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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Koalitionpoker - Wer macht das Rennen?



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Gersig
20.09.2005, 21:19
Die Jamaika-Koalition mag zwar kommen, aber wenn das eintritt, dann zerreißt es die Grünen. Eine Partei, die jahrelang gegen die CDU Gift und Galle gespuckt hat, wird den Spagat nicht aushalten. Es würde zu massiven Parteiaustritten kommen und die Grünen würden ihr Profil verlieren

Mein Tipp:
Es wird eine Große Koalition geben, Merkel und Schröder gehen in den Ring als Kandidaten für das Kanzleramt, die ersten beiden Wahlgänge gehen in die Hose, den dritten gewinnt der Gerhard mit Duldung der Linkspartei!

20charlotte06
20.09.2005, 21:59
Fakt ist:
Diese Wahl wird jede Art von Entscheidung im Bundestag noch komplizierter als vorher machen! Ich finde, dass selbst Hartz 4 oder was für eine Strategie auch immer besser ist, als Parteiengerangel, das dann doch nix führt.

Hades
21.09.2005, 02:33
Mehr Stillstand als bisher wird es auch nicht geben, wenn die alte Regierung etwas machen wollte wurde es eben durch die Opposition komplett blockiert (wie gut es auch immer gewesen sein mag, war eben die Idee der anderen, also blockieren)
Jetzt kommts eben nicht mehr zu den Vorschlägen weil man sich eh nicht einigen kann und ob nun Vorschläge die abgelehnt werden oder ob erst gar keine Vorschläge zustande kommen ist mir da egal.
Ausserdem ist mir Stillstand immernoch lieber als die Richtung der CDU, asozialer geht es nicht mehr

luckyblue
21.09.2005, 05:38
Die Jamaika-Koalition mag zwar kommen, aber wenn das eintritt, dann zerreißt es die Grünen. Eine Partei, die jahrelang gegen die CDU Gift und Galle gespuckt hat, wird den Spagat nicht aushalten. Es würde zu massiven Parteiaustritten kommen und die Grünen würden ihr Profil verlieren
Die Grünen kleben dermaßen an ihren Ämtern, dass ihnen bisher jeder Opportunismus recht war. Was haben die denn bitte schön noch für ein besonderes Profil? Außerdem muss man ganz klar sehen, dass die Fraktion im Bundestag in der Regierungsverantwortung ganz andere Perspektiven entwickelt hat, als es die Partei vielleicht für wünschenswert gehalten hat. UNd sowieso sind sie ihrem eigentlich schon immer mit Schwarz-Grün liebäugelnden Fischer dermaßen dienstfertig ergeben, da sehe ich wenig Problem-Potential.

luckyblue
21.09.2005, 12:10
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,grossbild-520044-375711,00.html
Mir ist schlecht. Zähe Gänse. Heute zum Mittag in der Mensa ...

medimädchen
21.09.2005, 14:44
*lol* Westerwelle lehnt jegliche weitern "Liebesbriefe" der SPD ab - die Grünen werden sich auch nicht zum Sprungbrett der CDU machen lassen und Merkel und Schröder werden wohl auch kein Deut zurück stecken. Tja - wenn nicht einer der 4 einlenken wird wird es wohl auf Minderheitsreg. oder gar Neuwahlen rauslaufen....oh je....das schlimme ist nur, das Deutschland mehr und mehr vom Ausland belächelt wird. Ich hoffe, die entscheiden sich endlich in Berlin und arbeiten wieder mehr oder minder für das Volk...naja....die Zukunft wird´s zeigen.

synosoph
21.09.2005, 16:12
Beitrag abgelaufen

medimädchen
21.09.2005, 16:19
Naja so undenkbar ist das auch nicht. Wenn die Union geltend machen kann, das sie einfach de facto mehr Stimmen errungen haben als die SPD und beide zusammenarbeiten könnten ....dann wäre Merkel Kanzlerin.

Aber ich glaub da nicht wirklich dran. Vielleicht haben die 8 Stimmen das angekreuzt, das sie für das "beste" hielten und nicht für das "wahrscheinlichste"

synosoph
21.09.2005, 16:27
Beitrag abgelaufen

Hellequin
21.09.2005, 16:40
Naja so undenkbar ist das auch nicht. Wenn die Union geltend machen kann, das sie einfach de facto mehr Stimmen errungen haben als die SPD und beide zusammenarbeiten könnten ....dann wäre Merkel Kanzlerin.
Sorry, aber das ist ein Irrglaube. Aus der Anzahl der erworbenen Stimmen läßt sich kein Recht auf das stellen des Kanzlers ableiten. Zumindestens nicht nach den entsprechenden Paragraphen des Grundgesetzes.

http://www.staatsrecht4u.de/de/buregier.htm#regierungsbildung

medimädchen
21.09.2005, 16:41
Nachdem ich Schröder Sonntagabend so schrecklich selbstgefällig und arrogant im TV gesehen habe, glaub ich auch nicht, das er den Platz für Merkel räumt. Ich persönlich glaub auch nicht an eine große Koalition, schon gar nicht unter Kanzler Merkel - und die Varianten mit 2 Jahre ist Schröder Kanzler und dann 2 Jahre Merkel halt ich auch für bescheuert.
Ich möchte jetzt auch nicht in deren Haut stecken....ist halt einfach ne Pat-Situation, aus der die jetzt das beste machen müssen...naja wir werden ja sehen was raus kommt.

medimädchen
21.09.2005, 16:47
Sorry, aber das ist ein Irrglaube. Aus der Anzahl der erworbenen Stimmen läßt sich kein Recht auf das stellen des Kanzlers ableiten. Zumindestens nicht nach den entsprechenden Paragraphen des Grundgesetzes.

http://www.staatsrecht4u.de/de/buregier.htm#regierungsbildung



ups...ok, dann nehm ich das zurück - danke für die Info. Ich dachte immer, die Fraktion mit den meisten Stimmen ist berechtigt, eine Regierung zu bilden und damit den kanzler zu stellen. Aber klar du hast Recht...wenn ich so drüber nachdenke.
Aber mal ne andere Frage: Was, wenn jetzt beide, also zb. Spd und grüne oder Cdu mit der FDP je eine Minderheitsregierung durchziehen wollen. Wer darf denn dann?

synosoph
21.09.2005, 16:54
Beitrag abgelaufen

Hellequin
21.09.2005, 16:57
Aber mal ne andere Frage: Was, wenn jetzt beide, also zb. Spd und grüne oder Cdu mit der FDP je eine Minderheitsregierung durchziehen wollen. Wer darf denn dann?
Derjenige der es schafft das seine Koalition von einer 3. Partei toleriert wird.
Letztendlich braucht ein Bundeskanzlerkandidat im ersten Wahlgang eine absolute Mehrheit im Bundestag um gewählt zu werden.

medimädchen
21.09.2005, 16:59
dankeschön für die poltische Aufkärung!!! :-top

Rico
21.09.2005, 18:31
Unabhänig von der Rechtslage stellt sich natürlich die Frage, was eine Partei, die mehr Stimmen erhalten hat als ihr Koalitionspartner, denn dazu bewegen sollte, dieser Partei den Kanzlersessel zu überlassen?
Warum war denn Schröder die letzten Jahre Kanzler und nicht Fischer?
Auch wenn der Unterschied bei CDU und SPD nicht so groß ist, aber normalerweise gründet sich der Anspruch auf die Kanzlerschaft bei Koalitionsverhandlungen natürlich schon auf die größere Bundestagsfraktion...

luckyblue
22.09.2005, 10:32
Weil Fischer lieber im Jumbo um den Globus jeten und sich mit hochgezogener Braue über die grossen Linien der Politik im Nahen Osten auslassen wollte als sich in die Niederungen der Innenpolitik begeben zu müssen.

synosoph
22.09.2005, 11:35
Beitrag abgelaufen

Evil
22.09.2005, 17:19
Danke, Einstein :-D

Froschkönig
23.09.2005, 00:17
Ohne den Fred hier jetzt ganz gelesen zu haben sag ich mal "jamaika"... nicht weil ich das will, sondern weil ich glaube, daß sich Grüne und FDP/CDU eher arrangieren als ein "Kanzlerwütiger" Gerd in einer großen Koalition.......



Gruß,
Der Frosch