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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Anatomie lernen



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mezzomixi
22.03.2006, 22:43
Ich würde mir Band 1 vom Prometheus kaufen. Ist ein sehr schöner Atlas, der macht auch Spaß, wenn man nicht wirklich lernen will/muss und den kannst du auf jeden Fall brauchen.
Vor dem Studium lernen würde ich allerdings noch nicht, weil bis Du es brauchst hast Du es eh wieder vergessen, aber das ist ja Deine Entscheidung.

Duncan84
24.03.2006, 11:18
Der Prometheus ist auf jedenfall ausreichend, um die Anatomieprüfungen zu bestehen. Die Uni, an der man mehr können muss, will ich erst gesehen haben. Ich hab für die Prüfungen ausschließlich aus dem Prometheus gelernt und alle gut bestanden.

Der erste Band ist meiner Meinung nach sogar bei weitem Ausführlicher als das, was du am Schluss wirklich brauchst bzw man können muss. Anders siehts da beim zweiten Band aus. Da hab ich wirklich Seite für Seite gelernt, dann hats aber auch ausgezeichnet für die Prüfung gereicht. Es gab nur eine Frage in der Prüfung, die jetzt so nicht im Prometheus zu finden war. Wenn man aber beim Präpkurs aufmerksam mitmacht und am Schluss zusammen lernt, schließt man auch solche Wissenslücken.

Für die Leute, die vorher anfangen wollen zu lernen: wenn ihr wirklich sehr disziplinierte Lerner seid, würde ich euch folgendes Empfehlen. Schaut euch an, wie bei euch an der Uni Anatomie Unterrichtet wird. In Heidelberg ist es zB so, dass man im ersten Semester nur Anatomie hat, unterteilt in 5 Blöcke mit jeweils einer Prüfung: Allg. Anatomie + Osteologie, Extremitäten, Situs, Kopf/Hals, Neuroanatomie.

Ich würd euch empfehlen, einfach 4 Wochen vor Semesterstart richtig mit dem 1. Thema anzufangen, so dass ihr das bei Semesterstart quasi schon könnt. Geht ihr dann nämlich in die Vorlesung ist das richtig sinnvoll und man lernt da sogar was. *g*
Ihr wiederholt dann quasi in der Vorlesung das eigentliche Prüfungsthema und daheim lernt ihr dann für das Nächste. So braucht ihr kurz vor der jeweiligen Prüfung nur nochmal alles ein paar Tage aufzufrischen und gut ist.

Wie gesagt, nur was für sehr disziplinierte Lerner. Dürfte auf diese Weise aber relativ entspannt und effizient sein. Also keine 6 Stunden/ Tag Lernorgien kurz vor der Prüfung.

Ansonsten is es eigentlich nur zu empfehlen, sich nen Grundüberblick zu verschaffen bzw nen Grundgerüst an Grob-Informationen, in die man dann später die Detail-Infos sinnvoll einbauen kann. Es macht keinen Sinn, jetzt schont jeden kleinen Abgang aller Nerven und Arterien zu lernen. Die kann man sich eh niemals so lange merken.

Ganz sinnvoll ist vl, sich mal die allergrößten Gefäße des Körpers anzuschauen, wie sie heißen, wo sie laufen, wo sie abzweigen. Ausgehend von der Aorta vl 2-3 Abzweigungen maximal. Gleiches bei der Vena Cava.

Oder bei den Knochen und Gelnken, wie sie als ganzes heißen. Alle Höckerchen etc, würde ich noch nicht lernen.

Bei den Organen vl, welche es denn überhaupt gibt und welche Funktion sie so ungefähr haben. In welche Abschnitte der Magen-Darm-Trakt unterteilt wird, etc.

Wie gesagt, nen Grobüberblick is schon einiges Wert. Sonst hört ihr in den Vorlesungen irgendwelche Details und wisst gar nicht, wo die dazu gehören und könnt sie euch somit auch nicht sonderlich gut bzw gar nicht merken. Es macht eh sehr viel Sinn, sich auf jede Vorlesung vorzubereiten. (Hat bei mir aber btw auch nicht geklappt ;)

Naja soweit mal. Das wichtigste ist eh, zu versuchen, sich den Spaß an der Sache zu erhalten. Auch wenn das oft leichter gesagt als getan ist. :)

Bis denn.

sheep
22.09.2007, 19:28
*thread_hochol*

hab mir das thema grad mal komplett durchgelesen und mir eure lernstrategien für ana reingezogen ;)

hätte aber noch eine frage zur strukturierung des lernpensums:

ich mache zzt. die ausbildung zur gukp und würde mir die wichtigsten anatomischen schwerpunktthemen gern schonmal etwas detaillierter aneignen.

bisher hab ich nur aus unserem anatomie/physiologie/biologie buch für pflegeberufe gelernt, wobei mir darin alles viel zu oberflächlich abgehandelt wird.

als ergänzung hab ich mir jetzt noch die duale reihe anatomie gekauft, der prometheus (zumindest die 2., überarbeitete auflage des 1. bandes von 2007) kommt in absehbarer zeit noch hinzu.

die d.r. anatomie handelt ja auch themen wie histologie/embryologie ab - denkt ihr, dass das dort vermittelte wissen für den anfang ausreicht, oder würdet ihr mir gleich zu einem ausführlicheren lb raten?

und welche ist die beste lernstrategie eurer meinung nach?

erst ganz chronologisch das themenbezogene "fitzelzeug" reinpauken, d.h. zb. für das respiratorische system: histo - embryo - dann das enstspr. kapitel im lb lesen - und zum schluss den feinschliff über den atlas holen?

oder fächer wie histo/embryo etc. gesondert ohne grossrtige "anatomische bezüge" lernen?

wie gesagt, würd ganz gern etwas struktur reinbringen und nicht einfach hirnlos draufloslernen... :-nix

lg, sheep (...gerade im lernwahn :-lesen :-oopss )

mezzomixi
22.09.2007, 19:51
die d.r. anatomie handelt ja auch themen wie histologie/embryologie ab - denkt ihr, dass das dort vermittelte wissen für den anfang ausreicht, oder würdet ihr mir gleich zu einem ausführlicheren lb raten?



Also ich studiere in Frankfurt und kann sagen, dass ich ohne jemals auch nur ein winziges bisschen Embryologie gelernt zu haben ein gutes Physikum gemacht habe. Es gibt sicherlich Unis, bei denen sowas nicht möglich wäre (bei uns gibt es einfach keinen eigenständigen Embryo-Kurs und ich hatte Glück mit meinen Anatomie-Prüfern ;-)) aber ich gehe stark davon aus, dass auch dann der Inhalt der DR ausreichend ist. Wie es mit Histo ist weiß ich nicht. Ich habe Histo mit dem Thieme Kurzlehrbuch gelernt, war wunderbar. Inzwischen würde ich vielleicht eher den Welsch nehmen, der hat schöne Bilder. Ich weiß gerade leider nicht, wie ausführlich Histo in der DR ist.
Prinzipiell würde ich mir aber kein Buch kaufen solange Du nicht studierst. Mit der DR hast Du sicherlich genug zu tun und kannst dann Deine Bücher an die speziellen Ansprüche Deiner Uni anpassen.

THawk
22.09.2007, 19:57
Hi Sheep.
Du scheinst ja wirklich im Lernwahn zu sein :-D Respekt ;-)

Ich würde an deiner Stelle aber auf keinen Fall schon allen Fitzelkram lernen - z.B. alle möglichen Muskeln mit Ansatz, Ursprung etc. macht keinen Sinn wenn du es nicht bald brauchst. Das vergisst man eh in kürzester Zeit!

Prinzipiell macht es Sinn Lehrbuch und Atlas parallel zu lesen, d.h. im Lehrbuch die funktionellen Schwerpunkte und Zusammhänge, für die räumliche Vorstellung im Atlas lesen.

Zu meiner Zeit gabs die duale Reihe nicht, aber ich denke schon, dass die Embryo-Sachen darin reichen. Histo - keine Ahnung. Embryo ist eigentlich von vielen Studis unbeliebt und sehr wenig gelernt ;-) Dabei musst du zwei Teile unterscheiden: Die Allg. Embryo (also Blastozyste, Furchung, Keimblätter etc.) und die Spezielle Embryologie (d.h. Entstehung von Leber, Darm, ...) Gerade letzteres fand ich persönlich echt interessant.
Als Reihenfolge brauche ich immer erst einen Überblick (was bringt es dir wenn im histologischen Kapitel von Bronchiolus terminalis die Rede ist, aber du nichts damit anfangen kannst). Würde ich dir auch empfehlen - immer vom Allgemeinen ins Spezielle!
Die allg. Histo würde ich mir vorher anschauen, die allg. Embryo wann immer du Lust hast :-)

Und generell - mach dir nicht zu viel Stress und sieh zu, dass das "Extra-Lernen" ein Spaß bleibt. Zur Arbeit wirds noch früh genug...

Ciao, Lars

Grübler
22.09.2007, 19:57
Dabei ist die Herzentwicklung so ein tolles Thema :-love

Aber Nierenentwicklung suckt :-meinung

amphibie
22.09.2007, 21:32
Also ich fand die Duale Reihe auch supi! Denn die Bilder sind aus dem Prometheus und es steht mehr Text als im Prometheus; außerdem kann man immer wechseln zwischen ausführlichem Lehrbuch und Kurzlehrbuch - wie man gerade Bock hat! Es lohnt sich bzgl. des Preises auch eher, sich die DR Anatomie anzuschaffen, weil die nämlich so ca. 50 € kostet und da sogar noch ne CD mit Bildern für den Präpkurs dabei ist, wohingegen alle 3 Bände vom Prometheus zusammen schon über 100 € kosten!

Strodti
23.09.2007, 00:42
Mal ein andere Frage:
An meiner zukünftigen Uni (Marburg) wird ein Bücherflomarkt angeboten.
Bei Anatomieatlanten muss man doch nicht unbedingt die neueste Auflage im Regal stehen haben, oder?
Will ja nicht an der falschen Stelle geizen, aber bei den Bücherpreisen ist das vielleicht eine Alternative.

Die Bücher für Bio, Chemie und Physik würde ich mir dort auch holen, ist aber hier Off-Topic ;-)

Doctöse
23.09.2007, 00:59
@Strodti: Bei den Anatomieatlanten kannst du natürlich auch ältere Auflagen nehmen. Das dürfte kein Problem sein. Fehler gibt es auch in den neuen, von daher kannst du da nicht viel falsch machen, wenn du dir ältere Atlanten zulegst. :-)

In der Vorklinik kommt man ohnehin noch recht gut mit älteren Büchern zurecht, in der Klinik wird das schon schwieriger (ständig wechselnde Behandlungsschemata, etc.).

Dr. Jekyll
23.09.2007, 04:31
es gibt noch ein kleines buch

buch oder kompaß der leitungsbahnen oder so ähnlich von thieme


:-top

bobbit
23.09.2007, 12:10
die d.r. anatomie handelt ja auch themen wie histologie/embryologie ab - denkt ihr, dass das dort vermittelte wissen für den anfang ausreicht, oder würdet ihr mir gleich zu einem ausführlicheren lb raten?
In Göttingen wurde die Duale Reihe für das Eingangstestat Anatomie zum zweiten Semester empfohlen. Deshalb behaupte ich einfach mal, dass Embryologie damit gut genug abgedeckt ist, hab mir das noch nicht angesehen ;-)

Und Histologie haben bei uns auch einige aus der Dualen Reihe gelernt. Ist ganz in Ordnung und für einen teils detailierten Überblick wie du ihn haben willst, reicht das vollkommen aus.

Cranium
23.09.2007, 12:11
Hey Dr. Jekyll!!!!!!

Also, also......:-))
was machst du denn da mit der Hoppla Daisy!???

Daisy?Geht´s dir gut? Soll ich Schrundensalbe besorgen?:-D

fuhl.
27.09.2007, 23:21
Hallo an alle schon Studierenden:)

Ich warte zur Zeit noch auf einen Studienplatz und bestreite eine Krankenpflegeausbildung. Da die Ausbildung recht anspruchslos ist, was das lernen angeht, wollte ich mir schonmal einen wenig Anatomie auf Studiumniveu zu Gemüte führen.
Meine eigentliche Frage: Hat einer von euch ein gutes Lernkonzept, um den Stoff reinzuprügeln. Welche Bücher/Atlanten sind hierfür geeignet. Gibt es ein "Lernbuch Anatomie" was einem dem Stoff verständlich näher bringt.

Danke schonmal für eure Antworten

fuhl.

Gammaflyer
27.09.2007, 23:40
"Lernkonzepte" muss sich jeder selber basteln. Was einem liegt, wie man am besten klarkommt.

Zur Literatur:
Atlanten:
Prometheus I-III: neu(hier und da noch Fehler), ästhetisch, macht Spaß, kein reiner Atlas - auch Lerntexte
Netter: Klassiker, eigenwilliger Zeichenstil, reiner Atlas
Tillmann: mir nicht vertraut

Lehrbücher:
Schiebler: viel Texte, momochrome Bilder, grade neu Aufgelegt als Schiebler/Korf(aus Frankfurt ;-) ), für Text-Lern-Typen
Lippert: mehr und bessere Bilder, mehr klinische Aspekte
Beninghoff: "das" Standardwerk in zwei Bänden, auch für die meisten Medizinstudenten zu viel, hier schaut man rein, wenn man's wirklich wissen will oder eine Klausur anfechten will oder so(kommt demnächst als "Kleiner" mit "nur" noch 640 Seiten)
Über die Duale Reihe ist hier ja schon einiges geschrieben.
diverse Kurzlehrbücher

Am besten in eine (Fach-)Bücherei gehen, sich ein Thema vornehmen und das in den verschiedenn Büchern nachlesen. Das Buch, wo man das Gefühl hat, man kommt am besten mit klar, sollte es sein.
Es bring nichts, wenn man kauft, was andere haben, oder was grade vorrätig ist oder was etwas billiger ist, aber man dann nachher daran verzweifelt, weil man nicht damit klarkommt.

Dr. Jekyll
28.09.2007, 03:59
Hey Dr. Jekyll!!!!!!

Also, also......:-))
was machst du denn da mit der Hoppla Daisy!???

Daisy?Geht´s dir gut? Soll ich Schrundensalbe besorgen?:-D


hämorrhoidensalbe....


auch mods müssen sich für mich bücken. :-D

Foreman
28.09.2007, 09:27
Apropos Literatur, ich habe gestern mal das neue Taschenbuch Benninghoff gesichtet. Es wirkt sehr überfrachtet, die Schrift zu klein, das Design ist unübersichtlich. Das große Werk gefällt mir viel besser, aber ist halt nur was für zu Hause.

Außerdem gibt es jetzt Gray`s Anatomy auf deutsch. Meiner Meinung ganz nett, vor allem für den klinischen Aspekt der Anatomie, aber es ist nicht vollständig. Das Konzept ist mir zu wenig integrativ. Die abbildungen sind , na ja, etwas puristisch.