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Mr.Evita4
13.11.2005, 17:28
@thorsten83: da bin ich mal gespannt, wenn es wirklich soweit kommen sollte.
ABER man weiß ja : PAPIER ist geduldig (auch ein Koalitionsvertrag ;-) :-D )

Diese Diskussion ödet mich allgemein auch an, da diese z.T. falsche Ansätze hat.
Man schaue doch mal auf z.B. www.kliniken.de :
In der Krankenpflege gibt es einen Überhang an Fachkräften bzw. Examinierten und Ärzte werden in fast jeder Klinik händeringend gesucht.

Ich versteh nicht, wieso man auf solch eine Situation nicht schnell und flexibel reagiert. Die Probleme sind doch schon da (z.B. medizinische Versorgung auf dem Land) und lange bekannt!
Das System auflockern und ne Zwischenprüfung einführen, so dass jeder erstmal zugelassen wird , wäre doch eine Lösung gewesen!
Vor allem ist das doch nicht neu. In anderen Studiengängen läuft es doch schon lange so ! (z.B. BWL , Elektrotechnik usw.)

Ich bin ernsthaft gespannt, wie die medizinische Versorgung in 10 Jahren hier bei uns aussehen wird!

MfG
Mr.Evita4
:-winky

THawk
13.11.2005, 17:34
Das System auflockern und ne Zwischenprüfung einführen, so dass jeder erstmal zugelassen wird , wäre doch eine Lösung gewesen!
Vor allem ist das doch nicht neu. In anderen Studiengängen läuft es doch schon lange so ! (z.B. BWL , Elektrotechnik usw.)


Wenn du mir dann noch erklären kannst wie eine gelockerte Zulassung mit Zwischenprüfung (also etwa das Frankreich-Modell) unseren Ärzte-Mangel in Deutschland lösen soll???
Wir haben genügend Med.studenten, auch genug Studienabschließer (Med. hat ja bekanntermaßen eine sehr kleine Abbrecherquote), aber einfach zu wenig Leute, die a) im Land bleiben und b) kurativ tätig werden. imho liegt hier das Problem in Deutschland.

Sorry, ich gönne es ja wirklich jedem Med. zu studieren, aber die Argumentation funktioniert so nicht. :-meinung

Hellequin
13.11.2005, 17:46
Man schaue doch mal auf z.B. www.kliniken.de :
In der Krankenpflege gibt es einen Überhang an Fachkräften bzw. Examinierten und Ärzte werden in fast jeder Klinik händeringend gesucht.

Bis vor 3 Jahren sind aber auch Pflegekräfte noch händeringend gesucht worden, dann sind halt Stellen abgebaut und Kliniken geschlossen worden, und voila man hat einen Überschuß.


In anderen Studiengängen läuft es doch schon lange so ! (z.B. BWL , Elektrotechnik usw.)
In E-Technik gibt es weit mehr Plätze als Bewerber, ist also nicht mit Medizin zu vergleichen.

Mr.Evita4
13.11.2005, 18:42
@THawk: Erklären kann ich dir das leider nicht! Vielleicht ist meine Argumentation auch falsch, aber wenn jetzt auch genug Leute da sind, und die dann weggehn, ändert sich ja nix an dem Problem.
Jetzt ist es vielleicht sowieso schon zu spät.
Dann müsste man den Beruf wieder attraktiver machen, wenn es genug Studienabschließer gibt.

@Hellequin: Stimmt, das Verhältnis bei E-Technik ist anders, aber selbst da sieben die Profs.

netfinder
13.11.2005, 18:43
Dann müsste man den Beruf wieder attraktiver machen, wenn es genug Studienabschließer gibt.

Genau das ist der Punkt!

thorsten83
13.11.2005, 18:48
(Med. hat ja bekanntermaßen eine sehr kleine Abbrecherquote)

Das wäre mir neu. Ein Professor sprach neulich von einer Abbrecher-Quote von ca. 50%. Das ist im Vergleich zu anderen Studiengängen schon hoch.

BTW: 60% aller Medizinstudenten sind weiblich :-))

oder wie heißt es in der ersten Vorlesung so schön: "Schauen sie mal nach rechts, und jetzt mal nach links" (kurze Pause) "einer ihrer beiden Nebensitzer wird im nächsten Semester nicht mehr dort sitzen."

Doctöse
13.11.2005, 18:59
Also Abbrecherquote von 50% halte ich für sehr unwahrscheinlich. In MD haben in meinem Semester damals keine 10% aufgehört. Von Freunden an anderen Unis habe ich selbiges gehört. Laut eines Artikels im Spiegel vor nicht allzu langer Zeit sind Medizinstudenten angeblich die beständigsten, über 85% ziehen ihr Studium durch.......Das halte ich dann doch für wahrheitsnah. Egal, wieviel Blut, Schweiß und Tränen es kostet, wir lassen uns nicht verjagen :-))

Xylamon
13.11.2005, 19:07
Ich hör immerwieder was anderes... bei den einen heißt es, Medizin hätte die niedrigste Abbrecherquote überhaupt, dann heißt es wieder genau das Gegenteil, Medizin hätte die meisten Abbrecher. Also zwischen 4-50% hab ich alles schon mal gehört ^^

THawk
13.11.2005, 19:08
@thorsten
Klar, das erzählt man immer gerne, ist aber letztendlich wohl doch nicht so. Ich hab gerade mal gesucht, da gibts z. B. den Artikel hier:
http://web.fu-berlin.de/fun/2003/3-4-2003/studierende/studierende2.html (ist leider von 2003):

Während in der Human- und Zahnmedizin sowie in der Veterinärmedizin gerade mal jeweils 8% der Studierenden das Studium abbrechen, sind es in den Sprach-, Kultur- und Sozialwissenschaften über 40%.

die gleiche Quote wird auch hier genannt: http://www-zhv.rwth-aachen.de/zentral/dez6_publikationen_Studienabbruchstudie_2002.pdf


____
Ergänzung, @Mr. Evita
Du nennst genau den richtigen Ansatzpunkt - man muss die Absolventen dazu bekommen hier zu bleiben :-top. Ich kann es gut verstehen wenn man momentan ins Ausland geht (ich schließe es ja selber nicht aus), aber letztendlich kostet unser Studium einfach zu viel Geld als dass es sich Deutschland leisten könnte die Ärzte fürs Ausland auszubilden.

Ciao, Lars

SidVicious
13.11.2005, 19:11
Ich hör immerwieder was anderes... bei den einen heißt es, Medizin hätte die niedrigste Abbrecherquote überhaupt, dann heißt es wieder genau das Gegenteil, Medizin hätte die meisten Abbrecher. Also zwischen 4-50% hab ich alles schon mal gehört ^^
Hi,

die größten Abbrecherquoten gibt es in Germanistik und Geschichte. In Medizin, ist mein Gefühl, dass die meisten in den ersten 4 Semestern abspringen. Ich glaube die Quote liegt bei 8 %.
Gruß
SidVicious

Evil
13.11.2005, 19:41
Also Abbrecherquote von 50% halte ich für sehr unwahrscheinlich. In MD haben in meinem Semester damals keine 10% aufgehört. Von Freunden an anderen Unis habe ich selbiges gehört. Laut eines Artikels im Spiegel vor nicht allzu langer Zeit sind Medizinstudenten angeblich die beständigsten, über 85% ziehen ihr Studium durch.......Das halte ich dann doch für wahrheitsnah. Egal, wieviel Blut, Schweiß und Tränen es kostet, wir lassen uns nicht verjagen :-))
Hm, das sah aber bei uns anders aus. Nach dem Physikum war wirklich knapp die Hälfte weg...

test
13.11.2005, 19:45
Hm, das sah aber bei uns anders aus. Nach dem Physikum war wirklich knapp die Hälfte weg...

heißt ja nich, dass nen teil der anderen hälfte eben erst nen semester oder mehrere später sein physikum hatte.

Doctöse
13.11.2005, 19:49
Hm, das sah aber bei uns anders aus. Nach dem Physikum war wirklich knapp die Hälfte weg...

Naja, nachm Physikum wechseln auch viele wie wild (und nach Bochum wollen ja nicht soviele hin). Hier war aber das grundsätzliche Abbrechen des Studiums an sich gemeint. Nach dem Physikum 2004 waren plötzlich auch ganz viele Magdeburger weg, aber die haben eben nur gewechselt. Ich glaube, nach bestandenem Physikum brechen nur die wenigsten ab (obwohl ich da tatsächlich jemanden kenne :-wow )

Cranium
13.11.2005, 20:17
Medizin hat eine der niedrigsten Abbrecherquoten!!!

Man darf das jedoch eines nicht verwechseln:

Vor dem Physikum springen viele ab bzw. fliegen hochkantig.

Wer jedoch die Hürde des Physikums gemeistert hat, bleibt in der Regel auch bis zum bitteren Ende dabei! :-lesen

Imperium
14.11.2005, 14:52
Wer den Spiegel Spezial - Campus und Karriere gelesen hat weiß es. Die Abbrecherquote ist, wie Cranium schon richtig gesagt hat, extrem niedrig. Liegt, wenn ich es noch richtig im Kopf habe, bei 15%.

JUR
14.11.2005, 16:36
Logisch das einen Studiengang wie Medizin niemand abbricht! :-stud

Alle schlecken sich die Finger danach, deshalb bricht erst Recht kaum jemand ab, außer er wird gezwungen z.B.vom Prüfungsamt... :-))