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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Sinnvolle Alternativen / Studium im Ausland



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baryon
29.09.2005, 16:54
So das ist ja mal wieder sehr frustrierend dieses Jahr mit der ZVS. Das System ist einfach ungerecht fuer so grosse Bewerberzahlen. Als es noch weniger Bewerber gab und man mit 3 WS rechnen musste war das ja ok. Aber inzwischen mit einem Schnitt von 1,8 und 1,9 4 Jahre warten halte ich weder gerecht noch in irgendeiner Weise sinnvoll.
Da wir aber leider das System nicht ändern können und Medizin wohl gerade ein Modestudiengang geworden ist braucht es sinnvolle Alternativen.

Ich mache mal den Anfang. Also ich studiere im Moment in der Schweiz Physik. Bis ich fertig bin hab ich dann 4 Jahre Wartezeit rum und meinen Master schon fast in der Tasche. Und wenn ich dann Lust hab kann ich ja weiterstudieren, und wenn ich dann merken sollte, dass ich mit dem was ich hab glücklich bin ist es auch kein Problem.

Wenn man sogar Bio oder Biochemie studiert, kann man sich auch schon vieles fürs Physikum anrechnen lassen, was das Medi Studium effektiv verkürzt.

Vorteil ist sicher, dass man nicht aus dem Lernen rauskommt. Was ich als nicht unerheblich empfinde. Ich musste mich nach meiner Zivi Zeit von nur einem Jahr erst mal wieder ganz schön umstellen.

Weitere Alternative, die ich auch versucht habe, ist in Strasbourg/Frankreich Medizin anzufangen. Dort gibt es keine Studienplatzbeschränkungen, dafür nach einem Jahr einen harten Auswahltest. Wir waren 1400 Studenten im ersten Jahr von denen 250 durchkamen.

Und wie siehts bei euch aus. Was für Alternativen schweben euch vor?
Wenn ihr Fragen zum Studium in der Schweiz oder in Frankreich habt könnt ihr die natürlich auch gern posten....
Viel Glück an alle...

ehemalige Userin 1803
29.09.2005, 17:06
Hey du!

Ach, irgendwie ist das alles total frustrierend....da fehlen einem so ein paar Punkte....hab 1,8 und bis jetzt auch keinen studienplatz..warte mal das nachrückverfahren ab....nc im moment 1,7 und dann mal schauen....

hab mir das mit strasbourg auch überlegt...kann sehr gut französisch...aber meinste dass das trotzdem zu schwer ist??? oder ich fang hier mit chemie an?
was meinste was besser ist? ich will doch medizin studieren *heul*

nen lg

Schokokuchen
29.09.2005, 17:19
Hi,
also die Idee mit der Schweiz klingt ja gar nicht schlecht. Ich hatte überlegt nach England zu gehen... Da mein Englisch nicht so besonders toll ist, wollte ich gerne ein Foundation year vorweg machen, aber darüber findet man kaum Informationen.
Kann man in der Schweiz ohne Probleme studieren? Oder sind auch dort Beschränkungen?
greetz Schokokuchen

Leisure Suit Alex
29.09.2005, 17:19
Also ich hatte dieses Jahr das Glück eine Zulassung an der Karlsuniversität in Prag zu bekommen, evtl. auch eine Alternative, kostet aber in etwa das gleiche wie ein Studium in Ungarn.

yuro
29.09.2005, 17:28
oder ich fang hier mit chemie an?
was meinste was besser ist? ich will doch medizin studieren *heul*

Wenn du unbedingt Medizin studieren willst, dann würd ich an deiner Stelle nicht Chemie studieren. Ein Studium in Deutschland zählt nicht als Wartezeit und Quereinstieg ist noch schwerer als so bewerben wie wir das getan haben.
Boah, mit 1,8 ist das schon richtig gemein, dass man keine Chance hatte! :-((

baryon
29.09.2005, 17:34
In der Schweiz kann man recht problemlos studieren. Sie erkennen das deutsche Abitur in fast allen Fällen an. Wo es manchmal Probleme gibt sind Berufliche Gymnasien, glaub ich jedenfalls. Medizin jedoch kann man in der Schweiz nicht studieren. Außer unter gewissen Voraussetzungen. Wenn die Eltern seit min. fünf jahren in der Schweiz wohnhaft sind oder man selbst schon 5 Jahre dort gelebt hat. Die wollen halt keinen Ansturm wie in Österreich, was ich auch verständlich finde. Vorteil in der Schweiz zu studieren ist, dass Wartezeit dann weiterläuft.

Frankreich ist defintiv extrem schwer. Wir waren in etwa 30 Deutsche am Anfang. Sieben waren am Schluss überhaupt noch übrig. 2 davon mit Französisch Muttersprache aber in Deutschland aufgewachsen. Es hat keiner geschafft auch nur in die Nähe der Bestehensgrenze zu kommen. Mit normalen Lernmethoden ist das nicht zu schaffen. Man muss sich voll auf das Französische System einlassen und am besten vorher schon ein jahr die ganzen Sachen gebüffelt haben.
Die Franzosen richten in diesen neun Monaten (was 2 Semestern entspricht) ihr ganzes Leben auf die Prüfung aus. Will heißen, 4 Stunden Vorlesungen am morgen 10 Stunden lernen am Nachmittag von Mo bis Fr, und am We dann 12 Stunden lernen.Neun Monate lang. Und selbst dann reicht es nicht immer.

@samsara: wenn du chemie studieren willst solltest du schauen, dass du einen bachelor studiengang wählst, weil du dann mit einem Bachelor in der Tasche Zweitstudiengang Bewerberin bist und das ist unabghängig von der Abi Note

ehemalige Userin 1803
29.09.2005, 17:42
also ist frankreich nicht so empfehlenswert fürs studium..mmmhhhh..... was bleiben einen denn sonst noch so für alternativen? okay, werds wenns nicht durchs nachrückverfahren klappt zum ss nochmal versuchen...hab aber auf gar keinen fall lust 2 jahre oder mehr zu warten und nichts richtiges zu tun...
wie meint ihr siehts aus mit 1,8? soll ich mich lieber umorientieren?

*cuddle*
29.09.2005, 17:48
also, ich werds vermutlich mit den niederlanden aufnehmen!
bis dahin: FSJ bei der Rettungswache

1,8_ohne_perspektive
29.09.2005, 17:53
Chemiestudium mit Ausrichtung Pharmaforschung im Hauptstudium. Da fühle ich mich zz jedoch sehr deplaziert.

tpa
29.09.2005, 17:56
Mit 2,2 hab ich dieses Jahr auch nicht den Hauch einer Chance gehabt. Zwischenzeitlich habe ich mit dem Gedanken gespielt Biomedizin o.ä. im Ausland (Niederlande) zu studieren.
Habe mich nun aber für eine Krankenpflegerausbildung entschieden. Damit liege ich meinen Eltern nicht auf der Tasche und sammle viele Erfahrungen, die mir das Studium sicherlich erleichtern.
Ich hoffe nur, dass sich die Wartesemester so um 8 einpendeln und nicht ins maßlose steigen :-((

scope
29.09.2005, 17:59
Ich fang am 4.10 meine Physioausbildung an (und hab heute noch ein Zimmer in Münster ergattert!!! Gott sei Dank!)

mfg scope, der nun dezent lächelnd auf die zu erwartende Wartezeit blickt.

Xerxes
15.04.2006, 14:28
Hat hier jemand Erfahrungne mit einem Studium in Frankreich? Muss auch nicht unbedingt ein Medizinstudium sein.. Nur ein Studium zur Überbrückung der Wartezeit...
Wie sieht es da aus? Wo muss man sich bewerben bzw. welche Fächer können einem helfen für ein späteres deutsches Medizinstudium?

Mally
15.04.2006, 15:28
Ich spiele mit dem Gedanken, nach Rumänien zu gehen.
Ich suche momentan nur noch den Haken, sehr viel günstiger als Ungarn und Tschechien scheint es zu sein, man findet aber so schwer Informationen über die englischen Studiengänge dort. :-???

mattes86
15.04.2006, 17:42
hallo, bin selbst 1,9er und natürlich zum SS 2006 gescheitert....

wie seht ihr die chancen in österreich mit dem EMS-test?

Xerxes
15.04.2006, 18:01
Östereich ist schlecht.. zum einschreiben musste inmal hinfahren/fliegen dann paar Monate spätetr nochmal zum Test und dann musst du zu den besten gehören um genommen zu werden...

dreaming
15.04.2006, 20:30
und selbst wenns toll wäre....

für dieses jahr ist es sowieso gelaufen... oder hab ich da was übersehen?
der bewerbungsschluss war ja ende februar

bundi
28.04.2006, 13:43
Hi,

Für die Anmeldung und Identitätskontrolle zur Teilnahme am EMS- Test in Innsbruck/Wien (07.07.06) hatte man im Februar ein Zeitfenster von 2 Wochen. Die Wahrscheinlichkeit einen Platz in Innsbruck zu bekommen ist äußerst gering. Soweit ich weiß haben sich 3700 Deutsche für 185 Studiumsplätze beworben. Nach Adam Ries kommen also 5% durch. Für nicht- Lateiner (wie z.B. mir) gibt es jedoch selbst nach positivem EMS- Ergebnis ein Problem: Latein.
Um zum 3. Semester in Medizin zugelassen zu werden, muss man das große Latinum nachweisen können. Das heißt, neben den Hürden Anatomie, Chemie und Biochemie muss man innerhalb von 2 Semestern auch noch Latein lernen. Nach meinem Stand der Dinge schaffen das nur ca. 10% (Quelle: Uni Wien). Kürzlich habe ich von einem Freund (ABI- Schnitt 3,3!), der letztes Jahr in Innsbruck mit Medizin angefangen hat erfahren, dass dort in den ersten 2 Semestern sehr stark gesiebt wird. Von 600 Studenten kommen nur 275 durch. Der „Rest“ muss ein Jahr warten.
Ein weiterer Nachteil (oder Vorteil, je nach Blickwinkel) an Österreich sind die Semestergebühren (ca.380€) und am Beispiel Wien, die Lebenserhaltungskosten (Miete).
Obwohl ich dieses Jahr am EMS-Test teilnehmen werde (um zu sehen ob ich für Medizin geeignet bin), überlege ich mir daher Österreich überhaupt als Studienort in Betracht zu ziehen.

Da das Thema ja „Sinnvolle Alternativen“ und nicht EMS- Test oder Österreich heißt, will ich noch was zum Thema Wartezeitüberbrückung sagen. Ich bin der Meinung, dass wir (Wartenden) uns eine möglichst schöne Zeit machen sollten, bis wir einen Studienplatz bekommen. Schließlich ist man nur einmal im Leben jung! Natürlich sollte man auch die Überbrückungszeit sinnvoll nutzen aber das ist nicht das „non plus ultra“.
Ich habe mir zum Beispiel überlegt, nach meiner Ausbildung (Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung) für ein Jahr nach Australien zu gehen (Work & Travel- Programm) oder Spanisch im Ausland zu lernen.
Abgesehen davon, lese ich immer wieder aus den Threads, dass die Meisten eine Ausbildung im medizinischen Bereich machen (RettSan, RettAss, MTA, KPfleger, etc.) was ja auch nahe liegt, aber meint ihr wirklich, dass das für das spätere Studium so viel bringt? Ich habe mir damals von einem Oberarzt des Max- Planck- Institutes für Psychiatrie sagen lassen, dass es eher von Vorteil ist, zusätzliche Qualifikationen zu haben um später auch interdisziplinär arbeiten zu können (z.B.) und dadurch eher auf sich aufmerksam machen (vorausgesetzt man will mal Oberarzt werden).

Was sagt ihr so zu diesem Thema und was macht ihr in der Wartezeit?

PS: Weiß jemand, wo man seinen Benutznamen ändern kann (sofern das überhaupt möglich ist)? Bund-Zeit ist doch schon etwas her mittlerweile. :-D

Xerxes
28.04.2006, 14:38
Mit Qualifikationen meint er ne Kpfleger Ausbildung ect. oder was?

bundi
28.04.2006, 15:12
Nein, gerade das nicht! Also neben der ärztlichen Qualifikation, die man durch das Medizinstudium sowieso erlangt, eine Weitere. Z.B.: eine Fremdsprache (Spanisch, Französisch, Türkisch, etc.) oder ein Studium an einer Berufsakademie (WS werden nicht gezählt!) wie Wirtschaft, Informatik oder Wirtschaftsinformatik. Oder irgendein Studium oder eine Ausbildung, die auch Management- Qualifikationen vermittelt. Ein Arzt muss ja heutzutage nicht zuletzt auch ein guter Manager sein. Und die Informatik wird in Zukunft auch einen immer höheren Stellenwert in der Medizin einnehmen. Nicht nur in der Verwaltung aller patientenspeziefischen Daten, sondern auch bei allen bildgebenden Diagnose- Verfahren (CT). Wenn man da die Möglichkeit hat, als Arzt mit praktischen Erfahrungen und viel theoretischem Wissen an der Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine zu arbeiten ist das meiner Meinung nach ein großer Vorteil. Abgesehen davon weiß man ja nicht was die Zukunft so alles bringt. Vielleicht ist es ja früher oder später möglich, Teile des Gehirns am Rechner zu simulieren und dann sind sowohl Ärzte, als auch Informatiker gefragt. Etwas weit hergeholt, ich weiß :-D . Jedenfalls werden die Operations-Methoden zunehmend elektronisiert. Ich habe schon recht viele Ärzte kennen gelernt und die meisten wollten sich irgendwo mal weiterentwickeln. Eine gute Grundlage dafür ist halt eine Zusatzqualifikation. Und diese kann man sich ja schon vor dem Studium holen.

Ann-Ka
28.04.2006, 15:25
Hi,

meine Wartezeitalternative ist vielleicht auch zu empfehlen. Studiere Molekularbiologie/ Genetik an der Universität Salzburg. Das Studium an sich ist wirklich gut und nach 3 Jahren hast du deinen Bachelor. Neben Molekularbiologie bietet die Uni auch die Richtungen molekulare Biowissenschaften, Zellbiologie/ Physiologie und Organismische Biologie ( für Medizin nicht ganz so relevant).

Laut Landesprüfungsamt NRW kann man sich auch den ein oder anderen Schein anrechnen lassen und Salzburg ist schon ne schöne Stadt. Dank Billigflieger ist man auch schnell mal zu Hause!