl in einem kleinen Ausflug doch nun langsam wirklich für alle deutlich sein wirkliches Ich gezeigt hat: eine Show, die viel zitierte Gerd-Show. Ich glaube, es geht um Macht, sorry, bin eben ein Blitzmerker... aber Glaubwürdigkeit gehört da nicht hin!
"Mary" airmaria
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