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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Einfluss der Doktorarbeit auf die Karriere



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test
17.01.2006, 18:47
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übrigens fällt mir grad eine ausnahme ein, wo es doch sehr wichtig sein könnte, schon in dem fach seine experimentelle arbeit zu machen:
DERMATOLOGIE.

fraggle

dann hab ich ja ganz schlechte karten :-))

Lava
17.01.2006, 18:49
Aber schaden kann's sicher nicht (außer in dem Fall, dass Chef A und Chef B tatsächlich sowas wie Erzfeinde sind), wenn du dir von deinem Doktorvater eine Art Empfehlunf schreiben lässt. Für meine PJ Bewerbungen hab ich mir so einen Wisch ausstellen lassen von meinen Dr.vater... gut, ich kann nicht sagen, ob's genau DAS war, was die dazu bewogen hat, mich zu nehmen, aber von Mitdoktoranden hab ich gehört, dass unser Dr.vater schon nicht unbekannt ist und einen guten Ruf hat. :-nix (Außerdem ist da sso ein netter Kerl, da kann ich mir kaum vorstellen, dass den einer nicht leiden kann :-D )

Es stimmt aber wiederum, dass ich meinen Dr.vater so gut wie nie zu Gesicht bekomme (nur wenn er mal zufällig in Deutschland ist).

supergirl17
17.01.2006, 19:24
Wer zuviel plant ist auch verplant :-nix

Im Leben gibt es viel zu viele nicht zu überschauende Variablen, dass man einfach nicht zu 100% alles planen kann.

Wenn man erfolgreiche Menschen fragt, wie sie es geschafft haben, war meistens auch eine günstige (ungeplante) Gelegenheit.

Bin deshalb für eine gute Mischung aus gründlicher Überlegung & ehrlichen Bauchgefühl, das führt meistens zu den richtigen Entscheidungen :-top


PS: Glück ist das Zusammentreffen von günstigen Umständen und der Bereitschaft diese am Schopfe zu packen (von ???)

Lava
17.01.2006, 20:44
Richtig! Hinterher ist man immer klüger - deshalb reden hier alle so schlau :-D

Man kommt nicht drum rum, Fehler zu machen...

muschelschubbser
18.01.2006, 19:30
ist nicht wirklich OnTopic aber....

sollte man beim erst/zweitgespräch den DrVater fragen ob mit der Arbeit auch eine 1 drin ist? oder würde das dreisst rüberkommen? :-winky

Lava
18.01.2006, 19:54
Hm, warum nicht? Du kannst ja mal ausloten, wie anspruchsvoll die Arbeit ist. Das zeigt immerhin, dass du Ambitionen hast. Aber ne Note lässt sich noch viel weniger vorrausplanen als alles andere: das hängt von so vielen Faktoren ab... man braucht schon ne anspruchsvolle Arbeit als Vorraussetzung, aber man braucht auch gute Ergebnisse und mancherorts, z.B. hier, sollte man auch ne Publikation vorweisen können. Da kannst du wahnsinnig viel Energie investieren und klasse Sachen machen, aber wenn das Resultat nicht stimmt, kannst du dir das summa abschminken :-?

Fraggle
18.01.2006, 20:28
soweit mir bekannt ist, braucht man im allgemeinen für ne 1 eine publikation in einer internationalen zeitschrift.

fraggle

Tombow
18.01.2006, 21:39
soweit mir bekannt ist, braucht man im allgemeinen für ne 1 eine publikation in einer internationalen zeitschrift.

fraggle
Und zwar in einer mit entsprechendem Impact Factor.

FrederikMD
18.01.2006, 21:57
Und zwar in einer mit entsprechendem Impact Factor.
Naja, das stimmt ja so bei den meisten Unis nicht.Es geht haeufig, dass 1,0 (=Magna cum laude oder hoeher laut DFG Definition) auch ohne Publikation vergeben wird. Solltet Ihr an ein Summa denken, dann ist das mit dem Impact Factor schon richtig.

eatpigsbarf
19.01.2006, 08:13
So ganz stimmt das auch nicht, denn auch da vergibt jede Uni eigene Regeln - sowohl mit der Notenvergabe als auch mit dem ganzen buerokratischen Gedoens.
Aber ganz klar, wenn man schon eine Publikation in einer renommierten Zeitschrift aufweisen kann, dann ist die Chance fuer das "summa" nicht grad gesunken :-): denn wenn eine Zeitschrift diesen Renomees Teile der Arbeit fuer publikationswuerdig haelt, dann ist das eine definitive Aussage, dass die Arbeit gut (mindestens!) ist.
Trotzdem kann man oft vor Arbeitsbegin nur sagen, ob die Arbeit anspruchsvoll ist oder nicht. Nichtmal die Dauer der Arbeit kann meist definitiv vorausgesagt werden. Da aber nicht der Doktorvater die Arbeit hinterher begutachtet (vllt. setzt er dann im spaeteren Votum informativum eine Notenempfehlung ein und gibt darunter seine Unterschrift), sondern eine Gutachterkomission der Sektion, liegt die Notengebung (wenn alles mit rechten Dingen zugeht), in der Hand besagter Gutachter.
Die Endnote ebeinflusst der Doktorand dann wieder direkt mit: an den Unis, wo es ausreicht, das 3. Staatsexamen zu bestehen um dem Rigorosum zu entgehen, weisst Du dann ja nach der mdl. Stex-Pruefung, welche 2. Note mit in die Endnote der Dr.-Arbeit einfliesst. Und ansonsten (also an den Unis, wo man das Rigorosum machen muss) kannst Du im Rigorosum reden.

Hez
19.01.2006, 08:30
Bin deshalb für eine gute Mischung aus gründlicher Überlegung & ehrlichen Bauchgefühl, das führt meistens zu den richtigen Entscheidungen :-top


Das stimmt, aber manchmal ist es so schwer, sein Bauchgefühl zu verstehen.
:-nix
Der Verstand sagt: "Du hast Dich nie wirklich für Kanäle interessiert. Aber die Arbeit ist anspruchlvoll, der Doktorvater sehr nett und hilfsbereit. Aber Du müsstest seeehhhr viel Zeit aufwenden. Dafür ist sie auch eine Chance, sollte alles gut laufen."

Der Bauch sagt: " dsölfljaeofnaöfpihesf dsögljsäepdqajwb djöosadjfök!"


Hm, warum nicht? Du kannst ja mal ausloten, wie anspruchsvoll die Arbeit ist. Das zeigt immerhin, dass du Ambitionen hast. Aber ne Note lässt sich noch viel weniger vorrausplanen als alles andere: das hängt von so vielen Faktoren ab... man braucht schon ne anspruchsvolle Arbeit als Vorraussetzung, aber man braucht auch gute Ergebnisse und mancherorts, z.B. hier, sollte man auch ne Publikation vorweisen können. Da kannst du wahnsinnig viel Energie investieren und klasse Sachen machen, aber wenn das Resultat nicht stimmt, kannst du dir das summa abschminken.

Das ist ja auch so ein Punkt: Investiert man ein Semester plus 2 Semesterferien, wenn dann vielleicht alles schief läuft? Ich kenne den anderen Doktoranden meines potentiellen Dr.Vaters, und er hatte sich ebenfalls soviel Zeit genommen. Dann hat er irgendwie keine Ergebnisse bekommen, steht jetzt kurz vorm PJ und ist immer noch lange nicht fertig mit den Experimenten.
Ich habe einfach noch soviele Pläne für mein Studium: Ich möchte ein Praktikum in der Patho machen, ein Journalismus-Praktikum, ins Ausland gehen, die Famulaturen kommen natürlich dazu.

Ich habe mal bei einigen Ärzten nachgefragt, ob Sie in ihrem Fach ihre Dissertation machten. Und im Gegensatz zur Aussage meines Doktorvaters sind die wenigsten in dem Bereich geblieben.

test
19.01.2006, 08:56
soweit mir bekannt ist, braucht man im allgemeinen für ne 1 eine publikation in einer internationalen zeitschrift.

fraggle

In Freiburg braucht man im allgemeinen eine Erstauthorschaft für ein summa. :-nix Insofern sehr schwer erfragbar bzw. planbar meiner Meinung nach, ob ne Arbeit für ein summa reichen kann oder nicht, wenn man nicht gerade mehrere Jahre investieren will.

Kackbratze
19.01.2006, 09:43
Das mit der 1 ist ein Gerücht.
das Thema ist wichtig und die wissenschaftliche Relevanz. Die Veröffentlichung ist ja nur indirekt mit der Dissertation verbunden.

Es werden die gleichen Daten verwendet, aber die Auswertung ist für das Paper ja gestrafft.

FrederikMD
19.01.2006, 10:05
Das mit der 1 ist ein Gerücht.
das Thema ist wichtig und die wissenschaftliche Relevanz. Die Veröffentlichung ist ja nur indirekt mit der Dissertation verbunden.

Es werden die gleichen Daten verwendet, aber die Auswertung ist für das Paper ja gestrafft.
Ich denke, eine Diss mit Relevanz kann auch relevant publiziert werden. Im Gegensatz zur Naturwissenschaft wird niemand in Deine Arbeit gucken, sondern Deine Publikationsliste sehen wollen (daher ist das Schreiben einer Dr.Arbeit ja auch eine einigen Unis keine Pflicht mehr ab einer gewissen Anzahl von Publikationen). Trotzdem sind einige Unis da lockerer als andere...

Tombow
19.01.2006, 11:17
Ich denke, eine Diss mit Relevanz kann auch relevant publiziert werden.

Nicht immer. Keine hypothetische, sondern eine reale Situation: Man hat wirklich etwas entdeckt oder entwickelt, und die eigene Diss ist nur ein Anwendungsbeispiel dafür. Ergebnisse sind daher nicht so optimistisch. Erst in der weiteren Forschung entdeckt man (primär aufgrund seiner eigenen Arbeit), was für ein Irrweg man gegangen ist, die entsprechenden (und sehr guten, weil wirklich neuen und richtungsweisenden) Ergebnisse werden auch entsprechend gut publiziert. Da kann man ruhig darauf verzichten, die eigene Diss zu veröffentlichen. Vor allem auch, weil generell die Akzeptanz von Arbeiten mit "negativen" Ergebnissen weitaus niedriger ist und dementsprechend auch die Chancen, ein solches Paper gut zu platzieren. Und wenn man schon z.B. in Journal Of Neuroscience veröffentlicht hat, wäre es eher eine Blamage, die eigene Diss an z.B. Journal für Hirnforschung zu schicken. In dem Fall lieber darauf verzichten.