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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : A 25, 1. Tag



Danae May
19.08.2001, 18:57
Die Frage spukt mir schon ne ganze Weile im Kopf rum.

Hier steht doch nichts von einer Gleichgewichtsreaktion.
Wenn es eine wäre, könnte man ganz sicher durch Entfernen des Produktes eine wenigstens annähernd vollständige Umsetzung erreichen.

Wenn es aber keine Gleichgewichtsreaktion ist, bin ich der Meinung, dass ich erst ein Enzym aktivieren muss, was dann die Reaktion katalysieren kann.

:-meinung

Was meint ihr dazu?

Freiburger
19.08.2001, 19:19
Ich habe das jetzt nicht im einzelnen nachgeschaut, Danae, aber meinem Gefühl nach ist jede enzymkatalysierte Reaktion eine Gleichgewichtsreaktion, schließlich dienen Enzyme der Beschleunigung der Einstellung des Gleichgewichts. Und da kannst du dann das Enzym aktivieren so viel Du willst, mehr Produkt als im Gleichgewicht wirst Du nicht erhalten. Auch wenn Dich das einen Punkt kosten sollte - hier bin ich mit MediLearn absolut einer Meinung.

Liebe Grüße an Danae :-)

19.08.2001, 19:26
nun ja, ich hatte die Frage mal bei einer Zeeck Klausur hier in Göttingen und glaube sie auch in der Schwarzen Reihe gefunden zu haben, es scheint mir, dass Zeeck, der ja auch Berater beim IMPP ist an dieser Frage mitgewirkt hat.

Danae May
19.08.2001, 19:28
Mir geht ein Licht auf.

Dass ein Enzym eine Gleichgewichtseinstellung beschleunigt - die Idee kam mir noch gar nicht. ;-) (Jedenfalls nicht so explizit und in Zusammenhang mit dieser Frage.)

Und auf den Punkt kann ich auch verzichten. Es hat mich nur gewurmt.

Aber sag, wenn wir schon mal beim Thema sind: Ich hätte da noch ne Frage, wo ich die Antwort nicht so ganz nachvollziehen kann.

Auch vom 1. Tag, und zwar A 45, die mit den Eigenschaften des Kollagens.
Ich wäre für E gewesen, weil doch HYDROXY-Lysin für die Quervernetzung zuständig ist, eben eine OH- und keine Aldehydgruppe.
Und B ist meiner Meinung nach Richtung, weil die Helix durch Glycin und Prolin entsteht, welches ja die alpha-Helix bewirkt.

Freiburger
19.08.2001, 19:49
Zumal ich sie selber auch falsch beantwortet habe :-). Aber zumindest (E) kann ich Dir mal versuchen zu erklären:

Die Lysyloxidase desaminiert nämlich bestimmte Lysyl- und Hydroxylysyl-Reste. Dabei entstehen Aldehyde, die für die Quervernetzungen durch Addition an Aminogruppen anderer Hydroxylysylreste verantwortlich sind. Es sind also sowohl Hydroxyl- als auch Aldehyd-Reste beteiligt.

Und die Disulfidbrücken bilden sich wohl exakt nur dort, wo keine alpha-helikalen Strukturbereiche vorliegen, nämlich an den Enden.

Ich glaube, es ist wirklich keine Schande, diese Frage falsch beantwortet zu haben :-)