Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Fragensammlung - Bewerbungsgespräch
Kackbratze
09.06.2012, 09:49
Die Erfahrungen an Unikliniken, die ich hier schildere, sind durchaus nicht etwas, das nur mir passieren würde. Problemfrei ging es eigentlich nur bei denen, die an irgendwelchen kleineren Einrichtungen in einem Fach anfangen, wo das Angebot die Nachfrage übersteigt. Für Innere mag das zutreffen, für andere Bereiche weniger.
Nope, das kann ich so absolut nicht bestätigen.
Team, Persönlichkeit, Teamfähigkeit, Erfahrungen.
kounelli
09.06.2012, 10:28
Hallo Moorhühnchen, ich habe gerade zufällig deinen Beitrag gelesen...ich habe auch ein Vorstellungsgespräch in Höchst/Anästhesie..und ehrlich gesagt macht mich dein Beitrag etwas nervös. Ich habe schon von vielen Seiten gehört dass man sich einer kleinen Facharztprüfung unterziehen muss..??? Was wurdest du denn fachlich gefragt?
WackenDoc
09.06.2012, 14:22
@wjsl:Hast du denn ne feste Zusage für ne Hospitation? Und an wie vielen Kliniken hast du dich inzwischen beworben und wie viele davon hatten ausgeschrieben?
Johannes2
24.07.2012, 11:03
Hey Leute,
mal 'ne Frage, ist es eigentlich typisch, dass man 3 Tage hospitiert?? Ich finde es ein bissl zu viel. Ich meine, 2 Tage sollen eigentlich reichen, um einen groben Überblick zu verschafften und kann man sagen, dass die 3 Tage zu viel findet oder ist die Stelle dann Vergangenheit???
Zweite Frage, wie sieht Ihr eigentlich mit einem einjährigen Vertrag, kommt auch häufig vor, oder ist es eher die Seltenheit???
Danke für jeden Tipp...
MissGarfield83
25.07.2012, 05:42
@Johannes : Um welches Fach geht es denn ?
EntenFreundin
25.07.2012, 10:03
@ Johannes2
"Typisch" gibts da glaub ich nicht... die meisten, wo ich war, haben gar keine Hospitation verlangt.... Haben die das im ersten Gespräch gesagt, ober ist das jetzt schon die zweite Einladung (erste Runde Gespräch, zweite Runde Hospitation) ?
Wieso sind denn drei Tage zu viel ? Ist doch auch für Dich eine Chance da mal richtig reinzuschnuppern, zu gucken ob Du Dich mit den Leuten verstehst, die anderen Assistenten zu fragen, Da bekommt man seeehr viel mit, was man in einem Gespräch nicht mitbekommen würde. Vor allem wenn man mehrere Stellen zur Auswahl hat ist das sehr hilfreich. Was ist denn daran so schlimm 3 Tage statt 2 Tage zu bleiben ?
Ich denke dass der Arbeitgeber mehrere Bewerber hat und DER sich genau angucken will wie die einzelnen sich geben und wie sie ins Team passen. Und wenn er dafür drei Tage braucht, denn ist es halt so.
ist mir eh unklar wie der Arbeitgeber in einem Gespräch sowas wie "Teamfähigkeit" beurteilen will.
Also ich an Deiner Stelle würd da nichts sagen, sondern einfach die drei Tage hingehen.
Die Regel (wenns da eine gibt, zumindest das häufigste was ich so gehört habe) sind meines Wissens erstmal 2 Jahres Verträge. Einige Arbeitgeber machen nach einem halben Jahr Probezeit auch nen Ausbildungsvertrag wenn man Glück hat.
Ist das eine Uni Stelle ? Die machen manchmal auch Einjahresverträge (oder sogar noch weniger)... Weiss nicht genau was der Hintergrund ist, vielleicht schwer planbare Haushaltslage oder dass sie denjenigen schnell wieder los sind wenn der denen nicht gut genug ist oder zu wenig forscht, etc.
Andere Möglichkeit ist dass das vielleicht eine Mutterschutz-Vertretungsstelle ist, da sind die Verträge auch nur so lang wie diejenige weg ist. Aber das müssten sie Dir eigentlich im Gespräch sagen.
Haben die das denn irgendwie begründet mit dem Einjahresvertrag ? Erwähnt haben sie es ja anscheinend.
Leelaacoo
25.07.2012, 10:56
Eigentlich spielt ja der Arbeitgeber auf Risiko, wenn 3 Tage Hospitation anstehen...außer, die Abteilung hat eine Bewerberflut...einen Tag kann man den Bewerber ja vielleicht vor "negativer Presse" abschirmen und das Blaue vom Himmel erzählen...zwei Tage werden schon schwieriger (ohne persönlichen "Aufpasser" ;-) )...bei drei Tagen kommt man als Bewerber aber sicher besser an "Insider"-Problematiken ran. So gesehen habe ich für meine Stelle 16 Wochen hospitiert (PJ)...also, nicht unbedingt negativ sehen das Ganze!
LG Lee
EntenFreundin
25.07.2012, 13:02
Eigentlich spielt ja der Arbeitgeber auf Risiko, wenn 3 Tage Hospitation anstehen...außer, die Abteilung hat eine Bewerberflut..
Ich kann mir als Hintergrund nur Bewerberflut (oder zumindest Entscheidungsschwieirgkeiten bei der Auswahl) vorstellen.... Ist wahrscheinlich Pädiatrie an der Uni oder sowas ;-)
Wenn man selbst hospitieren will ist was anderes, aber wenn der AG 3 Tage Hospitation erwartet, denn wirds wahrscheinlich so sein. Denke auch dass man in einer Hospitation durch den ganzen Assistententratsch, den man da ja zwangsläufig mitbekommen, auch erfährt was die Problem dort sind... aber die gibts überall.
Johannes2
29.07.2012, 08:32
Ich habe die Hospitation zugesagt. Ich fand die 3 Tage nur schlimm, weil die Stelle in einer anderen Stadt ist und die Kosten für Hotel usw nicht gerade wenig.
Zu dem Vertrag, ja es ist eine Uniklinik, aber die Uniklinik ist kleiner als die wo ich studiert habe und die meisten Assis, die ich im Rahmen meines PJs getroffen habe, hatten Verträge für 2 Jahre, deswegen hat mich ein bissl gewundert.
Von der Mutterschutzvertretung war im Vorstellungsgespräch nie die Rede, aber ich werde das nochmal fragen.
Danke und schönen Sonntag noch
Mondschein
29.07.2012, 11:02
An einer Uniklinik muss das mit dem Einjahresvertrag nichts heißen, manchmal haben die intern Regelungen, zum Beispiel ist einer dann ein Jahr drittmittelfinanziert, dadurch kann ein anderer ein Jahr (und das dann eben mit Einjahresvertrag) eingestellt werden, das ist Bedingung für die Drittmittel. Danach kriegt dann jeder einen neuen Vertrag und alles ist gut. Oder eben Elternzeitersatz, das wird auch oft befristet mit der Option auf einen Anschlussvertrag. Da hängt viel Finanzplanung und ein Wust an Leuten in der Personalabteilung mit dran, bei uns gibts auch 1-2Jahres-Verträge.
Ist immer etwas doof und ein komisches Gefühl, wenn mal wieder der Vertrag ausläuft, aber letztlich nicht dramatisch, in der Regel wird man verlängert (kritischer wirds dann erst, wenn gewisse Stufen wie Vollendung des FA erreicht sind, da muss man dann tatsächlich mal nachfragen, ob man verlängert wird, aber während der Weiterbildung laufen die Anschlussverträge bei uns fast automatisch, man kriegt irgendwann mal ne Email, dass ein neuer Vertrag bereitläge, die gehen quasi davon aus, dass wir auch unterschreiben wollen ;)).
Aber natürlich wären auch an Unikliniken gescheite Verträge wünschenswert, ich kenn allerdings nicht so viele Unikliniken, die das wirklich so handhaben...
EntenFreundin
29.07.2012, 21:39
Nur so zur Info: Ich hatte mich in einer Klinik parallel in 2 Fächern beworben (hatte vorher von anderen gehört, das geht, da bekommt keiner -außer ggf der Personalabteilung- was mit und auch hier sowas gelesen dass die Chefs nichts von der Parallelbewerbung wussten).
In meinem Fall hat mich die Dame von der Personalabteilung, die im ersten Gespräch dabei saß, vor Augen und Ohren des Chefs gefragt was denn die andere Bewerbung sollte (!). Ist irgendwem sowas schon mal passiert ?
Durfte denn (ohne darauf vorbereitet zu sein) gleich weiter in die andere Abteilung zum Gespräch....
Letztendlich waren beide Gespräche ok (glaub die Chefs haben sogar die Umstände verstanden, die mich zu der Parallelbewerbung gebracht haben); der erste will bis morgen eine Entscheidung von mir und der andere sagte sein Bewerbungszeitraum geht noch bis Ende August, er kann noch nichts sagen.
Im ersteren Fach gibts deutschlandweit genug Ausschreibungen; im zweiten Fach siehts etwas mauer aus.
Ich weiss mittlerweile gar nicht mehr was ich will, brauche eigentlich 2-3 Wochen Zeit um in beidem nochmal zu hospitieren, da nochmal drüber nachzudenken.... Glaube aber auch die haben beide nicht gerade die Flut an guten Bewerbern.
Was sag ich ihm nun morgen ?
Ich tendiere dazu ihm zu sagen ich brauche noch Zeit und wenn er seine Stelle jemand anders geben will, denn gibt es für mich noch andere Möglichkeiten. Ich weiss, dass es genug andere gibt, die einfach zusagen würden und solange der Vertrag nicht unterschrieben ist ist ja nichts passiert.... Ist nur schlecht bei 2 Parallelbewerbungen im selben Haus, wo schon die Personalabteilung nen Auge drauf hat.... Ich bin da leider auch immer zu ehrlich und zu skrupelbehaftet, obwohl ichs umgekehrt auch schon erlebt habe: dass die Chefs so eine halbe Zusage geben, die denn am Ende doch zur Absage wird. Hm.
meiner meinung nach:
Hängt auch davon ab wie schnell du eine Stelle brauchst / willst. Ansonsten sag ihnen doch,d ass du interessiert bist, dass aber nicht in 1 tag entscheiden kannst und gern hospitieren möchtest. wenn dies absolut nciht möglich ist, würde ich nach dem bauchgefühl entscheiden. und wenn du dir unsicher bist, und auch offen für weitere kliniken, würde ich nichts überstürzen.
du hast ja geschrieben, dass du lieber nochmal drüber nachdenkst. von daher versuch dir die zeit zu nehmen.
Frau_Doktor
08.08.2012, 18:37
wurde bei euch das fachwissen geprüft?
wieviel muss man wissen über das fach für das man sich bewirbt?
wurde bei euch das fachwissen geprüft?
wieviel muss man wissen über das fach für das man sich bewirbt?
nix im Normalfall, nur, warum du das machen willst, genau dieses Fach und in dieser Klinik.
Lediglich das moorhühnchen musste mal durch ne Befragung - aber so läuft das in 99,9% der Fälle, gerade bei einem Anfänger, nicht.
Viel Spaß!
EntenFreundin
08.08.2012, 19:41
man muss begründen können WARUM gerade das Fach und gerade wenn man sich außerhalb der Heimat bewirbt fragen sie auch gern warum grad diese Klinik.... ich komme aus der Großstadt und bei einer Klinik auf dem Lande weit weg von der Heimat haben sie das Gespräch mal begonnen mit "Warum bewerben Sie sich wenn Sie aus Stadt X kommen ausgerechnet hier bei uns in der Pampa?"
Fachliche Details wollten sie wenn denn nur an Unikliniken zu genauen Inhalten meiner Diss, bis hin zu der Frage, wie die Geräte hießen, mit denen ich meine Experimente gemach habe... War froh dass ich mich da noch erinnern konnte, ist schon etwas her der experimentelle Teil...
Geprüft worden bin ich noch nirgends, aber gibt wahrscheinlich nichts was es nicht gibt....
@Frau Doktor:
Nein, eigentlich gar nicht. Ich wurde aber gefragt, was ich forschungsmäßig in Zukunft machen will und ob ich schon konkrete Ideen für ein Projekt habe (Uniklinik mit extrem viel Forschung). Da ich oft im Ausland war, wollte er wissen, was ich für Ideen hinsichtlich der Verbesserung von Forschung & Lehre bzw in Deutschland habe und welchen Eindruck ich von dem Fachgebiet im Ausland hatte.
Thomas24
09.08.2012, 21:50
Was "Verbesserung der Ausbildung an Unikliniken" angeht- da könnte man auf Anhieb wohl ein dreiseitiges Essay abliefern :D
Angefangen bei: überhaupt ausbilden/ einarbeiten/ überwachen/ supervidieren.;-)
Hallo, ich habe Montag auch mein erstes Bewerbungsgespräch und gucke, dass ich auf die häufigsten fragen schon mal antworten kann :-)
Was mich noch brennend interessiert - Wie läuft eigentlich so eine Hospitation ab?
Ich bewerbe mich in der Radiologie und kann mir kaum vorstellen, dass mich der Chef zum Beispiel in die CT-Abteilung wirft und sagt: "Gucken Sie mal!"
Ich kann ja auch schwerlich zu den beschäftigten Assis gehen, die fleißig am Befunden sind und sagen: "Moin, ich bin vielleicht bald Kollege. Ich sehe, du hast viel zu tun, aber lass mal kurz die Arbeit liegen und mal Butter bei die Fische - wie isses hier so?"
Ich hoffe ihr versteht wie ich das meine. Alle sagen, da bekommt man mal was vom Team mit, aber die arbeiten alle, ich bin für die 'ne fremde Person und eigentlich nur jemand, der ihre Arbeitszeit klaut. Warum sollte ich als Assi auch mit fremden Personen über meinen Chef lästern. Ich kann doch nur gucken, ob mir die Räumlichkeiten gefallen und die Mitarbeiter mich einigermaßen freundlich zurückgrüßen. Oder sehe ich das falsch?
Also kann mal jemand schreiben, wie sein Hospitations-Tag(e) abgelaufen ist und was er dabei getan hat?
Ich finde das eigentlich immer ganz lustig, wenn wir Hospitanten haben. :-) Meistens teilen wir das untereinander, jeder darf den Hospitant mal herumführen. Der will ich ja auch von allem was sehen. Ich erzähle auch immer bereitwillig möglichst viel.Schließlich ist man ja auch selbst daran interessiert, dass (vernünftiger) Zuwachs kommt. Störend fand ich das bisher nicht.
EntenFreundin
10.08.2012, 19:49
Also ehrlich gesagt, wenn sich da keiner mit Dir befasst und die Dich nur als der/die sehen, der da die Zeit klaut, denn würd ich in der Abteilung nicht anfangen zu arbeiten.... Wenn Du da als Anfänger Assitent anfängst, denn brauchst Du ja auch Leute, die Du ma was fragen kannst, ohne dass sie Dich gleich dumm angucken.
Denk aber nicht dass es so sein wird... war noch bei keiner von meinen Hospitationen so....
Wird die Hospitation denn vom Chef gefordert oder willst Du die ? Wie groß ist denn das Haus ? Uni oder Nicht-Uni ?
Also gerade wenn er die Hospitation selbst fordert verfolgt er damit ja ein bestimmtes Ziel und müsste Dich seinen Leuten eigentllich vorstellen und vielleicht haben die von ihm eh die Anweisung sich ein bisschen um Dich zu kümmern... Und es interessiert in der Regel nicht nur Dich wie die Leute dort sind, sondern auch die Leute, wen sie sich da ins Team holen....
Ich hatte eigentlich immer Gelegenheit Fragen an die Assistenten zu stellen ( auch so Sachen wie das mit Diensten geregelt ist, wie die Ausbildung läuft usw.).... wenn die grad keine Zeit haben, das bekommt man denn schon mit.
Speziell zu Radio: Naja immer wenns was zu gucken gab (Interventionen, Demos, etc. konnte ich zuschauen kommen und wenn wirklich mal Leerlauf war und keiner Zeit hatte hab ich mich halt zu den MTRAs uns CT gesetzt oder so.
Ist alles halb so schlimm ;-)
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