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alex1
08.01.2006, 14:23
Gern geschehen...

Gichin_Funakoshi
08.01.2006, 15:53
Alex, genau das meinte ich doch. Die Antwort ist doch vollkommen in Ordnung und beinhaltet alle wichtigen Infos, die man sich als Arzt erarbeitet hat. Das es nicht viel genauer geht ist mir mittlerweile klar. ;-)

alex1
08.01.2006, 16:20
Alex, genau das meinte ich doch. Die Antwort ist doch vollkommen in Ordnung und beinhaltet alle wichtigen Infos, die man sich als Arzt erarbeitet hat. Das es nicht viel genauer geht ist mir mittlerweile klar. ;-)

Nicht ganz.

Ich finde, daß was du gesagt hast:
"Wenn der Arzt sagt man hat noch 2 Jahre, kann man wenigstens noch etwas mit dem Leben abschließen. Ohne die Angst, dass man morgen sterben könnte."
nicht immer zutreffend, vor allem wenn es um Tumorerkrankungen geht.

Ich könnte sowas niemals einem Patienten sagen können.
Zwar stimmt es, daß die vielleicht nicht morgen sterben, aber ich habe genug Patienten mit Glioblastom gesehen und erlebt, die in die Klinik ohne neurologischem Ausfall gekommen sind und innerhalb von Wochen tot waren.
So eine Aussage, wie "Sie haben noch mehrere Monate zu leben" kann man bei den wenigsten Glioblastompatienten treffen und zwar eher bei denen wo makroskopisch kein Tumor mehr vorhanden ist und es eher um "das Warten aufs Rezidiv" geht.
Und das sind eben vielleicht 10-20% aller Glioblastompatienten. Der Rest wird entweder gar nicht operiert, oder wie manche Kollegen sagen "R3" operiert (quasi großräumig biopsiert). Und genau bei diesen 80-90% weiß man nie wie lange es halten wird. Bei manchen schlägt das Temodal, bei manchen nicht.
Bei manchen wächst der Tumor eben in die lebenswichtingen Strukturen der Zentralregionen und die vegetieren vor sich innerhalb von einigen Tagen. Und nicht selten haben einige gnaz bizarre Komplikationen, wie die (unter Glioblastompatienten) beliebte spontane Lungenembolie, deren Mechanismus noch unklar ist.