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gnuff
29.01.2012, 22:45
... Denn nur forschen und gar nicht klinisch tätig sein wird ja so wohl kaum gehen...

Ausland?

soufra
30.01.2012, 19:16
Priv.-Doz. Dr. Sarah König

http://www.chirurgie.med.uni-goettingen.de/content/mitarbeiter/26.html

wjsl
30.01.2012, 21:45
Stimmt, viele an der Uni waren zeitweilig im Ausland. Wahrscheinlich wären sie sonst auch gar nicht fertig geworden.
Gibt es an Planckinstituten überhaupt so viele Mediziner? In der Grundlagenforschung haben die anderen Fachrichtungen doch einen gewaltigen Vorsprung....

Kackbratze
30.01.2012, 22:13
Geht es Dir um die Masse der Mediziner an bestimmten Instituten oder um die Art der Habilitation?

wjsl
08.02.2012, 22:37
Eigentlich nur darum, wie groß die Chancen eines Mediziners sind, vernünftige, gute Forschung zu machen. Wahrscheinlich wird das aber wenn überhaupt vor allem eher im klinischen Bereich sein. Ist jedoch wohl eher eine Grundsatzdiskussion und würde vom Ursprungsthema wegführen.

god0t
22.02.2012, 15:00
Ich hole den Thread mal hoch, weil ich das Thema ansich sehr interessant finde. Das Thema Habilitation wurde hier ja schon ausführlich geklärt. Dass die Anforderungen jeder Uni (bzw. jedes Chefarztes) anders ausfallen, steht außer Frage. Ich möchte hier auch nicht die Diskussion "wie komme ich schnell zu meinem PD" Diskussion erneut anheizen. Das nur vorab.

Ich interessiere mich für "Forschung" im Bereich der Orthopädie und Unfallchirurgie und möchte später gerne einen entsprechenden Titel tragen, um die Befugnis zur Ausbildung von Studenten an universitären Häusern oder einem Lehrkrankenhaus zu besitzen. Nun frage ich mich wie wichtig eine frühzeitige "Gleisenstellung" im Bereich der Forschung ist.

Als Beispiel: Mich interessiert das Kniegelenk am meisten. Ich möchte natürlich eine solide Grundausbildung genießen, aber gleichzeitig im Bereich des Kniegelenks forschen. Wie lässt sich das am besten realisieren? An einer Universität ist die praktische Ausbildung meist recht mau. Die Oberärzte haben sich meist Jahre lang den Arsch aufgerissen, geforscht und wollen nun die fehlenden operativen Skills aufbessern, um sich uU auf andere Chefarztpositionen zu bewerben. Ergo: Operativ gibt es an der Universität für mich wenig zu holen. In Sachen Forschung bietet mir die ausgewählte Universität zwar einige wissenschaftliche Arbeiten, allerdings nur im Bereich der Wirbelsäule. Wie komme ich dann an meine Kniethemen, wenn ich a) noch nicht im wissenschaftlichen Arbeiten drin bin, b) an der Universität niemand ist, der mich fördern will / kann, weil die Forschung Richtung WS geht und c) weil die Anzahl der Operationen (Kreuzbänder, Endoprothetik) durch periphere Häuser und Privatkliniken (ambulante OPS) minimal gehalten wird? Generell: Knie"forschung" stelle ich mir eher an privaten Kliniken vor, die viele ambulante ASKs, Bandplastiken durchführen. Wie kommt man in solche "Arbeitsgruppen" oder Arbeitsumgebungen? Kann ich diese Studien / wissenschaftlichen Arbeiten auch von einem kommunalen Haus mitbetreuen?

Ich hoffe ich konnte mich verständlich ausdrücken..

THawk
22.02.2012, 17:07
1. Weiterbildungsbefugnis hat nichts mit Forschung zu tun.
2. Wenn du definitiv in eine bestimmte Richtung forschen möchtest solltest du dir Uni mit entsprechendem Schwerpunkt aussuchen und nicht überlegen wie du das an einer anderen Uni umsetzen kannst.
3. Periphere Häuser, und v.a. private Kliniken, haben sehr wenig an Forschung, weil sich diese primär nicht im Erlös zeigt. Die wollen Knie operieren, nicht an ihnen forschen.
4. Ohne ein bestehendes Forschungsprofil und entsprechend hoher Position wirst du an privaten Kliniken kaum Forschung fortführen können.

wjsl
22.02.2012, 23:08
Vielleicht kämen solche "Austauschjahre" für dich in Frage; manche gehen für einige Zeit ins Ausland, manche suchen sich einen Tauschpartner an einem peripheren Haus; bei uns an der Uni machen das die Chirurgen teilweise. Eine Art Assistententausch für ein Jahr. Wobei ich jetzt nicht den Eindruck hatte, dass die an den Lehrkrankenhäusern wirklich so viel mehr lernen durften als an der Uni. Meist war es überall primär Stationsarbeit.

Laut google haben Münster und Hamburg Kniegelenksthemen als Forschungsschwerpunkte.

Evil
23.02.2012, 10:04
Wobei ich jetzt nicht den Eindruck hatte, dass die an den Lehrkrankenhäusern wirklich so viel mehr lernen durften als an der Uni. Meist war es überall primär Stationsarbeit.
Ich finde es immer wieder toll, wie Du uns an Deinem reichhaltigen Erfahrungsschatz teilhaben läßt ;-)

wjsl
24.02.2012, 00:53
Ich hab keine Erfahrung, da musst du was missverstanden haben. Sieh es eher als die noch unvoreingenommene Ansicht, die man nur als Anfänger hat. In ein paar Jahren wird mir nichtmal mehr das auffallen, ebensowenig wie dir jetzt. Dann werde ich Menschen auch nur noch nach ihren Dienstjahren bewerten; oder auch nicht, hoffentlich...

Kackbratze
24.02.2012, 01:55
Dann werde ich Menschen auch nur noch nach ihren Dienstjahren bewerten; oder auch nicht, hoffentlich...

Hätte wenn könnte vielleicht.

gnuff
24.02.2012, 06:44
...Wobei ich jetzt nicht den Eindruck hatte, dass die an den Lehrkrankenhäusern wirklich so viel mehr lernen durften als an der Uni. Meist war es überall primär Stationsarbeit...

DAS hat Evil gemeint und er hat völlig Recht...


Ich finde es immer wieder toll, wie Du uns an Deinem reichhaltigen Erfahrungsschatz teilhaben läßt ;-)


Ich hab keine Erfahrung, da musst du was missverstanden haben. Sieh es eher als die noch unvoreingenommene Ansicht, die man nur als Anfänger...

Du möchtest es gerne als "...noch unvoreingenommene Ansicht..." sehen, andere betrachten Dein Geschreibsel eben als ..., naja, was anderes halt...

Evil
24.02.2012, 18:30
Ich hab keine Erfahrung, da musst du was missverstanden haben. Sieh es eher als die noch unvoreingenommene Ansicht, die man nur als Anfänger hat. In ein paar Jahren wird mir nichtmal mehr das auffallen, ebensowenig wie dir jetzt. Dann werde ich Menschen auch nur noch nach ihren Dienstjahren bewerten; oder auch nicht, hoffentlich...
Ah ok, dann habe ich Dich tatsächlich mißverstanden und das als Äußerung fundierten Wissens betrachtet. Allerdings könnte das auch unvoreingenommenen anderen Neulingen passieren, von daher solltest Du vielleicht besser auf Deine Formulierungen achten und das als reine Annahmen und Gedankenspiele kennzeichnen, bevor noch jemand deshalb falsche Schlüsse zieht und möglicherweise eine fatale Fehlentscheidung fällt.
Außerdem könnte fälschlicherweise der Eindruck eines blutigen Anfängers mit fehlendem Realitätsbezug entstehen.

wjsl
24.02.2012, 20:40
Ich habe das Geschildert, was ich an den bisherigen Häusern gesehen habe. Und was mir die dortigen Assistenten erzählten. Auch die, die von ihrem Austauschjahr zurückkamen.

Irgendwas anderes-aha. Sehr aussagekräftige Bewertung.

Nichts für ungut, aber ich finde den Ton hier oft sehr unfreundlich, ohne dass ein wirklicher Grund dafür vorliegt. Nicht von allen, aber manchen(seltsamerweise immer den Gleichen).

Nautila
24.02.2012, 20:58
Bist du ein Nerd, wjsl? Du klingst so.



Abgesehen davon finde ich das Habilitationsthema recht interessant und würde mich freuen, wenn wir nicht immer abdriften würden. ^^

god0t
25.02.2012, 13:07
Unabhängig davon, wer hier Recht hat: Wenn Euch das Geschriebene von irgendwem stört, dann schreibt es ihm doch per privater Nachricht als hier 'nen Feldzug gegen irgendwen zu starten. Ohne nehmt es einfach hin? Oder ihr korrigiert Aussagen in einem anständigen Ton? Nur als Vorschlag..

Außerdem finde ich es sehr schade, dass dieser für mich lesenswerte und interessierte Thread zu einer derartigen Farce verkommt. Könnten wir uns bitte wieder auf das eigentliche Thema "Habilitation" konzentrieren.

snowfairy
25.02.2012, 20:54
1. Weiterbildungsbefugnis hat nichts mit Forschung zu tun.
2. Wenn du definitiv in eine bestimmte Richtung forschen möchtest solltest du dir Uni mit entsprechendem Schwerpunkt aussuchen und nicht überlegen wie du das an einer anderen Uni umsetzen kannst.
3. Periphere Häuser, und v.a. private Kliniken, haben sehr wenig an Forschung, weil sich diese primär nicht im Erlös zeigt. Die wollen Knie operieren, nicht an ihnen forschen.
4. Ohne ein bestehendes Forschungsprofil und entsprechend hoher Position wirst du an privaten Kliniken kaum Forschung fortführen können.

:-meinung
@ god0t: Dann müsstest du wohl eine Uniklinik suchen, die den Forschungsschwerpunkt Kniegelenk hat (wird ja wohl nicht nur eine einzige Klinik in D sein) und unter denen dann die aussuchen (wenn möglich) in der man auch noch "häufig" in den OP kommt (die OP-Frequenz wird sich in der U-Chir wohl auch unterscheiden, zumindest ist das in der HTC so).
Und was ich noch aus dem PJ mitbekommen hab: es gibt auch Rotationen in periphere Häuser (in meinem Chir-Tertial war nämlich eine Orthopädin aus der Uni für eine Rotation an mein PJ-Haus gekommen).

god0t
26.02.2012, 20:58
:-meinung
@ god0t: Dann müsstest du wohl eine Uniklinik suchen, die den Forschungsschwerpunkt Kniegelenk hat (wird ja wohl nicht nur eine einzige Klinik in D sein) und unter denen dann die aussuchen (wenn möglich) in der man auch noch "häufig" in den OP kommt (die OP-Frequenz wird sich in der U-Chir wohl auch unterscheiden, zumindest ist das in der HTC so).
Und was ich noch aus dem PJ mitbekommen hab: es gibt auch Rotationen in periphere Häuser (in meinem Chir-Tertial war nämlich eine Orthopädin aus der Uni für eine Rotation an mein PJ-Haus gekommen).

Hallo fairy. Danke für den Hinweis. Von solchen Rotationen wurde mir in den letzten Tagen auch berichtet. Ich habe von einer Rotation gehört, die die operative Weiterbildung in den Vordergrund stellt, was ungefähr Deinen Aussagen entspricht. Uni-Doc geht an ein kommunales Haus und wird dort operativ gefördert. So zumindest wurde mir berichtet. Wäre sicherlich eine gute Option.

Muriel
27.02.2012, 18:13
Kurze Frage zwischendurch an Euch Habilwillige? Sollen wir die konkrete Diskussion über Projekte, Ziele, Geldentreiben und was nun mal dazu gehört abtrennen und einen Thread aufmachen, der konkret für die gedacht ist, die dabei sind, das Ziel PD zu verfolgen? Also so etwas wie ein "gestresste Habilitanten Thread"? Ich denke nämlich, dass es zwei verschiedene Paar Schuhe sind und besser einzeln verfolgt werden sollten (how to vs. ich mache).

THawk
27.02.2012, 18:22
Find ich eine gute Idee! Dann haben wir einen Thread fürs gegenseitige Bemitleiden wenn die eigenen Projekte nicht klappen oder die Doktoranden nerven :-D