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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Zweifel am (eventuellen) Medizinstudium - soziale Kompetenz?



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HawaiiSchnitzel
24.01.2008, 17:24
Naja, vielleicht kam es etwas übertrieben rüber, aber ich bin kein Soziophobiker, der sich gar nichts traut. Ich glaub mir mangelt es lediglich an etwas Selbstbewusstsein, um solchen Dingen entspannter entgegen zu treten ;)
Vielleicht wächst man ja wirklich in sowas hinein *spekulier*

Gichin_Funakoshi
24.01.2008, 18:54
Sehr interessant, dass es unter den Medizinern viel introvertierte Menschen gibt.
Ich persönlich würde mich schon als Selbstbewusst bezeichnen. Ich liebe die Arbeit mit Menschen und habe während meines Praktikums viel Patientenkontakt gehabt, was ich auch Klasse fand.
Ich persönlich versuche locker in ein Zimmer reinzugehen und die Patienten zum Schmunzeln zu bringen. Natürlich ist das manchmal unangebracht aber dafür entwickelt man ein Gefühl.

Ich würde auch sagen, dass man nicht Mr. Extrovertiert sein muss, um Medizin zu studieren. Aber auf der anderen Seit sollte man auch kein Sozialphobiker sein. Das wirkt nämlich sehr schnell inkompetent und Unsicherheit auf Seiten des Arztes kommt gar nicht gut an^^
Aber der Mensch ist lernfähig ;-)

Frau Betty Land
24.01.2008, 19:29
Medizinstudium als Autotherapie ist aber auch nicht so das Wahre....

Gast26092018
24.01.2008, 21:13
Also ich bin auch sehr schüchtern :-blush :-) ...aber mein Gott Hürden sind dazu da um überschritten zu werden...ich habe bis jetzt noch nicht mal ein Krankenpflegepraktikum abgeleistet, ich glaube das ich durch solche Praktikas und viel Praxis Schritt für Schritt Selbstbewusstsein erlangen kann...es ist nur eine Frage der Zeit!
Als Arzt musst du nicht dauernd unnötiges Zeugs blabbern, sondern dem Patienten das Gefühl geben das du für ihn da bist und alles in die Wege leiten würdest um seine Genesung und Wohlbefinden gewährleisten...Nähe und fachliche Kompetenz ist gefragt...sowas erlernst du schon mit der Zeit.

Wenn dus nicht schaffst Selbstbewusstsein zu erlangen dann kannst du ja immer noch Dienstarzt werden :-) :-top

Peter_1
25.01.2008, 14:48
@maximus: was ist ein Dienstarzt?

Zum Thema: wenn man in einem Krankenhaus oder in einer Praxis, sozusagen als klinisch tätiger Arzt arbeiten möchte braucht man schon ein bisschen Selbstvertrauen. Man darf nicht vergessen, man muss Entscheidungen fällen die Auswirkungen auf den Patienten haben. Weiterhin ist das Arbeitsklima in vielen Krankenhäusern nicht unbedingt wie auf einem "Ponyhof". Es gibt in der Regel morgendliche Dienstbesprechungen in denen man als Diensthabender vor den versammelten Kollegen die Patienten (und die eingeleiteten Massnahmen) vorstellen muss. Dies kann auch mal Menschen mit viel Selbstvertrauen ins Schwitzen bringen (unsichere Menschen werden bei solchen Gelegenheiten ganz gerne auch mal in die Mangel genommen, was natürlich völlig kontraproduktiv ist, aber so ist es leider). Was Entscheidungen angeht so sollte auch hier so viel Selbstvertrauen vorhanden sein das man diese auch fällen kann und dazu stehen kann. Natürlich wächst man da auch rein und kann es ein Stück weit erlernen, für Menschen die extrem selbstunsicher sind ist eine klinische Tätigkeit aber sicher eine Tortur, alles andere zu behaupten wäre einfach glatt gelogen!

Gast26092018
25.01.2008, 16:49
@maximus: was ist ein Dienstarzt?

Ein Dienstarzt arbeitet z.B. in nem Labor in einer Klinik...er tut z.B. Patientenbefunde abvalidieren, medizinisch technische Assistentinen zurechtweisen und wenn die Blutwerte eines Patienten schlecht sind tut er dann den zuständigen Arzt konsultieren und gibt ihm Ratschläge (z.B. weitere Parameter die untersucht werden sollten etc.)
Ich kenn einen Arzt der mit dem Stress in der Klinik nicht zurecht kam und in den "Untergrund" abgetaucht ist und als Dienstarzt weiter arbeitet....

hmmm...du hast schon recht mit deinen Aussagen...aber ich weiß nicht ich bin so ein Sonderfall...einerseits bin ich zurückhaltend und schüchtern aber andererseits kann ich wenn ich in die Mangel genommen werde und mein Adrenalinspiegel steigt zu einem anderen Menschen werden...ich hab während meiner Schulzeit auch sehr oft Referate gehalten (einmal hab ich sogar n 4-schulstündige Präsentation gehalten^^)...naja auf jedenfall studier ich nun Medizin und ich versuch das beste draus zu machen...mal schauen wo mich mein Schicksal hinführt...

christo
25.01.2008, 18:09
man kann sich auch ändern....

azrael306
30.01.2008, 17:02
Ich denke ich kann ein paar von euch nachvollziehen

Ich mach gerade meinen Zivi im Krankentransport und war am Anfang auch immer sehr darauf bedacht alles richtig zu machen,
den Patienten anzulächeln und IMMER gut gelaunt zu sein etc. pp.

Aber nachdem ich jetzt seit 5 Monaten jeweils 3 mal die Woche 13 Stunden am Stück fahre, immer schön 15-20 Fahrten, ..... gewöhnt man sich sowas ab....Natürlich bedeutet das nicht, dass man um die Kurven heizt wie nix oder so ..... aber man lernt halt ein ausgewogenes Mittelmaß Empathie an den Tag zu legen :-top