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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Leitfaden für den Klinischen Abschnitt in MR



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PhineasGage
22.01.2006, 20:27
Unter diesem protzigen Titel werde ich mal versuchen nach und nach etwas zu den einzelnen Fächern und ihren lokalen Besonderheiten zu posten, in der Hoffnung anderen in der Zukunft helfen zu können.
Vielleicht beteiligen sich auch noch andere, dann wirds nicht so subjektiv.
Los gehts:

Klinische Chemie
Findet in den Semestern 5 und 6 statt.
Vl-Besuch ist nicht zwingend nötig.
Zu Beginn jedes Praktikumstages wird ein Kurztestat mit 7 MC-Fragen geschrieben.
Wider Erwarten macht das Praktikum sogar Spaß, der prakt.Teil erinnert an Biochemie aus der Vorklinik, der Seminarteil wird von den meisten Dozenten recht klinisch-praktisch-orientierend geleitet, es gibt sogar produktive Diskussionen.
Ach ja, Kaffee gibts dank der leitenden MTAlerin für schlappe 20Cent frisch aufgebrüht :-)
Vorbereitung am besten mit dem sog. "Mainzer Skript" (gibts auf der FS-Homepage) und Alttestaten (zur Orientierung) da sich viele Fragen wiederholen.
Als Lehrbuch empfehle ich den Dörner, der ist verständlich und reicht fürs Leben, leider nicht immer für die Praktika, da sollte man evtl. mal in den "Renz" schauen, allerdings nicht kaufen!!!!Das Buch ist mehr als schlecht fürs Leben und Lernen.
Am Ende des 6.Semesters wird eine MC-Klausur geschrieben.
Scheinnote ergibt sich zu 2/3 aus dieser Klausur und zu 1/3 aus den Gesamtpunkten der Praktika.
Kittel nicht vergessen!

Pharmakologie
Gibts als Allgem.Pharma im 5 und 6.Semester als Seminare.
Auch hier werden Testate mit fünf Fragen geschrieben, es muss allerdings ausformuliert werden, was für eine Strafe für uns Mediziner ;-).
Pro Seminarthema halten 2 Studenten ein Referat.
Vorbereitung mittels Lehrbuch und Alttestaten. Ich nehme dafür den Aktories, alternativ wird bei uns gerne der Lüllmann-Mohr genutzt.
Testatniveau ist sehr stark vom Dozenten abhängig.
Am Ende des 6. Semesters gibts eine MC-Klausur

Aktualisierung:
Es gibt mittlerweile seit einigen Monaten endlich nen Kaffeeautomaten in der Med.Forschung/ Karl-von-Frisch-Straße.......der Kaffee der MTAlerin war trotzdem besser :-)

PhineasGage
23.01.2006, 17:03
Urologie
Findet im Rahmen des OP-Praktikums statt sowie als separate Seminare insges. 5 Stück.
MC-Fragen im Rahmen der Operativen-Fächer-Klausur am Ende des Chirurigie-Semesters (5. oder 6.Semester also)
Die Seminare sind zumeist gut gemacht und "beinhalten dass, was man auch als Nicht-Urologe wissen muss" -- und das stimmt auch bisher so.
Als Lehrbuch empfiehlt sich der Sökeland aus dem Thieme- Verlag oder das kleine Uro-Buch von Springer, manche haben auch gar kein Buch bei uns.
Insgesamt ein nettes Fach, die Klausur kann ich erst in 1-2 Monaten beurteilen...
Nachtrag bzgl. Klausur:
Die Klausur hat es leider in sich, einige Altfragen, aber auch einige Hammerfragen, die dafür sorgen, dass es nicht zu viele gute Noten gibt.
Ich denke, mit Lernen ist die Klausur definitiv machbar, mit richtig viel Lernen gibts dann auch ne richtig tolle Note.

PhineasGage
23.01.2006, 21:22
Orthopädie
Vl im Rahmen der Integr. VL in den 5. und 6. Semestern.
Weiterhin Teil des OP-Blockpraktikums im Chirurgie-Semester.
6 Seminar-Termine im Chirurgie-Semester mit extrem untersch. Qualität, insgesamt aber sehr theoretisch, Erlernen von Untersuchungstechniken etc gibts nicht....
Qualität des Unterrichts ist stark vom Dozenten abhängig und die sind ebenfalls extrem unterschiedlich qualifiziert und gut.
Klausur als Teil der Operativen-Fächer-Klausur am Ende des Chirurgie-Semesters.
Als Lehrbuch ist die Duale Reihe empfehlenswert, wem das zu dick ist, kann es mit dme Chirurgie-Buch von Müller und ergänzenden Kopien probieren.
Klausur ist ebenfalls wie Uro eine Herausforderung, nicht unschaffbar, aber man sollte schon dafür gelernt haben. Allgemeinwissen, mit dem man in VTG und UC schon einiges beantworten kann hilft in Ortho auch nicht viel weiter.
MC-Fragen kreuzen, evtl. Altklausuren durcharbeiten und Lehrbuch benutzen als Vorbereitung

PhineasGage
24.01.2006, 21:48
Mikrobiologie - Bakteriologie
Findet im 5. Semester statt, der Rest dann im 6. Semester.
Vorlesung von Prof. Lohoff ganz nett, erzählt viele Geschichten, so dass man glauben könnte, seine ganze Familie sei irgendwie an den Viechern gestorben...
10 Praktikumsnachmittage im neuen Biomed. Forschungszentrum. Ca. 80 Leute in einem Kurssaal mit Mikroskopen plus ein Kursleiter, MTA, div. Hilfskräften.
Es werden div. Präparate selbst erstellt, ergänzend zur VL Bakterien vorgestellt, die Finger gefärbt, Diagnosen erstellt, etc..Ganz nett eigentlich, macht Spaß, den Durchblick hat man aber erst so richtig wenn man mal das zeugs auch gelernt hat.
Am Ende des Semesters eine mündliche Prüfung, wer die bestanden hat, darf zu Beginn des SoSe eine MC-Klausur schreiben, die dann auch die Note ist.
Als Lehrbuch gibts quasi nur die Duale Reihe zu nennen, kenne eigentlich niemanden, der ein anderes Buch benutzt, viell. noch das kleine Thieme-Buch.
Vor der Mündl. Prüfung macht Lohoff für alle Interessierten ein Frage-Antwort oder Katz/Maus-Spiel zu den relevanten Prüfungsthemen um den eigenen Wissensstand zu testen.
Kittel fürs Praktikum nicht vergessen!
Mündl. Prüfung geht ohne langes Warten vonstatten, faire Prüfer, Frage-Antwort-Spiel, z.T. mit Bakterien-Bildern vom letzten Praktikumstag.
So gut wie keine Durchfaller.
Klausurbesprechung folgt noch...

PhineasGage
16.02.2006, 08:59
Chirurgie

Es finden Seminare statt, Inhalte sind vorgegeben, was der Dozent draus macht ist sehr unterschiedlich,
VTGSeminare sind sehr gut gewesen bei uns, UC kam jedes Mal ein anderer armer Assistenzarzt vorbei, der dazu gezwungen wurde....
Lehrbücher z.B. Müller, Duale Reihe, Berchtold oder Schumpelick.
Prüfung mündlich am Ende des Semesters in VTG,UC und Herzchirurgie.
Immer in 3erGruppen(sollte besser nicht die OP-Kleingruppe sein).
Fragen zu den gesehenen OPs, Untersuchungstechniken und evtl DDs.
Keine großen OP-Technischen Fragen.
Prüfung pro Gruppe bei uns zw. 30 und 70 Minuten.
Durchweg gute Noten, so gut wie keine Durchfaller.
Klausur gemeinsam mit den anderen Operat.Fächern am Semesterende. Besprechung folgt noch.

PhineasGage
17.02.2006, 21:07
Wahlpflichtfächer

Ganz allgemein nur:
Es sind bis zum Ende des Studiums insgesamt Wahlpflichtfächer im Gesamtumfang von 3 SWS abzuleisten.
So ziemlich jede Abteilung bietet einige davon an, Informationen über die jeweilige Homepage, das Sekretariat oder über das VL-Verzeichnis.
Leistungsnachweise sind in sehr unterschiedl. Weise zu erbringen, es reicht von Seminar-Beteiligung über Vortrag/Referat bis hin zu einer Klausur.
Die Angebote reichen von 0.5 bis zu 2 und mehr SWS, man kann sich also schön was zusammenbasteln.
Je nach Fach sollte man sich rechtzeitig drum kümmern (hohe Nachfrage).
Z.B. werden die Anästhesie-Wahlfächer fürs SoSe im Februar vergeben!
Aber nix überstürzen, man hat ja noch ein paar Jahre Zeit...
Ab dem SoSe kann ich über zwei Anästhesie/Intensivmedizin-Wahlfächer berichten.
Also, auch hier weiterhin Baustelle

PhineasGage
19.02.2006, 18:45
Pathologie
Im 5. und 6. Semester.
Jedes Semester zuerst "Grundlagen-Crashkurs" mit schriftl. Testat nach dem ersten Teil, dann der Rest mit Klausur am Semesterende.
Der Hauptkurs ist morgens (1-2 Mal die Woche), zuerst Mikroskopieren, dann Makropathologie.
Die Qualität des Makro-Unterrichts schwankt sehr - je nach Dozent und Motivation. So eine komplette Obduktion wird man während dem Kurs nicht erleben, bei persönl. Interesse kann man aber bei Obduktionen außerhalb der Kurszeit gerne teilnehmen.
Ach ja, Kittel nicht vergessen! Handschuhe sollte man offiziell mitbringen, aber da man ja sowieso versklavt, äh, privatisiert wurde, werden die Handschuhe nicht strengt bewacht :-)
In die Integr. VL sind weitere Patho-Teile eingestreut, die von Prof. Moll vorzüglich verständlich absolviert werden.
Die Abschlussklausur in Patho war extrem fair und ohne Aufwand zu bestehen, das Mikroskopieren war ebenso simpel, für die Präparate reichte der Fensterblick.
Der Histo-Patho-Teil ist ganz nett, insbesondere die Auftritte von Prof. Barth, mehr soll derzeit an dieser Stelle nicht gesagt sein....

PhineasGage
05.04.2006, 10:43
Zur Ergänzung hier noch ein Link meiner Famulatur in einem der Siegener Lehrkankenhäuser, die einem im PJ erwarten könnten:


StadtKH Siegen (http://www.medi-learn.de/medizinstudium/foren/showthread.php?t=28605)

PhineasGage
06.04.2006, 13:38
Hier mal alle Lehrkrankenhäuser der Uni Marburg -sind ja im Internet kaum auffindbar. Im I-Net fehlt außerdem derzeit noch das Berliner KH mit Link:

Asklepios Stadt-Klinik Bad Wildungen
DRK Krankenhaus Kassel
Klinikum Fulda
Klinikum Kassel GmbH
Kreiskrankenhaus Frankenberg
Kreiskrankenhaus Siegen
Marienkrankenhaus Kassel
Auguste-Victoria-Klinikum Berlin

Zum Nachlesen:
Link zur Dekanatsseite (http://www.med.uni-marburg.de/d-einrichtungen/leh/)

PhineasGage
19.04.2006, 14:36
Radiologie

Radio-Unterricht findet in etwa folgendermassen statt:
Eingestreut in die Integr. Vorlesungen, ansonsten einige wenige Seminare etc.
Der Hauptteil der Arbeit wird im Selbststudium mittels Online-Lernplattform (k-Med) geleistet. Also entweder ZMB oder ein schneller DSL-Zugang als Voraussetzung.
Leistungsüberprüfungen in Form von 2 evtl. 3 Online-Klausuren nach ca. 3 Wochen und gegen Ende des Semesters.
Wie das Lernen klappt werde ich dann in Kürze mal berichten...

ClooneyGeorge
22.04.2006, 07:54
War letztes Semester in der Inneren Kohorte und kann ja mal meinen Senf zu Radiologie abgeben.

Also die erste Klausur lief noch recht gut, da konnte man sich mit K-Med ziemlich gut vorbereiten, bei der zweiten Klausur gab´s dann aber Ärger.
Wurden zig Aufgaben rausgenommen (glaube 7 von 25), da es einfach unzureichendes Material für die Vorbereitung gab, im K-Med stand nur minimal zu 1/2 Themen, den Rest sollte man sich dann von Prof. Kloses Seite zusammensuchen, war echt eine Katastrophe, kein wirkliches Skript vorhanden und so richtig einheitlich schienen die Seminare auch nicht abzulaufen.
Die 3. Klausur lief dann wieder ziemlich gut für alle, allerdings waren die K-Med Kurse unverhältnissmäßig lang, jedoch stand alles drin. ;-)

Insgesamt fand ich die Grundidee zu K-Med gar nicht mal schlecht, da dort bei weitem aber nicht alle Bausteine vorhanden sind und vorallem die Strahlendiagnostik mit ihren Themen einige Extrawürste brät, ist es nur für ein paar Themen momentan brauchbar. :-meinung

Seminar: Also die Seminare waren eigentlich ganz in Ordnung, ist halt auch wieder Dozentenabhängig.
Die Nuklearmediziner machen es ganz ordentlich, vorallem Dr. Höffken ist für viele Lacher gut.
In Strahlendiagnostik hat Prof. Wagner auch gute Arbeit gemacht, recht langweilig war dagegen der Strahlenschutz und die Strahlenbiologie.
Für das Strahlenschutz-Seminar gab´s auch hier und dort kleine "Referate", war aber nicht mehr als ein kurzer Vortrag zu 2 Mann über ein bestimmtes Thema.

Insgesamt war Radiologie eigentlich ganz gut, mal abgesehen von dem ein oder anderen Seminar bekam man viel interessantes zu sehen und hören.
Allerdings ist man für meinen Geschmack etwas zu sehr auf K-Med fixiert, ein ordentliches Skript für Strahlendiagnostik wäre ebenso angebracht.

ClooneyGeorge
22.04.2006, 17:00
U-Kurs/Praktikum Innere Medizin

Der Kurs ist sehr stark von den Betreuern abhängig.
Man ist in einer ca.7-8 Mann starken Gruppe auf Station unterwegs. (bei mir war´s für beide Kurs die Pulmologie)

Im U-Kurs soll man eigentlich die Basics lernen, also Anamnesebogen erstellen, Patienteninterview, wie man was untersucht etc.., also ein Mittelding zwischen anfänglicher Theorie mit praktischer Anwendung.

Im Praktikum Innere Medizin sind grobe Themen vorgegeben, z.B. KHK, COPD, Niereninsuffizienz etc., spätestens hier also beginnt der Patientenkontakt, bei mir waren wir meist zu viert pro Patient eingeteilt, interviewten den Patienten gemeinsam, einer erstellte den Anamnesebogen, dann begann die körperliche Untersuchung, jeder hörte Herz/Lunge usw. ab, am Ende stellte jeder Vierergruppe ihren Patienten vor, anschliessend noch bisschen Theorie.

Positiv: endlich Patientenkontakt, endlich praktisch Arbeiten, einiges selbstständig mit Stethoskop gehört (Lungengeräusche, Herzgeräusche etc.)

Negativ: zu große Gruppe, viel zu kurz (sollte mind. 2 Semester dauern), stark Dozentenabhängig (mancher Kurs kam über die Theorie kaum hinaus, hab von Gruppen gehört die nur Referate hielten!!), ich hatte teilweise das Gefühl das mancher Arzt stets unvorbereitet war, Konzept fehlte auch teilweise

Unterm Strich war das Innere Praktikum bei mir ok, aber doch noch sehr verbesserungswürdig, müßte ich eine Note geben wäre dies eine 3-

Kenne aber auch Gruppen bei denen dieser Ausgezeichnet war, die sehr viele Patienten zu Gesicht bekamen und stets 1h und mehr pro Kurs länger machten.

:-meinung

Bücher : Die Anschaffung eines Anamnesebuches lohnt auf jeden Fall, egal ob für U-Kurs oder Famulatur. Ich empfehle das Anamnese-Buch der Dualen Reihe, gibt´s auch günstiger (wenn ihr wissen wollt wo, PN schreiben)
Der Herold ist sicher gut zum Lernen für Klausuren, zum schnellen nachschlagen...doch man sollte schon noch ein richtiges Innere-Buch haben, da kann ich das "Basisbuch Innere Medizin" von Renz-Polster empfehlen, notfalls mal in der Bücherei reinschauen, ist die 59€ dicke wert!

sonstiges: Ihr benötigt des weiteren natürlich noch ein Stethoskop, gut wär noch ein Reflexhammer und eine Diagnoselampe.
Hatte nur ein Stethoskop, und zwar von Doc-Check, soll angeblich baugleich mit dem Littmann sein...also mehr Geld braucht ihr wirklich nicht für ein Stethoskop investieren, ich fand es sehr gut und hab auch alles gehört, sofern es hörbar war. (gab auch Leute die meinten sie würden so wenig hören und brauchen ein besseres, unfug!)

Prüfung: Am Ende des Kurses gibt es eine Prüfung der gesamten Gruppe durch eure 2 Ärzte.
Bei mir war es recht angenehm, wir haben uns 2 Patienten angeschaut, sollten diese interviewen, abhören, und auf einen kleinen Zettel unsere Verdachtsdiagnosen sowie was wir gehört haben aufschreiben.
Abschliessend bekam jeder reihum 2 Fragen gestellt, mal schwerer mal leichter.
Gesamte Gruppe bekam eine 2, ist jedoch nicht selbstverständlich.

Am Ende jedes Studienjahres gibt es dann noch die obligatorische Innere-Klausur, die ich noch schreiben muss.
Anmeldung übrigens nächste Woche!

ClooneyGeorge
22.04.2006, 19:24
Dermatologie:
Man mag´s kaum glauben, aber Dermatologie war meiner Meinung nach das Highlight der Innere-Kohorte.
Das Fach unterteilt sich in das Dermatologie-Seminar und das Derma-Praktikum.

Derma-Seminar war eigentlich ganz gut, motivierte Dozenten die eine sehr anschauliche und interessante Vorlesung hielten.
Gab zwar einen Kursleiter der anfänglich meinte zu jedem Seminar 6 Referate halten zu lassen (Gr.V+VI wissen bescheid) ;-) , doch ansonsten kaum was zu bemängeln.

Das Dermatologie-Praktikum selbst beeinhaltete 5 Tage jeden Tag ca.2h Gruppenunterricht auf Station der Hautklinik.
War wirklich sehr gut gemacht, wir bekamen jeden Tag 3-5 Patienten zu sehen mit unterschiedlichsten, teilweise recht krassen, anschaulichen :-oopss Krankheiten, waren je 3-4 Mann pro Kleingruppe, nahmen die Anamnese auf, stellten den anderen Gruppen den Patienten vor, besprachen zusammen mit dem Arzt und Patienten Krankheit, Theorie etc.

Dermatologie ist zwar nicht mein Ding, aber das Praktikum machte Spass und war hoch interessant.
Müßte ich eine Note verteilen, wäre es eine 1. :-meinung

Das Praktikum mag natürlich vom eurem betreuenden Arzt abhängig sein, uns betreute ein Funktionsoberarzt namens Dr. Jan Skrzypek, der es wirklich sehr gut machte.

Prüfung: Gab eine Abschlussklausur die man ganz gut bestehen konnte sofern man das Skript einigermaßen gelesen hat.
Kenne 2 Leute die jedoch zur mündlichen Nachprüfung mußten, ist wohl eher von abzuraten, der Chef Prof. Hertl prüft ganz gerne selbst und will recht viel wissen. Dann wohl lieber bis zur nächsten Klausur warten :-stud

Bücher: Zum bestehen der Klausur ist ein Buch nicht nötig, hab mir auch kein´s geholt, wen Derma mehr interessiert sollte mal wieder in die Duale Reihe schauen, hat sehr viele Bilder. :-oopss

PhineasGage
11.07.2006, 08:15
Noch mal Radiologie
So, die zweite, und für uns damit letzte Klausur ist geschrieben.
Wie immer im Leben ein paar gute und ein paar schlechte Klausuraufgaben.
Schade, wenn man auf manche Themen nicht adäquat drauf im Unterricht vorbereitet wird, es dann kein Lernmaterial dafür gibt und man dann vor dem Computer in der Prüfung sitzt und sich wundert.
Es fiel auf, dass die versch. Dozenten einen sehr unterschiedlichen Unterricht (inhaltlich) gemacht haben, eigentlich sehr schade.....
Ein bisschen was fürs Leben hat man aber auch mal gelernt, nicht viel, aber immerhin!
Gelernt habe ich wie die meisten quasi nur bei k-med sowie mit einigen skripten in pdf-Form.
Ein Buch braucht man m.M. wirklich nicht, das kostet nur Geld und staubt rum.

PhineasGage
11.08.2006, 17:34
Meine Einschätzung des Innere- Semesters
Nun, bei mir ist dieses wundervolle Semester auch schon einige Wochen vorbei, nun will ich auch noch ein paar Worte drüber verlieren:

Innere:
Tja, je nachdem, welchen Dozenten man im Innere-Kurs hatte, kann es saugut oder total besch.....werden. Bei mir traf letzteres zu, immerhin hat unser Dozent uns - trotz seiner nichtvorhandenen Qualitäten als HochschulLEHRER - allen ne eins oder zwei gegeben.
Klausur war etwas durchwachsen, mit Lernen kann man das aber bestimmt gut packen. Probleme machen aber gerne die Teilgebiete Hämatologie und Nephrologie, aber das kennt man ja.....

Derma:
Kein Fach für mich, aber die Lehre war wirklich gut, es hat mir gegen Ende sogar manchmal Spaß gemacht! Trotzdem alles Rot und Juckend und dennoch 4000 versch. Namen.....

KliChe:
Die Praktika waren durchwachsen, manchmal auch lehrreich, vorausgesetzt man hatte Dozenten wie Prof. Renz persönlich, denen viel an Interdisziplinären Denken und Klinischer Relevanz lag.
Die Klausur war die absolute Frechheit, ein Niveau wie für nen Facharzt, dennoch wenige Wiederholer, den Ausgleichspunkten aus den Testaten sei dank.

Pharma:
Testate wie im WS, Lehre dozentenabhängig, ich war zufrieden, oft Plant zu haben.
Die Klausur war etwas tumorlastig, aber trotz wenig Zeit zum Lernen konnten viele bei uns bestehen :-)) :-))

Trotz allem, die Klinik ist anders als die Vorklinik, ich persönlich habe weniger auswendiggelernt, umso mehr dafür mit Verstand.....
Aber die nächsten Semester sollen ja wirklich viiiiieeeeel relaxter sein :-D :-D :-D :-D :-D

Bernd1985
12.08.2006, 00:16
dann hast du ja auch viel mehr zeit Berichte zu schreiben ;-)

PhineasGage
21.11.2006, 17:03
Augenheilkunde

Findet im Kopfsemester, also im 2. Klinischen Jahr statt.
Es gibt 1mal die Woche ne VL, z.T. mit Patientenvorstellung.
VL-Qualität schwankt stark, ich rate mal eher ab
Die Seminare in Groß- und Kleingruppe vermitteln das gleiche Wissen, aber in kürzerer Zeit. Qualität ebenfalls sehr schwankend, aber eigentlich immer recht gut. Dozenten sehr engagiert!!!
Praktikum sehr interessant, Dozenten interessieren sich wirklich für Studenten, erklären, fragen, sind aber nie böse, wenn man mal nicht weiterkommt.
Im OP sieht man zumeist nur Katarakt, Katarakt, Katarakt und mal ne Vitrektomie, aber dank der angenehmen Stimmung erträglich ( ich erinnere mich mit Grausen ans Chirurgiepraktikum zurück....)
Klausur am Ende des Semesters, ich werde berichten....

Bericht zur Klausur:
Man sollte sich mal zur Orientierung die Altklausuren anschauen!!
Noch wichtiger & dringend empfohlen ist der Besuch des Repetitoriums Augenheilkunde, das ein externer Prof macht.
Wirklich sehr guter Unterricht, das wirklich wichtigste fürs spätere Leben und die Klausur(!!!!!!) in einem Nachmittag.

PhineasGage
13.02.2007, 23:49
Medizin des Alters / Alterns

Sorry,
aber in der in Marburg durchgeführten Form das bisher Unsinnigste was ich erlebt habe......das meiste war pures BlaBla und Unsinnig, Dozent war manchmal auch nicht vorbereitet (Schöne Grüße an den Unfallchirurgen E-Z ;-) ).
Es gab nur ein oder zwei Seminarthemen, das hilfreich, sinnvoll und vollkommen gelungen war:

"Tod und Sterben"

Zum einen konnte man mal über Ethische Dinge diskutieren, zum anderen aber auch immer das konkrete Handeln im Einzelfall mitbetrachten.
Der Dozent hat quasi jeden Teilnehmer zum Denken angeregt, eine wahre Seltenheit im Medizinstudium

"Demenz"

Ok, der Dozent war etwas verlangsamt im Redefluss, das Thema ist nicht das wichtigste im Leben.
Aber: Er hat uns wirklich nur das nötigste zu dem Thema gesagt, keine nervigen Einzelheiten und Details und die Klausurfragen waren auch mit Durchklicken der Folien machbar


Klausur:
Altklausuren sollte man sich mal anschauen. Diesmal fand ich die Inkontinenzfragen etwas nervig, vielleicht sollte man mal in dem Seminar aufpassen

PhineasGage
16.02.2007, 13:51
HNO

Vorlesung ist zwar freiwillig, aber hinsichtlich der Klausur rate ich dringend den Besuch. Ist aber auch eigentlich vom Konzept her ganz nett und man nimmt viel wichtiges fürs Leben mit, meistens jedenfalls.
Das Praktikum hat mir nicht viel gebracht. Quasi niemanden untersucht, von Schwestern angekackt worden, warum denn überall die Studenten rumstehen würden und von nicht immer besonders motivierten Ärzten unterrichtet worden. na ja, ist ja nix neues......

klausur ist mit dem Vl-Besuch machbar. Allerdings sollte man darauf achten, dass Prof. Werner manchmal andere Meinungen hat als die Lehrbücher ( vor dem Springer-Buch sei besonders gewarnt an dieser stelle). wer ne gute note haben will, sollte dann aber auch schon etwas lernen. es gab nur knapp 10 durchfaller in unserer kohorte.

ClooneyGeorge
18.02.2007, 08:50
So dann will ich auch mal bisschen über die Päd/Gyn Kohorte erzählen:

Pädiatrie :
1xWoche Vorlesung, die am Anfang sehr gut anfing, dann jedoch recht schnell an Qualität abnahm. Habe ab und an nochmal reingeschaut und gegen Ende gab´s dann doch nochmal die ein oder andere gute Vorlesung, welche aber nur noch max. 10 Leute besuchten.

Das Pädiatrie-Praktikum ist STARK davon abhängig auf welcher Station man landet, insgesamt fanden viele das Praktikum enttäuschend, manche berichten von "mehreren Stunden im Arztzimmer rumsitzen" ohne in den 2 Wochen auch nur einmal ein Kind untersucht zu haben.

Ich war eine Woche auf der Allg.Pädiatrischen Station (samt Onkologie) und eine Woche Tages-/Poliklinik und fand es sehr gut.
Hab wohl einfach Glück gehabt.

Die täglichen Seminare fand ich eher bescheiden.

Mündliche Prüfung am Ende des 2 Wochen Praktikums war in Ordnung, soweit ich weiss ist kaum einer durchgefallen, viele Einser und Zweier.

Die Pädiatrieklausur hatte ein paar überraschend schwere Fragen, trotzdem gab es wohl viele Zweier und wenig Durchfaller.

Müsste ich eine Note vergeben wäre es insgesamt eine 2.

Gynäkologie/Geburtshilfe:
Pro Woche jeweils 1x Vorlesung in Gyn sowie 1x Geburtshilfe.
Beides fast ausnahmslos sehr gute Vorlesungen, der Besuch lohnt sich.

Das Praktikum hat mir gut gefallen und soweit ich dies einschätzen kann den meisten Leuten im Semester ebenso.
Man hat nebst Einführungsveranstaltung noch 1-2 OP Termine (bei denen man je nach Operateur auch assistieren darf) sowie 2-3 Termine entweder auf der geburtshilflichen Station, gynäkologischen Station oder im Bereich Gyn-Sono/Geburtssono.

Mündliche Prüfung ist natürlich stark vom Prüfer abhängig, manche berichten von einem "Gespräch unter Kollegen", bei uns war es dann zwar immernoch entspannt, aber trotzdem eine Prüfung mit jeweils einem Gyn+ ein Geburtshilfe Thema.
Soweit ich weiss keine Durchfaller.

Die Klausur war relativ leicht, viele Altfragen.

Note 2+

Humangenetik:
Eine mittelschwere Katastrophe.
Trotz zumindest durchschnittlichem Interesse an dem Fach meinerseits schaffen die es einem diesen zu nehmen.
Die Vorlesung war langweilig, das Wochenend-Seminar (Fr+Sa) ziemlich anstrengend und höchstens punktuell interessant, insgesamt eine sehr stiefmütterlich behandelte Veranstaltung, ein didaktisch motivierendes Konzept sucht man vergebens.

Der K-Med Kurs ist jedoch ganz gut und vermittelt einige interessante Basics, deckt aber bei weitem nicht den Humangenetik Bedarf ab ;-)

Die Klausur war erstaunlich einfach, da gab es glaube ich nur einen Durchfaller.

Note 5

Prävention:
Gemischt, mal gut, oft total langweilig, Klausur war einfach.

Note 4

Reha:
Ohne Worte.

Note 5 (keine 6 nur wegen der einen wirklichen guten Vorlesung zum Thema onkologische Rehabilitation)

Anästhesie:
Vorlesungsmarathon zu beginn mit durchweg guten Vorlesungen.
2x OP Termine die mir gefallen haben, der Marvin Kurs ist der Höhepunkt des Ganzen und macht enorm viel Spass.

Klausur und Prüfung einfach.

Note 1

Biometrie:
Naja, bisschen überproportional vertreten.
Mir hat´s trotzdem gefallen, auch wenn mich die Meisten für die Worte steinigen würden.
Die Paper-Besprechungen fand ich eigentlich gar nicht schlecht, der Kurs sensibilisiert schon ein wenig Publikationen sorgfältig und kritisch zu lesen.

Die Klausur war relativ schwer, gab ca. 15 Durchfaller, glaube ehrlich gesagt auch das die Bestehensgrenze herabgesetzt wurde, bin mir aber nicht sicher.

Note 3

Insgesamt ein sehr entspanntes Semester, hier läßt sich gut nebenbei andere Dinge erledigen (z.B. Doktorarbeit).