Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : WICHTIG KOSI STUDIENGANG
Warum kann Krankenpflege nicht auch eine Hochschulähnliche Ausbildung sein(Qualität der theoretischen Ausbildung ist tw leider extrem abhängig von den einzelnen Schulen wie man hier in anderen Threads schon diskutiert hat) ?
Wie ich schon geschrieben habe, in vielen anderen europäischen Staaten und in Amerika ist die normale Pflegeausbildung schon lange ein Studium. Deutschland hängt in den Pflegewissenschaften natürlich hinterher, und auch in der Ausbildung gibt es im Vergleich zum Ausland garantiert Defizite in der Qualität, aber diese sind nicht so schlimm dass die deutsche Pflegeausbildung nicht annerkannt werden würde.
Verblendung von Ärzten dürfte es auch selten nach einer Pflegeausbildung geben, eher würd ich vermuten dass viele die Idee des Arzt-seins vergessen wenn sie täglich auf Stationsärzte treffen...
Und zum Thema "positiven spirale von "eigenen fähigkeiten und belohnung"".
Also zumindest intellektuell werden auch fast alle Ärzte nach ein paar Jahren Berufserfahrung nicht mehr groß herausgefordert. Es kommt doch auch dort eine Routine rein, die ähnliche Krankheiten, ähnliche Behandlungsmuster. Für intellektuelle Herausforderungen müßtest du dann später in der Forschung wahrscheinlich arbeiten.
Und das Studium selber ist, wie ich schon geschrieben habe auch keine intellektuelle Herausforderung ausserhalb des Auswendiglernens...
ich will hier auch gar nicht die leute ärgern, die eine pflegeausbildung machen.
jeder soll schliesslich nach seiner facon glücklich werden.
mich störte hier im forum nur, dass es eine ideale möglichkeit sein soll, um wartesemester zu bekommen. da gibts bessere, wie ich finde...
und auch eine gewisse blauäugigkeit bezgl. kp. ich würde das nicht so gern als lebensperspektive machen... (bewundere die leute, die das lange zeit machen).
kp ist etwas sehr anderes als arzt. ich denke, es ist schwierig, auf beiden hochzeiten zu tanzen...
für mich ist der hauptunterschied zw. ausbildung und studium auch, dass man nach einem studium sehr viel mehr entwicklungsmöglichkeiten hat - diese perspektivlosigkeit als kp würde mich ganz schön runterziehen. es ist ja, wie du sagst, etwas besser geworden durch die pflegewissenschaft-studiengänge - aber deutschland ist eben nicht schweden oder usa. in den usa gibt es auch eigene fachbereiche "public health", das wird es mMn in Deutschland NIE geben.
fraggle
dreaming
24.01.2006, 19:58
nicht jeder der abi hat, muss studieren. aber wenn man sich die mühe macht, eine überdurchschnittliche "HOCHSCHULREIFE" zu erwerben, dann finde ich es sehr demotivierend, danach eine ausbildung anzufangen. das beste ist, etwas hochschulähnliches zu machen, wo man trotzdem noch wartesemester bekommt.
als kleine info am rande: es gibt immer mehr ausbildungen wo abi verlangt wird , vllt nicht im medbereich, aber es heißt doch nicht nur weil ich abi mache muss ich danach studieren oder etwas hochschulähnliches machen???? (so verbohrt, nicht böse gemeint, ist unser beratungslehrer)
das ist völliger unsinn!!!!!!!!!!
ich will hier auch gar nicht die leute ärgern, die eine pflegeausbildung machen.
jeder soll schliesslich nach seiner facon glücklich werden.
mich störte hier im forum nur, dass es eine ideale möglichkeit sein soll, um wartesemester zu bekommen. da gibts bessere, wie ich finde...
Ich kann mich nicht erinnern, dass hier jemand gesagt hat, dass Krankenpflege die ultimative Methode ist um seine Wartezeit zu verkürzen, da hat jede Ausbildung seine Vor- und Nachteile, aber Krankenpflege ist nunmal auch nicht soweit von der Medizin entfernt, dass es überhaupt nichts mehr für ein Ärzte-dasein bringen würde
und auch eine gewisse blauäugigkeit bezgl. kp. ich würde das nicht so gern als lebensperspektive machen... (bewundere die leute, die das lange zeit machen).
Ist ja kein Ding dass du dir persönlich Krankenpflege nicht vorstellen kannst,
dass geht mir bei allen Ausbildungen und Studiengängen so die irgendwas mit Büro und freier Wirtschaft zutun haben.
kp ist etwas sehr anderes als arzt. ich denke, es ist schwierig, auf beiden hochzeiten zu tanzen...
Krankenpflege ist tatsächlich etwas ganz anderes als Arzt, aber sollte sich trotzdem vereinen lassen da beide Berufe für die Gesundheit der Patienten kämpfen.
für mich ist der hauptunterschied zw. ausbildung und studium auch, dass man nach einem studium sehr viel mehr entwicklungsmöglichkeiten hat - diese perspektivlosigkeit als kp würde mich ganz schön runterziehen. es ist ja, wie du sagst, etwas besser geworden durch die pflegewissenschaft-studiengänge - aber deutschland ist eben nicht schweden oder usa. in den usa gibt es auch eigene fachbereiche "public health", das wird es mMn in Deutschland NIE geben.
Nach dem Studium wird man Arzt in einem Fachbereich, nach der KP-Ausbildung wird man auch auf eine Station mit einem bestimmten Patientenstamm kommen, die Ärzte machen den Facharzt, die Pflege macht den Fachpfleger in Anästhesie u Intensivpflege, Psychatrie, Onkologie, OP-Pflege, Hygiene...
Der Arzt wird Oberarzt, die Pflegekraft macht die Stationsleitungsfortbildung und wird Leitung von einer Station,
der eine wird Chefarzt, die andere wird Pflegedirektorin von 800 Pflegekräfte
Ärzte lassen sich nieder, Pflegekräfte gründen einen ambulanten Pflegedienst.
Und natürlich gibt es die von dir schon erwähnten Studiengänge, welche alle ein abgeschlossene Ausbildung benötigen:
Pflegewissenschaften (ab in die Forschung), Pflegepädagogik(ab in die Krankenpflegeschulen), Pflegemanagment(ab in die höchsten Leitungsebenen)
Perspektivlos war und ist Pflege also schon lange nicht mehr und soviel mehr Entwicklungsmöglichkeiten hat auch ein Arzt nicht, auch wenn ärztliche Entwicklung ohne Zweifel weitaus höhere Anerkennung hat.
habe jetzt nicht die lust, hier grosse aufzählungen zu machen, aber im vgl. zu den von dir genannten entwicklungsmöglichkeiten hat man natürlich als arzt viel mehr.
ausserdem gibt es schon noch unterschiede zwischen dem facharzt anästhesie und dem intensivpfleger. dieses oder die weiteren vergleiche kann man so nicht einfach anstellen, denke ich -da lügt man sich schon ziemlich viel in die tasche.
zitat aus posting 19 von @ligand:
physiotherapie, krankenpflege ist doch die ideale vorbereitung aufs studium...
darauf bezog ich mich, dass hier jmd. kp o.ä. als ultimative lsg. hinstellt. das hab ich hier schon öfter gelesen und wollte mal sagen, dass es nicht stimmt.
@ dreaming:
niemand muss studieren nur wegen abi. man kann auch alles mögliche machen. aber: heutzutage ist studium immer noch voraussetzung um in best. gesellschaftl. berufsgruppen zu gelangen. best. berufliche entwicklungen wird nur jmd. mit studium machen können. (natürlich gibt es immer leute, die es auch anders schaffen)
man kann auch versuchen, ganz ohne ausbildung zu arbeiten. auf dauer wird das aber sehr riskant.
habe jetzt nicht die lust, hier grosse aufzählungen zu machen, aber im vgl. zu den von dir genannten entwicklungsmöglichkeiten hat man natürlich als arzt viel mehr.
ausserdem gibt es schon noch unterschiede zwischen dem facharzt anästhesie und dem intensivpfleger. dieses oder die weiteren vergleiche kann man so nicht einfach anstellen, denke ich -da lügt man sich schon ziemlich viel in die tasche.
Naja ich hab ja auch nicht alle Entwicklungsmöglichkeiten aufgezählt und mir geht es auch nicht um die praktische Vergleichbarkeit sondern darum dass sich auch Pflegekräfte groß entwickeln können und alles mögliche mit ihrem Abschluss werden können, auch wenn der große Teil der Pflegekräfte auf einer "normal" Station bleibt (die Assistenzärzte stellen aber auch ein Großteil der Klinikärzte)
mich störte hier im forum nur, dass es eine ideale möglichkeit sein soll, um wartesemester zu bekommen. da gibts bessere, wie ich finde...
und auch eine gewisse blauäugigkeit bezgl. kp. ich würde das nicht so gern als lebensperspektive machen... (bewundere die leute, die das lange zeit machen).
Würdest du denn nach einer BA Ausbildung oder ähnlichem gerne in diesem Beruf arbeiten? Wenn ja, wieso willst du dann überhaupt Medizin studieren und später ins Krankenhaus? :-???
für mich ist der hauptunterschied zw. ausbildung und studium auch, dass man nach einem studium sehr viel mehr entwicklungsmöglichkeiten hat - diese perspektivlosigkeit als kp würde mich ganz schön runterziehen. es ist ja, wie du sagst, etwas besser geworden durch die pflegewissenschaft-studiengänge - aber deutschland ist eben nicht schweden oder usa. in den usa gibt es auch eigene fachbereiche "public health", das wird es mMn in Deutschland NIE geben.
fraggle
Ich glaube man hat heutzutage genausoviele Weiterbildungsmöglichkeiten als ausgebildeter Pfleger, wie als Arzt. Perspektivenlosigkeit ist ein absoluter Wortwitz, der in keinster Weise mit der Realität übereinstimmt. Pflege generell ist ein stark wachsender Wirtschaftsfaktor und wird, dem demografischen Übergang nach zu urteilen, auch weiter wachsen. Ich glaube, wer pflegerisch und wirtschaftlich klug handelt, kann eine äußerst lukrative und zukunftssichere Karriere starten (ich stelle mir da so ein 5-Sterne-Luxus Pflege- und Altenheim nur für Millionäre vor) :-meinung
Übrigens kann man auch während der Ausbildung sehr viele zusätzliche Qualifikationen erwerben, z.B. bieten Schulen 3 monatige Auslandseinsätze in England, Schweden, Griechenland, Schweiz... an, oder man kümmert sich selber um ein 6 wöchiges Praktikum in den USA oder sonstwo auf der Welt. Ist vielerorts problemlos möglich, vorausgesetzt man ist engagiert genug.
Als Pfleger ist es einfacher für eine gewisse Zeit im Ausland mitzuarbeiten, als für Medizinstudenten, weil weniger Konkurrenz vorhanden ist. Nebenbei bekommt man in dieser Zeit schön jeden Monat seine ca. 600 Euro netto. Zusätzlich gibt es an Unikliniken Seminare für Hygiene, Ethik und ähnliches, da sitzt man dann mit Medizinstudenten zusammen. Durch praktische Anwendung im Stationsaltag vergisst man das Gelernte auch nicht so schnell.
Also ich finds schon "ideal" vor dem Medizinstudium ein paar Monate im Gesundheitssystem im Ausland tätig gewesen zu sein, sowas bietet keine andere Wartezeitüberbrückung.
Wenn man schlau ist baut man sein Bekannten Netzwerk aus und kann dann während des Medizinstudiums einfacher im Ausland famulieren/später arbeiten. Vitamin B(eziehungen) ist eben wichtig und da nutzt es mir als Arzt reichlich wenig, wenn ich den Chef meiner BA Ausbildung kenne :-)
das 5 sterne hotel für geriatrie wird aber eher von einem
bwl-er geleitet als von einem krankenpfleger. gewöhnlich
arbeiten die kp in dem haus und leiten es nicht andauernd??!
es ging hier um die vorbereitung bzw. ausfüllen von wartezeit.
nicht ob pflege an sich toll, umfangreich etc. ist.
glaub ich ja, dass es so ist. aber als wartezeitausfüllung wenn man eh arzt wird,
ist es nur halb-ideal.
da würde ich eher etwas machen, was man auch als ARZT gebrauchen kann
- und das wird schwierig, wenn man gleichzeitig Pflegeleitung und Oberarzt ist, oder??
fraggle
ps. famulaturen kriegt man hinterhergeschmissen, da braucht man kein vit. b. und ob der chefarzt sich noch positiv (oder überhaupt) an den kp erinnert, der nach einem jahr arbeit in seiner abteilung überstürzt kündigte, weil er dann einen studiumsplatz bekam?
thorsten83
25.01.2006, 13:35
Wenn man nicht selbstständig werden möchte...was sollte dann einem das Wirtschaftsstudium später bringen ? (Ausser natürlich Erfahrungen, Lebensreife usw^^)
Wo lebst du? Heutzutage kann man in vielen KH´s nur noch mit wirtschaftlicher Vorbildung Chefarzt werden. Da bringt dir die Pflegeausbildung nichts.
Die Krankenpflege ist ein sehr wichtiger Beruf, jedoch habe ich den Eindruck, dass viele hier auch etwas übertreiben. So tiefgreifend ist die Pflegeausbildung nun auch wieder nicht.
Deshalb bin ich der Meinung, dass man seine Zeit lieber dazu nutzen sollte eine zweite Qualifikation zu erlangen, als eine Ausbildung zu machen, die nach dem Medizinstudium nichts mehr bringt.
Wenn man 18 Jahre alt ist, macht man ja auch gleich den Autoführerschein und nicht noch den Mopedführerschein um mehr Wissen beim Autoführerschein zu haben :-D
Ja Ok...ein Chefarzt könnte eventuell die Wirtschaftsausbildung gebrauchen, aber soviele Leuten werden ja nunmal nicht Chefarzt und da viele Fachbereiche von der Leitung her zusammengelegt werden, wirds auch immer weniger Chefärzt geben...
Und ob dass nun stimmt, dass ein Chefarzt wirtschaftliche Vorbildung brauch oder nicht kann ich nicht sagen, dachte aber bisher immer dass für Kosten eher die Krankenhausdirektion verantwortlich ist...
Und da du so eine schönen Vergleich einbringst:
"Wenn man 18 Jahre alt ist, macht man ja auch gleich den Autoführerschein und nicht noch den Mopedführerschein um mehr Wissen beim Autoführerschein zu haben "
Da ich noch keine Zulassung bekomme, bin ich aber noch keine methaporische 18 Jahre alt sondern erst 16, und da ich mich fortbewegen möchte, mach ich halt den Mopedführerschein :P
Deshalb bin ich der Meinung, dass man seine Zeit lieber dazu nutzen sollte eine zweite Qualifikation zu erlangen, als eine Ausbildung zu machen, die nach dem Medizinstudium nichts mehr bringt.
Jaja Pflegeausbildung bringt einem überhaupt nichts...morgen reich ich meine Kündigung ein und werd Bankkaufmann oder was weiß ich, dann weiß ich zwar nicht wie man einen Patienten im Endstadium seines Lebens tröstet und welche Bedürfnisse ein Patient ausserhalb des Akut-Medizinschen hat, aber ich kann dem ein Konto einrichten und die Zinsen errechnen...*Achtung Ironie*
Und damit mich keiner falsch versteht wiederhole ich nochmal: Jeder soll als Überbrückung dass machen was er möchte, hauptsache man tut was und man hat vielleicht noch Freude dabei,
aber lasst es doch bitte Krankenpflege als sinnlose Überbrückungsmaßnahme zu bezeichnen, sowas macht mich echt wütend. Gründe warum ich Krankenpflege nicht für sinnlos halte stehen hier im Thread überall verteilt, keine Lust sie nochmal zu wiederholen...
krankenpflege ist auch schrott. habe ne physioausbildung gemacht, und die war top!
Ligand, deine Argumente sind echt beeindruckend und tragen soviel zur Diskussion bei :P
Die ganze Diskussion verläuft irgendwie so dass jeder seine Entscheidung verteidigt in dem er die anderen Entscheidungen als vollkommen sinnlos darstellt...erinnert mich irgendwie an Kinderstreite um die bessere Badman-Figur...
Die ganze Diskussion verläuft irgendwie so dass jeder seine Entscheidung verteidigt in dem er die anderen Entscheidungen als vollkommen sinnlos darstellt...erinnert mich irgendwie an Kinderstreite um die bessere Badman-Figur...
:-meinung :-meinung :-meinung :-meinung
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