Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Habilitationen
Mensch, wjsl, hattest du nie z.B. im Rahmen deiner Diss mal damit zu tun?
Wegen den 12 Jahren google einfach mal nach Wissenschaftszeitvertragsgesetz. Du wirst geholfen werden.
Wegen dem Rest: Ich weiß nicht wieso ein PD plötzlich ein Berufsanfänger bei dir ist. Häufig wird für Mediziner auch der FA-Titel als Voraussetzung für die Habil genannt (vgl. dementsprechend Habil-Ordnungen). Du forscht natürlich nicht primär allein, sondern beginnst mit einem Prof. zusammen deine Forschungstätigkeit und solltest über die Jahre zunehmend eigenständiger werden - bzgl. deines Arbeitsgebietes, deiner Arbeitsgruppe, deinen Projekten, deinen Geldern. Denn ohne Eigeninitiative wird das ganze auf die Dauer nix. Dir wird niemand die Habil auf dem Silbertablett servieren weil er schon immer auf dich gewartet hat. Wenn du es machen willst, such dir jemanden mit dem du es dir vorstellen kannst länger zusammenzuarbeiten und von dem du glaubst, dass er nicht nur sich selbst fördert. Wenn du Glück hast und viel Zeit investierst klappt es am Ende.
Kackbratze
03.01.2012, 23:23
wjsl ist Buchautor, wie schonmal in früheren Postings kundgetan, deswegen sind solche Lappalien ausserhalb des Horizontes.
WackenDoc
04.01.2012, 11:38
@wjsl: Nochmal für die Steinmetze zum mitmeisseln:
Habilitation und erst recht eine frühe, bedeutet Karriere und das bedeutet viel Arbeit, Überstunden, noch mehr Verwaltungszeugs und Durchsetzungsvermögen.
Außerdem ist an den meisten Unis der Facharzttitel Voraussetzung.
Das passt aber nicht mit dem zusammen, was du in den anderen Treads geschrieben hast.
facialis
04.01.2012, 12:23
der prof mit seinen "leichten" habilitationen, ey...:-))
LasseReinböng
04.01.2012, 16:03
wjsl ist Buchautor, wie schonmal in früheren Postings kundgetan, deswegen sind solche Lappalien ausserhalb des Horizontes.
...der aber lieber in einem patientenfernen Fach halbtags arbeiten würde, wegen dem ganzen Stress und so. :-))
Ich finde es ja gut, daß es überhaupt Menschen gibt, die sich eine Unikarriere geben möchten.
Sofern ich durch eine habil keine hübschere Freundin oder mehr Geld kriege, geht mir sowas völlig am Hintern vorbei. Wenn ich 8h+ am Tag als Arzt arbeite, werde ich mir nicht noch meine Abende, Wochenenden mit Forschung versauen. Nichts gegen Forschung, aber in der eigenen Freizeit, nein danke.
Ich habe nie behauptet, das zu planen: Eigentlich wollte ich mich nur unverbindlich informieren, was ein PD bedeutet. Sicher ist ein Berufsanfänger kein PD, aber um einer zu werden braucht man euren Aussagen nach ja eine eigene Forschungsgruppe, die man leitet. Und es gibt Kliniken, die auf Ihrer Homepage unter "Assistenzärzte" auch PDs gelistet haben.
Und nein, man hat nicht automatisch mit dem Thema zu tun, wenn man mal ein Kapitel schreibt, und auch nicht während der Dissertation, insbesondere wenn die, mit denen man dabei zu tun hatte schon längere Zeit habilitiert waren.
Habt ihr euch denn nie gefragt, wie viel "besser" ein habilitierter Chef ist? Oder was der seinem Oberarztkollegen voraus hat? Ist es illegitim, solche Fragen zu stellen?
Oder wissen zu wollen, was man machen muss, um auch mal für Forschung freigestellt zu werden, sofern man nicht nur in der Klinik sein will?
Aber nein, man darf nicht fragen; zumindest nicht hier, wie es scheint. Offenbar verdirbt der Facharzttitel die Laune...
Feuerblick
06.01.2012, 21:12
Wenn das so wäre, hätten dir hier ja Fachärzte antworten müssen, die aber nicht nur in diesem Thread sondern auch im Forum noch in der Unterzahl sind ;-) Deine Fragen kommen halt höchst naiv rüber. Ich meine, wer in einer Klinik auch nur als Famulant mal ein paar Tage verbracht hat, bekommt doch eigentlich ganz schnell mit, was von Titeln zu halten ist :-nix Dafür braucht man nur den gesunden Menschenverstand und kein Forum, finde ich.
Hallo!
Und es gibt Kliniken, die auf Ihrer Homepage unter "Assistenzärzte" auch PDs gelistet haben.
Klar, aber man kann ja auch als Facharzt Assistenzarzt bleiben, man wird nach der Facharztprüfung nicht automatisch Oberarzt....
Grüße!
Man ist aber nach der Facharztprüfung auch kein Assistenzarzt mehr...
Kackbratze
07.01.2012, 11:44
Stationsarzt, Facharzt, Assistenzarzt, ist das nicht alles das Gleiche?!? ;-)
Man ist aber nach der Facharztprüfung auch kein Assistenzarzt mehr...
Sondern was dann?
Im Grunde gibt es im Krankenhaus die Hierarchie-Ebene der Assistenzärzte, das sind alle Ärzte die nicht Oberärzte (bzw. Chefärzte / Leitende Ärzte) sind, und die Oberärzte, die dadurch definiert sind, daß sie die die Leitung und Verantwortung für einen bestimmten Bereich übernehmen (z.B. einer Station oder eines Funktionsbereichs).
Unter den Assistenzärzten haben die meisten in der Regel noch keine abgeschlossene Weiterbildung, sollte aber jemand Facharzt sein, so ist es in vielen Krankenhäusern üblich, daß auf dem Namenschild z.B. "Facharzt" steht, und daß z.B. auf der Personalliste / Homepage eine eigene Kategorie "Fachärzte" eingeführt ist; im Grunde handelt es sich dabei also um Assistenzärzte mit abgeschlossener Weiterbildung.
Weil man als Facharzt mehr Verantwortung für die eigene Arbeit trägt sowie in der Regel auch mehr kann und weiß, kriegt man dann auch mehr Geld. Aber man kann's drehen und wenden, wie man will: man bleibt Assistenzarzt, auch wenn man sich Facharzt, Stationsarzt oder wie auch immer nennen kann.
Grüße!
Gibt aber auch (bei entsprechender Größe) die ausgebaute Hierarchie: CA - OA - FOA / FA - AA
Bei uns sind die Fachärzte im wesentlichen als Stationsarzt gesetzt (+Funktionen) oder aber in den Fachambulanzen, sodass i.d.R. auf den Stationen immer neben dem OA auch ein FA nicht an den Rotationen teilnimmt und für eine personelle und fachliche Konstanz sorgt. Außerdem besetzen die FA eine eigene Dienstgruppe. Die meisten von ihnen sind natürlich weiterhin 'in Weiterbildung' in einer Subspezialisierung, aber das ist schon nochmal was anderes als im AA-Bereich.
Aber wie gesagt - diese Zwischenebene, für die ich als Assistent sehr dankbar bin, geht nur bei entsprechender Größe des Hauses.
Bist Du eigentlich an einem universitären Haus, THawk?
WackenDoc
08.01.2012, 19:51
Ich sehe das eher so, dass man als Facharzt- egal ob mit oder ohne Oberarztstatus selbständig Entscheidungen treffen kann. Da in Deutschland der Facharztstandard gilt, arbeitet man als Assistenzarzt immer mehr oder weniger unter der Aufsicht eines Facharztes.
Der Oberarzt hat halt zusätzlich Führungsaufgaben.
Der Ausdruck "Stationsarzt" ist eher schwammig. Teilweise werden alle für eine Station zuständigen Ärzte so genannt, teilweise der verantwortliche (ältester Assistent oder zuständiger Facharzt)
Genaso kann man die Assistenzärzte nochmal in Weiterbildungsassistenten und nicht-Weiterbildungsassistenten unterscheiden.
Ich kenn die Hierarchie auch so, wie von THawk beschrieben:
AA-FA-FOA (wobei es in kleinen Kliniken nicht immer FOÄ gibt)-OA-CA.
Und den Begriff "Stationsarzt" eher als organisatorischen Begriff außerhalb dieser Hierarchie.
Jipp, bin ich ;-)
Bzgl. der schwammigen Definition des 'Stationsarztes' stimme ich wackendoc total zu. Da gibt es wirklich alles an Qualifikation zwischen 'Seit-2-Wochen-Arzt' und 'erfahrener Facharzt'.
airmaria
10.01.2012, 22:03
wie wäre es mit folgender reihenfolge:
AA
FA
FOA/StvOA
OA
LA
Stv-CA
Co-CA
CA
...ihr habt bislang eine - nicht nur rein wirtschaftlich betrachtet - meiner meinung nach ziemlich erstrebenswerte stufe völlig vergessen: LA
airmaria
An eigentlich allen deutschen medizinischen Fakultäten kann man sich schon vor dem Facharzt habilitieren, dann aber in aller Regel nicht für das Fach (z.B. Innere Medizin oder Augenheilkunde) sondern experimentelle Innere Medizin oder experimentelle Augenheilkunde. Das bringt einem zwar erstmal den Titel, allerdings werden Professuren für das klinische Fach und nicht reine Forschungsprofessuren hier dann später evtl. auch trotz dann vorhandenem Facharzt schwieriger zu bekommen sein, da man formal nicht für das klinische Fach habilitiert ist.
Daher ist der Vorteil für einen klinisch tätigen Arzt sich vor dem Facharzt zu habilitieren gering. Die meisten die das getan haben, müssen sich dann nur die Mühe und Arbeit machen, nach dem Facharzt noch auf das richtige Fach umzuhabilitieren.
Kackbratze
28.01.2012, 09:10
Also besteht die Kunst aufh darin, das Ganze bis nach dem FA rauszuzögern mit der Einreichung und Prüfung?
Die Frage ist halt, wer tatsächlich schon vor dem Facharzt habilitiert wäre; das kommt wahrscheinlich in der Praxis so fast nie vor, insofern ist das wohl doch eher ein Scheinproblem, oder? Denn nur forschen und gar nicht klinisch tätig sein wird ja so wohl kaum gehen, wäre dafür aber wohl nötig.
Kackbratze
29.01.2012, 22:26
Denn nur forschen und gar nicht klinisch tätig sein wird ja so wohl kaum gehen,
Schau mal an den Unikliniken oder den Max-Planck-Instituten vorbei...
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