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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Bundeswehr in der Öffentlichkeit



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netfinder
24.11.2005, 13:24
einerseits gibt es Militärparaden in anderen Ländern auch zur Genüge (schaut mal nach Frankreich, von den USA will ich jetzt gar nicht reden)

es geht ja, so glaube ich, dies vernommen zu haben, um die generelle Frage, ob eine solche "Traditionspflege für das Selbstverständnis einer demokratischen Armee" wirklich noetig sei?
Das andere Nationen dies ebenfalls durchfuehren, kann man sowieso nicht ausschliessen. Dass es deshalb aber rechtens bzw. notwendig ist, kann man daher nicht ableiten.

GOMER
24.11.2005, 20:56
Schande auf mein Haupt, ich bin der deutschen Sprache nicht wirklich mächtig, verzeiht bitte meinen grausamen Schreibfehler. Der ist wahrlich unverzeihlich (Kein Sarkasmus, mein' ich ernst).

Wenn ich jeden Sche*** erklären muß, geh ich davon aus, daß ich mit meiner Meinung, was das Äußere der Soldaten angeht, allein dastehe, macht nix. Ich finde halt, daß das derzeitige Auftreten bek**kt aussieht.

Natürlich leistet keiner den hippokratischen Eid ab, hat noch nie einer gemacht, wie auch. Mir ging es mehr um den Symbolcharakter, ich finde, daß die BW gern ihren Eid zelebrieren darf, aber warum das unbedingt in aller Öffentlichkeit ausgetragen werden muß, is mir unklar.

Nochmal, obwohl ich Pazifist bin bezweifle ich die Daseinsberechtigung der BW nicht, aber ich finde, daß sie etwas mehr Auwand in ihr Auftreten investieren sollte.

Kackbratze
25.11.2005, 00:26
Gut, gehen wir anders vor:

Was sollte denn die Bundeswehr stattdessen tun?
Die Vereidigung ist integraler Bestandteil der Grundausbildung, damit die Rekruten wissen, wofür sie es tun.
Wenn sie nicht geloben würden, wüssten sie teilweise wirklich nicht den Grund... (war bei den Metzgern und Maurern dabei ;) )
Gleichzeitig stärkt diese Handlung in dem Rahmen auch das Gemeinschaftsgefühl was wichtig ist in einer Armee, weil man sich selbst im Hindukusch und auch beim Sandsäckeschleppen aufeinander verlassen MUSS.
(falls jemand das kennt, ich sach nur NATO-Eval Möhnesee 1998-99)(persönliche Erfahrung)

Ausserdem versucht die Bundeswehr durch solche Veranstaltungen, die GEZIELT in der Öffentlichkeit stattfinden, zu verhindern, dass sich ein Staat im Staat bildet, also die Öffentlichkeit keine Ahnung hat, was in der Armee passiert.

Aber wie gesagt, bitte nicht bloss kritisieren, einen Vorschlag machen...

Tse Tse
25.11.2005, 10:51
Verdammt, ich hab mit dem Mist angefangen - jetzt muss ich mir irgendwas blödes aus den Fingern saugen.

Ich wär für Reggae-Uniformen! Ja, schön in Rot, Gold und Grün.
Oder wenn schon richtig assi, dann in den Sturmtruppenrüstungen aus Star Wars.

Nein, ich denk einfach, dass da was nicht stimmt. Natürlich brauchen wir eine Armee, vielleicht bin ich einfach eine kleine Mimose, aber die Kinder auf irgendwelchen Panzern rumspielen lassen und dann später Einziehen ist irgendwie bescheuert, das ist kein Spiel!
Aber die Werbetreibenden haben scheinbar eh nicht die Intelligenz mit Löffeln gefressen. Ihr kennt bestimmt die Werbespots von einem Unternehmen das für Elektronik steht und für Ultraschallgeräte im TV wirbt, ich weiß nicht mehr wie der Spruch ist, aber der Sinn des Ganzen ist, dass ihr Baby durch diese US-Diagnostik gut versorgt wird, da das Unternehmendie die Sorge vor der Geburt übernimmt.
Da eine Sparte des gleichen Unternehmens, bei dem ich nie weiß mit wievielen P's man ihn schreibt, auch elektronische Waffensysteme herstellt, dann ist dass die perverseste Rundumversorgung die ich mir vorstellen kann, von der Geburt, über Geräte für's Wohnzimmer und Bad bis zum Krieg, ist alles dabei!

Ah, ich bin vom Thema abgekommen:
Und öffentliche Gelöbnisse und Zapfenstreiche haben, m.E., etwas militaristisches. :-nix

Evil
25.11.2005, 13:13
Und öffentliche Gelöbnisse und Zapfenstreiche haben, m.E., etwas militaristisches. :-nix Soll wohl sein, werden ja auch vom Mlitär durchgeführt :-)) Das macht aber noch keine Kriegstreiber.

Ich finde bloß, daß die BW sich nicht zu verstecken braucht.

Christoph_A
27.11.2005, 17:22
Eine militärische Veranstaltung muß ja wohl auch was militaristisches haben-sonst wär sie ja ein einziger Widerspruch. Die Armee ist teil des Staates und der Bürger, sowohl der in Uniform, als auch der ohne, hat ein Recht zu sehen,was in der Truppe vorgeht, das ist eine Frage der Transparenz.
Und öffentliche Ereignisse,wie z.B. Gelöbnisse haben ja durchaus eine Werbewirkung-nicht jeder sieht darin was Negatives, denke da an eigene Erfahrung, da mussten nach einem Zapfenstreich ganz schön viele positive Fragen beantwortet werden, die die Zuschauer einem gestellt haben.
Das Auftreten nach Aussen ist ja ein wichtiger Bestandteil einer modernen Armee?
P.S.: Wieso soll ein Elektronikkonzern keine Waffensystemelektronik herstellen dürfen?

yzBastian
27.11.2005, 17:27
Und eines sei gesagt, die Bundeswehr achtet in der Inneren Führung verdammt genau darauf, wie die Außenwirkung ist!

banshee
27.11.2005, 17:33
Finde auch das sich da keiner verstecken braucht. Und das sag ich als ehemaliger Zivi. Solange die Bundeswehr in Uniform Sandsäcke zu den Deichen schleppt, nach Asien fliegt um ein Lazarett für die Flutopfer hinzustellen oder so wie jetzt beim Schneechaos Notstromaggregate verteilt ist alles in Ordnung. Aber wenn ein Soldat in Uniform am Weekend im Zug sitzt um nach Hause zu fahren, fühlt man sich gestört... Kann ich nicht nachvollziehen, komische Einstellung... Aber andererseits ist es wohl gut, das es solche Meinungen gibt und für die auch eingestanden wird. War bei uns ja nicht immer so im letzten Jahrhundert. Sehe ich persönlich schon als Fortschritt an.

Christoph_A
27.11.2005, 17:51
Was stört Dich,wenn jemand in Uniform im Zug sitzt-meinst,er steht gleich auf und ruft den Krieg aus? Ist doch völlig normal,siehe weiter oben im Thread-ich hab da kein Problem damit-bei einem Müllmann, eines Stewardess oder einem Wachmann hast ja wohl auch kein prob,oder?

banshee
27.11.2005, 17:53
So seh ich das auch. Schön das wir da einer Meinung sind. Meine Sätze zu kompliziert für dich? Lesen vorm rummaulen...

Hypnos
27.11.2005, 17:59
Also, meine Meinung ist hier schnell erklärt...:

Sollte es mal wieder im Fernsehen einen Zapfenstreich geben, so möge der geneigte Foren-Leser mal die Farbe aus dem Bild drehen und evtl. auch noch den Ton abdrehen...

Das dann verbleibende Bild erinnert mich immer noch sehr stark an das, was wir vor mittlerweile fast 70 Jahren hier in Deutschland hatten...

Die Diskussion um den Einsatz der Bundeswehr auch im Ausland (nachdem sie ja ehemals allein zur "Eigensicherung" gegründet wurde) verfolge ich mit Ekel und Widerwillen. Da wird eigens das Grundgesetz geändert, um mal eben schnell für Kooperationspartner auch im Ausland präsent sein zu können...*abscheulich*

Was Kriegsminister (und nichts anderes sind sie für mich) da über die Köpfe unserer BürgerInnen und Bürger entscheiden, wie sie junge Menschen zu strategischen Figuren in einem Spiel um Macht und Besitz verplanen, hat für mich etwas Menschen-verachtendes, die Aussage von Herrn Struck, bei Auslandseinsätzen könne es zu bedauernswerten Verlusten kommen, kann die Verachtung des Werte und der Achtung eines Menschen nicht deutlicher zum Ausdruck bringen... :-meinung

Insofern bin ich froh, wenn ich keine Uniformen sehen muß...sei es nun mit oder ohne Bundeskanzler :-nix

Es grüßt,

[ein bei diesem Thema sehr nachdenklicher] Hypnos

Hellequin
27.11.2005, 19:38
Sollte es mal wieder im Fernsehen einen Zapfenstreich geben, so möge der geneigte Foren-Leser mal die Farbe aus dem Bild drehen und evtl. auch noch den Ton abdrehen...

Und wenn man gar keine Argumente mehr hat und wiedermal den Adolf aus der Kiste holen muss, so möge der geneigte Foren-Leser doch einfach mal die Finger von der Tastatur lassen.

Nach der Logik müsste man dann auch die UNO auflösen, denn die setzt ja notfalls auch Blauhelm-Soldaten ein. Und dann kann man sich beruhigt abends vor die Tagesschau setzen, sich betrübt darüber zeigen das sich irgendwo die Leute gegenseitig umbringen und gleichzeitig darüber freuen, das man damit nichts zu tun hat. *kopfschüttel*

P.s.: Übrigens nach Godwins Law hast du die Diskussion verloren.
;-)

Giant0777
28.11.2005, 07:33
Irgendwie scheint dieses Thema die Lager tatsächlich zu spalten : Die Frage war ja letztlich, wie man die Bundeswehr in der Öffentlichkeit findet. Und es sind hier auch ´ne Menge guter und kritischer pro und kontra Meinungen vertreten ( so sehe ich das jedenfalls ) !

Aber folgende Darstellung finde ich echt vermessen und womöglich auch bewußt überzogen vom Autor:

"Sollte es mal wieder im Fernsehen einen Zapfenstreich geben, so möge der geneigte Foren-Leser mal die Farbe aus dem Bild drehen und evtl. auch noch den Ton abdrehen...

Das dann verbleibende Bild erinnert mich immer noch sehr stark an das, was wir vor mittlerweile fast 70 Jahren hier in Deutschland hatten..."

Hypnos: Ist Dir eigentlich bewußt, was Du damit den Angehörigen sämtlichen Armeen unterstellst ??? Ich will da gar nicht soviel Worte mehr drüber verlieren, nur sind wir eben Gott sei Dank weiter, als vor 70 Jahren und daran sind auch demokratische Streitkräfte beteiligt gewesen !

"Die Diskussion um den Einsatz der Bundeswehr auch im Ausland (nachdem sie ja ehemals allein zur "Eigensicherung" gegründet wurde) verfolge ich mit Ekel und Widerwillen. Da wird eigens das Grundgesetz geändert, um mal eben schnell für Kooperationspartner auch im Ausland präsent sein zu können...*abscheulich*"

Hypnos: Wann wurde denn mal eben eigens das GG geändert ???? Hast Du vielleicht die Haltung Dtl.´s mitverfolgt, als es um eine Beteiligung am Irak-Krieg ging ?! Also, bis auf eine Aufbauhilfe im heutigen Nachkriegsirak kann ich da nichts finden, was gegen das GG wäre. Und über den Sinn und Zweck eines Einsatzes zu diskutieren, der z.B in Afghanistan statt findet, kann ja jeder seine Meinung haben - nur nutzlos ist er keinesfalls, er leistet sicher einen Teil zu Stabilität des Landes. Ich möchte nicht wissen, wie sich die Lage dort entwicklen würde, wenn jeder Warlord schalten und walten könnte, wie er wollte !

"Was Kriegsminister (und nichts anderes sind sie für mich) da über die Köpfe unserer BürgerInnen und Bürger entscheiden, wie sie junge Menschen zu strategischen Figuren in einem Spiel um Macht und Besitz verplanen, hat für mich etwas Menschen-verachtendes, die Aussage von Herrn Struck, bei Auslandseinsätzen könne es zu bedauernswerten Verlusten kommen, kann die Verachtung des Werte und der Achtung eines Menschen nicht deutlicher zum Ausdruck bringen..."

Hypnos: Auch hier nur mal kurz das Prozedere: Der Bundestag muss den Einsatz der Armee legitimieren, dass sogenannte Mandat ist zeitlich und inhaltlich eng gefaßt und von den Vertreter des Volkes beschlossen. Das heißt, da es hier im BT immer große Einigung gibt, dass vermutlich auch Du mit Deiner Wahl hierfür einen Beitrag leistest. Der Verteidigungsminister selbst hat bei solchen Abstimmungen genauso viel Stimme, wie jeder andere Abgeordnete - nämlich genau eine! Nur am Rande : Ich habe Minister Struck mal erleben dürfen, mit welcher Trauer und Mitgefühl er über ein Opfer sprach. Ich bin der festen Überzeugung, dass es sich um das absolue Gegenteil handelt, was Du oben beschreibst !

Ich akzeptiere natürlich, dass Du keine Uniformen magst, ich z.B. mag es nicht, morgens früh auszustehen ! Aber alles, was Du weiter oben schreibst, ist schlicht und ergreifend auf fehlende Informationen Deinerseits zurückzuführen, aus der dann so eine unbegründete und fast schon anmaßende Meinung entsteht ! Ich persönlich finde, jeder der sich in den Dienst für andere stellt, hat etwas Achtung verdient !

Christoph_A
28.11.2005, 17:35
@ Banshee-was hätte ich denn nicht verstanden? Du hast explizit gesagt,daß Dich uniformierte Soldaten in Zügen stören und ich habe zurückgefragt warum? Right,oder?
Und anstatt einer Antwort wirst Du pampig-also,nochmal zum Mitdenken-was stört Dich daran,einen Soldaten im Supermarkt/der eisenbahn zu in Uniform zu sehen?
Vielleicht krieg ich ja jetzt ne vernünftige Antwort.

SidVicious
28.11.2005, 18:02
Hypnos hat schon recht, dass das Grundgesetz geändert wurd. Ich fände es für Deutschland die bessere Wahl an solchen Einsätzen(Kosovo/Afganistan/"Irak") nicht teilzunehmen.
Wir haben einfach eine nicht ein so tolle Vergangenheit, als das wir uns an Angriffskriegen beteiligen sollten.(auch ohne die Vergangenheit sollte man es nicht)

banshee
28.11.2005, 20:03
Right,oder?

Nö. Nochmal mit Fettschrift und unterstrichen für die schwierigen Teile:


Finde auch das sich da keiner verstecken braucht. Und das sag ich als ehemaliger Zivi. Solange die Bundeswehr in Uniform Sandsäcke zu den Deichen schleppt, nach Asien fliegt um ein Lazarett für die Flutopfer hinzustellen oder so wie jetzt beim Schneechaos Notstromaggregate verteilt ist alles in Ordnung. Aber wenn ein Soldat in Uniform am Weekend im Zug sitzt um nach Hause zu fahren, fühlt man sich gestört... Kann ich nicht nachvollziehen, komische Einstellung...

Vorher im Thread hat einer gesagt das er sich davon gestört fühlt. DAS kann ich nicht nachvollziehen. Ich weiss beim besten Willen nicht was man an meinem Beitrag falsch verstehen kann, aber gut, scheint wohl ein Missverständnis zu sein, oder schlimmeres... :-nix :-keks

Christoph_A
29.11.2005, 11:46
War ein Mißverständnis, jetzt hab ich den Punkt, Asche über meine haupt, dachte, daß Du Dich gestört fühlst, jetzt is sogar mir alle klar.
Hab Verständnis für meine lange Leitung,komm ja schließlich aus Bayern :-blush

banshee
29.11.2005, 12:02
Wie heissts in Bayern? Verstehst ka Deitsch nimmer? ;-) Dafür eine :peace: und ein :-party

Chippielara
29.11.2005, 14:21
War ein Mißverständnis, jetzt hab ich den Punkt, Asche über meine haupt, dachte, daß Du Dich gestört fühlst, jetzt is sogar mir alle klar.
Hab Verständnis für meine lange Leitung,komm ja schließlich aus Bayern :-blush

Kannst du bitte nur für dich sprechen?

*co-bayerin blickt indigniert auf landesverräter*

OT-aus

BW: ohne armee gehts (leider) nicht... gestört gefühlt hab ich mich durch sie noch nie. Dass sie (angeblich) unsere sicherheit am hindukusch verteidigt, stößt mir allerdings auch ziemlich auf. Im großen und ganzen denke ich aber, dass die bundeswehr in unseren staat sehr gut integriert ist und soweit möglich eine demokratische armee ist.

guinea pig
03.12.2005, 02:43
Gut, gehen wir anders vor:

Was sollte denn die Bundeswehr stattdessen tun?
Die Vereidigung ist integraler Bestandteil der Grundausbildung, damit die Rekruten wissen, wofür sie es tun.
Wenn sie nicht geloben würden, wüssten sie teilweise wirklich nicht den Grund... (war bei den Metzgern und Maurern dabei ;) )
Gleichzeitig stärkt diese Handlung in dem Rahmen auch das Gemeinschaftsgefühl was wichtig ist in einer Armee, weil man sich selbst im Hindukusch und auch beim Sandsäckeschleppen aufeinander verlassen MUSS.
(falls jemand das kennt, ich sach nur NATO-Eval Möhnesee 1998-99)(persönliche Erfahrung)

Ausserdem versucht die Bundeswehr durch solche Veranstaltungen, die GEZIELT in der Öffentlichkeit stattfinden, zu verhindern, dass sich ein Staat im Staat bildet, also die Öffentlichkeit keine Ahnung hat, was in der Armee passiert.

Aber wie gesagt, bitte nicht bloss kritisieren, einen Vorschlag machen...

Ich finde, am erfolgreichsten wird ein neues Leitbild der Bundeswehr über das Fernsehen transportiert. Regelmäßig gibt es Reportagen zu Themen wie: "Frauen in der Bundeswehr" oder Berichte über die deutschen U-Boote, oder die Luftwaffe in Canada etc.. So kann man differenziert Tugenden und Zwänge einer modernen Armee der Bevölkerung vermitteln.Diese Berichterstattung hat sicher auch Auswirkung auf das Selbstverständnis aktiver und künftiger Soldaten .
Die Bundeswehr präsentiert sich m.E. auch sehr fortschrittlich und aufgeschlossen auf den Ausbildungsmessen.
Natürlich dürfen Soldaten, genauso wie jeder andere Berufstätige, Stolz auf ihren Beruf sein. Aber, ob Gemeinschaftgeist durch das Initiationsritual eines "öffentlichen Gelöbnisses" oder doch eher durch das gemeinsame allabendliche Bier ensteht, vermag ich nicht zu beurteilen. Immerhin ist das öffentliche Gelöbnis ein Bekenntnis der Bevölkerung zu seiner Armee (nehmen daran doch auch Familienangehörige der Wehrpflichtigen teil)."Öffentlich" soll aber nicht bedeuten: im Zentrum der Öffentlichkeit: wir lassen ja auch nicht Feuerwehrleute oder Polizisten auf öffentlichen Plätzen aufmarschieren, um ihnen unsere Anerkennung zu bekunden ( so wichtig sie doch neben einer Armee für unsere Gemeinschaft sind).
Ich sehe unsere Armee (neben ihrer Abschreckungswirkung) als Teil einer internationalen Polizeitruppe, die in anderen Staaten (auf deren Bitte, oder durch Entscheid der Weltgemeinschaft) für Sicherheit und Ordnung sorgen soll.