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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hurra: wir sind Kanzlerin :-)



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Gersig
12.10.2005, 12:26
Ähm, Angela Merkel mit noch weniger Mimik??? Geht das??? Stichwort Maskengesicht ;-)

synosoph
12.10.2005, 12:50
BTW: ich bin grundsätzlich dagegen, dass man überhaupt Falten wegbügeln möchte. Die hat man sich schließlich hart erarbeitet, und meist hat man für die Teile einen verdammt hohen Preis bezahlt...Genau so ist es. Pro Falten! :-dafür

P.S./OT: Wann kriegt die Banane eigentlich ihre ersten Falten? ;-)

60(per)cent
12.10.2005, 13:28
Also, wenn ich als Mann das mal so in den Raum Stellen darf:

Wenn es für mich eine Frau gibt, die nicht emanzipiert wirkt, dann die Merkel: Ich glaube die hatte einfach das Glück, daß die Unionen keinen gefunden haben... ...da haben sie halt einE genommen.
Und sie hatte den "Laden" selbst noch nie unter Kontrolle.

Außerdem war sie bisher immer vielzusehr damit beschäftigt, irgendwelchen Umfragen hinterherzulaufen (Kirchoff hin, Kirchoff her, oder vielleicht doch der Merz; und in den Irak wäre sie auch niemals gegangen) , um sich über irgendwas ernsthafte Gedanken zu machen; so escheint sie mir auch beim Thema Emanzipation/Gleichberechtigung d. Frau auffallend gleichgültig. (abgesehen davon, daß ich mich frage, ob es bei ihr überhaupt Themen gibt, zu denen sie eine eigene Meinung hat)

Fazit: Selbst wenn sie eine eigene Überzeugung zum Thema hätte und diese emanzipatorisch wäre, würde die konservative rechte, v.a. aus Bayern :-party , ihr da früh genug übers Maul fahren.

Wenn man derzeit über Emanzipation in der Politik redet, sollte man eher über Reante Künast sprechen; die ist für mich absolut glaubwürdig: Sie hat sich sogar in der konservativen Männerwelt der Bauernverbände scheinbar mühelos behauptet und dabei mit den undankbarsten Themen sogar noch gepunktet... ...was für eine Frau! :-love

Na ja, das ist vielleicht doch ein bischen übertrieben alles, aber ich glaube der Tenor kommt rüber.

Leggo1
12.10.2005, 13:37
Die Merkel ist halt alles andere als extrovertiert und kann sich nicht verkaufen. Aber geben wir der Frau doch eine vorurteilslose Chance!

synosoph
12.10.2005, 13:39
Kohl konnte sich auch nicht medial verkaufen.

Schröder ist auch nur Umfragen hinterhergelaufen.

Um Machterwerb und -erhalt geht es allen Politikern und -Innen.

luckyblue
12.10.2005, 14:25
Ich bin so frei zu behaupten, dass wir Männer mit Frauen gut und gerne zusammen arbeiten. Mehr noch: Dass wir im Ernstfall auch anstandslos bereit sind, uns einer Frau "unter-" bzw. beizuordnen. (Mit der Eingliederung in hierarchische Strukturen haben wir sowieso im Laufe der Evolution weniger Probleme gehabt als Frauen. Die Aufgabenstellungen der Jagd und der Kriegsführung mögen diesen einen Aspekt der Team-Fähigkeit begünstigt haben.) Voraussetzung ist allerdings ein Minimum an Souveränität. Das verlangt nach Integrationsfähigkeit. Nach einem ausgeglichenen Charakter. Letztendlich nach jemandem, der sich wohl in seiner Haut fühlt. Und dazu gehört auch, die unterschiedlichen soziokulturellen Rollenerwartungen an Frauen und Männer für sich wenigstens näherungsweise zu akzeptieren. Ich will mir hier kein Urteil anmaßen darüber, ob und wie Angie sich in ihrer Rolle als Frau zu Hause fühlt. Ihre Karriere erweckt jedoch den Eindruck, dass sie "prototypisch" männliche Verhaltensweisen zu kopieren sucht und die Stärken "weiblicher" Lösungsstrategien sträflich vernachlässigt. Das kann nicht gut gehen, zumindest wird es ihre Souveränität nicht befördern.

Es ist zwar weder wünschens- noch erstrebenswert, dass Angie jetzt mit Hello-Kitty-Tasche in die Kabinetts-Sitzungen stöckelt, aber ein wenig mehr holde Weiblichkeit wäre ihrem Charisma sicher dienlich. Mehr jedenfalls als diese ungelenke Macho-Persiflage, derer sie sich bis dato zu befleißigen wusste.

Übrigens können es auch Schönheitsköniginnen in der Politik zu etwas bringen: Frau RA Dagmar Wöhrl MdB, wirtschaftspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, darf sich "Miss Germany 1977" nennen. (Fairerweise muss man allerdings zugeben, dass sie erst seit 1994 im Bundestag sitzt.;-)) Man sieht ihr die Schönheitskönigin aber heute noch an.

Chippielara
12.10.2005, 14:32
um das OT-threaden fortzusetzen: ich finde keineswegs, dass wir auf hohem niveau jammern, gerade die mediziner. ganz im gegenteil, ich bin der meinung was in deutschland abgeht ist der absolute hohn. deswegen lasst uns schubrakete geben damit es besser wird, und dem merkel wünsche ich ganz viel glück und botox!

Gar keine frage, dass es einiges zu verbessern gibt, auch ich finde nicht, dass wir im schlaraffenland leben. Aber diese ewige weltuntergangsstimmung, das gefühl, dass alles immer nur schlechter wird, diese vielen ängste, von denen wir alle anscheinend ständig geplagt werden- das geht mir total auf den geist! Ab und zu könnte man sich doch einfach mal über das freuen, was man hat- und da finde ich wirklich, dass der lebensstandard hier immer noch sehr ordentlich ist!

synosoph
12.10.2005, 15:48
Ich bin so frei zu behaupten, dass wir Männer mit Frauen gut und gerne zusammen arbeiten. Mehr noch: Dass wir im Ernstfall auch anstandslos bereit sind, uns einer Frau "unter-" bzw. beizuordnen. (Mit der Eingliederung in hierarchische Strukturen haben wir sowieso im Laufe der Evolution weniger Probleme gehabt als Frauen. Die Aufgabenstellungen der Jagd und der Kriegsführung mögen diesen einen Aspekt der Team-Fähigkeit begünstigt haben.)Hierachische Strukturen sind eher "männlich", da stimme ich dir zu. Die gesellschaftliche Ordnung, die sich jedoch vornehmlich auf die Eingliederung in eine solche stützte, für Jahrhunderte, Jahrtausende Bestand hatte und eher patriachaler Natur ist, hat aber in meinen Augen keine Zukunft mehr.

Zumindest kannst Du genau diesen Prozess weltweit seit dem 19. Jahrhundert beobachten. Zunächst verloren fast alle großen Monarchien ihre Macht. Man denke an das Ende Napoleon III im Jahre 1870 und seinem tragischen Tod im Jahre 1873, das Zusammenbrechen des Osmanischen Reiches, die russische Revolution, die völlige Vernichtung der jahrtausende währenden Tradition des chinesischen Kaisertums oder das klägliche Scheitern wilhelminischer Großmannssucht.

Die Reste, die davon blieben, werden auch zunehmend um ihre Autorität gebracht. Man schaue auf das englische Königshaus, auf den geistigen und weltlichen Machtverlust des Vatikan. In präsidialen Demokratien (USA, französische Republik), auch in der bundesrepublikanischen Kanzlerdemokratie - die Entwicklung Russlands in den letzten Jahren! - wird immer noch der Vorstellung eines pyramidenförmigen Staatsaufbaus mit einem Staatsmann(!) an der Spitze angehängt. Aber die Unfähigkeit dieser Konstrukte auf gesellschaftliche Veränderung zu reagieren und sie gar zu gestalten, zeigen sich an allen Ecken und Enden. Auch mediale Nahaufnahmen schwitzender Politikergesichter und das analytische Zerlegen jeder Bewegung, jeder Handlung trägt nicht gerade zur Aufrechterhaltung eines Unterordnungswillens der gemeinen Volksmasse unter die Herrschaft vermeintlich mächtiger Würdenträger bei.


Voraussetzung ist allerdings ein Minimum an Souveränität. Das verlangt nach Integrationsfähigkeit. Nach einem ausgeglichenen Charakter. Letztendlich nach jemandem, der sich wohl in seiner Haut fühlt. Und dazu gehört auch, die unterschiedlichen soziokulturellen Rollenerwartungen an Frauen und Männer für sich wenigstens näherungsweise zu akzeptieren.Genau das wären für mich die Aufgaben der Frauen: Hierarchien aufzubrechen, zu integrieren, durch Moderation gleichberechtigter Beratung Konsens zu schaffen. Vertikale Strukturen ab-, horizontale aufzubauen. Das sind soziokulturelle Rollen, die Frauen wesentlich besser ausüben - Stichworte Netzwerkbildung, Teamfähigkeit, Sich-zurücknehmen-können, Ausgleichen und - man höre und staune! - Konzentration auf das Wesentliche, das Ganze.


Ich will mir hier kein Urteil anmaßen darüber, ob und wie Angie sich in ihrer Rolle als Frau zu Hause fühlt. Ihre Karriere erweckt jedoch den Eindruck, dass sie "prototypisch" männliche Verhaltensweisen zu kopieren sucht und die Stärken "weiblicher" Lösungsstrategien sträflich vernachlässigt. Das kann nicht gut gehen, zumindest wird es ihre Souveränität nicht befördern. Genau das sehe ich auch als große Frage. Inwieweit werden durch Merkel Stärken "weiblicher" Lösungsstrategien gefördert? Diese Frage ist noch nicht beantwortet. Möglicherweise liegt die Antwort dazwischen. Das System und der männliche Gestank im politischen Zirkus läßt (noch) keine radikale Umkehr im regierenden Tagesgeschehen zu. Aber daß Merkel durchaus mit neuen methodischen Vorstellungen an ihre Aufgabe herangeht/gehen möchte, hat sie schon mehrfach selbst geäußert.

Die Frage ist, was ist wahr und wenn "was" war, wieviel davon ist - und bleibt.

Doktor_No
12.10.2005, 16:01
@chippielara: stimme dir zu, wünsche dir aber jetzt schon viel spass bei deiner stellensuche und den gehaltszahlen, die du dann gesagt bekommst...

Acyan
12.10.2005, 22:40
*editiert*

60(per)cent
13.10.2005, 01:37
haben wir sowieso im Laufe der Evolution weniger Probleme gehabt als Frauen. Die Aufgabenstellungen der Jagd und der Kriegsführung mögen diesen einen Aspekt der Team-Fähigkeit begünstigt haben.)

...Habe mal einen Vortrag gehört, in dem der Herr Professor gemeint hat, wahrscheinlich haben die "Höhlenfrauen" mehr gejagt als die "Höhlenmänner". -wenn man sich die Wurfkünste der meisten Frauen anschaut erklärt das auch endlich einmal, warum unser Körper sich eingentlich an fleischarme Kost angepaßt hat :-)) .


Übrigens können es auch Schönheitsköniginnen in der Politik zu etwas bringen: Frau RA Dagmar Wöhrl MdB, wirtschaftspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, darf sich "Miss Germany 1977" nennen. (Fairerweise muss man allerdings zugeben, dass sie erst seit 1994 im Bundestag sitzt.;-)) Man sieht ihr die Schönheitskönigin aber heute noch an.

Was für ein Alptraum!
Die eigentliche Frage muß wohl sein, ob wir in Frauen mehr sehen können als Püppchen (wenn sie mehr sind)
Auf der anderen Seite wäre es im Falle des Kanzlerkandidaten vielleicht ehrlicher, ihn im Wahlkampf gleich als Pappkameraden zu verkaufen?

HonorisCausa
13.10.2005, 20:11
Weiß hier eigentlich jemand wer jetzt die ehrenamtlichen Tätigkeiten übernimmt, die zuvor immer den Kanzlergattinnen zustanden?

Ein Herr Merkel (oder wie heißt der noch gleich?) wird sich da wohl kaum überreden lassen seine Professur abzugeben, oder??

Smibo
13.10.2005, 20:16
Eine von uns Frauen wird Bundeskanzlerin !
Was bedeutet das für Euch persönlich (z.B.für Eure Selbstverwirklichung) und was habt Ihr für Erwartungen an eine Bundeskanzlerin ( bezüglich der Emanzipation der Frau) ?

Ich empfand jedenfalls eine große Genugtuung, daß sich Angela Merkel gegen alle diese eitlen , selbstverliebten Männer durchgesetzt hat !

Gruß
Hanne

Wie Merkel eine Frau? Die ist männlicher als Schröder und die ganzen Bundeskanzler zuvor.

Merkel ist ein Mann und dabei bleib ich :-meinung

HonorisCausa
13.10.2005, 20:30
Wie Merkel eine Frau? Die ist männlicher als Schröder und die ganzen Bundeskanzler zuvor.

Merkel ist ein Mann und dabei bleib ich :-meinung

Also du willst wirklich behaupten, dass unsere "Frau" Merkel in einer wilden Schwulenehe lebt und als erster deutscher schwuler Kanzler das Land regiert?

Naja, warum nicht, aber dann sollte sie zu ihrem Mann stehen, oder? Vielleicht verkörpert dieser ja dann doch die weiblichen Eigenschaften und wäre dann bereit die Ehrenämter anzutreten - dann wäre Deutschland doch gerettet!!