PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : schmerzen, bitte hilfe



Seiten : 1 [2] 3 4

milz
29.10.2005, 19:33
Warum hast du denn Angst vorm Arzt? Es passiert dir dort nichts, was du nicht willst! Außerdem willst du doch auch wissen was du hast und stell dir vor, du gehst morgen hin, bekommst gesagt es ist was harmloses, dass wäre doch toll, oder nicht? Und je früher man bei einer Erkrankung bei Fuß ist desto leichter bekommt man sie in den Griff, oder ist es dir lieber (nehmen wir mal eine Gastritis oder Ulkus an nur als Bsp.) du wirst nachts vom Notarzt mit Blaulicht in die Klinik gekarrt und notgastroskopiert, weil du blutest oder wäre es nicht doch eleganter jetzt mal ein paar Tabletten zu schlucken. ;-)

duncan_idaho
29.10.2005, 20:12
also zum labor: meine neutrophilen sind erhöht, die lymphos und eos zu niedrig. ansonsten ist krea erhöht und mcv erniedrigt (aber ich denke, dass die letzten beiden nicht so die rolle spielen).
die werte sind eigentlich alle nur sehr minimal verändert. die anderen werte sind alle ok.



wie kommst du zu diesen laborwerten, ohne bei einem arzt gewesen zu sein?

alex1
29.10.2005, 20:56
was ist das denn für eine alberne Therapieempfehlung?? *kopfschüttel*

Eine symptombezogene Therapieempfehlung?

flavour
30.10.2005, 00:36
Würde auch mal gerne die riesige Angst vorm Arztbesuch und die enorme Überwindung, hier im Forum die Werte zu posten, verstehen.

Illegal in Deutschland? Polizeilich gesucht? :-))

Gichin_Funakoshi
30.10.2005, 00:52
Manche Studis müsen wohl noch etwas an den empathischen Fähigkeiten basteln. ;-)
Angst vorm Arztbesuch, weil:

-Vielleicht sind die Untersuchungen schmerzhaft
-Man weiß nich, was auf Einen zu kommt
-Angst vor einer schlimmen Diagnose
-Angst, dass der Arzt etwas flasch macht
usw.

Aber verstehen kann ich es auch nicht! :-))

Miri_85
30.10.2005, 03:46
Naja, aber im Endeffekt kommt er wohl nicht drumrum, oder? Also warum aufschieben und warten, evtl ist es ja was ganz harmloses. Und selbst wenn nicht... lieber früh bemerkt und noch relativ angenem therapierbar, als zu spät.

Gichin_Funakoshi
30.10.2005, 10:42
Drumrum kommt man nicht, aber Angst hat man trotzdem. Mir ging es darum, dass jeder Angst vorm Arzt hat. Besonders, wenn es was schlimmes sein könnte.
Es soll sogar Ärzte geben, die Angst davor haben zum Arzt zu gehen. :-meinung

Die Niere
30.10.2005, 11:27
Bzgl. Beruhigung: Es kann sehr gefährlich sein, jemanden beruhigen zu wollen. Da schildert jemand etwas von Schwäche, Blässe und Müdigkeit, man beruhigt ihn indem man was von ner Eisenmangelanämie quatscht und ihm Fe-Tabletten empfiehlt und 3 Monate später liegt er für ne Chemo auf Station und man versucht seine Leukämie adäquat zu behandeln.

Insbedondere in diesem Fall sind die Angaben dermassen ungenau und unbrauchbar, dass jeglicher Versuch einer Diagnosestellung einfach albern wäre.

Wenn man Angst vor etwas hat, ist es wohl trotzdem nicht die richtige Lösung sich von Laien und Halblaien beraten zu lassen.

gruesse, die niere

Gichin_Funakoshi
30.10.2005, 11:48
Sicherlich.
Aber Beruhigung + Hinweis zum Arzt zu gehen ist wohl das Ideal.
Oder hältst du es für besser, wenn man einem User erzählt, dass es Krebs sein kann, um ihn dann zum Arzt zu bewegen. Es gibt labile Persönlichkeiten, die damit sicherlich nicht so einfach klar kommen.

Die Niere
30.10.2005, 11:59
Nein...ich finde es am sinnvollsten jemanden darüber aufzuklären, dass es alles von der Anämie bis zhu Leukämie sein kann und ihn mit garkeiner Diagnose zum Arzt zu schicken.

gruesse, die niere

Gichin_Funakoshi
30.10.2005, 12:26
Die Foren mit den Ärzte, wie zum Beispiel www.medizin-forum.de haben aber nicht umsonst ihre Daseinsberechtigung. Besonder für DDs und auch wenn Blutwerte gepostet werden.

tweet
30.10.2005, 12:41
danke, radiolog e, dass du mich so verteidigst. ist schon ok, ihr könnt den beitrag ruhig löschen, wenn der euch so stört...
die werte habe ich von ner betriebsuntersuchung und jetzt habe ich halt angst, zum arzt zu gehen. hört sich lächerlich an, aber es ist so...

Chippielara
30.10.2005, 12:50
ferndiagnosen ohne untersuchung, ohne eigene anamnese, ohne laborwerte,... halte ich IMMER für riskant. Jeder, der medizin studiert, hat wahrscheinlich schon erlebt, dass das telefon klingelt und irgendwelche freunde, verwandten, etc. schnelle telefonische diagnosen und hilfe erwartet haben. Natürlich hab ich da auch schon medizinische ratschläge und auskünfte gegeben (soweit mir möglich), aber gleichzeitig auch immer den leuten empfohlen, einen arzt aufzusuchen, bzw den ärztlichen notdienst anzurufen.

Ja, ich kann gut verstehen, dass das überwindung kostet. Aber es bleibt einem nun mal nichts anderes übrig, weil einem nicht damit geholfen ist, wenn alle nur sagen: oh, das ist nicht so schlimm, dass wird schon wieder.

Ob internetdiagnosen wirklich ihre berechtigung haben, bin ich mir auch gar nicht so sicher. Einerseits kommt dadurch zwar vielleicht an leute ran, die nie zum arzt gehen würden und kann sie von der notwendigkeit, das zu tun, überzeugen. Andererseits gehen manche vielleicht dann nicht mehr zum arzt, die es ohne diese möglichkeiten getan hätten.

Hellequin
30.10.2005, 12:56
Die Foren mit den Ärzte, wie zum Beispiel www.medizin-forum.de haben aber nicht umsonst ihre Daseinsberechtigung. Besonder für DDs und auch wenn Blutwerte gepostet werden.
Die Foren werden dort aber auch durch Fachärzte betreut. Und das ist etwas was wir hier weder leisten wollen, noch können. Und bei diesen per Internet gestellten Diagnosen ist imho das Risiko recht groß das sich der Betroffene genau die Postings herauspickt, die ihm zusagen (und es ihm ermöglichen den Besuch ruhigen Gewissens aufzuschieben).

Gichin_Funakoshi
30.10.2005, 13:04
Eure bedenken sind sicherlich gerechtfertigt. Trotzdem kann man etwas mehr Wärme erwarten, wenn man ein Problem hat, oder bin ich zu idealistisch?

eatpigsbarf
30.10.2005, 13:40
@ Tweet,
was bringt es Dir denn, nicht zum Arzt zu gehen? Du machst Dir ja Sorgen, die kann und will Dir keiner nehmen, aber wenn es nichts schlimmes ist, dann sind Dir deine Sorgen vom Arzt genommen und in dem Falle, dass Deine Sorgen vielleicht gerechtfertigt sind, dann bist Du in Betreuung und dir wird so schnell und -hoffentlich auch so gut- wie moeglich geholfen.
Ich wuerde mir nicht von einem "Haufen Studenten" (nicht abwertend gemeint, schliesslich bin ich selber auch einer) meine gesundheitlichen Sorgen nehmen (oder verstaerken lassen), sondern lieber meine Laborwerte nachpruefen lassen von jemandem, der mich im Notfall an einen anderen Fachmann ueberweisen kann oder mich selber genauer untersucht. Davon mal abgesehen raet dir hier jeder der STUDENTEN zum ARZTBESUCH und weist Dich darauf hin, dass hier STUDENTEN die Ratgeber sind. Auch das hat einen Grund.
Es bringt Dir nicht viel, Dir hier Deine Sorgen kleinreden zu lassen :-). Denn, ob Du was hast oder nicht, bleibt weitergehenden Untersuchungen und Erfahrungen vom Fachmann (naemlich einem Arzt) offengelassen, wozu Dir jeder raet. So schlimm das auch klingt: bring den Gang zum Arzt hinter Dich und Du weisst genau, woran Du bist. Lieber damit ein paar Sorgen weniger und genau wissen, was los ist. Denn diese Unsicherheit ist doch schlimmer, als gar nichts zu wissen... :-meinung

Evil
30.10.2005, 14:06
Eure bedenken sind sicherlich gerechtfertigt. Trotzdem kann man etwas mehr Wärme erwarten, wenn man ein Problem hat, oder bin ich zu idealistisch? Theoretisch stimme ich Dir zu, praktisch habe ich keine Ahnung, was Du Dir darunter vorstellst.

Wie sollen wir "Wärme" vermitteln? Jemanden fälschlicherweise in Sicherheit wiegen, obwohl man das gar nicht beurteilen kann? Falsche Hoffnungen zu verbreiten halte ich für Heuchelei und hochgradig unethisch.
Über das Internet kann man keine Diagnosen und Therapieempfehlungen geben, einfach, weil man nicht genug Informationen hat.
Wer in diese "Facharztforen" geht, kann genausogut seinen Friseur fragen. :-))

Ich bin sehr für empathischen Umgang mit Patienten, aber das ist nur in einem persönlichen Gespräch zu bewerkstelligen...
:-meinung

Gichin_Funakoshi
30.10.2005, 14:24
A bissl freundlicher kann man schon entgegnen. Nicht so, wie am Anfang mit dem Morphiumbeispiel! Das kann doch nicht ernstgemeint gewesen sein!

ehemalige Userin 24092013
30.10.2005, 18:21
Also real habe ich ein gewaltiges Problem damit, dass Leute einem die Ohren voll jammern mit ihren Ängsten vor schlimmen Krankheiten und dann mit Symptomen ankommen, statt zum Arzt zu gehen.
Es ist immer das selbe, man hört sich alles an, ist selber hilflos, gibt den Tip, mal zum Arzt zu gehen, bzw. legt es sehr ans Herz des Leidenden und am Ende kommt ein: Ich habe aber angst.....!


Von mir aus können die Leute angst haben und den Arztbesuch meiden, dann sollen sie mich aber bitte mit dem Gelaber verschonen.
Es gibt nichts schlimmeres, als hilflos zu sein, mit zu leiden, sich Sorgen zu machen und immer wieder den "Angstspruch" zu bekommen.
Je nach dem, wie wichtig einem die Person ist, macht es Wütent, tut weh und man selber denkt vor Sorge an nichts anderes mehr.

Gichin_Funakoshi
30.10.2005, 18:26
Das meine ich mit kalt.

Ich hoff du lernst im Verlauf deines Studiums deine Patienten noch besser zu verstehen.
Denn der Mensch ist nicht immer logisch.