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Neely
02.01.2006, 18:31
Nietzsche meinte einmal "Alles was dich nicht umbringt macht dich härter".

Ich weiß nicht, ob das jetzt wirklich hilft, aber ich glaube dass man aus so etwas viel erwachsener und gestärkter herausgeht. Zugegebenermaßen hätte ich niemals warten können, dafür hätte mir die Durchhaltekraft gefehlt. Auf jeden Fall wäre ich stolz darauf, der EINZIGE zu sein, der durchhält, von 90 Leuten. Oft verflucht man Situationen, aber rückblickend gesehen stellen sie sich dann doch als Schlüsselerlebnisse heraus und wenn ihr dann studieren werdet könnt ihr viel stolzer auf euren Platz sein. Als Arzt braucht man Charakterstärke und wer den Wahnsinn überstanden hat, hat die auf jeden Fall.

Und falls du Bücher willst kannst du dir die ja auch so kaufen ;-) Später wird die Zeit nämlich nie reichen, um alles perfekt zu können...

Lasst euch vom System nicht besiegen und kämpft weiter, lange dauert es ja nicht mehr... :-stud

little_lunatic
02.01.2006, 21:27
hey, bitte mehr von diesen motivations-postings! :-) selbst wenns angebracht ist: von morgens bis abends nur zu hören wie sch**** es doch ist medizin zu studieren und das man ja was sinnvolles mit seiner zeit machen soll und und und ist´s ein echter lichtblick ab und zu mal zu hören "hey, es lohnt sich" oder überhaupt zu hören dass es leute gibt die 4 jahre gewartet haben und nun (halbwegs) glücklich studieren. daher ein großes, buntes mit keksen und grinsen verziertes DANKE! für den kleinen lichtblick in der ganzen wartezeit-dunkelheit.

Neely
03.01.2006, 09:40
Es ist ja auch nicht so dass ihr "nur" wartet, ihr macht was mit Medizin und sammelt Kompetenzen. Wenn jemand nach dem Studium ein Aufbaustudium in Molekularbiologie macht, der gleich anfangen durfte, so schreit keiner "der trödelt nur rum" oder "warum fängt er nicht was anderes an", dann ist das ein legitimer Erwerb einer Qualifikation, genau so wie ein langer Auslands-Forschungsaufenthalt oder ähnliches.

Wenn jemand aber in die Krankenpflege geht und auf diesem Wege Qualifikationen sammelt, die den Patienten wohl in vielen Fällen weiterbringen als die Studie irgendeines genetischen Mechanismus, den man dann sowieso nicht anwenden kann, weil er sich als Sackgasse herausstellt oder was anderes gefunden wird, dann schreien alle auf und meinen ihr würdet euch auf einen ewig langen, zu langen Weg begeben und solltet was anderes machen, so lange, bis sie euch fast überreden können. Dass viele aber auch nichts anderes machen, wenn sie eine nicht unbedingt vorgeschriebene Weiterbildung machen sieht dabei von den Laien keiner. Letztlich ist beides jedoch ein Erwerb einer Qualifikation zum Wohle eurer späteren Patienten (auch wenn ihr die vielleicht jetzt schon manchmal hasst...wenigstens seht ihr überhaupt lebendige...da dürft ihr dann erst mal ne Zeit darauf warten ;-)

Letztlich seid ihr dann beim Berufseinstieg aber genau so alt wie der, der den Aufbaustudiengang gemacht hat...

Und was ich gehört habe dürft ihr auch als Arzt am Anfang nicht sehr viel andere Sachen machen, zumindest in manchen Häusern, also Kopf hoch...es dauert für JEDEN letztlich länger als für den Durchschnitts-BWLer (nichts gegen die, ein sehr guter Freund studiert VWL!)

Außerdem ist die Belohnung doppelt so intensiv, wenn das Erreichen des Ziels hinausgezögert wird, also Reizverstärkung ;-)

In den USA muss man übrigens 4 Jahre aufs College gehen, bevor man in die medical school darf...und das muss JEDER, selbst die allerbesten...dort dauerts bei ALLEN so lange...

test
03.01.2006, 09:52
In den USA muss man übrigens 4 Jahre aufs College gehen, bevor man in die medical school darf...und das muss JEDER, selbst die allerbesten...dort dauerts bei ALLEN so lange...

Muss mal kurz klugscheissen:
Das stimmt so nicht, es gibt für sehr gute Studenten in USA die Möglichkeit kombinierte Programme College/Med School zu machen die kürzer sind als die insgesamt 8 Jahre, die es üblicherweise sind. Kenne ein paar solcher kombinierten 7 Jahresprogramme. ;-)