Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ahrrghh! Bewerbungsfrust
Die Idee mit der e-Mail-Nutzung habe ich jetzt auch mal umgesetzt...
Immerhin: Nach 7 Tagen eine Reaktion (die mich nicht zum Jubeln veranlasst hat...)
Ist Anästhesie nur mit nem Prädikatsexamen und 2 Jahren Berufserfahrung zu bekommen :-???
Viele Grüße :)
-der Snack unter den Doktoren-
Wenn Du ALLES nimmst, würd mir ne Adresse einfallen, an die Du Dich wenden kannst.
AngelJojo
23.02.2006, 08:55
habe von einem Oberarzt den Tip bekommen, in der Bewerbung um ein Vorstellungsgespräch zu bitten.
Wie würdet Ihr das formulieren?
Und Golfina, würde es Dir etwas ausmachen, wenn Du mir Dein Musteranschreiben auch mal mailen könntest?
[email protected]
Vielen Dank und viele Grüsse
AJ, die richtig genervt ist, dass sie nicht weiss, wie es weiter geht....
zum Beispiel so:
"Gerne würde ich mich mit Ihnen über eine Mitarbeit in Ihrem Team unterhalten. Um einen Termin für ein persönliches Gespräch zu vereinbaren, erreichen Sie mich unter der Rufnummer..."
... aber die Stellenplanung der Chefs ist mancherorts auch recht kurzfristig... ich hatte gestern (nur zur Erinnerung: 21.2.) ein Vorstellungsgespräch für einen Arbeitsbeginn zum 1.3.
Oooch, das ist doch über ´ne Woche, das geht doch! Ich hab letztes Jahr am 28. Januar meine Unterlagen vorbeigebracht, war am 31. beim Betriebsarzt und habe am 01.02. angefangen....
:-))
Doktor_No
23.02.2006, 15:44
"einem persönlichen gespräch sehe ich erwartungsvoll entgegen" würde ich schreiben
Ich habe es so gemacht:
"Für ein Vorstellungsgespräch stehe ich Ihnen jederzeit kurzfristig zur Verfügung."
Dr-Pizza
24.02.2006, 11:31
Ich bin noch nicht ganz verzweifelt @ alles :-blush (aber trotzdem danke!)
Aber: ich habe jetzt einen Brief mit der Bitte um ein Vorstellungsgespräch bekommen... :-party
Das ist zwar nicht ganz meine Wunschadresse, dennoch würde ich natürlich gerne langsam was zum Aufschwung in unserem Land beitragen ;)
FrederikMD
24.02.2006, 14:48
Ich glaube eines der Hauptprobleme ist, dass die meisten Medizinstudenten nicht den Fokus haben. Wenn man Dr. Arbeit in der Neurologie, Famuluatur in Innere und Chirurgie und PJ in der Ortho macht, dann aber sich für Anästhesie oder Derma bewirbt, ist man leider kein besonders interessanter Kandidat, auch wenn man Grundlagen schon erlernt hat. Leider hat mir keiner im 5/6. Semester gesagt, dass ein Fokus doch extrem weiterhilft. Viele Freunde, die sich sozusagen systematisch auf ein Fach vorbereitet haben, sind da echt besser dran. Die brauchen sich häufig nicht wirklich bewerben, sondern werden dann empfohlen und vermittelt, oder selbst eingestellt. Ich weiss, das passt nicht immer, aber prinzipiell gilt, je früher die Entscheidung für ein Fach, desto einfacher wird die Bewerbung und die Auswahl des Hauses. Bei uns hier "screent" die Sekretärin die Bewerbung nach 3 Kriterien: Erfahrungen (wissenschaft und Klinik), Publikationen, Note, erst dann schaut der Chef wirklich drüber. Ich denke nach wie vor, dass der Lebenslauf der wesentlich entscheidendere Part ist, das Anschreiben eher sowas wie die Sahnehaube.
Das kann man aber auch unter dem Gesichtspunkt "Fachidiot" sehen, der niemals über seinen Tellerrand hinausschaut. Ich habe sowohl PJ als auch Dr.arbeit in anderen Fächern als meinem beruflich angestrebten Fach gemacht. Nur famuliert habe ich in meinem Wunschfach. Ein Nachteil war das zu keiner Zeit.
Im übrigen habe ich mich bei den Chefs der infrage kommenden Häuser beworben, nicht bei den Sekretärinnen... Die werden wohl kaum über das hopp oder topp einer Bewerbung entscheiden. Im persönlichen Gespräch zählt dann immer dein persönliches Auftreten und warum du gerade in diesem Haus arbeiten willst. Dr.arbeit ist nur die Frage, ob du eine hast/machst oder nicht, PJ, Famulatur oder Noten waren nie ein Thema. So war jedenfalls meine (durchwegs gute) Erfahrung auf den Vorstellungsreisen.
FrederikMD
24.02.2006, 15:11
DrArbeit - das ist nach meiner Ansicht nicht richtig. Wenn Du keine experimentelle oder anspruchsvolle klinische gemacht hast, ist das in akademischen Feldern ein Riesennachteil. Und das ein Arzt das ganze Feld der Medizin abdecken soll hat ja nichts mit Machbarkeit zu tun. Die Bewerbungen sind dann am einfachsten, wenn man zur Begründung im Anschreiben siehe Lebenslauf schreiben könnte...ist ja nur meine Erfahrungen, bei mir hat es ja auch geklappt, aber die Chefs, bei denen ich Interviews hatte, waren da schon kritischer als die Art, wie man sich verkauft. Das kommt dann sozusagen obendrauf, aber die Vorauslese ist dann bereits vorbei.
Die Bewerbungen sind dann am einfachsten, wenn man zur Begründung im Anschreiben siehe Lebenslauf schreiben könnte...
Was so ziemlich das blödeste ist, was man in einem Anschreiben packen kann. Ein Verweis auf das Lebenslauf schon im Anschreiben sind verschwendete Sätze, die man mit was sinnvolleres füllen könnte. In dem Sinne ist der Verweis ungefähr so blöd wie im Anschreiben zu sagen: "meine Unterlagen sprechen für mich", denn der Sinn von beidem ist der gleiche und Chefs wollen auf die Art und Weise NICHT belehrt werden. Denn (wenn sie interessiert sind) lesen sie sich sowieso den Lebenslauf, etc. durch und möchten selbst entscheiden, ob die FÜR den Bewerber oder GEGEN ihn sprechen.
ist ja nur meine Erfahrungen, bei mir hat es ja auch geklappt, aber die Chefs, bei denen ich Interviews hatte, waren da schon kritischer als die Art, wie man sich verkauft.
Wenn man so dumm ist, sich zu verkaufen und wenn der Chef so dumm ist, daß für ihn solche Leute zählen, die sich verkaufen. Viel besser wäre es da, mit einem Angebot an den Chef heranzutreten und so aufzutreten, daß man nicht nur selbstsicher ist, sondern sagt: "das bin ich, das bringe ich mit, das kann ich für Sie und Ihre Klinik tun". Sich verkaufen käme eher dem: "ich tu, was sie wollen" gleich. Und jeder Chef, der noch ein Quentchen Hirn hat und für den es sich lohnen würde, zu arbeiten, wird keinen solchen "Arsch zum vermieten" einstellen.
FrederikMD
24.02.2006, 15:28
Was so ziemlich das blödeste ist, was man in einem Anschreiben packen kann. Ein Verweis auf das Lebenslauf schon im Anschreiben sind verschwendete Sätze, die man mit was sinnvolleres füllen könnte. In dem Sinne ist der Verweis ungefähr so blöd wie im Anschreiben zu sagen: "meine Unterlagen sprechen für mich", denn der Sinn von beidem ist der gleiche und Chefs wollen auf die Art und Weise NICHT belehrt werden. Denn (wenn sie interessiert sind) lesen sie sich sowieso den Lebenslauf, etc. durch und möchten selbst entscheiden, ob die FÜR den Bewerber oder GEGEN ihn sprechen.
Natürlich schreibst Du das so nicht rein, nur die Traumtänzerei mit grossen Bewerbungsfloskeln taugt nichts, wenn der Lebenslauf nicht eine Untermalung dessen darstellt. Die Situation in Deutschland lässt da normalerweise mehr Spielraum als in anderen Ländern.
Wenn man so dumm ist, sich zu verkaufen und wenn der Chef so dumm ist, daß für ihn solche Leute zählen, die sich verkaufen. Viel besser wäre es da, mit einem Angebot an den Chef heranzutreten und so aufzutreten, daß man nicht nur selbstsicher ist, sondern sagt: "das bin ich, das bringe ich mit, das kann ich für Sie und Ihre Klinik tun". Sich verkaufen käme eher dem: "ich tu, was sie wollen" gleich. Und jeder Chef, der noch ein Quentchen Hirn hat und für den es sich lohnen würde, zu arbeiten, wird keinen solchen "Arsch zum vermieten" einstellen.
Meine Rede- dass so viele deutsche Mediziner auf ihren positiven Eindruck im Bewebungsgespräch vertrauen, ist leider nicht immer sinnvoll. Aber Du hast eben nur was anzubieten, wenn Du auch was gemacht hast, was den Chef potentiell interessieren könnte. Das ist eben oft nicht der Fall.
Natürlich schreibst Du das so nicht rein, nur die Traumtänzerei mit grossen Bewerbungsfloskeln taugt nichts, wenn der Lebenslauf nicht eine Untermalung dessen darstellt.
Floskeln gehören nicht ins Anschreiben, wenn man es mit Substanz füllen kann. Und selbst als Berufsanfänger kann man es allemal - eine gute Begründung, WIESO ausgerechnet dieses Fach, wieso ausgerechnet diese Klinik, Erwähnung der Doktorarbeit, bisherige Veröffentlichungen, etc. Ordnet man das der Wichtigkeit nach in absteigender Reihenfolge, hat man ein fertiges (und gutes) Anschreiben. Ganz ohne Floskeln.
Meine Rede- dass so viele deutsche Mediziner auf ihren positiven Eindruck im Bewebungsgespräch vertrauen, ist leider nicht immer sinnvoll. Aber Du hast eben nur was anzubieten, wenn Du auch was gemacht hast, was den Chef potentiell interessieren könnte. Das ist eben oft nicht der Fall.
Nicht richtig. Man hat immer was anzubieten, und sei es die Vorerfahrung aus PJ, etc. und die Motivation. Ein wissenschaftlicher Hintergrund (Dr-Arbeit in dem Fach) käme hinzu. Und auch echte Begeisterung für die konkrete Klinik kommt gut an. Das alles sollte man auch zum Ausdruck bringen sich bloß nicht unter Wert verkaufen.
FrederikMD
24.02.2006, 15:42
Floskeln gehören nicht ins Anschreiben, wenn man es mit Substanz füllen kann. Und selbst als Berufsanfänger kann man es allemal - eine gute Begründung, WIESO ausgerechnet dieses Fach, wieso ausgerechnet diese Klinik, Erwähnung der Doktorarbeit, bisherige Veröffentlichungen, etc. Ordnet man das der Wichtigkeit nach in absteigender Reihenfolge, hat man ein fertiges (und gutes) Anschreiben. Ganz ohne Floskeln.
Nicht richtig. Man hat immer was anzubieten, und sei es die Vorerfahrung aus PJ, etc. und die Motivation. Ein wissenschaftlicher Hintergrund (Dr-Arbeit in dem Fach) käme hinzu. Und auch echte Begeisterung für die konkrete Klinik kommt gut an. Das alles sollte man auch zum Ausdruck bringen sich bloß nicht unter Wert verkaufen.
Wenn Du aber vorher nichts dementsprechendes gemacht hast, dann ist das recht schwierig zu begründen. Eine Begeisterung für eine Klinik ist schon sinnvoll, aber das ist für den Werbenden eher zweitrangig, wichtiger ist, was Du mitbringen kannst. Wir machen gerade diesen ganzen Bewerbungskram und bewerten neue Aspiranten, und da interessiert es keinen, ob der ein nettes Anschreiben hat. Was Du als Erfahrung beschreibst (PJ etc) hat jeder und ist nicht wirklich spannend. Zum Thema Motivation: Du hast 6 Jahre minimum um Deine Motivation im Lebenslauf zu zementieren. Sollte das nicht reichen, sind spätere Beteuerung echt unglaubwürdig...
eatpigsbarf
24.02.2006, 16:26
Naja, ganz so einfach ist das nicht mit dem Beweisen der Motivation. Es gibt keinen ganz kleinen Teil an Studenten, die einfach aufgrund ihrer haeuslichen Situation ziemlich viel neben dem Studium her arbeiten muessen. Da fehlt ihnen dann ganz drastisch die Zeit/das Geld, noch viel an extra Sachen medizinischer Art neben dem Studium zu machen. Die koennen dann nicht glech in ihrem Lebenslauf mit Motivation und Taten, die diese Motivation "beweisen", punkten... Das nur als ein Gegenbeispiel.
Ich sehe es aber genauso, dass man wohl am meisten ueber den Lebenslauf ausrichten kann. Gute Examensnoten sind nicht ganz unwichtig, meiner Erfahrung nach ist aber ein "interessanter" Lebenslauf (damit meine ich jetzt nicht nur Auslandsaufenthalte etc.) wirklich wichtig.
Auch finde ich nicht, dass meine Doktorarbeit jetzt thematisch so extrem wichtig ist, dass ich mich mit einer Arbeit z.B. im Bereich Chirurgie nicht mehr in der Paediatrie (z.B.) bewerben kann. Denn wie viele Studenten aendern im Laufe des Studiums, nachdem sie einen tieferen Einblick ins Fach bekommen haben als moeglicherweise sie je zuvor hatten, ihre Meinung ueber ein Fach? Nur weil man z.B. bis zum 8. Semester Orthopaedie machen wollte, dort dann auch seine hochexperimentelle Arbeit gemacht und auch beendet hat, heisst das doch nicht, dass man sich dann z.B. nach dem PJ-Tertial Ortho nicht vollkommen umentscheiden kann. Kenne einige Leute, denen es (leider?) so ergangen ist, die aber trotzdem auch an Unikliniken gute Jobs in ganz anderen Bereichen gefunden haben.
Und in das Bewerbungsanschreiben gehoert nunmal, dass man sich in ganz kurzen Details verkauft. Weil das Anschreiben nunmal die erste Seite eines jeden Anschreibens ist, und auch einiges ueber den Bewerber verraet. Und sei es nur, dass der Bewerber ein schreckliches Schriftdeutsch hat, keinerlei Kommasetzung beherrscht und grammatikalisch auch nicht so ganz auf der Hoehe des Geschehens ist. Ist nunmal normalerweise der einzige Teil der Bewerbung, in dem es um ganze Saetze geht.
Man kann allerdings nicht alle Chefs ueber einen Kamm scheren. Insofern laesst sich auch eine Bewerbung nicht verallgemeinern. Nicht jeder liesst ueberhaupt das Anschreiben, einige lesen tatsaechlich gar nichts von der Bewerbung, achten nur aufs Foto, etc. Daher gibt es ja bestimmte Richtlinien, an die man sich im Anschreiben halten sollte. Wie das dann jeder tut, bleibt dem Bewerber ueberlassen.
franziskaa
06.07.2006, 14:58
Ich bin wohl bewerbungstechnisch ein Nachzügler, aber kann mir vielleicht einer von euch sagen,wie ihr eure bewerbungs-sondierungs e-mails formuliert habt.ich komm da einfach nicht weiter.
:-???
Wenn schon per Email, dann wird der Text der Email zum Anschreiben. Einfach den Text des Papieranschreibens mit minimalen (mediumbedingten) Änderungen übernehmen, die Unterlagen als .doc oder .pdf dranhängen, fertig. Manche Chefs bestehen auch darauf, daß wenn es sich beim PDF um gescannte Unterlagen oder welche mit gescannter Unterschrift handelt, diese auch paßwortgeschützt sind.
franziskaa
07.07.2006, 11:19
Ne, ich wollt nicht gleich die ganze Mappe schicken, ich dachte erstmal per email anfragen, ob es Möglichkeiten gibt meine unterlagen per post zu schicken, damit ich nicht für umsonst 30 bewerbungen basteln muss, die sich dann doch nur die Sekretärin anschaut.
Trodzdem Danke für deine Antwort,
picaflor
07.07.2006, 18:12
ich hab Dir eine PN mit meinem Sondierungsschreiben geschickt...
...viel Glück beim Bewerben
picaflor
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