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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : EILMELDUNG: Zulassungsbeschränkungen für Ausländer!!!!



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Hippokrata
24.01.2006, 18:59
und was heißt das jetzt darf ich mich anmelden??

everl
24.01.2006, 21:17
Für mehr als nur Verwirrung hat am Dienstag Forschungsministerin Elisabeth Gehrer (ÖVP) gesorgt: Nach der überraschenden Ankündigung einer Lösung für das Streitthema Uni-Zugang inklusive aller Details über die Regelung folgte prompt das Dementi.

Zuvor hatte Gehrer am Rande eines Auftritts im Europaparlament mit der Ankündigung aufhorchen lassen, der Hochschulzugang für Medizinstudenten aus dem EU-Ausland in Österreich werde neu beschränkt, und zwar auf zwei Jahre befristet.

Vorstoß sorgte für Überraschung

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hatte Anfang Juli die bestehenden Zugangsregeln für Studenten aus dem EU-Ausland an den österreichischen Universitäten aufgehoben. Ein Zustrom vor allem deutscher Studenten zu heimischen Medizinunis war die Folge gewesen.

Gehrer hatte jedoch am Dienstag überraschend unter Berufung auf Rechtsexperten betont, dass die Rückkehr zum alten Herkunftslandprinzip - Zulassung zum österreichischen Studium, wenn auch im Heimatland die Voraussetzungen dafür vorliegen - nicht diskriminierend seien.

"Novelle im Parlament"

Durch Gehrers Ankündigung wären etwa deutsche Numerus-clausus-Flüchtlinge vom Studium in Österreich ausgeschlossen worden. Sie berief sich dabei auch auf das Einvernehmen mit EU-Bildungskommissar Jan Figel, das sie in einem Telefonat am Vortag eingeholt habe.

Laut Gehrers Äußerungen hätte die Regelung weiters von einer Arbeitsgruppe beobachtet werden sollen, in der auch die EU-Kommission vertreten hätte sein sollen. Auch sprach sie davon, dass die entsprechende Gesetzesnovelle bereits im Parlament liege.

Rückzieher in Gehrers Büro

Im Parlament wusste allerdings niemand von einer Novelle. Und auch in Gehrers Büro war später auf einmal von "Fehlinterpretation" die Rede: Es gebe noch keine Lösung, hieß es. Was das Parlament angeht, hieß es nun, auch dort werde eben über das Thema "diskutiert".

Plötzlich auch "andere Optionen"

Auch "andere Optionen" als die von Gehrer genannten würden "überprüft", hieß es. Der Rückzieher ist nur zu logisch, hatte bisher doch auch EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Durao Barroso immer auf die strikte Einhaltung des EU-Urteils gedrängt.

Auch Gehrer - derzeit ja EU-Ratsvorsitzende für ihren Fachbereich - hatte zuletzt gemeint, eine Lösung werde erst nach einer Einigung mit Deutschland und der EU-Kommission präsentiert. Beim jetzigen Vorpreschen dürfte sowohl das Einverständnis Deutschlands als auch das der Kommission gefehlt haben.

svala
25.01.2006, 18:49
Also irgendwie würd ich auch gerne wissen, ob ich mich jetzt in Österreich bewerben kann/soll oder nicht.
Hab mich ja schon so gefreut, dass ich vielleicht doch ne Möglichkeit hab zu studieren*g*

Thetraveller
25.01.2006, 19:40
Also wenn da bis nächsten Mittwoch noch nix beschlossen ist, dann können wir uns auf jeden Fall voranmelden.... und dann natürlich hoffen, hoffen, hoffen! Würde nämlich auch ziemlich gerne nach Österreich gehen, is für mich nicht nur eine Notlösung!

Heute gabs jedenfalls keine wichtigen Neuigkeiten, außer dass es den EMS-Test auf jeden Fall gibt: http://derstandard.at/?ressort=unizugang

Thetraveller
28.01.2006, 18:14
s. hier: http://www.medi-learn.de/medizinstudium/foren/showthread.php?t=26661&page=5 :-top

Gruber
28.01.2006, 18:42
Damit wird man aber, falls man in Österreich an der Einstiegshürde vorbeikommt, auf mindestens 9 Jahre ( Studium + Zeit für Appro) in Österreich festgenagelt.

Thetraveller
28.01.2006, 18:44
Wäre mir aber hundert mal lieber als hier noch ca. 3-4 Jahre zu warten! :-meinung
Auch mehr als 9 Jahre wären für mich nicht schlimm! War schon sehr sehr oft in Österreich und mir gefällts dort einfach :-)

Gruber
28.01.2006, 18:53
Naja, schneller approbiert biste damit aber auch in Deutschland nicht.

D Studium: 6 Jahre, sofort Appro.

Und wer sagt, daß man in Österreich als Deutscher sofort nach dem Studium eine Stelle in der Klinik bekommt, um die mindestens 3 Jahre Approbationszeit abzubiegen ?

Denke mir, daß die Diskriminierung von Ausländern in der Approzeit noch viel schlimmer sein wird als die, die bereits jetzt Österreicher innerhalb Österreichs trifft - Nur Wiener in Wien, Tiroler in Tirol usw... :-D

Gruber
28.01.2006, 18:54
Korrektur: Gemeint ist "Schneller approbiert" :-sleppy natürlich in Österreich !

Hellequin
28.01.2006, 19:15
Was es für Probleme bei der 3jährigen Turnuszeit gibt, kann man unter anderem auf http://www.turnusarzt.com/ nachlesen.

Midsummer
28.01.2006, 22:07
es gibt allerdings mittlerweile schon einen gesetzentwurf zur abschaffung des turnus und zur einführung eines PJ und des facharztes für allgemeinmedizin , ähnlich wie in Deut., wobei es noch an der finanzierung und orgnaisation letzteren happert. Mir wurde aber schon von mehreren seiten (öster.Ärztekammer+Profs (Ärzten)) zugesichert, dass wir damit nichts mehr zu tun haben werden (also spätestens nach sechs jahren sollte die sache durch sein)... die politik is halt nur "ur"-langsam !!

Gruber
29.01.2006, 07:33
Reformiert wird bereits seit Jahrzehnten, herausgekommen ist bisher nichts.

Es soll übrigens eine Art AiP in der Dauer von 18 Monaten eingeführt werden (Bezahlung ?), das mit der Approbation endet.

Der Facharzt für Allgemeinmedizin soll denn 5 Jahre dauern (die 18 Monate "AiP" werden angerechnet), davon 18 Monate in einer Lehrpraxis. Hier ist weder die Finanzierung noch die Organisation klar. Man kann aber davon ausgehen, daß diese Lehrpraxen zunächst "zufällig" den Medizinersippen zufallen, damit deren Praxisnachfolgen geregelt werden. Dann kommt der Rest.
Derzeit kann ja auch der Lehrpraxisinhaber frei entscheiden, wen er wann nehmen möchte... :-blush

Bleiben nach den 18 Monaten "AiP" noch 2 Jahre im Krankenhaus, die auch organisiert sein wollen. Auch hier gilt: Sohn / Tochter / Nichte / Neffe eines guten Zuweisers wird "zufällig" eher die Zeit bekommen als der Rest. :-peng

Alles in allem also mehr als dürftige Perspektiven - in Österreich sind Allgemeinmedizinpraxen (am Land) noch recht lukrativ, dementsprechend begehrt. :-)

Und von der Facharztausbildung war bislang überhaupt nicht die Rede - da wird`s wohl in viel mehr Fächern als heute zu Rotationen durch verschiedene Häuser kommen müssen (ernsthafte Erfüllung des Ausbildungskatalogs..), was einen wiederum der Willkür der Chefärzte und Verwaltungen aussetzt, wenn man kein Vitamin B hat..... :-oopss

Schokokuchen
08.02.2006, 13:42
Moment- hab ich das richtig verstanden, dass ich, wenn ich in Österreich mit Medizin beginne, da nicht weg komme? Kann ich mich nicht weiter in Deutschland über die ZVS bewerben und wenn ich hier meine Wartesemester voll habe, mich hier Einschreiben und Sachen aus Österreich anrechnen lassen?!

LG Schokokuchen

Gruber
08.02.2006, 13:52
?

Was soll denn diese Meldung ?

WENN Du in Österreich einen Medizinstudienplatz hast und schon einige (Warte)Semesterchen heruntergebogen, kann man natürlich jeden ZVS-Studienplatz in Deutschland annehmen, den man möchte. :-nix

NUR: Das mit der Anrechnung dürfte schwierig werden, weil die Studiengänge nicht einmal innerhalb Österreichs kompatibel sind, d.h. ein Wechsel nach D streckt völlig unnötig Deine Gesamtstudiendauer.

Je nachdem, wie lange man wartet, kann man sich denn auch als "Quereinsteiger" direkt bei den Unis bewerben, hören ja immer mehr Mediziner in D im Studium auf....

Wenn Du allerdings in Ö das Studium beendest, kannst du nach derzeítigem Stand keine deutsche Approbation mehr bekommen, sondern die mußt Du Dir im Ausland holen.
Was für die meisten gleichbedeutend damit sein dürfte, bis zum Facharzt nicht mehr nach D zurückzukehren, weil`s sonst einfach zu kompliziert wird. :-blush

Hellequin
08.02.2006, 13:53
Wartesemester sammeln und weiter bei der ZVS bewerben ... ja.
Scheine anrechnen lassen ... ungewiss, da sich das Studium in Ö. vom Aufbau her schon vom deutschen Studium unterscheidet.


EDIT: Zweiter Sieger. :-D

Dr. Pschy
08.02.2006, 20:44
Im uebrigen bekommt man momentan schon noch die dt. Approbation nach oesterreichischem Studienabschluss ohne Turnuszeit, die Frage ist halt wie lange das noch so geht.

Sicher wissen tu ich das deshalb, weil meine Tutorin der Berufsfelderkundung 3 Monate vor Schluss steht und schon eine Stelle in Dortmund hat, wo sie als Assistenzaerztin anfangen kann.