Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : PJ`ler am Unfallort
Wenn er es kann, dann muss er sehr wohl!! Welcher Student kann das denn wirklich? Doch nur diejenigen, die wie Du eine Ausbildung als RS/RA gemacht haben, und die leisten dann Hilfe nicht als Medizinstudenten, sondern als Angehörige des Rettungsdienstes.
Schuster, bleib bei deinen Leisten!
Feuerblick
15.12.2005, 18:01
Und wer beurteilt denn das "Kann"? Doch primär mal derjenige, der es anwenden soll. Und den Richter möchte ich sehen, der den schlüssigen Nachweis führen kann, dass der betreffende Medizinstudent zum Zeitpunkt des Ereignisses sicher intubieren konnte. Das ist doch Utopie...
Tolle, persönliche Einstellung :-??? ! Auch ich werde niemals meinen Mund in die Nähe des Mundes eines Unfallopfers bringen (ok, man soll niemals nie sagen :-blush ), aber ich ziehe die Konsequenzen und habe einen Beutel im Auto dabei. Nur zu drücken könnte ich mit meinem Gewissen nicht in Einklang bringen. Dabei lassen wir jetzt mal außen vor, daß die Reanimation eines Polytraumas eh so gut wie sinnlos ist, aber es gibt ja auch respiratorisch insuffiziente Pat., die schon noch Kreislauf haben.... Und so teuer sind die einfacheren Beutel nun wirklich nicht! Also auch von mir: Pro Beutel :-top !
Auch wenn wir in der Diskussion schon etwas weiter sind wollte ich hierauf noch kurz reagieren:
Ich habe gesagt, dass ich natürlich mit den einfachen Hilfsmitteln (diese Folien bzw. so eine Einmal-Maske) auch blutende Patienten beatmen würde - also immer sofern ich ein Infektionsrisiko für mich ausschließen kann, bzw. ich es als sehr gering einschätze.
Ich verstehe jetzt nicht wieso du meine Einstellung so kritisierst?! Verlangst du von jedem Med.studenten, dass er sich einen Beatmungsbeutel ins Auto legt? Das halte ich für überzogen (du kannst ja auch mal schauen wie viele wohl einen haben - ich denke weniger als 5%).
Das der Eigenschutz Priorität hat wird (hoffentlich) wohl in jedem Erste-Hilfe-Kurs gelehrt. Und das auch eine "Compression-only CPR" Sinn macht kannst du z.B. in den neuen Guidelines vom ERC nachlesen. Natürlich ist es nicht das Optimum, aber in dem Rahmen würde es für mein Gewissen reichen!
Felix@112
16.12.2005, 11:11
Das der Eigenschutz Priorität hat wird (hoffentlich) wohl in jedem Erste-Hilfe-Kurs gelehrt. Und das auch eine "Compression-only CPR" Sinn macht kannst du z.B. in den neuen Guidelines vom ERC nachlesen. Natürlich ist es nicht das Optimum, aber in dem Rahmen würde es für mein Gewissen reichen!
Ist ja schon gut, das Ganze war ja auch mehr ein theoretisches Konstrukt!
Trotzdem: Eigenschutz ist wichtig, keine Frage. Man kann sich aber auch prima dahinter verstecken ;-) ! Und was das Drücken ohne Beatmung angeht, ist das wohl eine Empfehlung für Laien, die so bewogen werden sollen, überhaupt etwas zu tun. Da erwarte ich von einem medizinisch gebildeten Menschen definitiv mehr...
:-) Okay, Frieden :peace: ;-)
Felix@112
16.12.2005, 12:10
:-) Okay, Frieden :peace: ;-)
:-party
@felix
Obs das online gibt, weiß ich nicht.
Zu den Praxen: Die Defis kaufen die sich natürlich selber, wir werben halt dafür das wir sie ausbilden. Und wie gesagt, es findet ganz guten Anklang und is aufm Land wirklich enorm nützlich und wichtig das sowas durchgezogen wird. Inzwischen haben auch fast alle großen Firmen bei uns die Dinger.
und wie ist das mit Medis?
Gesetzt den Fall, ok, wohl sehr unrealistisch, ich komm als PJ an nen Unfall, oder sagen wir an nen Bahnhof o.ä., wo schon ein RTW vor Ort ist, der Notarzt aber kommt z.B. noch nicht, weil er schon zu nem anderen Notfall rausgefahren ist und der 2. Notarzt erst noch auf dem Weg ist. Da liegt jetzt einer mit Asystolie und wird vom RTW-Team reanimiert, würdet ihr dann z.B. Adrenalin spritzen? Oder wie ist das, dürfen das die RAs dann auch selbst machen? Kenn mich da nicht sehr aus... Oder kann man dann da getrost weiterlaufen weil ja die Rettungsassistenten schon da sind?
Was meint ihr?
Bei einer Rea wird der PJ'ler auch nicht mehr machen können als der RD, aber wenn Du freundlich fragst, ob Du helfen kannst wird Dich keiner wegscheuchen.
FataMorgana
17.12.2005, 19:41
Ich denke, die Gabe von Supra durch einen PJler im Rahmen einer Rea ist schon zu verantworten. Das Medikament ist bei jeder kardiopulmonalen Rea indiziert, es gibt in dieser Situation keine Kontraindikationen. Man sollte allerdings sicher sein, i. v. und nicht i. a. zu spritzen.
Felix@112
17.12.2005, 19:44
und wie ist das mit Medis?
Da liegt jetzt einer mit Asystolie und wird vom RTW-Team reanimiert, würdet ihr dann z.B. Adrenalin spritzen? Oder wie ist das, dürfen das die RAs dann auch selbst machen? Kenn mich da nicht sehr aus... Oder kann man dann da getrost weiterlaufen weil ja die Rettungsassistenten schon da sind?
Was meint ihr?
Ja, das Rettungsdienstpersonal setzt eine Reihe von Medikamenten im Rahmen der sogenannten Notkompetenz ein. Dazu gehört auch Adrenalin. Bei mir gibts, als Nicht-Arzt, bei der Standard Rea mit Asystolie noch 3 mg Atropin dazu. Weil ich es so in Notfallmedizin beigebracht bekommen hab!
Fragen, ob man helfen kann, ist nie verkehrt. Ist aber auch ok, wenn die Retter alleine arbeiten wollen.....
Gruß
Felix
Fragen ob man helfen kann, sicher doch. Aber das mit dem Adrenalin kriegen die in der Regel auch selbst gebacken...
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