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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ich studiere an der PMU!!!!



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HalloBallo
28.01.2006, 09:56
hi!

das stimmt.

dem ist nur hinzuzufügen, dass man auf der PMU verpflichtet ist, eine dissertation zu verfassen (für deren grundlagenerarbeitung ein eigenes "forschungstrimester" zur verfügung steht) und somit tatsächlich zum dr. med. univ. promoviert. der auch in D AFAIK voll anerkannt ist.

grüße
ovis

Nur ist es doch so, dass es in Deutschland unmöglich ist, seinen Doktortitel innerhalb eines Trimesters zu machen. Soweit ich weiß, ist das mindestens ein Jahr für Med-Studenten und für andere Fächer i.d.R. drei.
Also, das Forschungstrimester sollte vielleicht eher als größere Jahresarbeit betrachtet werden ;-)

Gruber
28.01.2006, 10:26
PMU sollte schon etwas differenzierter betrachtet werden:

1.: Die gesamte Studiendauer beträgt 5 Jahre, ein Studienjahr kostet rund 8000€. Zudem ist das Leben in Salzburg ähnlich teuer wie in München. Da die PMU ursprünglich für den bundesdeutschen Markt ( noch zu Zeiten, als man NUR an der PMU keinen Studienplatznachweis für das Studium in Österreich, sondern lediglich genügend Schotter brauchte...) konzipiert wurde, mußte als "Zuckerl" schon der Dr.med. drinnen sein !

2.:Es gibt Probleme mit der EU, ob diese Studiendauer überhaupt zulässig sei. Bislang gibt`s weder Absolventen noch "Dissertanden". Es steht also in den Sternen, wie sich die die Situation für die ersten Absolventen darstellen wird.

3.: Im Grunde genommen muß man an den anderen österr. Medizinunis eine "Diplomarbeit" schreiben, um den "Dr.med." zu bekommen (bei 6 Jahren Mindestudiendauer), an der PMU wird das bei 5 Jahren Studiendauer eben "Dissertation" genannt.
Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.
Ein ernsthafte Diss KANN das wohl nicht sein !

4.:Wissenschaftlich ist die PMU bislang praktisch inexistent. Siehe auch den äußerst kritischen, wenn nicht sogar (bösartig) sarkastischen thread dazu bei:

http://www.turnusarzt.com/modules.php?op=modload&name=phpBB2&file=viewtopic&t=309&sid=1af105305eea957eab218c726d204788

Wer also wirklich Forschung machen möchte, wird weder mit einer Diss an der PMU noch mit post"promotioneller" Arbeit wahnsinnig viele Lorbeeren verdienen, es sei denn, er beschränkt sich auf den Lokalen Markt in Salzburg.

Was die PMU-Diss am Markt wert sein wird, wird man sehen. Da aber die Habilitierten anscheinend weder von nationalem noch überregionalem Rang und Namen sind, wird man sich wohl schwer tun, damit an deutschen Unikliniken oder gar darüber hinaus einen Startvorteil zu haben.
Die PMU investiert auch praktisch nichts in irgendwelche Forschungseinrichtungen, sondern kauft Einzelpersonen der 2. und 3. Reihe "zu". Bislang keinen einzigen Klinik- oder Institutsvorstand einer anderen Medizinischen Fakultät, sondern bloß Leute aus der 2. Reihe. Ob das so intelligent ist......?

5.: Mit PMU-Abschluß erhält man weder die deutsche noch die österreichische Approbation. Man muß die Appro also "nachholen" im Vergleich zum deutschen Studium (auch in Witten). Das geht derzeit meines Wissens nach in Deutschland nicht (mehr). Man muß es also in Österreich oder in einem anderen EU-Land schaffen.
In Österreich dauert das 3 Jahre. Mindestens. Ohne Wartezeit auf die Approbationszeit, "Turnus" genannt.

6.: Eine Facharztausbildung an der Salzburger "Uniklinik" wird schon deshalb nicht leicht werden, weil die PMUler mit einer überwiegenden Mehrheit an Nicht-PMUlern (z.T. mit sehr guten Beziehungen) konkurrieren. Und die lassen sich die paar jährlich freiwerdenden Ausbildungsstellen sicherlich nicht so einfach wegschnappen, Diss hin oder her.

Alles in allem ein mäßig interessantes Experiment mit mannigfachen Kritikpunkten, mal sehen !

eatpigsbarf
28.01.2006, 10:29
Naja, es kommt auf das Thema der Arbeit an. Aufgrund der neuen AO gibt es tatsaechlich mittlerweile Moeglichkeiten, seine Diss innerhalb eines Trimesters fertig zu stellen - allerdings meist nicht inkl. des Zusammenschreibens. Aber, stimmt schon, es dauert meist viel laenger als die versprochenen 4-6 Monate.
Jedoch sind auch die genannten 3 Jahre fuer die Fertigung der Dissertation in anderen (naturwissenschaftlichen) Faecher eher sehr kurz: das dauert normalerweise um die 4-5 Jahre.

Oesi86
30.01.2006, 15:01
Wie sieht das auswahlverfahren an der PMU konkret aus??

ovis
31.01.2006, 14:15
Hallo!

Ich darf ein wenig Stellung zu deinem Thread nehmen, Gruber.



1.: Die gesamte Studiendauer beträgt 5 Jahre, ein Studienjahr kostet rund 8000€. Zudem ist das Leben in Salzburg ähnlich teuer wie in München. Da die PMU ursprünglich für den bundesdeutschen Markt ( noch zu Zeiten, als man NUR an der PMU keinen Studienplatznachweis für das Studium in Österreich, sondern lediglich genügend Schotter brauchte...) konzipiert wurde, mußte als "Zuckerl" schon der Dr.med. drinnen sein !

Ohoh, vorsicht mit solchen Aussagen. Unser Staat (damit meine ich Ö) und all seine Universitäten sind mit der EU-Mitgliedschaft verpflichtet, keinen Unterschied zwischen Inländern und EU-Ausländern zu machen. Von einer "Konzeption für den bundesdeutschen Markt" zu sprechen, finde ich bedenklich.



2.:Es gibt Probleme mit der EU, ob diese Studiendauer überhaupt zulässig sei. Bislang gibt`s weder Absolventen noch "Dissertanden". Es steht also in den Sternen, wie sich die die Situation für die ersten Absolventen darstellen wird.

Dabei handelt es sich um eine Grundsatzdiskussion mit dem EU-Gerichtshof, der auf ein Übersetzungsproblem der Approbationsordnung zurückgeht. Im schlimmsten Fall wird die Studiendauer auf sechs Jahre erhöht, was auch kein Beinbruch wäre.
Dass es noch keine Absolventen gibt, liegt daran, dass die Uni erst seit drei Jahren besteht.



3.: Im Grunde genommen muß man an den anderen österr. Medizinunis eine "Diplomarbeit" schreiben, um den "Dr.med." zu bekommen (bei 6 Jahren Mindestudiendauer), an der PMU wird das bei 5 Jahren Studiendauer eben "Dissertation" genannt.
Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.
Ein ernsthafte Diss KANN das wohl nicht sein !

Ja, das mag sein. In diesem Punkt gebe ich dir recht.



4.:Wissenschaftlich ist die PMU bislang praktisch inexistent. Siehe auch den äußerst kritischen, wenn nicht sogar (bösartig) sarkastischen thread dazu bei:

http://www.turnusarzt.com/modules.php?op=modload&name=phpBB2&file=viewtopic&t=309&sid=1af105305eea957eab218c726d204788

Dass Gibbons Ansichten indiskutabel sind, haben wir an anderer Stelle schon mal festgestellt.



Die PMU investiert auch praktisch nichts in irgendwelche Forschungseinrichtungen, sondern kauft Einzelpersonen der 2. und 3. Reihe "zu". Bislang keinen einzigen Klinik- oder Institutsvorstand einer anderen Medizinischen Fakultät, sondern bloß Leute aus der 2. Reihe. Ob das so intelligent ist......?

Könnte für eine kleine Universität mit beschränktem budgetärem Rahmen auch schwierig sein. Schau trotzdem bei Gelegenheit mal in die medline und informier dich über die wissenschaftliche Arbeit.



5.: Mit PMU-Abschluß erhält man weder die deutsche noch die österreichische Approbation. Man muß die Appro also "nachholen" im Vergleich zum deutschen Studium (auch in Witten). Das geht derzeit meines Wissens nach in Deutschland nicht (mehr). Man muß es also in Österreich oder in einem anderen EU-Land schaffen.
In Österreich dauert das 3 Jahre. Mindestens. Ohne Wartezeit auf die Approbationszeit, "Turnus" genannt.

Erhält man denn in Wien, Graz oder Innsbruck die österreichische oder deutsche Approbation automatisch?? Das wäre ja herrlich.



6.: Eine Facharztausbildung an der Salzburger "Uniklinik" wird schon deshalb nicht leicht werden, weil die PMUler mit einer überwiegenden Mehrheit an Nicht-PMUlern (z.T. mit sehr guten Beziehungen) konkurrieren. Und die lassen sich die paar jährlich freiwerdenden Ausbildungsstellen sicherlich nicht so einfach wegschnappen, Diss hin oder her.

Es gibt gottlob noch eine Handvoll andere Krankenhäuser, die Facharztausbildungen anbieten. Und es kommen gottseidank nicht alle Studenten aus dem Großraum Salzburg.

Liebe Grüße :-top
ovis

Möchtegern_sophia
01.02.2006, 09:57
Wie lange war denn euer Motivationsschreiben ungefähr?
Und was habt ihr so geschrieben? Mir fällt total viel ein- ich wollte schon als Kind immer Arzt werden, aber ich weiss nicht ob das irgendwie unsachlich ist, solche Sachen mit reinzuschreiben...

Ich würde halt wahnsinnig gern an der PMu studieren, weil ich das ganze Konzept, sofern ich es beurteilen kann, voll toll finde...

Hippokrata
01.02.2006, 15:51
kann man denn mit dem Stipedium die ganzen 8000 Euro finanziert bekommen?

Notfallsani
02.02.2006, 16:43
Wie lange war denn euer Motivationsschreiben ungefähr?
Und was habt ihr so geschrieben? Mir fällt total viel ein- ich wollte schon als Kind immer Arzt werden, aber ich weiss nicht ob das irgendwie unsachlich ist, solche Sachen mit reinzuschreiben...

Ich würde halt wahnsinnig gern an der PMu studieren, weil ich das ganze Konzept, sofern ich es beurteilen kann, voll toll finde...


naja wennst es sachlich rüberbringen kannst warum nicht - allerdings nicht auf den durchgehenden roten Faden vergessen und unbedingt klare struktur beachten - ein blabla sollte es nicht werden...
ich hab letztes jahr 1 1/2 seiten und heuer 3 geschrieben - aber im lezten jahr hat sich auch viel verändert für mich also...

schreib was gscheites dann isses egal wie lang/kurz es is!

Gruber
04.02.2006, 16:03
Die beste "Motivation" für die PMU ist es, den Herrn Rektor persönlich zu kennen. Vielleicht auch ein wenig privat zu hofieren, das kann schon mal ein wenig helfen, denke ich mir.

Juliesch
04.02.2006, 17:42
Bewerber aus EU-Ländern
müssen die Zulassungsvoraussetzungen für das Studium der Humanmedizin im jeweiligen Herkunftsland (Hauptwohnsitz) erfüllen und das europäische Abiturzeugnis einreichen. Der Nachweis eines Studienplatzes (bzw. eine Berücksichtigung durch die ZVS) ist nicht notwendig!

Was genau ist denn eine Zulassungsvorraussetzung im Herkunftsland?
Koennt ihr mir da bitte weiterhelfen? :-stud

Notfallsani
04.02.2006, 17:56
--> matura bzw abi muss man haben...!

Gruber
04.02.2006, 18:24
Und 40 000€ fürs gesamte Studium - als Studiengebühr.

Leben kostet extra.
Salzburg ist eines der teuersten Pflaster Österreichs zum Leben und Wohnen, wenn man kein Auto hat und außerhalb wohnen kann.

Die Studiengebühren an den drei anderen Medizinischen Universitäten für die Mindeststudiendauer von 6 Jahren: rund 4360€.

Ein Zehntel- in Salzburg zahlt man allerdings für (mindestens) 5 Jahre.

Notfallsani
04.02.2006, 19:46
Und 40 000€ fürs gesamte Studium - als Studiengebühr.

Leben kostet extra.
Salzburg ist eines der teuersten Pflaster Österreichs zum Leben und Wohnen, wenn man kein Auto hat und außerhalb wohnen kann.

Die Studiengebühren an den drei anderen Medizinischen Universitäten für die Mindeststudiendauer von 6 Jahren: rund 4360€.

Ein Zehntel- in Salzburg zahlt man allerdings für (mindestens) 5 Jahre.

.. --> Man zahlt 5 Jahre und nicht mehr.

mittlerweile sinds 42500€ aber wer das Geld nicht hat kann um ein Stip ansuchen - das gibts sowohl für Österreicher als auch für die Interessenten aus Deutschland (glaub das heisst dann Bafög?!) weiters gibts wie einige schon gesagt haben ein stip von der uni...

und @ gruber:
wenn jemand eine normale frage stellt über diese uni und du dich (so gut) auskennst dann kannst du eine normale antwort darauf geben oder?
Deine Vergleiche zu den anderen Unis in Österreich find ich unrelevant für jemanden der sich für die PMU interessiert und darüber mehr wissen will... :-meinung

PS: Leben in Innsbruck ist echt um nichts günstiger!! :-notify

HalloBallo
04.02.2006, 20:31
So, jetzt möchte ich auch meinen Senf mal dazu geben :-D
Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich teilweise auch nicht nachvollziehen kann, weshalb diese Studiengebühren der PMU von Manchen immer in den Mittelpunkt gestellt werden.
Dass das Studium bei uns fast nichts kostet, ist doch nur deutscher Luxus. Schon in England kann ein Studienjahr an normalen, staatlichen Unis ab kommendem Wintersemester bis zu 3500 Pfund (ca. 5800 Euro) kosten. Über Amerika brauchen wir doch garnicht reden.
Solange es so ist, dass die Unis wirklich dafür sorgen, dass es Stipendien gibt bzw. Finanzierungsmodelle, können 8000 Euro pro Jahr gerechtfertigt sein.
Das ist doch das gleiche mit Privatschulen / Internaten.
Manche Eltern zahlen auch gerne über 30 000 Euro pro Jahr, obwohl ihre Sprösslinge auch nur mit einem Abitur da raus wandern.
Wenn jemand vom Modell der PMU überzeugt ist, bzw. überlegt sich dort zu bewerben, sollten Studiengebühren nicht immer wieder als Argument angeführt werden. Vielmehr wollen diese Leute doch über die Ausbildung, Ausstattung, Forschung und das Studienleben informiert werden.

Gruber
04.02.2006, 23:18
.. --> Man zahlt 5 Jahre und nicht mehr.

mittlerweile sinds 42500€ aber wer das Geld nicht hat kann um ein Stip ansuchen - das gibts sowohl für Österreicher als auch für die Interessenten aus Deutschland (glaub das heisst dann Bafög?!) weiters gibts wie einige schon gesagt haben ein stip von der uni...

und @ gruber:
wenn jemand eine normale frage stellt über diese uni und du dich (so gut) auskennst dann kannst du eine normale antwort darauf geben oder?
Deine Vergleiche zu den anderen Unis in Österreich find ich unrelevant für jemanden der sich für die PMU interessiert und darüber mehr wissen will... :-meinung

PS: Leben in Innsbruck ist echt um nichts günstiger!! :-notify


Das österreichische Stipendium wie auch das deutsche Bafög nehmen auf die SOZIALE BEDÜRFTIGKEIT für die Lebenshaltungskosten samt Studiengebühren an einer Normaluni Rücksicht, nicht aber auf die hohen Studiengebühren in Salzburg.

Die sind Privatvergnügen.

Die Gebührenhöhe in Salzburg ist KEIN Argument für ein österr. oder deutsches Stipendium, DAS ergibt noch keine soziale Bedürftigkeit.

Also: Wer in Salzburg angenommen wird, kann sich die Studiengebühren bereits leisten. Sonst wird man nicht genommen. Die sind doch nicht von gestern. Salzburg sorgt nicht dafür, daß sich die Leute die Gebühren leisten können, es gibt da nämlich keine Sonderstipendien !

Denke mir, daß der Vergleich mit den "normalen" Medizinuniversitäten in Österreich absolut legitim ist - nicht nur was den preis angeht, sondern auch, weil das markttaugliche Argument der PMU, daß man bei ihr KEINEN deutschen Studienplatznachweis brauchte, nun auch für die anderen Unis in Österreich gilt.

UND:Deren Auswahlkriterien sind wenigstens nachvollziehbar und in gewisser Weise "gerecht". Wer an der PMU genommen wird, kann auch persönliche Bekanntschaft mit deren Führungspersonal haben. Zufall ?
Die Auswahl der PMU ist nicht nachvollziehbar. Punkt. :-meinung

Möchtegern_sophia
05.02.2006, 08:57
Das stimmt ja so jetzt nicht...
Dadurch dass die PMU privat ist, gibt es da auch private Stipendien und nicht unbedingt staatliche- dass ist durchaus überall so üblich..

Warst du denn an der PMU?
Also ich habe hier bis jetzt von ein paar Leuten gelesen, die an der PMU sind und nicht voll für die Studiengebühren aufkommen.

ich finde die PMU noch moderat, nicht dass das wenig Geld ist, aber informier dich mal im Internet was andere Privatunis so verlangen! Das ist deutlich mehr.

Ausserdem muss man den Leuten Recht geben, die sagen, dass es sowieso nur deutscehr Luxus ist keine Studiengebühren zu haben. Aber das wäre ja eine andere längere Diskussion.
Wieso findest du, dass die kosten nicht gerechtfertigt sind? Du verursachst ja welche mit deiner Ausbildung- und die PMU behauptet zumindest- ich weiss es ja nicht- dass sie dir die beste Ausbildung ermöglicht...

ich hab das Gefühl, dir geht´s wie vielen mal wieder nur um den Geld und Elite Gedanken der dich halt stört....

Möchtegern_sophia
05.02.2006, 09:01
UND:Deren Auswahlkriterien sind wenigstens nachvollziehbar und in gewisser Weise "gerecht". Wer an der PMU genommen wird, kann auch persönliche Bekanntschaft mit deren Führungspersonal haben. Zufall ?
Die Auswahl der PMU ist nicht nachvollziehbar. Punkt. :-meinung

Woher weisstn das eigentlich?
Kannste mich den Leuten mal vorstellen, die da Kontakte zur Leitung haben??? :-D
Wenn das so einfach ist, kann man sich die ganze Aufnahmeprozedur ja sparen!

JUHU! :-top

Gruber
05.02.2006, 09:41
Wenn man aus Salzburg selbst kommt, in der "Besseren Gesellschaft" der Stadt ganz zwanglos ohnedies den einen oder anderen aus der PMU-Leitung treffen kann und/oder Chefarztsprößling (aus Österreich) mit bisher eher erfolglosen jahrelangen Studienleistungen an einer der 3 anderen Medizinunis in Österreich ist, ist das sicherlich kein Nachteil.

Welcher Elitegedanke soll denn in Salzburg gepflegt werden ?
Offenbar erfüllt @möchtegern_s nicht einmal die "Elite"kriterien (sprich: NC-Kriterien) des staatlichen Uniwesens in Deutschland, um sofort ins Studium hineinzukommen. Da ist dieses Elitegeschwefel schon von einer besonderen Ironie !

Die Uni lebt hauptsächlich von Öffentlichen Geldern der Stadt und des Landes, nutzt Personal und Infrastruktur, die vom Land Salzburg geschaffen und weiterhin bezahlt wird, nutzt in den Grundlagenfächern die Strukturen der Uni Salzburg und hat überhaupt kein wissenschaftliches Renommee - bislang wurden hier hauptsächlich Allgemeinmediziner und Fachärzte für den lokalen Bedarf ausgebildet.

An der PMU kommt jeder voll für die Studiengebühren auf - sie bieten einem bloß "Finanzierungshilfen", wenn man nicht gleich bezahlen kann oder will. Sprich: Verzinste Darlehen, Kredite o.Ä..

Gruber
05.02.2006, 10:27
Noch etwas: Zum Zeitpunt der Gründung der PMU war sie für den österr. Markt völlig überflüssig - Österreich hatte und hat einen Jungärzteüberschuß.

Also ging`s um den viel interessanteren deutschen Ausbildungsmarkt.

Es ist und war auch nicht zu erwarten, daß PMU-Absolventen, die es noch garnicht gibt, auf diesem Markt bessere Chancen haben werden ( Diss ist in Österreich meist völlig egal, in Deutschland beim Ärztemangel auch...) - außer in Salzburg selbst, wo dies aber mit Argusaugen beobachtet werden wird.

Die 40000€+ Studiengebühren werden in die Anfangsgehälter der Jungärzte weder in Österreich noch in der Schweiz oder in Deutschland eingepreist werden. Man bleibt also darauf sitzen im Vergleich zu "Normal"absolventen ohne Studíengebühren.

Selbst wenn die Ausbildung um so viel besser wäre, in der Arbeitsrealität wird sie wohl kaum umzusetzen sein, honoriert wird sie überhaupt nicht werden. Siehe oben und die übrigen Threads über die Arbeit als Assistenzarzt in diesen Foren.

Und die PMU ist noch in der "Bewährungsphase", also unter Aufsicht des Wissenschaftsministeriums in Wien. Sie muß erst nachweisen, daß sie den Standards, vor allem wissenschaftlich, der anderen Medizinuniversitäten genügt. Kann durchaus dazu kommen, daß sie wie Witten unter eine noch strengere Beobachtungsphase kommen wird, deren Ausgang ungewiß ist.

Denn bislang hat man sich keine wirklichen Publikationsmaschinen eingekauft oder herangezüchtet. Es wird alles auf der kleinen Flamme der Minimalanforderung gekocht und z.B. in der Geriatrie wohl zu einer Hausbesetzung des "Vorstands" kommen, obwohl hier formal eine Ausschreibung draußen ist.

Andererseits bekommt man an der ausbildungstechnisch äußerst unbeliebten Hämato-Onkologie praktisch keine Assistenzärzte (Innere Medizin) aus dem Hause und muß sie von außen anlocken. Die Hämato erfüllt aber noch am ehesten die wissenschaftliche Publikationsarbeit einer Uniklinik !

Systematische Aufbauarbeit ? :-top

Möchtegern_sophia
06.02.2006, 09:29
Hui, jetzt hast du es mir aber gegeben.
verstehe zwar nicht so ganz warum du unsachlich wirst, aber naja das ist wohl so.

Da du dich ja mit allem so gut auskennst, weisst du ja auch dass das einzige kriterium in D die Durschnittsnote des Abiturzeugnisses ist- und das ist ja nicht gerade das ausschlaggebendste. In der Note steckt ja doch immer etwas mehr drin, als die individuelle Leistungsfähigkeit.
Deine These, dass die Elie von D die Menschen sind, die medizin studieren, finde ich sehr spannend. Wie kommste denn darauf?
Aber dass die PMU einen elitären Ruf haben will, denn mehr habe ich nicht geschrieben- ist doch ganz eindeutig.

Und die Geschichte mit Witten ist doch echt alt....